» »

In der Welt der Säureblocker Ppi

I"hxmo hat die Diskussion gestartet


Liebe Foristen,

aus gegebenen Anlass möchte ich hier meine Erfahrungen unter Einnahme von Protonenpumpoeninhibitoren kurz PPI, Protonenpumpenhemmer oder auch einfach Säurehemmer, schildern.

Meine Veranlassung hierzu besteht darin, das man als Patient keinerlei Aufklärung bezüglich möglicher Nebenwirkungen erhält und dieses Medikament mittlerweise massiv am Markt vertreten ist und gar schon prophylaktisch eingesetzt wird.

Bekannte Wirkstoffe sind Omeprazol, Esomeprazol, Pantoprazol, Lansoprazol oder Rabeprazol und werden unter den Namen Antra MUPS, Nexium, Pantozol und deren Generika vertrieben.

Ich habe bis vor kurzem 14 Jahre lang diese PPI eingenommen (einnehmen müssen), da ich unter Reflux, bedingt durch eine Hiatushernie litt. Anfangs wurde ich mit Nexium MUPS 40mg 1xtgl, therapiert, später viele Jahre gewechselt zum Omeprazol und die letzten 8 Jahre Esomeprazol. Immer in der Dosierung 40mg/tgl.

Die Wirkung dieser PPI ist sicher als gut zu bezeichnen, jegliche Magensäure wird sehr rasch unterbunden und der Spiegel erweist sich als zuverlässig.

Nur sehr sehr schleichend machten sich Nebenwirkungen bemerkbar, welche aber weder von mir noch etlichen Ärzten auf das PPI bezogen wurden.

Die letzen 10 Jahre unter den PPI waren um es mal harmlos auszudrücken die reinste Hölle.

Folgende Nebenwirkungen stellten sich bei mir ein und wurden mit der Zeit stets massiver:

-Schwindel;

-Rückenschmerzen;

-Benommenheit;

-Herz-Rhythmus-Störungen (Extrasystolen)

-Herzklopfen;

-Sehstörungen;

-Ohrgeräusche;

-Weichteilschwellungen;

-Schwellungen an den Fingergelenken;

-Brennende Rippenbögen;

-Kiefergelenksbeschwerden;

-Pilz im Leistenbereich;

-Hautausschläge;

-Erschöpfungszustände;

-stark verminderte Leistung;

-Sensibilitätsstörungen im Gesicht und den Haarwurzeln

-wiederkehrende Bronchitis

und diverse andere Symptome.

Ich bin von einem Arzt zum anderen gerannt und niemand konnte mir helfen. Die üblichen Blutwerte waren immer i.d.R. in Ordnung und auch andere in Frage kommende Erkrankungen wie z.B. Borreliose waren auch nach mehreren Test ohne Befund.

Ein neu konsultierte Arzt kam dann endlich mal auf die Idee diverse andere Werte zu prüfen. Hier wurde festgestellt das B6, B12, Folsäure, D3, Magnesium und Calcium im Keller waren und zwar richtig. Dann die Kreuzprüfung der Symptomatik einer Mangelversorung o.g. Werte und dann war schnell klar wo der Haken ist. Skeptisch, weil ich schon vieles ausprobiert habe, habe ich mich mit dem Thema intensiver auseinandergesetzt.

Ich habe dann entschlossen das PPI abzusetzen, quasi als letzte Hoffnung, denn es drohte auch die Arbeitsfähigkeit zu verlieren. Außerdem war das im Grunde auch kein Leben mehr, welches man führen möchte.

Und hier nun einer der Hauptgründe für diesen Post. Viele haben schon bemerkt, das ein Entzug von PPI nicht so einfach ist, wenn nicht sogar für viele unmöglich. Diese Erfahrung habe auch ich gemacht. Mehrere Anläufe schlugen fehl.

Vor 2 Jahren habe ich mit dem Absetzen begonnen. Der ersten größeren Erfolg hatte ich vor einem Jahr als ich erfolgreich die Dosis von 40mg auf 20mg täglich reduzieren konnte, Gesundheitlich war das noch nicht bemerkbar, also mussten auch die restlichen 20mg abgesetzt werden. Dieses Ziel habe ich mit viel Disziplin vor einiger Zeit erreicht.

