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Defuse Beschwerden, Magen/Darm-Problem???

S$cre7amingExagle hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

zu meiner Person: ich bin 33 Jahre alt, männlich, 170 cm groß und wiege derzeit ca. 88 Kg. Als Sport bin ich, auch wenn man es nicht unbedingt sieht, gerne und oft mit dem Fahrrad unterwegs. Bis vor etwas über einem Jahr konnte ich auch noch Essen, was und wie viel ich wollte.

Ende Juni letzten Jahres fing das Ganze an. In den paar Tagen, an denen es richtig heiß war (ü 30 Grad), habe ich nach getaner Arbeit und Heimfahrt zuhause ein Eis aus der Truhe gegessen und nach einer Pause danach meine täglichen 30 Minuten auf dem Hometrainer absolviert.

Kurz danach habe ich mir einen Salat geholt und gegessen. Nach dem Verzehr musste ich sehr zeitnah aufs stille Örtchen, was ich etwas unangenehm, aber An sich nicht schlimm fand, hatte bei der Hitze wohl zu schnell gegessen bzw. meinem Körper vielleicht doch etwas zu viel zugemutet. Tags drauf war alles wieder gut.

Ein paar Tage später gab es abends Spargel mit Sauce Hollandaise und Schinken. Bei der dritten Stange Spargel war es mir auf einmal, als wollte alles wieder hochkommen und ich musste heftig mit einem Säuregeschmack aufstoßen. Habe auch Schweißausbrüche bekommen, aber nach ein paar Minuten an der frischen Luft ging es wieder.

Dann ging es mir einige Tage nicht wirklich prickelnd (so ein komisches, unwohles Gefühl irgendwie), aber nach etwas Schonkost (trockenes Brötchen, Zwieback, klare Brühe, usw.), ging es einigermaßen. Nur musste ich jetzt auf einmal 4-6 Mal am Tag aufs stille Örtchen, unabhängig was oder wie viel ich zu mir genommen hatte (früher war es nur 1x oder je nach Essen vielleicht auch 2x). Meist war es kuhfladenmässig oder total weich und lauter kleine Stückchen, stellenweise kam es richtig wie mit Luft rausgeschossen. Ebenso hatte ich im Bauchraum ein Gefühl von ziehen bzw. Schmerzen, die aber gewandert sind (mal links, mal rechts, mal oben, mal unten).

Bin dann doch mal nach fast 14 Tagen zum Hausarzt (bin jetzt nicht der, der wegen einem kleinen Aua sofort zum Doktor rennt) und der meinte, ich hätte mir wohl den Magen oder den Darm mit irgendwas durcheinandergeworfen und hat mir Perenterol verschrieben, die ich dann auch brav 2x am Tag genommen hatte. Die Kuhfladenform wurde wieder geformert und ich musste nur noch 3-4 Mal, ein Fortschritt also.

Die Perenterol-Kapseln waren aufgebraucht und es ging so weiter, bis eines Morgens im Urlaub etwas Neues auftrat; beim Frühstücken war nach 3-4 Bissen ins Brötchen Feierabend. Es fühlte sich an, als würde irgendwas den Bereich zwischen Hals und Bauch abriegeln. Ich konnte nur noch ganz langsam und schwerfällig weiteressen, bis ich es dann habe sein lassen. Dabei war auch ein Gefühl, als wäre der Mund total trocken. Das ging dann zwei Tage so, dann war es wie weggeblasen. Trinken war aber kein Problem.

Dies Phänom kam und ging immer mal wieder, stellenweise ein ganzer Tag, stellenweise nur eine Mahlzeit und immer beim Essen selbst, also nicht mal davor und auch egal, was oder wo ich gegessen habe (Imbiss, Gaststätte, zu Hause, bei Muttern, Schonkost, deftig). Körperlich habe ich mich aber nie schlapp oder so gefühlt. Auch Fieber habe ich keins gehabt.

