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Durchfall nach Gallen op - Colestyramin der Retter?

furohikxe85 hat die Diskussion gestartet


Guten Tag,

bei mir wurde im September die Gallenblase aufgrund Gallensteine/koliken entfernt.

Die OP verlief gut,

Ca. 1 Woche nach der OP gingen dann die Durchfälle los. Anfangs unmittelbar noch beim Essen. Teilweise 5-10x pro Tag.

Nach ein paar Monaten wurde es dann besser, teilweise auch nicht mehr unmittelbar nach dem Essen, aber zwischen 2-5x pro Tag waren diese anhaltend.

Ich habe eine Magenspiegelung deswegen hinter mir, hier wurde ein Zwerchfellbruch festgestellt, ansonsten alles in Ordnung. Auch die Blutwerte sind alle prima.

Dann habe ich bei einem Gastroenterologe angerufen wegen eines Lebensmittelallergietests, dort sagte man mir, dass diese öfters Patienten mit meinem Problemen nach so einer OP haben und das Medikament: Coleystramin Hexal 4g verschreiben.

Das habe ich mir dann gleich geben lassen und was soll ich sagen, seit 3 Tagen keinen Durchfall, keine Bauchkrämpfe und allgemein fühl ich mich besser. Ich trinke 2 Beutel pro Tag, einen frühs gleich und den anderen vor dem Abendessen.

Seit meiner OP, war allerhöchstens mal ein Tag ohne Durchfall und nur dann, wenn ich nichts oder wenig gegessen habe und dafür hatte ich den ganzen Tag einen Blähbauch mit Bauchschmerzen.

Jetzt mein Anliegen, was nehme ich denn da ein? Es soll den Gallensaft scheinbar binden, dass dieser nicht in den Darm kommt? Ist das denn gesund oder richte ich mir mit der Dauereinnahme etwas anderes an? Habt ihr Erfahrung damit? Meine Ärzte sind überfordert mit meinem Krankheitsbild, was kann ich daraus schließen, dass das Medikament hilft. Ist die Ursache klar, dass es einfach die Gallensäure ist, die bei mir diese Durchfälle verursachen oder könnte das Problem evtl. doch noch von einer unverträglichkeit kommen? Sollte ich weitere Untersuchungen in alle Richtungen vornehmen? Gibt es Alternativen zu diesem Medikament?

Vorher hatte ich Flohsamen, Heilerde, Gallen-Globolis, Darmaufbaumedikamente, Calcium/Magnesiumaufbau ausprobiert zusammen mit Schonkost, das hat leider nicht wirklich was gebracht.

Viell. hat jemand ein ähnlichen Leidensweg hinter sich und kennt das Medikament? Nimmt man das jetzt sein Leben lang ein?

Danke

Antworten
h_uNmmel6x5


eine antwort hab ich leider nicht - würde mich mit dem gleichen problem aber gerne hier mal "dranhängen"

L>eoNtie


schau mal hier nach

[[http://www.med1.de/Forum/Leber/164575/]]

dort habe ich mich selbst durchgelesen nachdem es mir so ging wie dir.

Colestyramin hab ich auch genommen und es hat mir geholfen, das Erste das so richtig auf Anhieb angeschlagen hat.

Das kann man nach Aussage eines Arztes mit dem ich gesprochen habe unbedenklich Jahrelang einnehmen, allerdings ist der Hinweis zu beachten das es zu Vitamin A, D, E oder K Mangel führen kann. Daher sollte das Blut immer wieder mal untersucht werden.

Die chemiefreie Alternative dazu sind die Flohsamen. Die habe ich auch probiert und die haben mal schon, mal nicht geholfen.

Da sollte man am Ball bleiben weil die wirken nicht sofort, sondern erst nach ein paar Tagen, dann aber nachhaltig.

Den Link hier [[http://www.gallen-blase.de/gallenoperation/]] finde bzw. fand ich auch interessant, hat auch so ein paar Therapiemöglichkeiten und Zusatz/Hintergrundinformationen auf Lager.

