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Ranitidin vs. Omperazol

Ebhemalige.r NutNzer (#A578481x) hat die Diskussion gestartet


Hallo,

laut meinem Arzt und dem Apotheker hier nehmen sich ranitidin und omeprazol von den Nebenwirkungen und Gefahren bei Langzeiteinnahme nichts. Es seien unterschiedliche Wirkmechanismen, aber beide laufen aber das gleiche hinaus. Da gebe es kein besser von den Nebenwirkungen. Mein Apotheker rät sogar von Ranitidin ab. Das würde doch keiner mehr verschreiben, wäre durch die PPI veraltet. Gründe konnte er aber nicht genau benennen.

Nun liest man in Foren oft, das Ranitidin auf lange Sicht "harmloser" sei. Wenigstens so mein Eindruck.

Ich bekomme ohne Säureblocker tagtäglich Sodbrennen. Auch bei Verzicht auf Getreide. Mit 2 x 150 mg Ranitidin am Tag (morgens und abends) oder 20 mg Omeprazol bin ich beschwerdefrei...Darum bin ich am überlegen ":/ Was ist über Jahre hinweg die bessere Lösung?

Konnten hier Nutzer von ihren Fachärzten bessere Antworten auf die Unterschiede erhalten?

Gibt es hier viele, die Ranitidin nutzen und warum?

Antworten
HaelZla>na


Von was bekommst du denn Sodbrennen?

Elhemqaliger 7Nutzer> (#57D8481)


Da gibt es leider keine konkreten Auslöser. Es ist konstant da. Vor und nach jeder Mahlzeit. Nur nachts nicht. Hab deshalb auch schon überlegt, ob die Psyche allein viel auslöst. Fühle mich aber eigentlich nicht gestresst und stark geschwächt. Aber der Magen hat ja seinen eigenen "Kopf"'''

tOi}mtAamxm


Eine Schande, dass so jemand Apotheker ist und Leute berät.

Es ist hinreichend belegt wie schädliche die PPI auf lange Zeit sind, H2 Blocker dagegen sind relativ harmlos.

g}uteBesvsWerung68


Hallo,

ich stimme meinem Vorschreiber zu, das die PPI wesentlich mehr Nebenwirkungen haben als Ranitidin.

Ich nehme seit Jahren in Episoden Ranitidin und es geht mehr damit gut. Habe zwischenzeitlich mal Omeprazol probieren müssen, hatte aber zuviel Nebenwirkung.

Aber du solltest mal nach der Ursache suchen. Magenspiegelung gemacht ?

Ernährung gecheckt? Alkoholkonsum? Wenn nichts körperliches da ist, vielleicht Entspannungsverfahren lernen und at least ne Therapie, muss ja keine analytsiche sein, Verhaltenstherapie reicht da vielleicht erstmal.

Gute Besserung!!!

Hℓanxa


Lies dir mal einen älteren Beitrag durch.

Unter Diverse Erkrankungen - Seite 41- vom 17.10.13

Wieso Vitamin B12 Mangel?

EbhemalwigerM NAutzer $(#57x8481)


Das mit b12 ist mir klar. Aber ist das bei ranitidin anders?

E hemaMlieger Nutwzer k(#5J784x81)


Oh da sind ja noch mehr antworten. Vielen lieben Dank :)^

@ timtamm das klingt erstmal so,

dass ich sofort ranitidin nutzen sollte. Aber woher hast du die info?

@gutebesserung ja mehrere spiegelungen mittlerweile sogar. Physisch scheint alles ok. Cardia schließt. Doch die Auswirkungen vom Sodbrennen sind leider deutlich sichtbar und bei der Entnahme auch belegt. Deshalb die dauertherapie mit ppi. Eine verhaltenstherapie habe ich sogar schon hinter mir. Fühle mich geheilt und sorgenfrei. Veränderungen beim Sodbrennen gab es aber nie. Dennoch vermute ich mittlerweile die Psyche als Auslöser. reizmagen. Denn Ernährung allein schließe ich mittlerweile nach vielen versuchen aus. Trotz Umstellungen brennt es.

tWhSe-cavxer


Es ist hinreichend belegt wie schädliche die PPI auf lange Zeit sind

Nein, das ist es eben nicht: Zu fast allen diskutierten Risiken der PPI gibt es nur Registerstudien, die einen statistischen Zusammenhang zeigen - aber ein statistischer Zusammenhang ist noch lange kein kausaler. Einfacher ausgedrückt: Dasss Leute *während* der Einnahme vonPPI häufiger B12-mangel, Pneumonien, Knochenbrüche, pseudomembraböse Kolitis und ein paar andere unschöne Dinge bekommen, bedeutet noch lange nicht, dass sie das *wegen* der PPI bekommen. Es könnte z.B. auch sein, dass die PPI-Konsumenten einfach von vorneherein im Durchschnitt kränker sind als die Nicht-Konsumenten und deswegen dieser statistische Zusammenhang auftritt. Das kann man nur mit prospektiven Studien nachweisen, und da sind mir zu den genannten Risiken keine bekannt. Nur zum Risiko von Nierenschäden kenne ich eine prospektive Studie (und auch das war keine kontrollierte Studie). Falls jemand welche kennt, immer her damit.

H2 Blocker dagegen sind relativ harmlos.

Und das weißt du woher? Beim Risiko der Lungenentzündung auf Intensivstationen gibt es z.B. keinen Unterschied zwischen PPI und H2-Blockern. Und die Risiken der H2-Blocker sind schlicht und einfach schlechter untersucht. Die wurden in den 70er und frühern 80er Jahren entwickelt,da gab es noch nicht die computergestützten Verordnungsregister, mit denen heute solche Studien gemacht werden können.

Ansonsten ist es ja so, dass man als Ursache der meisten PPI-Risiken (wenn es sie denn tatsächlich gibt) die vermidnerte Säureproduktion und den höheren pH-Wert im magen vermutet. Dann wäre anzunehmen, dass bei gleich starker Säurehemmung auch die Risiken gleich wären. Dafür müsste man allerdings niedrigdosierte PPI gegen hochdosierte H2-Blocker vergleichen, denn PPI hemmen die Säureproduktion stärker als H2-Blocker - deswegen haben sie die ja auch weitgehend verdrängt.

Ewhemaliger3 NuXtzer ](x#578481)


Besten dank :)^ deckt sich mit dem, was ich mittlerweile gelesen habe, wobei du eher vom Fach zu sein scheinst. Ich sehe Omeprazol auch nicht so kritisch wiedie meisten hier, möchte dennoch alternativen ausloten. Nutze es bereits viele Jahre und natürlich hat jede jahrelange Dauermedikamentation auch ihre Risiken.

Wie bewertest du denn den Rebound Effekt bei beiden Mitteln?

tnhe-pcav:exr


Mit Ranitidin habe ich persönlich nicht viel Erfahrung - soooo alt bin ich nun auch wieder nicht ;-D

Bei den PPIs habe ich den Rebound oft beobachtet - und zwar auch schon, bevor ich zum ersten mal davon gelesen habe ;-)

In der Schmerztherapie wird das ja relativ deutlich: Da gibt man es ja bei bestimmten Schmerzmitteln (NSAR) routinemäßig zur Vorbeugung von Magenblutungen. Und da passiert es schon öfters mal, dass Leute, die vorher nie ein Magenproblem hatten, dann nach dem Absetzen plötzlich über Probleme berichten. Mit schrittweisem Absetzen habe ich gute Erfahrungen gemacht.

Zum Rebound gibt es übrigens tatsächlich eine randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie, mit recht beeindruckendem Ergebnis: Man hat gesunden Freiwilligen 8 Wochen hochdosiert PPI oder Placebo gegeben nd dann abrupt abgesezt. In der PPI-Gruppe haben 44% über Magenbeschwerden geklagt, in der Placebogruppe nur 15% - demnch müsste manalso damit rechnen, dass fast jeder dritte Rebound-Probleme bekommt. Aber wie gesagt, das war das abrupte Absetzen einer hohen Dosis (40mg Esomeprazol).

Ich halte PPI schon für sinnvolle Medikamente - sollte sich die Kiste mit den Knochenbrüchen tatsächlich bestätigen, würde ich meine meinung allerdings ändern. Aber jedes Medikament sollte man nur nehmen, wenn es einen Grund dafür gibt. Dauereinnahme von hochdosierten NSAR ist zum Beispiel ein guter Grund (vor allem, wenn sonst noch Risikofaktoren da sind). "Der nimmt 8 Medikamente, da schreib ich lieber mal nen Magenschutz mit aufs Rezept" ist allerdings kein guter Grund. Und dass PPI derzeit zu häufig verschrieben werden, kann selbst ein Blinder nicht übersehen. Man hat ja fast den Eindruck, dass sie in manchen Kliniken schon in der Küche aufs Tablett gelegt werden ]:D

txhe-}ca\vexr


Heee, wo sind meine Smileys abgeblieben? Hinter die Bermerkung mit der Klinikküche sollte natürlich ein ]:D ]:D

E4hemaligeTr VNutzer ( #C5784x81)


Bleibt die Frage, wie lange der rebound anhalten kann. Manche meinen, er sei irreversibel!

Ethemaligeri NutzerL (#5Q78h481x)


..also nach jahrelanger Einnahme

P}elax19


Hallo :-)

ich würde ja bei Dir auf einen Rebount tippen. Ernährung, da bist Du fitt - Psyche wohl auch ;-)

Nach Jahre langer Einnahme produzierst Du mit dem Absetzen bestimmt Säure für 10 Mägen.

Ich denke Du musst Dich mehr mit dem langsamen Ausschleichen befassen. @:)

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