Schlafen konnte ich aber die ganze Zeit vergessen. Meist bin ich so um 22 Uhr ins Bett und um 01 Uhr wieder aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen (habe nur noch vor mich hingelegen und gewartet, dass ich aufstehen kann, meist auch total kalt nassgeschwitzt. Am nächsten Tag war ich dann aber auch nicht müde, obwohl es mehre Tage hintereinander so ging. Außerdem bis heute ein ständiges Gefühl, ich würde meinen Puls stärker spüren bzw. hören als vorher.

Also mal wieder ab zum Hausarzt, da mir zwischendurch auch noch zweimal richtig schwindelig mit einem dumpfen Gefühl war. Nach erfolgtem Ultraschall, Urin- und Bluttest, Ruhe- und Belastungs-EKG, 24 Stunden EKG und Blutdruckmessung, kam rein gar nichts raus. Für die Beschwerden beim Essen habe ich noch mal Perenterol bekommen, die dann aber hier nichts geholfen haben.

Bin dann ne ganze Weile nicht mehr zum Doc, da ich mir im Bedarfsfall Perenterol, ja auch in der Apotheke ohne Rezept kaufen konnte.

Ich war dann irgendwann mal wieder für ein paar Tage im Urlaub und wir sind Abends etwas essen gegangen. Plötzlich beim Essen wurde mir total kalt, ich wurde blass, Schweiß brach aus, ein Ziehen im Oberbauch (mehr Mittig eigentlich) stellte sich ein und ich konnte nicht mehr weiteressen. Bin dann aufs stille Örtchen, aber da kam nichts und nach ein paar Minuten und abwischen des Schweißes ging es wieder, aber weiteressen konnte ich nicht. Und das Frühstück am nächsten Tag und Essen insgesamt war auch mehr eine Quälerei.

Dann kamen auch noch die Kuhfladen wieder zurück an manchen Tagen und die "Schluckprobleme" beim Essen waren auch immer mal wieder da, so dass ich doch mal wieder beim Arzt vorstellig wurde. Ebenfalls hatte ich wie ein ziehen/drücken auf Höhe Rippen/Magen. Zwischendurch hatte ich mein Gewicht von 92 kg auf 82 km reduziert in der Zeit.

Nach erneutem Blut-, Urin- und mehreren Stuhluntersuchungen wurde dann ein Darmkeim festgestellt (Namen habe ich leider nicht, irgendwas mit B), den wohl viele haben, der aber nicht bei jedem Ärger macht. Bekam dann Vancomycin Enteroca, die ich 7 Tage a 4 Stück genommen habe und danach war wieder eine Probe angesagt. Der Keim war nicht mehr nachweisbar, jedoch war einiges andere (erwartungsgemäß) ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Zum Darmaufbau habe ich dann Orthomolar Pro bekommen.

Für das Ziehen im Bauch habe ich dann noch Pantoprazol gegen die Magensäure bekommen, zumindest dieses wurde deutlich besser.

Nun ist es aber immer noch so, dass mein Allgemeinbefinden insgesamt zu wünschen übrig lässt. Hungergefühl habe ich mittlerweile eigentlich ganz selten bis gar nicht, ess dann einfach. Magenknurren ebenfalls so gut wie gar nicht mehr. Früher war eigentlich immer das Motto: "Man muss und kann auch essen, wenn man keinen Hunger hat." Heute ist es eher: "Essen wir halt." Die Schluckbeschwerden sind so weit weg, als dass ich wenigstens dann langsam essen kann und nicht mehr komplett abgeriegelt ist. Außerdem sind die Abstände zwischen den Schüben auch größer geworden. An manchen Tagen muss ich allerdings Luft aufstoßen nach dem Essen und selbst nach mehreren Stunden seit der Nahrungsaufnahme habe ich den Geschmack dann von dem Essen noch im Mund. Sodbrennen, Säure, etc. habe ich aber nicht. An den Tagen ist es meist so, dass ich mich aber insgesamt so gedrückt, grad im linken Körperbereich des Rückens/ Bauchs, fühle.

Früher konnte ich einfach Luft aufstoßen und fertig, heute fühlt es sich an, als hätte jemand einen Deckel draufgemacht, bis endlich die Luft entweicht. Mit dem Abgang von Darmwinden ist es übrigens ähnlich.