Ich bin dabei wie folgt vorgegangen:

Dosisverschleppung über 4 Wochen-Intervalle. Ich habe die 40mg jeden Tag um eine Stunde nach hinten hinausgezögert und bin dann bei dieser Dosis für weitere 4 Wochen geblieben um dann auf 20mg/tgl zu wechseln. Die 20mg reduzierte ich ebenso täglich um Stunde und bin dann so ca. alle 4 Wochen um einen Tag nach hinten gerutscht in der Einnahme. Zum Zeitpunkt der Einnahme von 20mg alle drei Tage habe ich das PPI dann ganz abgesetzt.

Um gleich Illusionen vorzubeugen: Der Rebound-Effekt trifft einen dennoch, aber er ist aushaltbar.

Das ganze ist nur möglich mit absoluter Disziplin. Auch mal Nachts aufstehen um die Pille zu nehmen. UND unterstützend müssen Hilfsmittel genommen werden. In meinem Fall habe ich auf Heilerde (Bentonit) und Flohsamenschalen zurückgegriffen. Absolut basische Ernährung und wirklich viel Geduld!

Nun nach mehreren Monaten ohne PPI, bin ich noch nicht ganz beschwerdefrei aber zu 90%. Ich habe die Befürchtung, das die restlichen 10% irreversibel sind. Das Leben ist nun wieder lebenswert und ich möchte jeden ermutigen den Schritt zu wagen.

Der Reflux ist übrigens auch weg, glaube ich hatte den auch nie wirklich.

So. Extrem wütend würde ich am liebsten jemanden verklagen, aber realistisch betrachtet ist dies Zeitverwendung. Aber ich kann vielleicht etwas wachrütteln und alarmieren diese PPI nicht als Dauermedikation einzunehmen. Die Gefahr ist groß massive Schäden zu erleiden. Diverse Studien (seriös) haben schon mehrfach ergeben, das es unter der Medikation von PPI zu Nebenwirkungen kommen kann und u.a. die Aufnahme von B12 hemmt. Natürlich nicht der Wirkstoff an sich -das ist ja das perfide- nein, die nicht mehr vorhandene Magensäure ist dafür verantwortlich, weil eben unser Körper genau diese braucht! Der Körper ist irgendwann nicht mehr in der Lage alle Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen und bedient sich dann an den Reserven, welches auch irgendwann aufgebraucht sind.

Wie schön das Leben sein kann, merkt man erst dann wenn man wieder klar im Kopf ist und nicht alle drei Minuten eine Extrasystole spüren muss.

Finger weg davon, der menschliche Körper schafft mehr als manch einer denkt, der Chemie bedarf es dafür nicht.

Wobei ich anmerken möchte, das eine kurzfristige Therapie von wenigen Tagen bis Wochen in vielen Fällen sinnvoll sein kann. Alles darüber hinaus ist gefährlich und die Pharmaindustrie hat sich sehr gut abgesichert und schreibt dies auch so...sie werden wissen warum.

Dennoch wurde das Medikament freigegeben und jeder kann es sich ohne Rezept reinwerfen so viel er möchte. Fahrlässig.

Der Begriff "Magenschutz" ist extrem irreführend und verharmlost das was mit einer Einnahme erzielt wird.

PPI werden heute gerne vorbeugend verordnet, etwa wenn man andere Tabletten einnehmen muss. So verwundert es nicht, das so gut wie jeder Bewohner in Altenheimen dieses Medikament in seinem Nachtschränkchen vorfindet (vorfinden muss). Guckt doch mal nach ob dies in der Verwandschaft nicht auch so ist...ich bin mir sicher ihr werdet fündig.

Sry für den langen Text, ist aber auch eine lange Leidensgeschichte gewesen.

Gruß

ihmo

Antworten
B.enNitaBx.


Ich habe auch eine riesige Hiatushernie. Hatte früher Sodbrennen, Reflux wie Hölle.

Und habe höchstens mal Talcis genommen.

Dafür mit Beginn des Diabetes kein Getreide, keinen Zucker mehr zu mir genommen.

Die Hiatushernie habe ich immer noch. Aber weder Reflux noch Sodbrennen.

Was den Magen zur Säurebildung reizt, wird oben oral eingeführt. Offensichtlich ist es so einfach.

Den Auslöser muß jeder selber rausfinden.

Ein Verstoß reicht aus, um für mindestens 3 Tage sowohl Sodbrennen als auch einen Reflux zu bekommen.

mtnexf


Meine Veranlassung hierzu besteht darin, das man als Patient keinerlei Aufklärung bezüglich möglicher Nebenwirkungen erhält und dieses Medikament mittlerweise massiv am Markt vertreten ist und gar schon prophylaktisch eingesetzt wird.

