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Anal-OP, Steißbeinschmerzen, Rückenschmerzen - Zusammenhang?

mgedel0ekxtra hat die Diskussion gestartet


Ich schreibe heute, weil ich mir ein paar Tipps und Erklärungen erhoffe, die die Ärzte nicht parat haben.

Vorab muss ich etwas ausholen.

Ich bin eine lebenslustige Rheinländerin, 52 Jahre alt, lt.Gyn noch nicht in den Wechseljahren.

Ich habe seit ca. 1,5 Jahren mehr oder weniger akute Magen-Darm-Beschwerden. Meist Aufstoßen und Mundbrennen, in schlimmeren Zeiten refluxartige Beschwerden. Blähungen, Bauchschmerzen, weicher Stuhl, selten mal Durchfall.

Magenspiegelung wurde 2015 gemacht, mit dem Ergebnis, dass es funktionelle Beschwerden sind, im Magen ist alles ok, kein Helicobacter. Darmspiegelung wurde auch gemacht, ohne Befund. Keine Lactose- oder Fructoseunverträglichkeit (wurde getestet).

Am Ende hieß es "vielleicht Reizmagen/-darm".

Ich hatte dann im Herbst vermutlich einen Nierenstein/Nierengries, starke Unterleibskrämpfe und Blasenschmerzen. Zwischenzeitlich mit Nierenstau, Ultraschall und Nierenröntgen zeigten nichts. Da war alles wohl schon durch. Hatte danach noch 6 Wochen Schmerzen, dann war alles ok ( Blasenspiegelung o.B.). Im Vorfeld hatte ich ein paar Tage komische Bauchschmerzen, die sich anfühlten als wäre mein Darm ohne Funktion, ich hatte tagelang keinen Stuhlgang und wenn dann nur hart . Während der Blasengeschichte hatte ich auch ein ständiges Druckgefühl im Bauch, Stuhlgangdruckgefühl, ohne das etwas kam. Durch das Pressen bei der Verstopfung hatte ich mir wohl eine dicke Hämoride eingehandelt die verödet wurde.

Es wurde ruhiger im Bauch, ich war happy.

Im Februar hatte ich dann sehr heftige Unterleibsschmerzen, die aber lt. meiner Gyn eher vom Rücken kamen. Sie hatte alles geschallt und getastet. Dabei auch den Rückennerv getastet und der tat tatsächlich sehr weh.

Im März dann bekam ich wieder einen Druckschmerz im Bauch UND Rückenschmerzen, dazu auch Schmerzen unter dem Steißbein. Ich ging wieder zur Proktologin, da ich wieder eine Hämoride vermutete.

Sie vermutete etwas inneres im Enddarm und ich kam ins KH, dort vermutete man nach einem Ultraschall ein Abszess und es wurden starke innere Hämoriden diagnostiziert. In der OP stellte sich heraus, dass es wohl ein Polyp war, der dann rausgeschnitten wurde. Die Histologie konnte dies aber nicht bestätigen. Es war wohl nur ein hämoridialer Knoten. In der OP wurde auch eine innere Hämoride per REKTO-ANAL-REPAIR umstochen und festgenäht.

Der Befund lautet auf rektoanaler Prolaps, Rektozele und Hämoride.

Zeitgleich stellte der Orthopäde, den ich wegen der Rückenschmerzen konsultiert hatte, im MRT der LWS ein Facettensyndrom fest und 2 Vorwölbungen in der LWS. Die Schmerzen im Rücken sind also aus seiner Sicht darauf zurückzuführen.

Es sind Schmerzen auf Höhe des ISG/LWS und je nachdem ziehen sie seitlich ins Becken und nach vorne in die Oberschenkel. Manche Tage geht es besser, manche ist es schlimm. - Ich soll Krankengymnastik machen.

Für die Steißbeinschmerzen sollte eigentlich das MRT vom Becken mitgemacht werden, das wurde aber vegessen, ein neuer Termin ist im Mai.

Nun ist die OP 3 Wochen her, die Wunden heilen gut lt. der Ärzte.

Ich habe immer noch Druck auf dem Enddarm und muss häufig aufs Klo. Der Druck ist v.a. morgens da nach dem ersten Stuhlgang. Ich kann mich nicht ganz entleeren und danach muss ich in kürzeren Abständen noch mehrmals aufs Klo.

Ist auch normal sagen die Ärzte, ich soll weiter iboprofen nehmen zum Abschwellen.

Ich habe auch immer noch Druckschmerz unterm Steißbein - morgens beim/nach dem Aufstehen (wenn der Stuhlgang naht). Dazu schmerzt auch immer der Rücken.

Sitzen ist oft eine Tortur. Ich versuche nun mehr im Stehen zu arbeiten, oft aufzustehen etc.

Bei der normalen Gyn-kontrolle diese Woche zeigte sich eine Zyste und etwas Flüssigkeit neben der Gebärmutter. Es ist nicht die erste Zyste, die im letzten Jahr gesehen wurde.

Die Gyn meinte, so langsam fangen meine Eierstöcke "an zu spinnen", ich gehöre ihrer Meinung nach zu dem Typ, der eher spät in die WJ kommt und so langsam geht es wohl los. Meine Zyklen waren früher immer sehr lang, in den letzten 2 Jahren eher kürzer (28-30 Tage) und nun wieder etwas länger.

Ich vermute ja nun, dass ich Läuse und Flöhe gleichzeitig habe. Also DARM und RÜCKEN.

Aber ich denke auch dass das zusammenhängt.

Habt ihr Tipps, was man tun kann um den beiden Kandidaten zu helfen?

Meine Ernährung stelle ich schon langsam um ( kaum noch Butterbrote, eher Haferflocken, Obst, Joghurt, Salat, wenig Fleisch).

Hat jemand Erfahrungen/Ideen, ob auch die Hormone hier reinspielen können?

Ich weiß, ist alles etwas komplex, aber vielleicht gibt es hier im Forum jemanden, der ähnliche Erfahrungen hat und etwas dazu sagen kann.

Mit etwas rheinländischer Sonne freue ich mich über eure Antworten.

Antworten
m(edeNl6ekxtra


Wollte mich noch mal melden.

Nach langem hin und her, kein Arzt hatte eine Idee, gab es dann doch noch ein 2. MRT mit Kontrastmittel. Es ergab ein starkes Hohlkreuz, ein nach innen gebogenes Kreuzbein und eine nach hinten gebogene Gebärmutter.

Das Kreuzbein drückt auf den Enddarm.

Die Gebärmutter drückt auf den Rückennerv und verursacht diese starken Mens-Schmerzen.

So erklärt sich insgesamt einiges.

Und es bringt den ganzen Muskeltonus im Becken durcheinander.

Ich habe auch ständig LWS Mund ISG Blockaden.

Gegen das Hohlkreuz kann man nur Physiotherapie und Krankengymnastik machen. Ich werde auch Ostheopathie probieren.

Vielleicht helfen diese Infos irgendwann mal jemanden.

Ich hatte hier im Forum schon häufiger nach Antworten gesucht und einige Anregungen bekommen.

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