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Anhaltende Magen- Darm Probleme seit ca. 1 1/2 Jahren

Kgim+ox93 hat die Diskussion gestartet


Guten Abend,

ich bin ganz neu hier und erhoffe mir das Ihr ein paar Tipps für mich habt, ich bin 22 Jahre alt, weiblich, zu meinem Leidensweg, alles begann im Oktober 2014, ich habe zu diesem Zeitpunkt ein FSJ im Kindergarten absolviert und Mir gleich mal nach ein paar Wochen einen weniger tollen heftigen Magen Darm Infekt eingefangen, danach jedoch mit leichter Aufbau und schonkost mich langsam wieder an das normale essen heran getastet. Was zunächst auch relativ gut klappte. So ca. 8 Wochen nach diesem Infekt fingen die Probleme dann an, ständige ganz plötzliche und zum teil heftige Übelkeit allerdings ohne Erbrechen, blähungen, hin und wieder mal durchfall, oder breiigen stuhl, ansonsten normale stuhlkonsistenz, sehr laute, hörbare darmgeräusche so in Richtung gluckern, der stuhlgang konnte jedoch auch völlig normal sein und die Probleme waren trotzdem da. Es gab jedoch auch Wochen in denen ich kaum oder zum Teil keinerlei beschwerden hatte, doch mittlerweile sind die Symptome meine täglichen Begleiter geworden, Bauchschmerzen, übelkeit, darmkrämpfe und direkt danach stuhlgang, morgens zum teil 3-5 mal hintereinander mit kurzem zeitlichem abstand, blähungen, nach dem stuhlgang ein Gefühl der unvollständigen Entleerung, hin und wieder das Gefühl als würde ich durchfall bekommen, was der Grund ist warum ich mittlerweile jeden tag 2 loperamid und eine vomex nehme morgens das ich ein halbwegs normales Leben führen kann, wenn ich sie nicht nehme traue ich mich nicht einmal mehr zur schule geschweige denn generell aus dem haus. Großes blutbild (ohne befund), urin- und stuhlprobe auch ohne Befund, Ultraschall der Organe auch ohne Befund, nach 6wöchiger Therapie mit pantoprazol war die Übelkeit zumindest für ein paar Monate kein Thema mehr, nachdem ich bei einem Besuch beim Chinesen und zum nachTisch ein Eis, mit heftigen wässrigen durchfall bekam, fing die Übelkeit wieder an.

Ich fange im September meine Ausbildung an und bin mittlerweile am verzweifeln, ich möchte das die ganzen Probleme einfach aufhören, sonst hab ich angst das ich in der Ausbildung oft krank bin und ich aufgrunddessen meine Ausbildung verliere.

Tut mir leid für diesen langen text, aber ich hoffe ihr könnt mir helfen. ???

Antworten
K"imo9x3


Hat denn keiner einen Rat für mich ???

lAovelSy Guxy


Hallo,

was mir als erstes auffällt:

Wurde der Magen-Darm-Infekt mit einem Antibiotikum behandelt?

Wurde danch die Darmflora mit einem Probiotikum wieder aufgebaut?

Nach einer Behandlung mit einem Antibiotikum sind erstmal die meisten Bakterien im Magen-Darm-Trakt tot. Man braucht aber für eine geregelte Verdauung viele Bakterien. Am Besten ist ein Gleichgewicht verschiedener Arten. Um dieses Gleichgewicht wieder geregelt aufbauen zu können, gibt es verschiedene Probiotika (SymbioLact, Omni Biotic, OmniFlora N, etc.). Die Ernährung spielt aber auch eine große Rolle. Diese Bakterien, die generell für eine gute Abwehr von pathogenen Keimen sorgen, wollten auch versorgt werden. Diese Stoffe aus der Nahrung (Inulin z.B.) nennt man auch Präbiotika, weil sie eben als Nahrung für die Probiotika dienen.

Sind die anderen, "schlechteren" Baktierien in Überzahl vorhanden (Dysbiose), kann es durchaus heftige Verdauungsbeschwerden auslösen.