Oh doch. Die Packungsbeilage hat jeder Patient zur Verfügung, der sich so ein Mittel in der Apotheke holt. Zahlreiche deiner Nebenwirkungen sind darin aufgezählt, einige müssen nichtmal zwangsläufig auf die PPIs zurückzuführen sein. Dass Ärzte PPIs oft zu lasch verschreiben, sehe ich auch so. Aber die Verantwortung nur auf die Ärzte schieben kannst du auch nicht.

Dennoch wurde das Medikament freigegeben und jeder kann es sich ohne Rezept reinwerfen so viel er möchte.

Was meinst du denn jetzt mit "Das Medikament"? Es sind bei weitem nicht alle Mittel gegen Säureprobleme frei erhältlich.

I/hxmo


Oh doch. Die Packungsbeilage hat jeder Patient zur Verfügung, der sich so ein Mittel in der Apotheke holt. Zahlreiche deiner Nebenwirkungen sind darin aufgezählt, einige müssen nichtmal zwangsläufig auf die PPIs zurückzuführen sein. Dass Ärzte PPIs oft zu lasch verschreiben, sehe ich auch so. Aber die Verantwortung nur auf die Ärzte schieben kannst du auch nicht.

Mit Verlaub, aber die Packungsbeilage sah vor 14 Jahren noch ganz anders aus als heute. Da war noch überhaupt keine Langzeiterfahrung vorhanden und die Warnhinweise deutlich geringer. Heute ist der Beipackzettel drei mal so lang.Und ich sehe es leider auch anders als du, die Verantwortung nicht alleine auf die Ärzte zu schieben. Es ist die Pflicht und keine KANN-Regelung seinen Patienten ausführlich und fundiert aufzuklären. Und ich hoffe wir sind uns darüber einig, das in der heutigen Zeit immer weniger auf die Bedürfnisse des Patienten eingegangen wird...von ganzheitlicher Betrachtung des Patienten erst recht nicht.

Ich habe jedes Jahr eine Magenspiegelung über mich ergehen lassen und der Internist hat mich in jedem Fall eindringlich darauf hingewiesen unbedingt ein PPI zu nehmen. Ja wer bin ich denn, daran als Laie zu zweifeln, wenn es der Facharzt verordnet?

Also zumindest ICH habe nun leider die Erfahrung gemacht, das alle meine Symptome auf das PPI zurückzuführen sind...bzw. auf die fehlende Magensäure.

Nebenbei bemerkt: Fällt nicht auf, das es immer mehr Menschen -auch hier im Forum- gibt, die während einer Langzeittherapie mit PPI über heftigste Symptome klagen? Wo ist die Aufklärung? Bin ich dafür verantwortlich mir jegliche Information mühsam über Jahre im Internet zusammenklauben zu müssen.

Die Mediziner werden auch eher dahingehend informiert wie man ein Präparat möglichst gut verkaufen kann und nicht wie man es wieder los wird.

Was meinst du denn jetzt mit "Das Medikament"? Es sind bei weitem nicht alle Mittel gegen Säureprobleme frei erhältlich.

Erst wurde Omeparazol freigegeben mit 20mg und nun vor kurzem Esomeprazol mit 20mg. Das reicht auch, denn alle sind Prazole und wirken auf die gleiche Art und Weise. Da kommt es nicht darauf an, welches Generika nun genau erhältlich ist, der Patient verlangt einen Säureblocker oder schildert seine Beschwerden und bekommt dann ein Prazol.

BheniMtaB.


Wenn auch nur 10 % derjenigen mit Reflux es auch mal ausprobieren würden, ohne Zucker und Getreide auzszukommen, dann wäre ihnen vielleicht auch schon geholfen.

Man lese mal in Büchern über Paleo und Ketoernährung. Zumeist Menschen, die auch massiv drunter litten.

Aber nö, da ist noch nie eine Resonanz gewesen, das auszuprobieren würde bedeuten, was verändern zu müssen.

Will eigentlich keiner.