Stuhlgang habe ich jetzt meistens 1-2 Mal am Tag, aber stellenweise ständig ein Gefühl, als müsste ich. Beim Besuch des stillen Örtchens kommt dann aber sehr oft nur Luft bzw. gar nichts. Auch habe ich danach nicht das Gefühl, dass es mir besser gehen würde. Der Stuhlgang selbst ist mal fest und dann wieder faserig bzw. weich. Auffallend ist, dass es meistens 3-4 größere Teile sind und dann noch wie, als würden so ein paar kleine nachkommen. Farbtonmäßig ist auch vieles vertreten, von braun (heller oder dunkler), bis auch schon mal zu hell (leichter Gelbton) ist alles dabei. Eine bestimmte Farbe lässt sich aber auch nicht zu einer gewissen Konsistenz einordnen.

Eines Tages dann auf einmal der Schock: optisch zumindest eine größere Menge Blut im Stuhl. Mein Hausarzt hat mich dann zum Gastroenterologen für eine Darmspiegelung überwiesen. Diese viel aber negativ aus (keine Polypen, Einbuchtungen, Entzündungen, Tumor, etc.), schien also wohl nur eine Hämorride oder so gewesen zu sein.

Lt. den ganzen Untersuchungen und Befunden müsste ich also kerngesund sein. Zitat der Ärzte: "Ihre Werte sind einem 33 jährigen angemessen, die meisten sogar besser." Einzig die Fäulnisbakterien wären im Vergleich zu den Milchsäurebakterien noch etwas zu hoch, aber schon deutlich besser, als direkt nach der Behandlung.

Ob es etwas damit zu tun hat weiß ich nicht, aber im Laufe der Zeit hat sich dann noch ein Ziehen in der Wade bzw. Knie beim Treppenlaufen bzw. Ziehen und Druckgefühl im Rücken Richtung Becken dazugesellt inklusive stellenweise ein Gefühl von Verspannungen im Nacken-/Schulternbereich, obwohl ich eigentlich regelmäßig zur Massage gehe. Ebenfalls an manchen Tagen ein Empfinden, als wäre mir total warm im Kopf. Zwischendrin ist auch immer mal wieder so ein Ziehen im Unterbauch (mal rechts, mal links) so Richtung Leiste da. Dann gibt’s aber auch wieder Tage, wo nichts oder so gut wie nichts und ich denke, vielleicht geht’s jetzt endlich mal wieder bergauf. Dazu kommt auch noch, dass ich regelmäßig am Gesäß bzw. hinteren Oberschenkeln schwitze, was vorher auch nicht war bzw. nur bei großer Hitze oder vielleicht beim Sport. Und mein "kleiner Freund" bewegt sich zwar, will aber nicht so recht wachsen, wenn ihr versteht.

Ich weiß, es ist sehr viel Text, aber dies ist zusammengefasst mein derzeitiges Problem. Vielleicht geht oder ging es ja jemanden hier ähnlich und hat eine Idee bzw. schon geholfen bekommen. Vielen Dank. :o)

Antworten
S/chn&u'lla


hallo, ich hatte zwar nicht das gleiche Problem, jedoch habe ich sehr viele Probleme mit meinem Magen und habe nicht mehr das 'normale' gefühl im magen, wie es eig sein sollte oder wie ich es bis vor nem halben jahr noch kannte...musste 3 monate esomeprazol nehmen und blutuntersuchung war auch in ordnung...werde demnächst zum internisten und werde dann bestimmt ne magenspiegelung machen.

Hattest du denn nur ne Darmspiegelung oder auch Magenspiegelung?...deine beschwerden können auch vom magen her kommen oder wenn alles weiterhin 'in ordnung' ist wird das immer gleich auf die psyche geschoben...

schreibe doch mal einen plan, nach welchem essen du welche beschwerden hast...evtl verträgst du doch ein bestimmtes lebensmittel nicht...

abgesehen davon vertraue ich den ärzten nicht zu 100% denn man hat auch schon öfter gehört, dass alle tests in ordnung waren und später ist dann doch herausgekommen, dass die person etwas hatte...

man muss den ärzten immer hinterher rennen...was hälst du vllt von ner ernährungsberaterin oder heilpraktikerin?

