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Mein Magen spielt verrückt, Ärzte sind ratlos

cmrob_9x9 hat die Diskussion gestartet


Liebe Leute,

Ich weiß mir langsam keinen Rat mehr, daher hoffe ich, dass hier jemand ähnliche Symptome hat/hatte und mir einen Hinweis geben kann, was ich noch versuchen kann.

Inzwischen habe ich schon eine recht lange Leidensgeschichte mit Magen/Darm hinter mir... bisher war alles beherrschbar, seit nun etwa 6 Wochen ist es aber so schlimm geworden, dass ich kaum noch arbeitsfähig bin. Mein Hausarzt (Internist) sagt, es sei internistisch alles abgeklärt und er könnte mir nicht mehr helfen. Und ich fühle mich da auch in die Hypochonder-Ecke geschoben, was aber definitiv nicht der Fall ist. Die Symptome, vor allem Magenschmerzen / Atemnot / Schwäche sind sehr real und belastend :-/

Hier einmal der chronologische Ablauf:

Mitte Februar 2016 - heute:

- Nachts starke Magenschmerzen (stechend, intervallartig) nach Brunch (Büffet) mittags / Hähnchendöner abends

- Seither Symptome wie August-Dezember 2015 (Appetitlosigkeit, Starkes Völlegefühl mit Atemnot, vor allem nach den Mahlzeiten, jedoch auch unabhängig davon)

- NEU: Magenschmerzen (Oberbauch, teils stechend, teils dumpf)

- NEU: Sehr ausgeprägtes Schwächegefühl am ganzen Körper

- Durchgeführte Untersuchungen: Blutbild, Urinprobe, Stuhlprobe (Okkultes Blut), EKG, Lungenfunktion, Röntgen der Lunge => Alles o.B.

Januar - Mitte Februar 2016:

Beschwerdefrei

August-Dezember 2015 (4 Monate)

- Symptome wie Sommer 2010 (Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Atemnot)

- NEU: Brennen im Magen/Darm-Bereich (unabängig von Nahrungsaufnahme)

- Durchgeführte Untersuchungen: Sonographie Bauchraum => Ausgeprägter Meteorismus, sonst alles o.B.

2012

Routinemäßige Magenspiegelung => o.B.

Ca. Sommer 2010 (Dauer ca. 1 Monat)

Erstmals:

- Appetitlosigkeit

- Starkes Völlegefühl / Spannungsgefühl im Bauch

- Atemnot: Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können

Seit ca. 2000 - heute:

Refluxerkrankung / Hiatushernie, eingestellt mit zunächst 20mg Omeprazol, später gesteigert auf 40mg Omeprazol wegen Verschlimmerung

Seit ca. 1998:

Breiiger, weicher Stuhlgang (Verdachtsdiagnose vom Arzt: Reizdarm)

Wie gesagt, wäre super, wenn sich jemand melden kann, der ähnliches schon erlebt hat oder eine Idee hat, was es sein könnte bzw. was ich noch versuchen kann.

Danke!

Antworten
aYgnexs


Warum hälst Du Dich für kaum arbeitsfähig?

c4ro_x99


@ agnes:

Durch Magenschmerzen / Atemnot schlafe ich schlecht und bin sehr erschöpft. Durch die Schwäche bin ich zittrig, fühle mich nicht mehr in der Lage z.B. Auto zu fahren.

Dazu kommt: Ich bin freiberuflicher Unternehmensberater und muss vor Ort "voll da" sein - das ist mit den Symptomen, die ich habe, echt schwer.

P lüsch|b-iesxt


Hast du viel Stress?

TbrauTriglerCeAsxa


Hallo,

Können Sie vielleicht etwas genauer schildern, wie Omeprazol 40g von Ihrem Körper "akzeptiert" wird ? Eine Dosis von 20g hat ja bei Ihnen eher eine Verschlimmerung verursacht.

POlüs@cMhbxiest


Nimmst du seit 2000 Omaprazol ??? Dann wundert mich gar nichts.

mkusicu(s_6x5


Die Langzeiteinnahme von Omeprazol ist [[https://www.test.de/Magenschutzmittel-Mit-Bedacht-einnehmen-4684290-0 nicht unproblematisch.]] Vielleicht hat sich bei Dir irgendein Mangelzustand entwickelt, z.B. an Vitamin B12, Magnesium oder sogar Calcium.

B12 kann der Körper lange speichern, aber wenn die Aufnahme aus der Nahrung über Jahre hinweg zu gering ist, kann ein Mangel entstehen. Zu empfehlen ist wohl vor allem die Bestimmung des Blutwerts [[http://www.labor-enders.de/679.98.html Holo-TC.]]

Auch Vitamin-D-Mangel und (latenter) Eisenmangel sollten auf jeden Fall durch entsprechende Bluttests (25-OH-D, Ferritin) ausgeschlossen oder aber behandelt werden.

Es gibt viele Untersuchungen, die im normalen "Blutbild" nicht enthalten sind, sondern extra bestellt werden müssen. So einiges wird auch von den gesetzlichen Kassen nicht bezahlt (oder nur in ganz bestimmten Fällen). Um zu sehen, was schon gemacht wurde, kannst Du in der Arztpraxis um Kopien der Laborbefunde bitten.

aDgne:s


Zumindest ein Teil Deiner Symptome sind mit hoher Wahrscheinlichkeit psychosomatisch. Was hält Dich davon ab, Dir von einem Psychologen helfen zu lassen?

PKlüschPbiest


- Atemnot: Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können

Das deutet auf jeden Fall auf was psychisches hin.

l/awixna


Wurde auch auf laktoseintoleranz getestet?

hFeute(_hiexr


@ cro

Bei Magenproblemen kommt es doch zu allerst darauf an, was man diesem zuführt.