Und ich denke auch, Du weißt gar nicht wirklich, welcher der vielfältigen Beobachtungen Deiner Nebenwirkungen nun wirklich vom Medikament stammen. Den Beweis wirst Du nicht wirklich erbringen können.

l0ord-p+alinuxs


PPI sind Medikamente und Medikamente haben Nebenwirkungen. Dass sich nun bei verschiedenen Medikamenten darüber aufgeregt wird und man angeblich nicht informiert wird, verstehe ich nicht. Ich habe bisher von keiner Nebenwirkung gehört, die nicht im Beipackzettel zu finden waren. Oder leicht im Internet auf halbwegs seriösen Seiten wie Wikipedia.

Ich selber bin auch gerade dabei PPI abzusetzen, aber auch nach nur einigen Wochen Kampf gegen Magenschleimhautentzündung, und eine Lebensumstellung hat mir schon viel gebracht. Kopf beim Schlafen hochlagern und beim Essen, wenn möglich, kleine Portionen und langsamer. Es klappt nicht immer, aber ich fühle nicht dass mein Sodbrennen wirklich zurückkommt. Ob man jetzt wirklich auf allerweltszeug wie Getreide und Zucker gleich verzichten muss, darüber lässt sich streiten. Es ausprobieren oder Reduzieren kann definitiv nicht schaden. Mache ich auch gerade, mehr Vollkorn, weniger reines Weizen, weniger Süßigkeiten. Natürlich ist es nicht leicht und alles streng zu vermeiden ist auch nicht das wahre. Denn wenn man sich zwingt, etwas zu entfernen, dann kann es sein, dass man auch über Jahre oder Jahrzehnte sich denkt dass man dazu gezwungen wird. Und damit geht auch ein erheblicher Teil der Lebensqualität verloren.

Die von BenitaB. beschriebenen Diäten sind bestimmt geeignet, aber man muss auch da im Klaren sein, dass nicht jede Diät Nebenwirkungsfrei ist oder das Heilsversprechen erfüllen kann. Ich muss jetzt zugeben, dass das Verdammen von Getreide und Zucker etwas zu kurz greift, da Sodbrennen auch noch durch andere Einflüsse beeinflusst wird. Zudem können die Dinge, die empfohlen werden richtig ins Geld gehen (müssen natürlich nicht) und auch wenn das viele nicht wahr haben wollen: Es gibt Menschen, die wirklich auf jeden Cent achten müssen. Und wenn ich in solch einer Situation die wahl hätte: 5 Euro für drei Monate PPI oder 5 Euro mehr pro Woche essen (je nachdem welche Diät ich mache/machen muss) wüsste ich nicht, ob ich versuche 20 Euro im Monat zusammen zu kartzen.

Grundsätzlich schadet es aber nie, die Kirche im Dorf zu lassen. PPI haben Nebenwirkungen, aber den Zeitraum, der hier besprochen wird, ist im Vergleich zu anderen Medikamenten schon länger und die Nebenwirkungen, wenn sie denn auf Unterversorgungen beruhen, behandelbar. Ich habe Leute gesehen, die würden sich freuen wenn ihre Dauermedikamente (Immunsuprensiva, Leber/Nierschutz dafür etc). so wenige, verhältnismäßig löeichte Nebenwirkungen hätten.

Btw: Die Pharmafirmen verdienen sich mit solchen Medikamenten nicht ne Goldene Nase, es sind die Medikamente, die (fast) nur aus Zucker bestehen...

m^nef


Mit Verlaub, aber die Packungsbeilage sah vor 14 Jahren noch ganz anders aus als heute.

Sicherlich. Es ist aber nicht so, dass man ohne selbst etwas daran ändern zu können vor 14 Jahren ein Medikament bekommen hat und es ohne Möglichkeit zur Information darüber durchnehmen musste. Dass PPI keine Bonbons sind, die man ohne Ursachenforschung über Jahrzehnte naschen sollte, ist nicht erst seit gestern bekannt, das wusste man auch schon während der letzten 10 Jahre.

Aber ich seh schon, du willst jegliche Selbstverantwortung abtreten.

Hier mal der Beipackzettel von Omeprazol, Stand 2009

[[https://www.sanicare.de/images/ecommerce/06/11/06113366_2009-11_de_o.pdf]]

Oh Wunder, was stand denn da vor 7 Jahren schon alles drin? :=o

Eine noch ältere habe ich in ein paar Sekunden googlen nicht gefunden, bin mir aber absolut sicher, dass auch weitere Jahre zurück schon das meiste bekannt war und drin stand. Also schwache Ausrede von dir.

Bin ich dafür verantwortlich mir jegliche Information mühsam über Jahre im Internet zusammenklauben zu müssen.

