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Magenprobleme und Refluxstörung

M;elorVy91 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

Ich habe mich bereits durch das Forum im Bereich "Magen und Darm" durchgeklickt, aber nichts passendes gefunden.

Ich habe seit knapp 2 Jahren ein Problem mit Magen und Darm. Vor 2 Jahren wurde bei mir eine Refluxstörung festgestellt, seitdem bin ich täglich auf Omeprazol angewiesen welche zwischen 40-80 mg täglich liegen. Im Januar diesen Jahres hatte ich eine weitere Magenspiegelung, in der mir ein Magenpolyp entfernt wurde. Seit über einer Woche habe ich allerdings einen merkwürden Schmerz, der schon als Krampf gedeutet werden kann, der einige Sekunden anhält. Dies tritt allerdings nur auf, wenn ich minimal Hunger habe. Beim Essen ist er zwar noch ab und an da, aber verschwindet nach dem Essen wieder für 3-4 Stunden. Da ich schon einmal eine Magenschleimhautentzündung hatte, habe ich die Befürchtung das ich wieder eine habe. Ich habe erst am 25.2, diese Woche einen Termin bei meiner Internistin. Seit 2 Tagen habe ich auch wieder Probleme mit meiner Refluxstörung (Kloß im Hals, Gefühl des Sodbrennens).

Hat jemand Erfahrungen damit gemacht, oder hat eventuell die selben Probleme?

Auf Antworten würde ich mich freuen :-)

Antworten
S&chnu{llxa


Hallo :)

Erst einmal glaube ich, dass jeder andere Erfahrungen gemacht hat und dass auch die Ärzte teils nur Müll verschreiben...sry der Ausdruck, aber wenn ich immer lese Omeprazol oder Esomeprazol kommts mir hoch...

Ich musste den Mist 3 Monate nehmen obwohl diese Säureblocker es nach dem Absetzen nur schlimmer machen!!

Ich habe es am eigenen Leib erfahren und nach ner Magenspiegelung wurde herausgefunden, dass mein Gallensaft sich mit meiner Magensäure vermischt und zack habe ich das richtige Medikament bekommen für eine Woche und seit dem meistens beschwerdefrei, da es immer kommt und geht

Ich rate dir dringend die Säureblocker abzusetzen und dir höchstens Säurebindende Mittel zu holen, wie z.B. Rennie, wenn deine Magensäure nicht auf Pfefferminze reagiert...

Gehe diese Woche zum Internisten und schildere ihm dein Problem noch einmal...

Nimst du die Säureblocker echt schon seit 2 Jahren??

Evtl. deine Ernährung umstellen, falls du es nicht schon gemacht hast.

@:)

StpeziaKlwiiddhe


Was Schnulla schreibt kann ich im Wesentlichen unterstreichen, Säureblocker sind eigentlich nur Symptomkontrolle aber beseitigen das Grundleiden nicht. Allerdings ist es gefährlich die Blocker eigenmächtig abzusetzen wenn sie schon länger eingenommen wurden. Mit der plötzlich wieder einsetzenden Säureproduktion kommt die Schleimhaut nicht klar, das kann deshalb übel enden.

M;elo*ry9x1


Vielen Dank für die schnelle Antwort :-)

Omeprazol nehme ich schon 2 Jahre.

Ich habe bereits die Internistin gewechselt, da meinem vorherigem Internist die Sache sichtlich am Hintern vorbei gegangen ist. Bei ihr hab ich nun den zweiten Termin, da ich nach meinem ersten Termin ins Krankenhaus überwiesen wurde, damit in der gastroenterologie mein Polyp entfernt werden konnte. Ich bin auch am überlegen nicht bis Donnerstag zu warten, sondern direkt morgen dort hin zu fahren. Ich nehme zusätzlich noch Riopan.

Ferau,, 4x4


Den Tip das Omephrazol wegzulassen könnte ich nicht unterschreiben. Ich habe einen diagnostizierten Reflux, heißt, es fließt immer etwas Magensäure in die Speiseröhre, da der "Verschuss" nicht mehr funktioniert. Da es nicht gleich festgestellt wurde, hatte ich bei der Diagnosestellung schon leichte Verätzungen/Vernarbungen in der Speiseröhre.

Wenn man nichts unternimmt bildet sich dann irgendwann im unteren Bereich der Speiseröhre ein sog. Barret-Syndrom, heißt, die Schleimheit der Speiseröhre verändert sich in Magenschleimhaut. Man hat dann ein signifikant erhöhtes Risiko an Speiseröhrenkrebs zu erkranken.

Ich nehme seit ca. 20 Jahren täglich Omephrazol und komme damit einigermaßen klar. Ich habe es mal versuchsweise für einige Zeit unregelgemäßig genommen, weil ich keine Beschwerden hatte und dann wurde ein Barret bei mir diagnostiziert. Nun nehme ich wieder täglich 40 mg Omep (vorher waren es 20) und bei der letzten Magenspiegelung waren keine Barretzellen zu finden.

