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Wer von euch ist wie von Ppi bei Reflux weggekommen?

Exhema1liger2 Nu3tzerY (#57/8481x) hat die Diskussion gestartet


Hallo,

seit vielen Jahren nehme ich täglich 1 x Omeprazol 20mg gegen meinen Reflux. Ich habe es auch probeweise fast 2 Jahre ohne PPI ausgehalten und dabei viele Ernährungsumstellungen getestet, doch nichts half. Habe täglich einige Antizida nehmen müssen und hatte dennoch zweitweise starkes Sodbrennen. Da bei einer Magenspiegelung danach Verätzungen der Speiseröhre zu sehen waren, nehme ich nun wieder täglich Omeprazol. Allerdings nicht ohne Nebenwirkungen. Leide unter Bläsungen und leichten Verdauungsproblemen.

Deshalb würde ich mich hier gerne mit anderen Reflux-Patienten austauschen. Gibt es hier User, die auch einen Reflux haben und von PPI weggekommen sind? Wie habt ihr es geschafft?

Was mich besonders interessiert: Hat jemand Erfahrungen mit Alternativmedizin diesbezüglich? Z.B. Homöopathie oder Osteopathie?

Hilfreich wäre für mich aber auch, wenn ihr auf andere Mittel wie Ranitidin umgestiegen seit oder auch wenn ein anderes PPI die Nebenwirkungen reduzieren konnte.

Bin auf eure Erfahrungen gespannt! Vielen Dank schon einmal im voraus.

Antworten
C.atramaKla x2


Ich kann von zwei Personen berichten, die über Jahre Sodbrennen gehabt haben. Beide sind Beschwerdefrei geworden.

1. Ein Bekannter hat seit über zwanzig Jahren PPI eingenommen, bis die Nebenwirkungen zu stark geworden sind. Bei ihm half völliger Verzicht auf Kaffee und kleinere Mahlzeiten am Tag. Das wirst du wahrscheinlich selbst probiert haben, gutebesserung.

2. Eine Bekannte hat mehrmals massiv Sodbrennen gehabt über Jahre. Die Magensäure ist ihr sogar bis in die Nase hineingeflossen. Beim ersten Mal haben ihr nach Jahren der unterschiedlichen Medikamenteneinnahmen und Magenspiegelungen ohne nennenswerten Erfolg, die Methode der Ganzkörperatmung geholfen. Das kann man googln. Unter sehr großem Stress ist der Reflux wieder aufgetreten. Sie hat dann mit einer Rollkur mit Kamillentee sich helfen können und einer Zwerchfellmobilisierung durch einen Physiotherapeuten. Sie ist jetzt seit vielen Jahren beschwerdefrei. Sie hat gelernt mit Stress umzugehen und nimmt ganz selten einmal Nux Vomica in D6 drei Kügelchen ein.

E;hemqal5iger .NutzDer (#!57x8481)


Hallo,

danke für deine Antwort! Nein, mit solchen kleinen Ernährungsumstellungen habe ich leider immer noch tägliches Sodbrennen, wobei kleinere Mahlzeiten es natürlich besser machen. Ich habe vieles probiert: low-carb, viel Protein, wenig Proteine, Verzicht auf alle Milchprodukte bis hin zu vegan...nichts hat ansatzweise geholfen.

Könntest du dir also vorstellen, dass ein Homöopath das Sodbrennen stark lindern kann? Ich habe schon Komplexmittel verwendet, aber ohne Erfolg. Nun denke ich, dass das Mittel schon auf den Konstitutionstyp eingestellt sein sollte. Bislang war ich skeptisch gegenüber alternativen Methoden und nur von der Schulmedizinisch überzeugt. Aber man will ja nichts unversucht lassen. Nur schrecken mich die Kosten ab. Mit allen Follow-ups etc ist man bei mehreren hundert Euro! Ärzte, die mit gesetzlichen Krankenkassen zusammen arbeiten, sind leider völlig ausgebucht...

Czar'amala :2


Ob ich mir etwas vorstellen kann, das ist leider nicht möglich zu beantworten.

In einem anderen Forum habe ich von einer Frau gelesen, die das jahrelange Sodbrennen mit einer LM 6 Potenz innerhalb einer Woche wegbekommen hat. Dem voraus sind aber langes Probieren von Seiten des Homöopathen vorausgegangen und auch Fehlschläge. Es ist aber auch ihr Konstitutionsmittel letztendlich gewesen.

Da finde ich die Physiotherapie erst einmal besser und es wäre vielleicht einen Versuch wert.

[[http://www.andrea-krause.de/wordpress/?p=342]]

Die Ganzkörperatmung kommt zwar aus dem Yoga. Den ganzen spirituellen Überbau braucht man dafür nicht, wird hier auch nicht erwähnt.

[[http://www.yoga-im-taeglichen-leben.at/esystem/yoga/de/020200/die-uebungsstufen/die-yoga-vollatmung/]]

Ich würde mich auch fragen, wie du Stress verarbeitest. Stress kann zu extremen Muskelverspannungen führen und sämtliche Organe quetschen. Ich kenne eine mindestens fünf Angstpatienten, die mit Zwerchfellproblemen und Reflux zu tun haben.

