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zuviel oder zuwenig Magensäure ?

H)usltinetttenbxär hat die Diskussion gestartet


Hallo,

seit ca. sechs Monaten plagen mich starke Bauchschmerzen im linken Oberbauch. Sodbrennen ist nicht dabei.

Seit ca. 20 Jahren nehme ich täglich 20 mg Pantoprazol ein, weil ich damals dauernd Sodbrennen hatte.

Irgendwie bin ich dann bei der Medikation hängengeblieben, ohne ihren Sinn zu hinterfragen.

Seit ca. 3 Monaten nehme ich nun erhöhte Dosen von Pantoprazol ein. (40-80 mg p.T.), ohne Besserung der Symptomatik.

Nun frage ich mich, ob ich denn tatsächlich zuviel Magensäure habe oder unter Umständen sogar zu wenig ?

Ich habe etwas Angst das Pantoprazol abzusetzen, weil ich eine wesentliche Verschlechterung der Symptomatik befürchte.

Frage:

Wie kann ich schonend herausfinden, ob meine Symptomatik unter Umständen von zuwenig Magensäure herrührt ?

Danke. Gruß Hustinettenbär

Antworten
S[ilkP_eaxrl


Es gibt ein Mittel (eine Farbkapsel) in der Apotheke, das bei zu wenig Magensäure den Urin blau einfärbt. Daran kannst Du es genau ablesen. Bleibt er hell und gelblich, ist es zu viel, nicht zu wenig.

SoilkBPexarl


Wobei ich mich dahingehend berichtigen muss: Es kann dann theoretisch zu viel statt zu wenig Magensäure sein, aber ebenso auch die normale Ausschüttung von Magensäure vorliegen. Nur eben nicht zu wenig.

HFus}tinettxenbäxr


@ SilkPearl:

Danke für den Hinweis.

Hört sich ehrlich gesagt witzig (und interessant) an.

Die Farbkapsel muß ja dann einen Indikator enthalten, der auf den Magensaft reagiert und den Urin einfärbt.

Weiss jemand wie das Präparat heisst (Wirkstoff oder Handelsname)

Gruß Hustinettenbär

S3ilk$PeFarxl


Frag beim Apotheker nach (nach der Farbprobe zur Magensäuremessung) oder halt beim Arzt. Der weiß schon, was gemeint ist. Ich hoffe, die Kapsel gibts noch, ist schon eine ganze Weile her, seit ich sie selbst eingenommen hatte. ":/

B@efniptaBx.


Sorry, aber wenn ich kein Sodbrennen habe, nehme ich auch kein Medikament dagegen ein.

Und dann muß ich die Dosis nicht erhöhen, weil - ich habe doch gar kein Sodbrennen.

Und wenn ich dann auch noch feststelle, das hat Null Wirkung - da würde ich mich doch mal fragen,

was überhaut mit mir los ist. ...

Ich erwarte also eine Verbesserung von Dingen, die

1. 20 Jahreher sind :-o

und

2. nach selbstverschwurbelter Verordnung auch nicht funzen.

Aaaalsooo:

Ich würde da mal meine Denkprozesse unterbrechen und **ich ** würde mal einen Gastroenterologen aufsuchen, ihm von meinem Abusus erzählen. Und erst mal rausfinden, was wirklich Sache ist.

:-X

:)D

Slil9kPeaxrl


Änliches DACHTE ich auch. Hab mich aber zurückgehalten...

Da es aber nun schon angeschnitten wird: 20 Jahre PPI? ??? Schon kurzfristig sind PPI "haarig". Hast Du Dir mal die Nebenwirkungen angesehen? Dass sie wie Bonbons verordnet werden, heißt nicht, dass sie harmlos sind; sie haben einen hohen Gewöhnungseffekt und ERZEUGEN manchmal nach dem Absetzen erst Sodbrennen!

H]ustin~ettexnbär


Was ich selbst noch gefunden habe:

Test mit Backpulver

Wollen Sie wissen, wie es um Ihre Magensäure bestellt ist? Diesen Test kann man leicht zu Hause machen. Er wird morgens nüchtern durchgeführt.

- Einen ¼ Teelöffel Backpulver mit kalten Wasser mischen.

- Trinken.

- Zeit messen bis zum Aufstoßen.

- Wenn es kein Aufstoßen innerhalb von 3 Minuten gibt, warten Sie nicht länger.

- Wenn Sie nicht aufgestoßen haben, haben Sie zu wenig Magensäure. Wenn Sie aufgestoßen haben, ist alles in Ordnung.

H4ust{ineltte.nbäxr


noch ein Wort zu der Langzeitmedikation mit PPIs:

Die kann durchaus ihren Sinn haben, wenn die Prämisse "zuviel Magensäure" stimmt.

Die Alternative zu einer langfristigen low-dose-Medikation mit PPIs ist oft nur die OP bzw. das Warten auf den Speiseröhrenkrebs.

Aber gerade die Prämisse "zuviel Magensäure" hinterfragt eben auch kein Gastroenterloge. Der spiegelt den Magen und gut ist.

Stellt er Entzündungzeichen fest, verschreibt er garantiert PPIs. Auch wenn die Entzündungen nichts mit Säure zu tun haben oder bspw. von einem Gallereflux herrühren.

Auf die Idee, dass unter Umständen für Beschwerden zuwenig Magensäure ursächlich sein kann, kommt die Schulmedizin in der Regel nicht.

SqiYlkPe6arl


Ich wei0, von welcher Website Du den Test hast... ;-) Wenn Du darauf vertrauen willst - probiere ihn aus, zu verlieren hast Du da nichts, denke ich. Ich würde statt Backpulver lieber normales Natron nehmen; das hat die gleiche Wirkung und tut dem Magen vielleicht gut.

Die Alternative zu einer langfristigen low-dose-Medikation mit PPIs ist oft nur die OP bzw. das Warten auf den Speiseröhrenkrebs.

Würde ich so nicht behaupten. Erstens spricht dagegen: PPI haben Nebenwirkungen, die zum Fürchten sind; es gibt weitaus weniger gefährliche Medikamente gegen Sodbrennen, auch zur Langzeitbehandlung. Und damit meine ich gewiss nicht die Antazida!

Der zweite Punkt ist die Ernährung. Ich wage mal zu behaupten: Die meisten schlucken lieber Medikamente, als mit einer radikalen Ernährungsumstellung über längere Zeit wenigstens zu versuchen, ihren Beschwerden beizukommen.

Es gibt z. B. etliche Menschen, die, ohne Zöliakie zu haben, überhaupt keinen Weizen vertragen - essen ihn aber ahnungslos jeden Tag! Wir sind eine Weizenproduktgesellschaft! Man kann sich leicht vorstellen, in welchen Notstand damit der Körper und auch der Magen gerät. In dem Buch "Weizenwampe" wird das ziemlich nachdrücklich beschrieben, kann ich nur empfehlen.

S<il7kPeaxrl


Und Deinen Arzt verstehe ich überhaupt nicht! Wie kann er Dir völlig unkontrollert so lange die PPI aufschreiben? Oder woher hast Du sie?

SPilkGPeaxrl


Als Letztes noch: Eher als die Magensäure solltest Du unbedingt noch Deinen Vitamin B12-Spiegel kontrollieren lassen. Über die vielen Jahre Einnahme kann sich ein Mangel daran eingestellt haben; auch das ist eine der Nebenwirkungen von PPI.

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