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Was, wenn der Kopf will, der Körper aber nicht mehr?

TWhil^o87 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe folgendes Problem: Ich bin Mathematik-Student, und zwar ein von dem Fach sehr begeisterter, ehrgeiziger und strebsamer Student. Das heißt, dass ich mich fast den ganzen Tag mit dem Fach beschäftige (8-10 Stunden pro Tag mit den Vorlesungen, auch am Wochenende). Das heißt aber auch, dass ich extrem viel Stress habe. Mathematik ist nunmal nicht leicht und im Studium muss man sehr viel Stoff bewältigen, um alles zu verstehen und sehr gute Noten zu schreiben. Bewegen tue ich mich nicht viel, 5-6 mal pro Tag ca. eine viertel Stunde Gassi. In den ersten 4 Semestern ging alles gut, aber danach gings mit meinem Körper stetig bergab, besser gesagt mit dem Verdauungssystem. Ich bekam immer schlimmere Bauchschmerzen, heftige Blähungen etc., alles, was auf Reizdarm hindeutet. Damit zusammenhängend hat mein Immunsystem auch nicht mehr gut funktioniert. War öfter krank und einmal hatte ich sogar eine Entzündung des Gleichgewichtsorgans (wahrscheinlich Vireninfektion), was eigentlich eher bei älteren Menschen auftritt.

Ich hatte Lefax und Espumisan gegen die Blähungen versucht, aber haben kaum bis gar nicht gewirkt. Jetzt nehme ich seit einer Woche Flohsamenschalen für das Verdauungssystem. Das bringt ein wenig etwas, ein paar Tage lang hatte ich zwischendurch Ruhe. Ich weiss nicht, ob das noch besser wird, wenn ich die Flohsamenschalen längere Zeit nehme.

Das Problem ist, dass ich meinen Lebensstil eigentlich nicht aufgeben möchte. Das mit dem Studium klappt wunderbar, jedenfalls würde es das, wenn mein Magen & Darm das mitmachen würden. Ich möchte mich nicht weniger damit beschäftigen müssen, d.h. ich will nicht viel Zeit für andere Sachen aufwenden, wo ich eigentlich lernen könnte. Ich kann auch nicht allzu gesund essen, dafür reicht das Geld nicht.

Was kann man denn noch für einfache, zeitunaufwändige, kostengünstige Sachen machen, um das Magen-Darm-System zu stärken? Ich bin für jeden Rat dankbar.

Liebe Grüße,

Thilo

Antworten
T-ragiscHherCGlownfixsch


Naja, 5 bis 6 mal am Tag eine viertel Stunde laufen ist nicht soooo wenig. Es ist immerhin noch eine reichliche Stunde täglich und das reicht aus und sorgt nicht dafür, dass du vor lauter Bewegungsmangel starke Blähungen bekommst. Es gibt Leute, die sich nie bewegen und auch keine Blähungen haben. Die Ursache scheint wohl ehr woanders zu liegen...vielleicht doch grad bei dem vielen Lernen?

Und wenn man sich 0815 ernährt und nicht super gesund, so geht das, gerade bei jungen Leuten, auch sehr lange gut.

Ich habe früher oft nichts gegessen oder Chips, mal Pommes und ich war immer fit, egal, was ich gefuttert habe.

Deine körperlichen Beschwerden scheinen nicht daran zu liegen. :)D

T$hilxo87


Naja, ich bin einer der (etwas) älteren Studenten, ich bin 29 Jahre alt.

T(hLilox87


Hat jemand noch ein paar Tipps?

PGowemrPuxffi


Ich kann auch nicht allzu gesund essen, dafür reicht das Geld nicht.

Klar tut es das. Das ist ne Ausrede von faulem Menschen, die eigentlich nichts ändern wollen! ;-D

Ich esse pro Tag 500-1000g Gemüse und Obst und bezahle pro Einkauf nicht mehr als 15€. Wenn ich das schaffe, schaffst du das auch.

Die Produkte, die dick machen, sind in der Regel ohnehin die teuersten. Mehr Obst und Gemüse und mindestens eine halbe Stunde Sport am Tag. Satt gehen kannst du ja Rad fahren oder Joggen?

Fiex.


Bitte unbedingt auf Lactose-, Fructose- und Sorbitintoleranz testen lassen. Ich würde vermuten, dass das ganze mit deiner Mathematik und dem Lebensstil überhaupt nichts zu tun hat.

Ich hatte früher erhebliche Probleme mit Blähungen, heute nicht mehr. Ich vermute einen Zusammenhang damit, dass ich früher größere Mengen Orangensaft getrunken habe, was ich inzwischen nicht mehr tue.

SPunflocwer_x73


Klar kann man als Student günstig essen. Reis & Nudeln mit Gemüse, entweder je nach Angebot oder tiefgekühlt, ist deutlich günstiger als Billigfutter mit Billigfleisch etc.

Ansonsten: Schon mal drüber nachgedacht, dass ggf. der STRESS Deinen Darm so belastet?

F(izzlTypu*zzly


Darm = Immunsystem. Wenn der Darm nicht funktioniert, ist dein Immunsystem angegriffen. Wie Du sagst, warst Du ja auch öfter mal krank. Wahrscheinlich liegt hier nichts mehr im Gleichgewicht. Als günstige und äusserst wirksame Methode empfehle ich dir CitroBiotic (Grapefruitkernextrakt). Nur in der Apotheke erhältlich. Du fängst an mit 5 Tropfen 3 Tage lang und steigerst alle 3 Tage um weitere 5 Tropfen bis zu 30 am Tag. Nur ins Wasser mit möglichst wenig Kohlensäure geben und trinken. Minimaler Aufwand und geschmacksneutral. Du solltest das Programm aber schon 3 Monate als Kur durchziehen. Reaktionen wie Durchfall bis max. 2 Tage sind normal und als Reaktion erwünscht (Entgiftung). Lass nach Möglichkeit die ungesunden Sachen weg wie Zucker, gesüsste Säfte usw. Kasteien musst Du dich aber nicht.