CLaramaxla 2


Das "eine" kann man streichen.

B3enitxaB.


Ach, was habe ich mich gequält.

Bis man bei mir Diabetes feststellte.

Und man kann Diabetes in den Normbereich kriegen. Vor Jahren war ich in Toronto, wo ein Onkel mit Diabetes an einem Programm der Uni teilnahm. Damals interessierte mich das eher wenig, aber er durfte keinerlei Brot, Kuchen, also nur wenigste KH essen.

Und er erzählte eben davon, dass seine Werte wieder im Normbereich waren, wie bei einem Gesunden.

Seinen Speisezettel fand ich damals ziemlich merkwürdig.

Bei meiner eigenen Diagnose erinnerte ich mich dran. Las nach, was KH's machen. nämlich den Blutzucker ansteigen lassen, um dann abzustürzen, Heißhunger, ein Teufelskreis.

Und wenn man keine KH's ist, bleibt das aus. Doch wie dann ernähren?

Mein größter Verdacht lag auf Butter, überhaupt Fett, Milchprodukten, Aufschnitt, Wurst, Käse.

Tests beim Arzt hatten nichts erbracht in den Jahren.

Ich vertiefte mich in Seiten von low carb, high fat, LOGI. Einfach, weil ich meinen Blutzucker regulieren wollten, weil ich schon Schäden in den Augen hatte, durch den Zucker.

Also: konsequent Brot weg, alles mit Getreide weg. Keinerlei Zucker mehr.

Völlig verblüfft war ich, als ich eine Woche später keinerlei Reflux mehr hatte, kein Sodbrennen. Weg bis heute, es sei denn, ich bin im Urlaub und kriege das mit meiner Ernährung nicht hin. Keine 2 Stunden später ist es wieder da, das Sodbrennen....

Wenn etwas Unverträgliches in den Magen gelangt, tut der Magen das, was er kann. Er versucht durch die vermehrte Produktion von Säure das Unverträgliche kleiner zu machen, damit es besser verdaut werden kann. Das ist seine Aufgabe, Nahrung vorzuverdauen.

Da der Magen aber nicht denken kann, die Unverträglichkeit immer noch da ist, wird noch mehr Säure produziert. Der Magen entzündet sich, er will das verhindern, dehnt sich aus, macht dadurch den Schließmuskel kaputt, das Tor Richtung Speiseröhre steht dann offen wie ein Scheunentor, es schwappt hoch.....

Wenn man also das Nahrungsmittel, was der Magen eigentlich nicht verdauen kann, dem Magen aber nicht mehr anbietet, liegt auch keine Veranlassung vor, vermehrt Magensäure zu produzieren.

Also kommt es wieder zu einer regelrechten Produktion, der Mageninhalt wird nicht mehr schwappig, sondern das Tor Richtung Dünndarm öffnet sich zur weiteren Verdauung.

So hat es mir mal ein alter Arzt erklärt, der meinte, das ist Wissen im Studium 1. Semester, das vergißt man aber ziemlich schnell wieder, besonders heute, wo Pharmafirmen ihre Säureblocker gerne loswerden wollen. Ein Millionengeschäft.

Das Unverträgliche auszuschalten bringt keine Einnahmen.

Und viele Menschen sind nicht wirklich konsequent in ihrem Ausprobieren. Sie labern hoch und runter, es wäre egal, was sie essen würden, sie hätten immer Sodbrennen.

Fragt man aber mal nach, haben sie chaotisch mal dies mal das weggelassen, statt mal konsequent für 14 Tage wirklich auf Getreide zu verzichten, um mal zu sehen, was passiert.

Da kommt dann ein Knobbers dazwischen, oder das panierte Schnitzel und schon meinen sie, nützt alles nix....

Sie führen nicht über Monate hinweg akribisch Tagebuch über ihr Essen und ihre Beschwerden parallel dazu, ist ihnen zu lästig....

Da ich in meiner Leidenszeit auch auf Gluten getestet wurde, negativ, kann es eigentlich Gluten nicht sein. Aber irgendwas in Getreide, auch Bio, verursacht die Beschwerden trotzdem.

In Büchern wie Weizenwampe fand ich mich wieder. Heute gibt es Bücher en masse über Paleo/Paläokost. Meist geschrieben von Menschen, die genau diese Probleme auch hatten.

Nach dem Weglassen von Getreide, und zwar konsequentst, waren auch sie plötzlich geheilt.

Frage hier: wurde das auch nachhaltig ausprobiert?

EShemal_iger NSutz9er (#u57x8481)


Danke für eure Antworten. Wirklich interessant, dass Leute mit starkem Sodbrennen offenbar mit einer homöopathischen Therapie Erfolg hatten. Ich habe dies früher nicht für möglich gehalten und es als reinen Placeobo gewertet...Mittlerweile habe ich jedoch die Hoffnung, dass es funktioneiren kann.