Außer deiner Medikamention (finde ich auch krass viel) hast du nur erwähnt:

Brunch (Büffet) mittags / Hähnchendöner abends

Das ist mal eine ordentliche Aufgabe für einen angegriffenen Magen. Ich stelle mir das Buffet auch nicht gerade gesund vor: viel Brot und Fleisch, Käse und anderes fettes Zeugs ;-D

Ein Döner besteht aus Weißbrot (suboptimal für den Magen), fettigem Fleisch (egal ob Gefügel oder anderes - Schwerstarbeit für den Magen), Salat (ebenfalls eine verdauliche Herausfordrung, wenn der Magen angegriffen ist) und obendrauf eine undefinierte ölige Soße.

Ich als Magen wäre da auch höchst beleidigt ]:D

Du kannst da ganz einfach gegensteuern. Trinke Tees, die den Magen anregen (Fenchel, Ingwer und grüner Tee - vermeide dringend Kaffee) und iss vernünftig. Gemüse, Kartoffeln, Reis, Suppen - alles wenig gewürzt.

Beschäftige dich einfach mal mit Ernährungsgrundlagen, dann musst du deinen Magen-Darm-Trakt nicht mit Medikamenten bearbeiten.

Gute Besserung und hau in den Feiertagen nicht zu üppig zu @:)

Manchmal muss man einfach nur auf die Bedürfnisse des Körpers achten.

h{eute/_hier


Vergessen:

Ich musste letztes Jahr 7 Wochen hochdosiert Antibiotika einnehmen. Das vernichtet auch die Bakterien im Magen-Darm-Trakt. Dadurch habe ich gelernt, wie man pfleglich mit dem fast wichtigsten Organ im Körper umgeht.

Wenn die Nahrungsaufnahme nicht funktioniert, macht der Körper schlapp. Das ist ganz normal - wie ein Auto ohne Benzin.

FHaSoxLa


Ich schließe mich heute_hier an:

Beschäftige dich einfach mal mit Ernährungsgrundlagen, dann musst du deinen Magen-Darm-Trakt nicht mit Medikamenten bearbeiten.

Welche der Ernährungsempfehlungen bei Reflux beherzigst du? Trinkst du Kaffee, Saft, Limo, kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol? Isst du Süßigkeiten, insbesondere School? Isst du kurz vor dem Schlafengehen?

Ist es für dich üblich, dass du zwei (große) Mahlzeiten pro Tag isst? Besser wären mehrere kleine, die auch leichter verdaulich sein sollten, damit dein Magen nicht Schwerstarbeit leisten soll.

Bei mir wurde vor nicht allzu langer Zeit stiller Reflux diagnostiziert. Hab auch direkt Omeprazol verschrieben bekommen, was ich nach zwei Wochen eigenmächtig abgesetzt habe, weil ich nur noch Kopf- und Magenschmerzen und andere Probleme hatte. Über die Ernährung kann ich das mindestens genauso gut regeln - ich bin noch am austesten, was mir bekommt und was nicht, aber das funktioniert insgesamt sehr gut.

Ergänzend kann ich dir Heilerde empfehlen. Es gibt Granulat, das man einfach mit nem Schluck Wasser runterspülen kann und das dauerhaft genommen werden kann.

Ansonsten sind Übungen zur Stressreduktion sehr zu empfehlen. Morgens und abends ein paar Yoga-Übungen, Meditation oder was auch immer. Der Spruch, dass einem etwas auf den Magen schlagen kann, kommt nicht von ungefähr.

F8a*SoLxa


, insbesondere School? Isst du kurz vor dem Schlafengehen?

Schokolade, nicht school |-o

cTro%_9x9


Uff, das ist ja einiges an Antworten. Danke dafür :-)

Omeprazol nehme ich tatsächlich schon > 10 Jahre. Ich habe einen Magensäurereflux, wohl verursacht durch einen Zwerchfellbruch. Nehme ich kein Omep, entwickelt sich schnell extremes Sodbrennen, das in kürzester Zeit zu einer Entzündung der Speiseröhre und des Magens führt (habe schon "Auslassversuche" hinter mir). Übrigens unabhängig davon, was ich esse oder trinke. Insofern sehe ich da momentan keine Alternative :/ Ich versuche aber aktuell, die Dosis soweit wie möglich schrittweise zu reduzieren.

Zum Thema "Psyche": Ich habe schon in Betracht gezogen, dass das eine Rolle spielen kann. Was aus meiner Sicht dagegen spricht: Ich habe, um mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, vor etwa einem Jahr eine Position als Manager in einem Konzern aufgegeben. Dort hatte ich jede Menge Stress, viel mehr als jetzt. Es ging mir aber gesundheitlich sehr gut. Daher würde ich eine psychische Komponente natürlich nicht ausschließen, möchte aber zunächst alles organische abklären.

Antibiotika: Das ist ein super Tip. Ich hatte tatsächlich im Januar 2x verschiedene Antibiotika gegen eine Mandelentzündung bekommen. Meine Magenprobleme gingen dann etwa 2 Wochen danach los. Evtl. wäre ja eine Darmsanierung wirklich mal angebracht. Werde das mal mit dem Arzt besprechen.

Blutwerte: Auch super Tipps! Ich werde die noch fehlenden mal checken lassen.

Intoleranzen: Habe ich noch nicht testen lassen. Ich habe mir aber eine Überweisung zum Gastroenterologen geben lassen, um den Magen zu spiegeln und auch Intoleranzen zu testen.

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