Zwei wichtige Punkte, um das Gleichgewicht im Darm herzustellen, sind also die Einnahme von Probioktia und Präbiotika. Den wichtigesten Punkt vergessen aber viele - das psychische Wohlbefinden. Stress, bzw. STRESSREAKTIONEN im Körper, können das Leben für die guten Bakterien oder für das Gleichgewicht sehr verschlechtern. Lang anhaltender Stress verschiebt also das Darmgleichgewicht zum Schlechteren! Wenn zusätzlich noch Antibiotika die Darmflora getötet haben, sind die Probleme eigentlich vorprogrammiert.

Nun könnte man ja denken bei der Einnahme von Pro- und Präbiotika: viel hilft viel! Das ist aber hier der falsche Ansatz. Man muss den Körper langsam an solche Stoffe, bzw. Nahrungsmittel gewöhnen, weil sonst wieder Verdauungsbeschwerden (Blähungen, Bauchschmerzen) die Folge sind. Denn es gibt nie nur eine Sorte Nahrung für eine spezielle Sorte von Baktieren. Es werden immer viele Sorten ernährt.

Was wurde bei der Stuhlprobe getestet? Wenn nichts mehr hilft versuche doch mal deinen Darmflora-Status zu überprüfen:

Beispiele:

[[http://www.mikrooek.de/fuer-aerzte-und-therapeuten/unsere-diagnostik/unklare-abdominalbeschwerden/kyberkompaktpro/]]

[[http://www.ladr.de/sites/all/themes/cont/files/pdf/03_fachinfos/aerzte/ladr-themenhefte/TH_Dysbiose.pdf]]

Da du aber auch von Problemen beim Chinesen sprichst:

Nahrungsmittelunverträglichkeiten müssen mit Atemtests (H2, CH4) und oder Bluttests ausgeschlossen werden!

Gluten, Glutamat, Histamin, Fruktose, Lactose ... (beim Chinesen macht meist Glutamat oder Histamin, bei Eis oft Fruktose oder Laktose Probleme)

... und weil es auch ähnliche Symptome zeigt, man es aber nur schwer nachweisen kann (Lactulose-Atemtest): Bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms (SIBO - small intestinal bacterial overgrowth).

Mehr zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten:

Veröffentlichungen von Dr. Maximilian Ledochowski:

[[http://www.fructose.at/]]

Wichtig ist aber auch für ausreichend Entspannung zu sorgen, um den Stress zu reduzieren (Existenzängste [Verlust Ausbildungsplatz, etc.]):

Versuche mal Yoga, Qi Gong, Tai Chi oder Meditation.

Sport (Joggen) hilft auch Stresshormone im Körper abzubauen!

Generell rate ich aber die Priorität auf die Gesundheit zu legen. Die kann einem keiner mehr wieder bringen, wenn sie mal weg ist! Arbeit wird es immer geben... (das ist jetzt überspitzt gesagt, aber im Kern wahr).

Ich hoffe ich konnte dir einen ersten Ansatz für die Recherche und Ideen für einen Diagnose-Plan geben.

Viele Grüße

PS: Gefühl von unvollständiger Entleerung liegt am Anschwellen von Hämorrhiden. Wenn sie bei dir vergrößert sind (haben sehr viele, auch wenn es keine Symptome auslöst), kann es dieses Symptom verursachen.

KgatYhy1B98x0


Hallo,

ich habe auch darunter gelitten, dank Antiobiotika, und ich hatte echt viel verschrieben bekommen. Mir hat geholfen, jeden Tag Säfte (1 Glas) Zum Beispiel Sauerkraut, Karotten, Rotebete, Gemüse, also generell einfach mal mehr Gesundes, dann Flohsamenschalen und Kijimea. Ist nicht billig, aber für mich wirklich ein Wundermittel.

Mein Schwachpunkt ist auch der Darm, alles schlägt sich da drauf. lovely Guy hat Recht, ich hab mir damals keinen Rat geholt. Lt dem Proktologen sieht mein MastDarm aus wie der einer 60 Jährigen (bin 35). Warum gibt es nicht mehr Aufklärung? Warum sagen die Ärzte nicht, nach dem Antibiotika ganz wichtig die Flora wieder aufbauen. Das Buch Darm mit Charme ist auch echt interessant! Kann ich Dir auch empfehlen.

LG und alles Gute

kathy

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