Also Vorsicht mit solchen Ratschlägen, es kommt schon immer auf die jeweilige Situation an.

Mteclorxy91


Dankeschön :)

Laut meiner Ärztin und auch den Ärzten im Krankenhaus bin ich ebenfalls auf Omeprazol abgewiesen, da meine Magenklappe nicht komplett schließen kann. Nehme ich sie nicht, würde ebenfalls die Gefahr der Verätzung bestehen. Man liest auch, dass zu einer Refluxstörung "Magenkrämpfe" zu den Syptomen zählen können. Trotzdem bin ich total unsicher und habe Angst, dass etwas schlimmeres ist. Leider habe ich vor Donnerstag keinen Termin mehr bekommen. Meine Ärztin hat mir für die Tage erstmal "Novamibsulfon" verschrieben. Davon sollen die Schmerzen weg gehen, bessern tut es sich aber nicht so wirklich. Zusätzlich nehme ich Iberogast.

Aber was ist ein Barret?!

Gruß

Fcrau,x 44


Beim Barret (kann man auch googeln) bildet sich im unteren Teil der Speiseröhre die Schleimhaut der Speiseröhre um in Magenschleimhaut, verusacht u.a. durch den ständigen Kontakt mit Magensäure. Und dieser Zustand ist wohl relativ gefährlich, weil dann ein deutlich erhöhtes Risiko für die Bildung Speiseröhrenkrebs besteht.

h;ook?ix1


Also bei Barrett gehen die Meinungen auch auseinander wie gefährlich das ist.

Wie ist das eigentlich bei Euch? Bei mir wurde auch vor 10 Jahren bei einer Magenspiegelung ein "Loch" festgestellt, seitdem nehme ich PPI und damit ist es meist gut (ausser in extremen Stresssituationen, da ist immer noch locker 50 % Psyche dabei). Seitdem war ich bei keiner Spiegelung mehr. Beim letzten Checkup mit meiner Hausärztin, meinte diese, solange keine Veränderungen wahrnehmbar sind. müsste man das auch nicht tun. Und der Internist, der die Spiegelung gemacht hat, meinte das auch. Wie ist das bei Euch?

F!rau,Q 44


Also bei mir wurde der Reflux, dauerhafte Öffnung des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre (ich verstehe ich was Du mit Loch meinst ?) im Alter von 30 Jahren festgestellt. Da hatte ich schon eine längere "Leidenszeit" hinter mir mit ständigem Sodbrennen, starken Schmerzen im Magen-/Speiseröhrenbereich. Ich hatte IMMER Sodbrennen und habe täglich mindestens 2 l Kamillentee getrunken um das irgendwie auszuhalten. Als ich die Symptome ein paar Wochen hatte, hatte ich eine Magenspiegelung, bei der nichts weiter festgestellt wurde, dann habe ich mich noch ca. 1/2 Jahr rumgequält und bin dann von meiner Hausärztin noch in einen andere Praxis geschickt worden, bei der dann der Reflux und die inzwischen schon eingetretenen Veräztungen der Speiseröhre festgestellt wurden. Später wurde noch ein Riss im Zwergfell diagnostiziert, der wohl auch mit ein Grund für die dauerhaften Öffnung ist.

Ab diesem Zeitpunkt habe ich 20 mg Omephrazol genommen und bin gut damit zurecht gekommen, zur Magenspiegelung sollte ich so alle 3 - 4 Jahre kommen (aber meine Speiseröhre hatte ja auch schon Schaden genommen).

Dann hat diese Praxis geschlossen und in der nächsten in die ich ging wurde ich massiv zu einer Reflux-OP gedrängt. Die habe ich dann machen lassen mit fatalen Folgen. Es wurde bei der OP wohl ein Nerv ange- oder auch zerschnitten, danach war mein Magen gelähmt und musste mir in der Folge entfernt werden. Auch die OP wurde wieder rückgängig gemacht.

Nun muss ich alle 2 Jahre zur Spiegelung.

Mir wurde übrigens gesagt, dass man es nicht merkt, wenn ein Barret entsteht und ich kann das für mich bestätigen. Ich hatte in den letzten Jahren kaum Symptome und daher die Omeps auch mal weggelassen, aber offensichtlich war das ein Fehler - gemerkt habe ich aber nichts davon.

h@o>oxki1


Danek. Mit "Loch" meinte ich Riss im Zwerchfell, ich war nur zu faul zum Schreiben. Bie mir hatte man aber nichts gefunden Richtung Barrett.

