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Darmspiegelung...wie habt ihr das geschafft?

DPie sKel3tixn


Und lass dir vor dem Abführen MCP verschreiben, damit du das Abführmittel im Magen behälst. Eine Tablette reicht aus, wenn du sie eine Stunde vor dem Abführen nimmst.

E8m?ax


Hallo Schnulla,

da ich mit (bisher) 5 Darmspiegelungen in diesem Bereich schon einige Erfahrung habe, beantworte ich dir gerne deine Fragen.

Ich habe in 2 Wochen eine Darmspiegelung und frage mich, wie ihr es geschafft habt, einen Tag lang nur zu trinken?

Ich habe jeweils am Vortag der Untersuchung normal gefrühstückt (Kaffee und Kuchen) und um 14 Uhr mit dem Abführen begonnen. Danach hatte ich ohnehin keinen Hunger mehr und nur noch das Bedürfnis meinen Darminhalt heraus zu lassen. Am Untersuchungstag musste ich jeweils noch einmal ein Abführmittel nehmen und mindestens 1 Liter Flüssigkeit trinken. Auch das war nicht appetitanregend.

Falls du Kalorien brauchst, kannst du dir diese in Form von Zucker oder Traubenzucker (mit Wasser) auch in der Abführphase zuführen.

Und ich würde gerne wissen, ob die Darmspiegelung ohne Mittel auch gut auszuhalten ist? Ich hab gehört, es ist unangenehm, aber lässt es sich für ca. 20min aushalten?

Ich habe meine bisherigen 5 Darmspiegelungen alle ohne Sedierung und ohne Betäubung machen lassen.

Beim ersten Mal war mir naturlich die Einführung des Endoskops in den After sehr unangenehm. Ich habe mich aber dann daran gewöhnt und den Schließmuskel völlig entspannt. Der Arzt hat das gemerkt und gelobt. Inzwischen entspanne ich bei der Darmspiegelung meinen Schließmuskel sofort - es kann ja nicht heraus kommen, weil im Darm nichts mehr drin ist.

An den Umlenkpunkten der Sonde gab es jeweils gewisse Schmerzen, aber es war gut auszuhalten. Mein Vorteil dabei war, dass ich alles mit ansehen konnte und nach der Untersuchung sofort wieder voll einsatzfähig war - ohne Beschränkungen bezüglich der Verkehrsteilnahme.

Wer das nicht aktiv erleben will, dem kann ich nur Propofol empfehlen und von Dormicum abraten. Dormicum betäubt nicht sondern bewirkt nur ein Vergessen. Es gibt in diesem Forum Berichte darüber, dass mit Domicum Sedierte während der Darmspiegelung so laut geschrien haben, dass die Begleitperson auf dem Flur es hören konnte. Nach dem Wiederaufwachen konnten sie sich an keine Schmerzen erinnern.

Die Dauer der Darmspiegelung hängt davon ab, ob irgendwelche Polypen gefunden wurden. Bei meinen bisher 5 Darmspiegelungen wurden insgesamt 4 Polypen gefunden und sofort entfernt. Dabei war der zuerst gefundene schon sehr groß und nur noch mit Mühe nach Unterspritzung durch die Drahtschlinge zu umfassen und zu kassieren. Das hat einige Minute in Anspruch genommen.

Aufgrund meiner relativ hohen Trefferquote und dem Sachverhalt, dass meinem Großvater ein großer verkrebster Darmteil entfernt werden musste und mein Bruder inzwischen auch schon an Darmkrebs operiert wurde, lasse ich meinen Darm nun im Abstand von höchstens 3 Jahren spiegeln.

Es gibt unangenehmere Sachen als Darmspiegelungen.

Alles Gute und viel Mut zur Darmspiegelung.

kDleine)r!_7draRchenstxern


Ich hatte schon mehr als 10 Spiegelungen und hatte noch nie ein Problem mit dem nichts essen, könnte ich eh nicht, weil ich schon weiß, dass mir von der Abführprozedur so übel wird, dass ich freiwillig schon Tage vorher fast gar nichts mehr esse.

Aber wenn du eh schon untergewichtig ist, würde ich mal beim Gastro nachfragen, was evtl gehen würde. Denke da auch an Traubenzucker oder auch hochkalorische Drinks, gibt's in der Apotheke.