Vielen Dank auch für den Hinweis zum Bauchatmungstraining. Durch Meditation habe ich bereits gelernt, in den "Hara" zu atmen, also Zwerchfellatmung auszuüben. Als gestresster Westler atmet im Alltag ja fast ausschlielich mit der Brust. Doch mein Sodbrennen hat davon leider keine Verbesserung gezeigt. Aber gut, das dauert vermutlich auch...

Ich denke auch, dass ich es eher mit Physiotherapie als mit einem Homöopathen versuchen werde. Genau begründen kann es aber nicht. Beides kostet mehrere hundert Euro und das ist viel Geld. Somit würde ich (wenn überhaupt) nur einem von beidem eine Chance geben.

@ Benita

Vielen lieben Dank für deinen Hinweis. Ich habe ca. 4 Wochen low-carb gemacht (weitestgehend LOGIsch gegessen). Dennoch hast du sicher recht. Etwas Zucker bzw. Weizen war sicher nicht auszuschließen. Jeder Salat, den man im Restaurant bestellt, kann in der Sauce Zucker enthalten. Sagen wir also besser: Ich habe versucht, Kohlenhydrate soweit wie möglich zu vermeiden. Hier war ich schon sehr kosequent und es entsprach einer gewaltigen Ernährungsumstellung. Leider ohne Erfolg bezüglich des Sodbrennen. Aber womöglich hast du recht und durch die wenigen möglichen Ausnahmen (wenn auch sehr gering in der Menge) kann ich es nicht mit Sicherheit sagen?

Was mich hierbei besonders interessiert: du sprichst von kein Geteide und keinem Zucker. Wie sieht es aber mit Kartoffeln aus? Paleo ist ja nicht immer low carb, da Früchte und Obst "erlaubt" sind. Würdest du Obst und Kartoffeln hinsichtlich Sodbrennen auch vermeiden? Mit Kartoffeln hat man ja eigentlich eine gute und eigentlich basische Kohlenhydratquelle...

Wiilles_Snur_ve>rstexhen


Hallo,

plötzlich aufgehört ohne Abgewöhnungsphase? Ich wurde drauf hingewiesen nach den PPI langsam aufzuhören. Bsp: Jeden zweiten Tag eine nehmen, dannach jeden dritten usw.

mfg und alles Gute :)

E:hema!liger RNutzNer >(#578481x)


Ja, ich hatte von heute auf gleich abgesetzt, obwohl mir der Rebound-Effekt bekannt war. Heute würde ich auch nur noch ausschleichen. Dennoch: Nach zwei Jahre ohne PPI mit bleibendem Sodbrennen kann ich wohl sagen, dass es am Ende nicht mehr der Rebound, sondern der Reflux war, der sauer aufstieß. ein Rebound kann sicher lang dauern (auch wenn es Ärzte oft bestreiten), aber allenfalls mehrere Wochen

B>enitxaB.


Ich vertrage Kartoffeln prima - ohne jegliches Sodbrennen. Esse die aber seeehr selten, weil sie eben den Blutzucker höher machen. Der Körper kann mit KH's eben nichts anderes machen, als sie zu Zucker verwandeln, für mich als Diabetikerein nicht wirklich gut.

CzaraQmala x2


Hallo gutebesserung,

warum musst den Oestheopaten bezahlen? Physiotherapeuten haben oftmals diese Ausbildung und wenn man ein z.B. ein Rezept zur manuellen Therapie verschrieben bekommt, dann können sie auch Oesthopatie anwenden. Das kostet dann nichts, außer der normalen Rezeptbeteiligung. Man muss natürlich jemanden finden, der einem ein solches Rezept verschreibt. Oftmals haben solche Reflux-Probleme ja auch etwas mit dem Rücken und Verspannungen zu tun, unter anderem.

Was die Homöopathie angeht, ich würde da nichts überstürzen, mich gut informieren und mir einfach Zeit lassen wirklich jemand geeigneten zu finden. Und ob es überhaupt noch nötig ist, wenn du die anderen Sachen ausprobiert hast, dass ist die Frage. Eine Ganzkörperatumung ist etwas anderes als die Bauchatmung alleine.

S9unflhowerx_73


Ich vertrage netterweise PPI absolut nicht. Bin daher bei dem ganz anfänglich mal verordneten Ranitidin geblieben, was auch gut hilft und von mir vertragen wird. Nehme sie allerdings nicht mehr täglich, sondern nur bei Bedarf (früher wg. Schmerzmitteln tägl. Einnahme erforderlich).

Exhwemaligerb Nu/tzer (#32x5731)


Ranitidin hilft bei mir gar nicht. Ich nehme alle 2 Tage 20mg Esomeprazol. Damit habe ich keinerlei Sodbrennen mehr.

Ob ich da langfristig von wegkomme mal sehen. Wird sich zeigen ...

mOnexf


Was ist mit der Ursache, wurde die nicht gefunden oder überhaupt nicht weiter danach gesucht?

S3il+kPeexarl


Hier, ich!

Mir hat eine gründliche Ernährungsumstellung am meisten geholfen.

Natron und ggf. noch Gaviscon advance sind heute, wenn ich mal etwas Falsches gegessen habe, meine Helfer. Nie wieder dauerhaft PPI!

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