:)z

SvcreaDmingEaxgle


Hallo,

Mit der Psyche ging es bei mir auch schon los, genauso beliebt wie der Spruch: "Sie werden halt auch nicht jünger". Grds. stimme ich dem ja zu, aber nicht von heute auf morgen in dieser Auswirkung, vor allem wenn man vorher, außer vielleicht mal nen Schnupfen oder so, kerngesund war.

Das mit dem Essen ist eben so ne Sache. Ich denke wenn, dann liegt es vielleicht auch nur an einem Inhaltsstoff oder Gewürz oder Mischung, weil die Probleme sind schon mit den verschiedensten Speisen aufgetreten, auch mit solchen, wo ich vielleicht ne Woche vorher keine Probleme hatte, wirklich wie so ne Art Schub.

Und nein, eine Magenspiegelung hatte ich bisher noch nicht. Der Hausarzt und der Gastroenterologen meinten, die sei eigentlich auch nicht nötig, da ich zwischendrin ja mehr oder weniger beschwerdefreie Zeiten habe, wo ich essen kann, da wäre der Magen als Verursacher ja untypisch. Werde aber demnächst noch mal vorstellig werden und auf eine bestehen und wenn es nur ist, den Magen als Ursache auszuschließen.

Ein Heilpraktikerbesuch wäre vielleicht auch noch was, bin mittlerweile echt zur jeder Schandtat bereit, Hauptsache es kommt endlich mal was raus.

SBcchnullxa


ich kann zwar aus Erfahrung sprechen, dass einige Probleme durch die Psyche 'hervorgerufen' werden, jedoch glaube ich nicht, dass es etwas mit der Psyche zu tun hat. Mein Therapeut meinte mal zu mir, dass ich meinen Körper gut genug kenne um zu wissen, dass ich was habe...und so ist es auch

Man merkt, ob man wirklich etwas hat oder ob das eher Kopfsache ist...

Und ich verstehe nicht, warum die Ärzte meinen, dass ne Magenspiegelung nicht notwendig ist?!...Falls bei der Magenspiegelung nichts herauskommt, dann würde ich entweder weiter allen Ärzten auf die Nerven gehen, bis endlich etwas gefunden wird.

Nur leider dauert es immer so lange, bis etwas gefunden wird...es muss nur eine kleine Sache sein, die man hat...

Ich esse sehr gerne, aber im Moment versuche ich nicht viele Süßigkeiten zu essen und trinke sogar Tee (ich hasse Tee), aber selbst nach Tee habe ich abends Magenbrennen...

Aber irgendwann muss etwas gefunden werden...meine neue Ärztin meinte zu mir, dass wenn es nach meiner Therapie und mit der Ernährunsberaterin nicht besser wird ich ne Magenspiegelung machen soll, aber ich frag mich, wie sich auf einmal nach nem halben Jahr etwas ändern soll?!

Komische Ärzte ???

SAc rejayming=Eaglxe


In der Tat, das verstehe ich auch nicht.

Und das mit dem Kennen des Körpers kann ich auch nur bestätigen, war bei mir auch schon zweimal so, dass im Bekanntenkreis gemeint wurde, da ist nix und dann doch mal zum Arzt bin und mit einer Diagnose wieder kam und jeder nur geguckt hat.

Mich wundert halt wirklich nur, dass zwischendurch teilweise tagelang so gut wie nichts ist und dann auf einmal wieder. Aber bei den Ärzten muss man eh mittlerweile echt gucken bzw. teilweise nerven. Wie gesagt, werde auch noch mal vorstellig werden und dann auf ne Magenspiegelung bestehen. Finde halt wenn jemand kommt, der normal gesund und ein guter Esser ist und die Probleme jetzt schon so lange hat, dass dann nicht mal ne Magenspiegelung als notwendig erachtet wird bzw. ich wirklich drauf bestehen muss im Zweifelsfall schon komisch.

Habe auch schon überlegt, ob es an der Massage liegt, die ich regelmäßig besuche. Werde vielleicht auch noch mal nen Orthopäden konsultieren.

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