Ich persönlich würde nie im Leben eine Darmspiegelung ohne Sedierung machen lassen, obwohl ich Magenspiegelungen und auch sehr viele Zahnbehandlung ohne machen lassen, aber ich habe durch die Coltis auch viele Vernarbungen im Darm und bin leider auch mal bei einer Spiegelung im Schub mit komplett entzündetem Darm wach geworden, das war schon leicht traumatisch.

Aber ein Tag ist auf jeden Fall im Eimer. Mit der Vorbereitung zwei.

E=maxx


Aber ein Tag ist auf jeden Fall im Eimer. Mit der Vorbereitung zwei.

bei mir immer ein Nachmittag und am Folgetag der Vormittag.

Kürzer geht es wohl nicht. Bei Betäubung bzw. tiefer Sedierung ist auch noch der zweite Nachmittag dahin.

Pnfschxbiest


Ich bin am Freitag mal wieder dran. ;-D

Aber ohne Sedierung läuft bei mir gar nichts.

E(maxx


Ich bin am Freitag mal wieder dran. Aber ohne Sedierung läuft bei mir gar nichts.

Hallo Plüschbiest,

ich wünsche dir ein für dich gutes Ergebnis deiner Darmspiegelung.

Falls du bezüglich meiner Erfahrungen ohne jegliche Sedierung interessiert bist, bin ich gerne bereit, meine entsprechenden Erlebnisse dir mitzuteilen.

LG

D6ie Kel7tin


Ich habe übrigens zuletzt ein dünnflüssigeres Abführmittel bekommen, es heißt Eziclen: Das musste ich über 4 Stunden trinken, erst 500 ml Eziclen, dann einen Liter klare Flüssigkeit, dann wieder 500 ml Eziclen und schließlich die letzten 500 ml Eziclen. Ich habe damit morgens um 7 Uhr angefangen und um 14 Uhr war mein Darm pünktlich zur Untersuchung leer. Eine halbe Stunde vor dem Abführen habe ich eine MCP - Tablette genommen und dann im Wechsel einen Schluck Abführmittel und einen Schluck Wasser getrunken. Das ging besser als wenn ich mich an die o.g. Anleitung gehalten hätte.

D?ire Kxeltxin


und schließlich die letzten 500 ml Eziclen.

es soll heißen: .....und schließlich den letzten Liter klare Flüssigkeit

Swunpflowe]r_73


Für mich war auch das Abführen am Schlimmsten; mit Vleet statt Moviprep ging es aber.

Ich kann Dir nur raten, Dich nicht so sehr auf das Nichtessen zu konzentrieren. Ja, man hat Hunger, aber ich habe halt sehr sehr viel Tee getrunken (mit reichlich Zucker) und auch klare Zitronenlimo und mich so "über Wasser" gehalten.

Ohne Betäubungsmittel würde ich die Spiegelung nicht machen wollen...

SlchnAullxa


Es ist interessant, was jeder so für erfahrungen macht, aber wenn ich übelkeit lese, dann krieg ich schon panik...ich hab nämlich die phobie vor dem erbrechen und da kann ich übelkeit gar nicht ab :D

Ich habe noch mcp, die ich zur not nehmen könnte, aber das macht mir ja dann jetzt schon angst^^

ich habe auch von einer kleinen und einer großen spiegelung gelesen...die kleine soll wohl nu der dickdarm sein...stimmt das?

S#unfelo!weOr_73


Dann bestehe drauf, dass Du NICHT Moviprep kriegst. Davon muss man so große Mengen trinken, dass man eh nix anderes mehr runterbekommt. Selbst meine quasi alles futternde Mutter hat es nicht geschafft. Von ihr hatte ich den Tip mit dem Fleet, wovon man nur 2x 200ml trinken muss. Die kann man runterkippen, schmeckt auch okay. Und danach halt trinken, was einem schmeckt. Mir war nicht übel, nur die Bauchkrämpfe nervten irgendwann. Vom Moviprep (wovon man glaubeich um die 2 Liter trinken muss) hätte ich nicht mal 200ml geschafft.

Mit Deiner Angst tust Du Dir keinen Gefallen... Du hast schon einen Anlauf bzgl. Spiegelung abgebrochen; die ständige Fixierung drauf macht es nicht besser. Sprich' konkret mit dem Arzt, was DU tun kannst. Und dann zieh' es durch. Mach' Druck, dass Du ein Mittel bekommst, wovon Du keine große Menge trinken musst, das macht es erheblich einfacher.