Ich habe mal gelesen, dass wenn man keine geänderte Medikation hat und man hin und wieder Sodbrennen hat und das dann irgendwann verschwindet, das dass auf Barrett schliessen lassen könnte.

l$ord~-palIirnus


Also bei mir wurde der Reflux, dauerhafte Öffnung des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre (ich verstehe ich was Du mit Loch meinst ?) im Alter von 30 Jahren festgestellt. Da hatte ich schon eine längere "Leidenszeit" hinter mir mit ständigem Sodbrennen, starken Schmerzen im Magen-/Speiseröhrenbereich. Ich hatte IMMER Sodbrennen und habe täglich mindestens 2 l Kamillentee getrunken um das irgendwie auszuhalten. Als ich die Symptome ein paar Wochen hatte, hatte ich eine Magenspiegelung, bei der nichts weiter festgestellt wurde, dann habe ich mich noch ca. 1/2 Jahr rumgequält und bin dann von meiner Hausärztin noch in einen andere Praxis geschickt worden, bei der dann der Reflux und die inzwischen schon eingetretenen Veräztungen der Speiseröhre festgestellt wurden. Später wurde noch ein Riss im Zwergfell diagnostiziert, der wohl auch mit ein Grund für die dauerhaften Öffnung ist.

Verstehe ich das richtig, dass du das Sodbrennen eine längere Zeit hattest, dann zum Arzt gegangen bist und ausser der magenspiegelung nichts bekommen hast? Also auch kein Pantoprazol oder andere Medikamente?

FCrau,o 44


Der Arzt hatte mir für 1 Woche Omephrazol verschrieben und mir gesagt abnehmen hilft und ich solle nicht so viel Schokolade essen - ich habe noch nie viel Schokolade gegessen und auch noch nie allzu viel gewogen - hat ihn aber nicht interessiert. Eben einfach Schema F gepaart mit Desinteresse und Unfähigkeit.

Er hat mir nicht mal gesagt, dass es so etwas wie einen Reflux gibt und man dagegen etwas unternehmen müsste.

Der Arzt der dann ca. 7 Monate später den Reflux diagnostiziert hat, hat sich sehr erstaunt darüber geäußert, dass der Kollege das nicht gesehen haben soll - O-Ton ungefähr: Die deutliche Öffnung und die daraus resultierenden Verätzungen der Speiseröhre können nicht innerhalb von nur 6 Monaten entstanden sein.

s/almlinxa


Hallo Frau, 44

das hört sich ja wirklich übel an. Sie haben dir wirklich wegen einer Magenlähmung den Magen entfernen müssen ???

Und das alles aufgrund einer Refluxop! Das tut mir wirklich sehr, sehr leid für Dich.

Ich leide auch unter Reflux und das seit 6 Jahren. Es wird immer schlimmer und nichts hilft.

Bei mir ist es leider so, dass die Protonenpumepenhemmer nicht wirken. Es besteht der Verdacht, dass es sich um v.a. um Gallereflux handelt und dagegen helfen nun mal keine Protonenpumpenhemmer. Die helfen nur gegen Reflux bedingt v.a. durch Magensäure.

Und hinzu kommt, dass ich nicht die typischen Refluxbeschwerden habe, also meistens kein Speiseröhrenbrennen bzw. Brustbrennen.

Ganz am Anfang vor 6 Jahren hatte ich ein paar Monate diese typischen Beschwerden.

Ich habe nachts während des Schlafens massive Beschwerden. Immer, wenn ich schlafe wache ich nachts auf mit starkem Halsbrennen, muss dann oft stark Husten und es bleibt mir die Luft weg. Dann stehe ich auf und merke richtig wie etwas zurückfließt.

Diese Form des Refluxes nennt sich stiller Reflux oder auch laryngophagealer bzw. extraösophagealer Reflux.

Das Einzige, was bisher half war so eine Alginat-Präparat, das hielt es mechanisch durch Schaumbildung im Magen die Gallensäure davon ab hochzusteigen, allerdings max. 2 in wirklich guten Zeiten auch mal 3 Stunden. Dann wache ich auf mit den oben beschriebenen Beschwerden und ich muss wieder dieses Alginatpräparat nehmen. Das hält dann wiederum max 2 Stunden.

Meine Story ist noch viel länger. aber es ist schon jetzt viel zu lesen für Euch.

Ich bin für jeden Tipp dankbar. Da ich nicht mehr weiter weiß.

Liebe Grüße

lQord-&palixnus


Okay, das ist schon etwas heftig. Bei mir war es eher umgekehrt... Ich bin mit Sodbrennen zum Arzt gekommen (hatte in der nacht zuvor sehr starkes und schon eine Woche lang immer wieder was) und man hat mir auch noch nen EKG gemacht, weil es ja auch sein könnte dass was vom Herzen kommt. Dann hat man mir Pantoprazol verschrieben, auch erstmalk nur 2 Wochen, aber als ich dann gemerkt habe dass es länger geht, dann auch mehr und später ne Magenspiegelung (ich muss aber dazu sagen dass mein hausarzt auch gleichzeitig Gastroendrologe ist).

F%rau,_ 4x4


Hallo Sallina, vielleicht machst Du es ja schon, aber trotzdem der Tipp das Bett schräg zu stellen, entweder über das Lattenrost oder einfach zwei Backsteine unter eine Bettseite schieben, so dass man in leichter Schräglage schläft und es schon rein mechanisch nicht so einfach "durchlaufen" kann.

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