Wie gesagt: Auch schon vor Jahren war es ein Klacks, an diese Informationen zu kommen, da brauchst du gar nicht dermaßen dramatisieren.

Ja wer bin ich denn, daran als Laie zu zweifeln, wenn es der Facharzt verordnet?

Offenbar warst du zumindest ein sehr leichtgläubiger, unmündiger Patient. Insofern hat es ja doch was gebracht, wenn du jetzt nicht mehr alles auf "Herr Doktor wirds richten, was er sagt nehme ich auch" denkst. ;-)

IOhXmo


Leibe Diskussionsteilnehmer,

Grund meines Posts war es ein wenig wachzurütteln, etwas Hilfestellung zu geben von den PPI wegzukommen. Nicht mehr und nicht weniger...und natürlich meinen Unmut über die Leichtfertigkeit der Verordnung dieses Medikaments.

Ich gebe zu viel geschrieben zu haben, aber noch längst nicht alles. Unter anderem nicht, das ich mich ausschließlich Biologisch und sehr Gesund ernähre. Zucker selten und in Maßen, Weizen schon lange durch Dinkel ersetzt und alles andere was man ändert, wenn man es ziemlich mit dem Magen zu tun hat. Eine Erkenntnis die mir nicht erst vor 2 Jahren gekommen ist, sondern bereits zu Beginn der "Erkrankung".

Wenn der Eindruck entstanden ist, das es sich bei mir um einen Dummen und Naiven Patienten handelt, dann täuscht das gewaltig ;-)

Wer meinen Beitrag richtig gelesen hat, der stellt fest, das es hier rein um die Nebenwirkungen die dieses Medikament auslösen kann geht und wie man verdammt nochmal wieder von diesem Medikament weg kommt...das ist das große Problem...die Abhängigkeit zu besiegen.

Erschreckend bleibt festzustellen, das hier auch schnell in das gleiche Horn geblasen wird, wenn man selber nicht unter diesen Symptomen leidet.

"Hättest du doch wissen müssen" "Mach dich schlau" "Zick nicht so rum".....so liest sich das. Habe sogar etwas Verständnis dafür, aber etwas offen für Erfahrungen die andere gemacht haben und die Abseits der Mainstreammeinung der Schulmedizin liegen sollte man schon sein...finde ich. Wieso wird es überhaupt angezweifelt, das diese Nebenwirkungen durch die PPI kommen? Kann ich nicht nachvollziehen...sollte ich auf wundersame Weise über Nacht geheilt worden sein und das Absetzen des PPI war nur Zufall? Himmel hilf.

Immer wieder wird suggeriert, das ein PPI gut verträglich ist...ist es ja auch, aber eben nur für eine begrenzte Zeit.

Im übrigen kritisiere ich am allermeisten das gleich solch ein Medikament verordnet wird ohne vorher Alternativen anzuregen. Kein Innerer Mediziner hat mir jemals empfohlen vielleicht mal eine andere Ernährung anzuwenden oder gar ein anderes -vielleicht sogar natürliches- Medikament. Und heute 14 Jahre später ist dieser Wirkstoff zu einem Milliardengeschäft geworden.

Denkt darüber was ihr wollt, aber auf der einen Seite zu schreiben man muss sich selber informieren und dann im gleichen Zuge das Medikament und deren Nebenwirkungen zu verharmlosen passt irgendwie nicht zueinander.

Im Umkehrschluss bedeutet es also, das ausschließlich die Nebenwirkungen auftreten können, die im Beipackzettel stehen...na dann Prost Mahlzeit, das ist Blauäugig.

Möchte hier niemanden vor den Kopf stoßen, aber es passiert gerade wieder das was meist passiert, es wird heruntergespielt und Interessierte werden evtl. wieder entmutigt etwas gegen dieses Medikament zu unternehmen.

Zum Thema unmündiger leichtgläubiger Patient. Ja da hast du Recht. War ich wirklich. Aber hauptsächlich deswegen, weil ich vor und zu Beginn der Krankheit im Medizinischen Sektor tätig war und mein Glaube an die Schulmedizin nicht angreifbar war. Es war alles schlüssig und nachvollziehbar...aber eben nur bis zu einem gewissen Punkt, das Vertrauen sinkt mit jedem weiterem Symptom. Ausreden brauche ich nicht, wofür auch?