Mein Internist meinte auf dieses Thema angesprochen zu mir: die meisten haben keine Probleme ohne Galle, bei manchen dauerts ein paar Wochen, bei anderen wiederum kann es bis zu 6 Monaten dauern bis sich das einpendelt und bei manchen bleibt

es so.....

Wenn dir Colestyramin hilft, sei froh und genieß das es dir gut geht :)^

f,roZhikex85


Hallo,

danke euch für die Antworten.

Ich bin nach wie vor sehr froh mit dem Medikament, es isst zwar kein Gaumenschmaus aber ich finde man kann es durchaus trinken.

Inzwischen probiere ich aus, die korrekte Dosis für mich zu finden.

Angefangen habe ich mit 2 Packungen pro Tag, diese hab ich nun auf 1x frühs reduziert, was ausreichend scheint.

Man muss halt bedenken, dass es Verstopfung auslöst (für uns Gallengeschädigte fast schon unvorstellbar), gerade dann wenn man etwas unbekömmlicheres isst, braucht man eine Balance im Darm.

Das mit dem Vitaminmangel steht auch im Beipackzettel, hier überlege ich, ob ich nicht dauerhaft Vitamine zu mir als Ausgleich nehme. Muss ich aber mal bei meinem Arzt ansprechen.

Andererseits ist durchgehend Durchfall auch nicht gesund, hier wird auch alle an Vitamine und gesunden Darmbakterien vernichtet, zumal ich mir vorstellen kann, dass das nach langer Zeit auch Entzündungen usw. am Darm hervorrufen kann. Von der psychischen Belastung kann man gar nicht erst reden.

Mit dem Flohsamen ist es bei mir gleich, die verdicken es mal etwas und dann bringen sie gar nichts, letztendlich haben die bei mir kein Erfolg, evtl. in Verbindung mit dem Medikament könnten diese erfolgversprechender sein, aber ich reiß mich jetzt auch nicht darum, das weiterhin regelmäßig zu nehmen.

Ich würde jetzt demnächst noch mit einem Darmaufbau beginnen, jetzt ohne Durchfall, haben die guten Baktieren auch mal eine Chance drinnen zu bleiben.

Danach wäre es interessant, wie sich der Darm verhält, wenn man das Colestyramin mal absetzt, viele berichten dann wieder von starken Durchfällen. Denke mal dass die Durchfälle zwischen 6 Monate und 1 Jahr nach der OP durchaus noch in der Norm liegen könnte.

Was mich interessieren würde ob ihr auch Probleme mit Sodbrennen habt? Hatte das vor der OP zwar auch aber es ist nun deutlich stärker nach der OP, hier wurde bei mir ein Zwerchfellbruch und Speiseröhrenentzündung festgestellt. Irgendwie muss das was mit der OP zusammen hängen, da es ein anderer Bekannter mit ebenfalls einer Gallen OP auch so hatte. Vorsicht vor Pantoprazol, bei Sodbrennen würde ich eher zu Basenpulver/Heilerde raten. Pantoprazol kann Sodbrennen verstärken und es kann zu einer Art Sucht kommen.

Noch ein paar kleine Anmerkungen / Tipps für Betroffene:

- Dass es selten zu Komplikationen nach der Gallen OP kommt mag ich stark bezweifeln. In meinem Bekanntenkreis haben ca. 10 Leute unterschiedlichem Alter und OP Methode die Galle entfernt bekommen. 3 Leute hatten danach Probleme. Dass das die OP Ärzte im Krankenhaus sagen, wundert mich nicht, weil ein paar Tage nach der OP sie den Patien nicht mehr sehen :-)

- Wer eine OP vor sich hat, sollte sich nicht verrückt machen wegen Komplikationen, bei den meisten Leuten geht es tatsächlich gut, die OP ist auch nicht so schlimm und man kann ohne Gallenblase leiden und dennoch alles essen. Man muss nur sein Körper wieder in das Gleichgewicht bringen. Das dauert Zeit und man muss einfach vieles ausprobieren.