Bzgl. Ernährung:

Ich durfte 3 Tage vorher schon best. Dinge nicht mehr essen (Vollkorn, best. Obstsorten mit vielen Kernen/Schalen). Dann am Tag vorher (bei Spiegelung morgens um 9h) nur noch ein leichtes Frühstück, und dann ging es halt los mit der Vorbereitung. Direkt danach habe ich erstmal langsam angefangen mit dem Essen; hatte ziemliche Bläungen und anfangs ein etwas unangenehmes Völlegefühl. Aber das besserte sich nach ein paar Stunden und leichtes Essen wie Knäckebrot und Rührei bauten mich ruckzuck wieder auf. Habe danach aber viel geschlafen, weil ich k.o. war. Weniger von der Betäubung als vom Kreislauf her. Bin aber eh empfindlich und mit niedrigem Blutdruck gesegnet.

Pslüschbbiesxt


Ohne Sedierung kann ich mich nicht entspannen.

Da würde der Arzt keinen guten Job machen können.

D,ie KOeltxin


Ich habe noch mcp, die ich zur not nehmen könnte, aber das macht mir ja dann jetzt schon angst

Nimm' sie nicht zur Not, sondern sofort, eine Stunde bevor du mit dem Abführen anfängst! Das müsste reichen. Falls es nicht reicht, kannst du während des Abführens was nachnehmen. Sei aber vorsichtig mit MCP - man darf nicht zu viel davon nehmen, weil die so auf den Kreislauf gehen und du ja noch für die Spiegelung mit Dormicum oder Propofol sediert wirst. Außerdem bekommt man auch leichte Kreislaufprobleme von dem Abführmittel.

Aber wenn du vorher eine Tablette MCP nimmst, wirst du dich höchstwahrscheinlich nicht übergeben müssen! Das hatte bei mir super geklappt und ich wäre froh gewesen, wenn ich die Tablette schon bei den ersten Spiegelungen bekommen hätte. Leider machen die Ärzte immer viel Theater, bis sie einem mal was verschreiben.

ich habe auch von einer kleinen und einer großen spiegelung gelesen...die kleine soll wohl nu der dickdarm sein...stimmt das?

Es gibt die Magenspiegelung, bei der auch ein Stück des Dünndarms (Zwölffingerdarm) mitangesehen wird. Bei der regulären Darmspiegelung wird nur der Dickdarm untersucht, weil der Arzt mit dem Koloskop nicht durch den Dünndarm kommt. Der Dünndarm ist dafür eben zu dünn und hat zu viele Windungen. Dafür gibt es, glaube ich, aber auch ein spezielles Gerät und eine spezielle Untersuchung, die aber nicht als Vorsorgeuntersuchung vorgesehen ist.

DBie `Keltixn


Nachtrag: Ich würde jetzt schon anfangen, weniger zu essen, dann hast du am Freitag weniger abzuführen, weil dein Darm nicht so voll ist. Dann kannst du vielleicht sogar auf einen Teil des Abführmittels verzichten, wenn du merkst, dass dein Darm vorher leer ist. Ich würde jetzt schon auf Vollkornprodukte und Gemüse mit Schale, wie Paprika und Tomaten verzichten.

D^ie aKelxtin


Es ist interessant, was jeder so für erfahrungen macht, aber wenn ich übelkeit lese, dann krieg ich schon panik...ich hab nämlich die phobie vor dem erbrechen und da kann ich übelkeit gar nicht ab

Ich hatte auch immer Angst, mich übergeben zu müssen und dann ist es tätsächlich mal beim abführen passiert, weil ich das MCP nicht rechtzeitig (also vorher!) genommen hatte. Hinzu kamen noch andere Faktoren, wie eine überreizte Speiseröhre, eine Gastritis (die hatten kurz vorher meinen Magen gespiegelt) und Propofol, das sie mir gespritzt hatten.

Aber ich fand das Erbrechen in dem Moment halb so schlimm und war froh, dass ich was losgeworden war. Habe laut "Scheiße" gesagt und gelacht und war froh, dass es keiner mitbekommen hatte. :-D

Wenn es dir also doch passiert, passiert es eben! Ist kein Drama - das überlebt man! :)* Es kann dir theoretisch auch direkt nach dem Aufwachen nach der Untersuchung passieren. Dann kommt es von den Schlafmitteln. Daran wirst du dich aber später nicht mehr erinnern, weil du noch sediert bist.

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