Nochmals mit Verlaub. Informationen über die Langzeitverträglichkeit gibt es eben nicht schon seit vielen Jahren -woher auch-, die ersten fundierten Studien wurden allesamt erst in den letzten 4-5 Jahren durchgeführt, mit dramatisieren hat das wenig zu tun.

Mein Fehler war einzig und allein, den Empfehlungen zu schnell gefolgt zu sein und somit eine Abhängigkeit allzu leicht in Kauf genommen zu haben...wobei ganz sicher niemand vor 14 Jahren das Wort Abhängigkeit bei PPI in den Mund genommen hätte.

Jeder so wie er es sieht...ich sehe es so und meine Meinung wird sich nicht ändern vor PPI als Langzeittherapie eindringlich zu warnen.

m-nexf


Den Leuten nahelegen, sich lieber parallel selbst zu informieren und im Zweifelsfalle nicht alles zu schlucken, wofür man von irgendeinem Arzt ein Rezept in die Hand gedrückt bekommt, kann man aber auch, ohne in dieses Horn zu blasen, in das du bläst: die anderen sind Schuld. Wie auch sonst.

Nochmal: Alle möglichen Nebenwirkungen stehen seit Jahren in den Beipackzetteln. Dort steht nicht, dass die alle nur kurzfristig auftreten und bei Langzeiteinnahme wie von Geisterhand verschwinden. Insofern ist dein Verweis, Langzeitstudien gäbe es erst seit wenigen Jahren, hinfällig.

Wenn der Eindruck entstanden ist, das es sich bei mir um einen Dummen und Naiven Patienten handelt, dann täuscht das gewaltig ;-)

Wie würdest du es denn sonst nennen, wenn jemand 14 Jahre quasi gegen seinen Willen ein Medikament schluckt, nur weil es verschrieben wurde, und sich danach aufregt, dass er von den (Langzeit-)Nebenwirkungen nichts wissen konnte?

I|hmxo


Wir kennen uns zu wenig um hier weiter eine ausgewogene Diskussion zu führen. Du gehst nicht auf das ein was ich mit diesem Thread ausdrücken will, sondern suchst ausschließlich nach Fehlern in meinem Verhalten, wo ich wieder auf den ersten Satz verweisen möchte.

Deinen Stempel habe ich weg...so oder so. Frage mich nur was du damit bezwecken möchtest. Warum diskutierst du mit mir nicht über das jetzt und vor allem über mögliche Gefahren? Ist es nicht gerade in deinem Interesse aufzuklären um etwaige Fehler zu vermeiden?

Weiterhin möchte ich wirklich stark vermuten, das du so gut wie gar nicht in diese spezielle Materie eingelesen bist, sonst würdest du nicht immer wieder auf irgendwelche Beipackzettel, deren zahlreich aufgelisteten Nebenwirkungen und das Unvermögen eines Langzeittherapierten verweisen.

Wie würdest du es denn sonst nennen, wenn jemand 14 Jahre quasi gegen seinen Willen ein Medikament schluckt, nur weil es verschrieben wurde, und sich danach aufregt, dass er von den (Langzeit-)Nebenwirkungen nichts wissen konnte?

Du willst mich nicht verstehen...frag andere PPI-Patienten oder lese viele andere Threads hier oder anderen Foren. Alle Doof? Oder vielleicht doch Opfer des Systems? So rosarot möchte ich mir meine Welt auch gerne mal öfter malen.

Dennoch danke für die zumindest verbal vernünftige Diskussion.

mknxef


Darüber gibt es nichts zu diskutieren. Die Vor- und Nachteile sind seit langem bekannt und für JEDEN einsehbar . Alles andere ist eine Einzelfallsabwägung.

Außerdem diskutiere ich nicht weiter mit Menschen, die mit dem "Du bist ja nur nicht in die Materie eingelesen"-Argument kommen.

Alle Doof? Oder vielleicht doch Opfer des Systems?