- Kann man zwar nicht verallgemeinern aber bei Problemen würde ich eher zu einem Gastrointerologe raten, Internisten haben hier scheinbar weniger Erfahrung, ich war leider ein paar Monate zur Behandlung bei einem Internisten, der außer "wenig essen" nicht viel wusste + die Standardbehandlungen bei Darmbeschwerden (Spiegelungen usw.)

- Was mich zu diesem Punkt führt, immer wieder list man im Internet von Leuten die wegen den Durchfällen sämtliche Untersuchungen wie Spiegelungen, Lebensmitteltests usw. erhalten. Am Schluss soll es sogar die Psyche sein. Mir ist kein Thread bekannt, bei dem wirklich etwas rauskam. Man kann es natürlich über sich ergehen lassen und viell. findet man tatsächlich was, aber wer direkt nach der OP Probleme hatte, wird es nur sehr schwer von sich weißen können, dass es nicht von der OP kommt.

- Interessant ist die Farbe des Stuhls, bei hellgelben Durchfällen, scheint das Medikament Colestyramin usw. deutlich besser zu helfen. Das könnte für Betroffene schon ein Indiz sein, den Arzt recht schnell auf das Medikament zum testen anzusprechen.

- Stuhlproben werden dagegen sehr selten untersucht? Warum? Das ist mir ein Rätsel, gerade hier würde man viel feststellen können, was das Problem sein könnte. Zu viel Gallenflüssigkeit, Fette usw.

- Das Thema Ernährungsberater kennen wohl auch alle nach der Gallen OP, gerade dann wenn man Probleme hat, führen es Ärzte und Berater gerne auf die Ernährung zurück. Bei mir war es wirklich so, dass ich von sehr fetter Nahrung mehr Durchfälle hatte aber auch wenn ich ganz genau nach dem Plan gegessen habe, war es auch nicht wirklich besser. Durch wenig Essen hatte ich zwar mal ein Tag kein Durchfall, dafür aber durchgehend Darmkoliken bis zum Durchfall. Mir persönlich hat die Beratung nichts gebracht, alles was einem gesagt wird, kann man auch bei Google nachlesen, man muss schon sehr weltfremd sein und nichts als Fast Food kennen, um hieraus ein Nutzen zu ziehen. Auch wenn die Krankenkasse das meiste zahlt, kann man sich das Restgeld auch hier sparen...

- Nachdem ich viel Geld für Flohsamen, Artischocken, Heilpraktischen Sachen und zig anderes ausgegeben habe, würde ich Betroffene ehrlich gesagt wirklich erstmal zu Colesyramin/Quantalan raten. Man spart sich Geld, eine lange Wartezeit auf Besserung und ggf. psychischen Leiden. Wenn das anschlägt, hat man wenigstens was zur sicheren Alternative, ab dann kann man ja anfangen eher Heilpraktische Sachen auszuprobieren.

SJeven..of.Nixne


Danach wäre es interessant, wie sich der Darm verhält, wenn man das Colestyramin mal absetzt, viele berichten dann wieder von starken Durchfällen.

Mein Mann nimmt es auch wegen seiner entfernten Galle, und wenn er das Colestyramin auch nur ein einziges Mal vergißt, bekommt er sofort wieder Durchfall.

Nachdem ich viel Geld für Flohsamen, Artischocken, Heilpraktischen Sachen und zig anderes ausgegeben habe, würde ich Betroffene ehrlich gesagt wirklich erstmal zu Colesyramin/Quantalan raten

Das kann ich bestätigen. Nach dem auch Flohsamenschalen bei meinem Mann nur bedingt geholfen hatten, probierte er gar nicht weiter herum und nahm gleich Colestyramin.

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