Wenn Du das machen willst, kannst Du jederzeit hier in deinem Faden nachfragen, wenn dir irgendwelche körperlichen Reaktionen nicht geheuer sind. Spätestens nach 3 Monaten solltest Du vllt auch eine Darmspiegelung machen lassen, wenn sich keine Veränderungen ergeben oder deine Probleme größer werden. Kannst Du natürlich auch in absehbarer Zeit machen lassen, vllt als Vorsorge.

Da Du ja auch viel sitzt, lehne dich im Stuhl sitzend etwas zurück und atme mal tief in deinen Bauch, damit alles durch das viele sitzen mal wieder kräftig durchblutet wird.

Mehr Tipps habe ich nicht, aber sei versichert, dafür sind diese super.

E?hemali~ge4r Nutsz6er (#E574x413)


Ich kann auch nicht allzu gesund essen, dafür reicht das Geld nicht.

N Kilo Äpfel kostet im Angebot maximal 2€. Wenn du lernst vernünftig einzukaufen, dann zahlst du in der Woche 30€-50€ für Lebensmittel. Guck nach Angeboten, kauf dir Gemüse nach Saison und lerne ein paar schöne, aber simple Rezepte zu kochen. Die Lebensmittelpreise sind in Deutschland wirklich niedrig, es ist kein Hexenwerk sich für wenig Geld gesund und vollwertig zu ernähren.

F;ex.


lerne ein paar schöne, aber simple Rezepte zu kochen.

Ein Mathematikstudent hat bessres zu tun als jeden Tag zu kochen. Da gibts einmal am Tag Mensa oder ähnliches und ansonsten halt Butterbrote :-)

Siunflo}weqr_x73


Mit allem Respekt: Ja, studieren kann eine Menge Aufwand bedeuten. Aber wenn man auf Dauer heil durchkommen will, sollte man lernen, auch mal Pause zu machen und abzuschalten. Soll heißen: Man kann tatsächlich mal selber kochen. Es gibt eine Menge schneller gesunder Gerichte, die man auch mit wenig Kochkunst beherrscht. Mir war als Studentin sogar Mensa oft zu teuer. Und zu ungesund.

EHhemialiger yNut.zer (]#57x4413)


Ja ich hab ja auch gesagt, dass er jeden Tag Mittags ordentlich kochen soll wa? Und auch ein Student hat mal Zeit sich um seine Ernährung zu kümmern, besonders wenn sie ihn ggf. belastet.

Butterbrote muss man übrigens auch vernünftig schmieren und die Mensen werden teurer und nicht alles da ist gesund.

Sich was kochen das kalt schmeckt und gut satt macht geht übrigens auch. Dann füllt man sich es in ne Box und kanns essen. Müsli ist auch günstig, wenn man sich es selbst zusammenstellt und nicht das überteuerte Fertigzeug mitnimmt.

Aber noch eine Frage an den TE:

Warst du schon mal beim Arzt? Was mir sonst noch an Ursachen einfallen könnte wäre Stress, diverse Unverträglichkeiten oder eine Laktoseintoleranz.

Fsex.


Man könnte vieles - aber in der Praxis, fürchte ich, fällt "selber kochen" während des Semesters als erstes weg.

Und es geht noch krasser, wenn nämlich "essen einkaufen" auch noch wegfällt. Ich hatte das im vierten Semester, als ich fast jeden Tag von 08:15 bis 18:15 in der Uni war und dann der Ladenschluss zuschlug. Heute scheint es das seltsamerweise trotz weggefallener Ladenschlusszeiten stressbedingt immer noch zu geben, wie ich von meinen Kindern und ihren Kommilitonen weiß. Dann gibts halt, was auch immer zufälligerweise noch da ist, und sei es, überspitzt gesagt, Gewürzgurke mit Nutella.

Nein, gesund ist das natürlich nicht.

Auch Mensa kann ungesund sein. Hängt aber sehr von der jeweiligen Mensa ab, ob die was taugt. Die kann man nicht alle über einen Kamm scheren.

EWh*ema|liger NYutz%er (#F57x4413)


Durfte zwei Semester lang täglich um 6 Uhr aufstehen und war erst um 20 Uhr zuhause, gesunde Ernährung war mir trotzdem immer wichtig und hat mich unter der Woche maximal täglich eine Stunde gekostet. Einkaufen geht übrigens auch Samstags, irgendwann muss man eh einkaufen, gilt für Nutella und für Äpfel. Sonst würde man verhungern, oder bestellt täglich und geht in die Mensa, dann wüsste ich aber gerne woher man das Geld nimmt.

Sich gesund und ausgewogen für wenig Geld zu ernähren ist nicht schwer, wer nicht will kann sich ja weiterhin rausreden. Viele Gerichte sind übrigens in unter 30 Minuten fertig zubereitet und können am nächsten und ja sogar manchmal am übernächsten Tag noch gegessen werden.

Essen ist so mit das wichtigste was ein Mensch in seinem Leben tun muss. Wieso muss man sich einreden, dass man genau dafür keine Zeit hat? Besonders wenn die momentane Ernährung einen eventuell belastet.

MJakkabxi


Ich tippe auch auf eine Unverträglichkeit: Bei mir war es eine Weinunverträglichkeit (vermutlich eher das Sulfit).

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