Nein, selbstverständlich nicht alle doof. Die, die jahrzehntelange ein Medikament nehmen und dann sagen, dass sie keinerlei Aufklärung erhalten konnten (= Opferrolle), hingegen schon. Deshalb auch der Verweis auf den Beipackzettel. Der sagt natürlich nicht alles über PPIs. Aber schon an dieser sehr niederigen Schwelle zur Information hätte JEDER über Nebenwirkungen aufgeklärt sein können. "Keinerlei Aufklärung" ist somit nichts als grober Unfug, kann man nicht anders sagen.

r=otkatzeevnbaxer


Nun verfolge ich diesen Post schon von Anfang an und muss auch mal meinen SENF dazugeben. Ich selbst nehme auch seit ca. 13 Jahren PPI (Nexium mups jetzt Esomeprazol). Ich habe eine angeborene Hiatushernie und als ich vor 13 J. an der Hüfte operiert wurde, hat mir der HA und später die Klinik PPI verordnet. Am Anfang war es ganz toll, weil ich kein Sodbrennen mehr hatte und ich konnte alles essen. Mein HA meinte mit dem Zwerchfellbruch müsste ich ein Leben lang das Medikament nehmen und ich würde es ja gut vertragen. Ich selbst benerkte, dass ich sehr oft Blähungen, Brennen in der Speiseröhre und div. andere unerklärliche Missempfindungen hatte. Ich habe daraufhin den Beipackzettel gelesen und da steht nichts von einer Langzeitmedikation drin. Ich fragte wieder beim Arzt nach und der meinte, die Beschwerden könnten nicht von Nexium kommen, ich könnte aber auf 20mg runtergehen. Ich habe dann die Dosis herabgesetzt und nehme es nur noch nach Bedarf. Denn, wie alle anderen Medis machen die ABHÄNGIG. Vor 2 Jahren hatte ich dann eine Magenspiegelung und da kam heraus, dass ich nur einen kleine Hernie habe einen abgeklungenen Helicobacter und eine leichte Rötung der Speiseröhre und der Gastro empfahl mir die PPi weiter zu nehmen. Ich bin eine mündiger Patient und kann selbst entscheiden, ob ich es nehme oder nicht und mit den Nebenwirkungen muss ich dann selber umgehen.

Zur Zeit nehme ich Esomeprazol nur wenn nötig, ansonsten behelfe ich mir mit Heilerdekapseln.

Wie IHMO schon schrieb, man bekommt den sog. Magenschiutz zu jedem Schmerzmittel dazu und wenn du in die Klinik gehst, fragen sie dich, welche Medikamente du nimmst und bekommst sie weiterhin als Vorsorgemassnahme, wenn du liegen musst. Die Pharmaindustrie lebt von diesem Medikament, dass in Deutschland am meisten verschrieben wird.

:)^

m/nef


da steht nichts von einer Langzeitmedikation drin

Aber wie kommt man gerade dann darauf, dass die ganzen aufgezählen Nebenwirkungen nicht auch dann auftreten können?

Davon könnte man ausgehen, wenn dort stünde, dass die Nebenwirkungen nach einer Gewöhnungsphase aufhören. Tuts aber nicht. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass natürlich alle Nebenwirkungen immer und über Jahre auftreten können, ohne dass das nochmal explizit gesagt wird.

PHeola1x9


Danke für das Posting und Hut ab - tolle Leistung @:)

Meine Diagnose: Zwerfellbruch - offener Mageneingang. Ich bin mit 50 Tabletten Panto nach der Spiegelung aus der Praxis raus OHNE mal Infos mitzubekommen, das man über die Ernährung so viel machen kann. 4 Tage habe ich sie genommen. Nicht mein Ding, nicht meine Logik (= mein Körper braucht Magensäure) Sie zu drosseln ergibt für mich keinen Sinn. :-)

Ich habe 1 Jahr Ernährungsprotokoll geführt. Jeden Bissen notiert, hatte Schmerzen ohne Ende. Zig pflanzliche Medis ausprobiert, wäre oft verzweifelt. :(v Aber es hat sich gelohnt. Ich esse keinen Weizen, kein Brot (selten Brötchen), keinen Zucker (versteckten Zucker), keine Fructose etc. und mir gehts super.

Was ist an Hilfsmittel geblieben? 1 EL Apfelessig 3x täglich in warmen Wasser und wenn ich mal sündige, 2 SOS Säureblocker (DM, pflanzlich) hinterher. :)=

@ all

Wenn ihr wirklich mal Medis nehmen müsstet, die schlecht für den Magen sind, wie würdet ihr ihn "schützen"?

PqelPa19


@ BenitaB

Wollte mein Deine Hernie (Du sagtest, sie ist groß) nie operieren?

(würde ich persönlich auch nicht machen lassen)

Musst Du eigentlich auf die Portionsgröße in der Mahlzeit achten?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Magen und Darm oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Ernährung · Übergewicht · Unter­gewicht · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH