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Helicobacter Pylori - bitte um Entscheidungshilfe

STiriiusNoone hat die Diskussion gestartet


Hallo,

habe letztes Jahr im September fürchterliche Bauchbeschwerden bekommen, die seit ca. 2 Monaten wieder besser geworden sind. Es war echt die Hölle.

Die Magenspiegelung vor ein paar Wochen brachte den Helicobacter Befund mit sich. Da ich aber relativ beschwerdefrei bin, riet meine Hausärztin nicht zwangsweise zu einer Therapie.

Die Ärztin, die die Magenspiegelung durchgeführt hat, ist ganz klar für die Therapie.

Was soll ich nun tun?

Würdet ihr das machen oder nicht?

Meine größte Angst ist im Moment, mir den Magen mit dem Antibiotika-Hammer wieder kräftig zu versauen, so dass alles wieder so schlimm ist wie vorher. Meine ganzen sportlichen Erfolge komplett zu Bruch gehen und ich extrem abnehme (so wie es mit der Gastritis der Fall war).

Sind meine Ängste berechtigt?

So ganz wie vor den Beschwerden letztes Jahr ist es nämlich jetzt auch nicht ... hier und da ein ziepen im Magen ist immer noch da, aber bei weitem kein Vergleich zu der Zeit während der Gastritis.

Lass ich es aber so, geht die Angst des erhöhten Krebs-Risiko einher.

War schon mal jemand in so einer Situation?

Grüße

Antworten
FbiazEzlypsuzzlxy


Hallo,

ich bin absolut keine Freundin von Antibiotika, wenn andere Möglichkeiten greifen. Helicobacter kann aber ohne Antibiotika nicht ausgemerzt werden - soweit mir bekannt.

Meine größte Angst ist im Moment, mir den Magen mit dem Antibiotika-Hammer wieder kräftig zu versauen, so dass alles wieder so schlimm ist wie vorher. Meine ganzen sportlichen Erfolge komplett zu Bruch gehen und ich extrem abnehme (so wie es mit der Gastritis der Fall war).

Das Risiko könnte natürlich bestehen. Ich würde dir raten, hierüber nochmal mit der Ärztin zu sprechen. Es kann ja auch ohne weiteres möglich sein, das deine schon lang andauernden und immer wieder kehrenden Bauch- und Magenschmerzen danach für immer verschwunden sind. Ich habe mich jedenfalls auf Helicobacter behandeln lassen. Für mich war es eine gute Entscheidung. Alles Gute für dich.

SMiriugs_None


Hallo und vielen Dank für das Feedback.

Ich denke, ich werde es auch machen lassen.

Meine Frage noch zum Schluss ...

... Man liest ja immer, dass man während Antibiotika keinen Sport machen soll, weil eine Entzündung den Körper belaste und das Immunsystem eh geschwächt ist.

Gilt das auch in diesem Fall?

Ich meine, "infiziert" bin ich ja so oder so, auch ohne der Einnahme von Antibiotika ... und von einer Entzündung kann ja hier auch nicht die Rede sein. Während meiner Gastritis bin ich auch zum Sport gegangen.

Grüße

FPizzlyYpuz]zly


Man liest ja immer, dass man während Antibiotika keinen Sport machen soll,

Schau einfach wie Du dich fühlst. Wenn Du trotzdem ziemlich fit bist und willst Sport machen, dann reduziere den Sport vllt auf die Hälfte und weniger extrem. Ich bin der Meinung, das jeder da auf seinen Körper hören sollte. Abraten würde ich bei einer Autoimmunerkrankung.

FGex.


Unbehandelter Helicobakter kann fürchterliche Folgen haben, das kenne ich von einem Fall aus meiner Familie.

Also weg damit, je schneller, desto besser. Und ohne Antibiotikum gehts halt nicht.

Mit Antibiotikum dürfte es dir eher besser gehen als ohne. Daher sehe ich jetzt keinen Grund, auf Sport zu verzichten, wenn du ohne Antibiotikum auch Sport gemacht hättest. Wenn du wider Erwarten Nebenwirkungen feststellst, die deinen Körper wesentlich belasten, kannst du mit dem Sport ja mal etwas pausieren. Aber ich wüsste nicht, wieso das so schlimm werden sollte wie bei der Gastritis.

Oder bist du Leistungssportler kurz vor einer WM/EM oder sowas, so dass sich die Gesundheit einem solchen anstehenden Event unterordnen muss?

Sniri1usPNonxe


Nein, ich bin natürlich kein Leistungssportler der kurz vor ner Olympiateilnahme ist^^

Ich mache 3 mal pro Woche Kraftsport und gehe eigentlich jedes mal ans muskuläre Limit.

Man liest eben nur überall, dass man irgendwelche Bakterien verschleppen kann und es zu ner Herzmuskelentzündung kommen kann ... das gilt aber sicher nur für akute Infekte.

Die Bekämpfung von Helicobacter ist aber sicher kein akuter Infekt, oder doch?

Es sei denn einer sagt mir jetzt noch, dass die Antibiotikatherapie (nicht eine etwaige Entzündung) an sich in irgendeiner Weise den Körper belastet ...

S*i#riusnNone


Das schlimme ist, ich weiss mit Infekten nicht wirklich umzugehen, denn ich war seit 10 Jahren kein einziges mal infektiös krank .. .also kein Schnupfen, keine Erkältung und nix ... damals als ich noch rauchte war ich 5-10 mal im Jahr krank mit fieber, grippe usw ... deswegen auch die Frage wegen der Verschleppung. Ich musste bisher noch nie meinen Sport pausieren, das wäre schön, wenn es so bleiben würde ... der Sport ist mein Ventil für Glück, Selbstbewusstsein, Frustabbau usw ... ich glaube ohne den würde es mir richtig dolle schlecht gehen.

W{ille|s_nu+r_versptehen


Hey,

wenn der Facharzt es sagt das du es machen sollst, würde ich es auch machen. Der Facharzt sieht sowas jeden zweiten Tag, der Hausarzt nicht. Ich habe eine sehr gute Hausärztin, die ich sehr lange kenne, aber da ich deinen Hausarzt nicht kenne, würde ich auf den Facharzt hören

SuirixuwsNonxe


Da war leider ein kleines Detail, das ich verschwiegen hatte, sorry ...

... meine Hausärztin ist gleichzeitig auch Internistin. Da sie aber keine technischen Möglichkeiten (bzw. vielleicht auch nicht qualifiziert ist) Magenspiegelungen durchzuführen, musste ich zu einer anderen Ärztin.

Ich hatte sie mir damals extra aufgrund meiner Magenbeschwerden als Hausärztin mit entsprechender Qualifikation rausgesucht ...

Von daher wiegen wohl beide Meinungen gleich viel ... oder doch nicht? ???

oHnod'isexp


Hallo! Vor etlichen Jahren wurde der Heliobacter bei jedem Mensch mit Magengeschwüren entdeckt. Die Medizin jubelt, weil sie glaubte den Grund für alle Magengeschwüre gefunden zu haben. Dann stellte sich aber heraus, dass auch sehr viele gesunde Menschen den Heliobacter in sich tragen und die Euphorie wurde dadurch stark gedämpft.

Jetzt ist es sehr schwierig, Dir hier im Forum von einer ärztlich verordneten Maßnahme abzuraten. Aber immerhin hat Dir ja auch Deine Hausärztin in Kenntnis des Heliobacter abgeraten, sodass ich mich nur Deiner Hausärztin anschließen muss.

Krebs oder Herzbeutelentzündung verursacht der Heliobacter nicht. Erst wenn durch den Helio eine Gastritis oder Magengeschwür entsteht, und das immer und immer wieder, kann es gefährlich werden. Aber das würdest Du dann ja selbst an Schmerzen im Magen rechtzeitig merken.

Hierbei handelt es sich um meine persönliche Einschätzung in Unkenntnis Deiner aktuellen Beschwerden.

Tlrini9t*y001


Du könntest es mit Manuka Honig probieren:

[[http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=94398&key=standard_document_55172463]]

Offenbar scheint es zu helfen. Ich habe selbst keine Erfahrung damit, aber würde es erstmal damit probieren. Sprich doch mal Hausarzt oder Facharzt darauf an.

SViriuesNonxe


Hierbei handelt es sich um meine persönliche Einschätzung in Unkenntnis Deiner aktuellen Beschwerden.

Also wie gesagt, ich bin mir ziemlich sicher, dass es derzeit immer noch nicht so ist wie damals vor den Beginn der Beschwerden. Ich würde mal sagen, so 85-90% von dem Gesundheitszustand bevor es losging mit den Magenbeschwerden. vielleicht wütet der Helicobacter auf kleiner Flamme noch vor sich hin.

Gerade wenn ich viel esse, aber manchmal auch einfach so zwickt es im linken Rippenbogenbereich. Ab und an mal bekomme ich sogar akuten Durchfall, gerade bei fettreichen speisen .... ich kann mir nicht vorstellen, dass es nur an der Ernährung liegt, die habe ich nicht geändert seit dem es mir mal gut ging. Als Beispiel: Damals habe ich mir nach dem Sport oft eine große Dose Linsensuppe reingepfiffen, ging runter ohne Probleme. Heute geht es mir nach einer halben bereits sehr im Magen rum.

Ich frage mich nur, ob das jetzt von alleine besser wird oder nicht? Die Gastritits hat ja auch mehrere Monate gedauert, bis sie einigermaßen wieder weg ging.

Für mich wäre es jetzt nur das Risiko, mit Beginn der Antibiotika Therapie wieder in einen elendigen zustand zu verfallen ... ich möchte das bisherige nie wieder durchmachen ... Montag früh was essen und Donnerstag früh das erste mal wieder Hunger ... oder so ähnlich ... und im Spiegel ist man nur noch ein Schatten seiner selbst ...

S`iriu9sNoxne


Offenbar scheint es zu helfen. Ich habe selbst keine Erfahrung damit, aber würde es erstmal damit probieren. Sprich doch mal Hausarzt oder Facharzt darauf an.

Ich möchte nichts schlecht reden, aber Ärzte der klassischen Medizin werden damit nichts anfangen können ... so wie ich meine beiden Ärzte einschätze, werden die mir das auch bestätigen.

WFilles_nurQ_ve7rs;tehen


Internistin heißt nur, dass sie die 3 Jahre Grundausbildung gemacht hat. Der Gastroenterologe hat nachmal 2-3 Drangehängt. Es heißt ja Innternist mit Fachspezialisierung Gastroenterologie. Ich würde auf den hören, der dir genauer besschreiben kann, wieso du es machen solltest oder nicht und was besser zu deinen Beschwerden passt. Außerdem würde ich auf die Erfahrung wetten

Gpreg2Houxse


Hallo SiriusNone,

es gibt meiner Meinung nach zwei Möglichkeiten:

1.) Du sagst, dass Deine Beschwerden deutlich besser sind, aber nicht weg => Du könntest noch ein paar Wochen abwarten und schauen, ob es immer besser wird => in dieser Zeit solltest Du keine Medikamente nehmen, die die Magensäure reduzieren (dann kann die Vermehrung des Bakteriums zunehmen) => sollte es irgendwann weg sein, würde ich zur Absicherung noch einmal eine Probe nehmen lassen (Magenspiegelung)

2.) die Antibiotikatherapie durchziehen => normalerweise werden zwei Antibiotika (Amoxicillin + Clarithromycin) mit einem Säurehemmer (z.B.: Omeprazol) über 7-14 Tage eingenommen. Zwei Antibiotika klingen natürlich viel, aber solange keine Penecillinallergie besteht sollten beide gut verträglich sein. Säurehemmer klingt zwar komisch, da nachweislich das Bakterium sich besser vermehren kann, wenn weniger Magensäure vorhanden ist, ist aber dennoch sinnvoll. Ohne dass ich es ganz sicher weis habe ich folgende Hypothese: das Bakterium ist deshalb gefährlich, weil man davon eine Gastritis oder ein Geschwür (Magen; Zwölffingerdarm) bekommen kann. Wenn man diese "Folgeerkrankung(en)" bekommt, müssen diese abheilen können => deshalb die Antibiotika (Bakterienvernichtung) + Säurehemmer (zum Abheilen). Wenn nur die Besiedelung (ohne Entzündung oder Geschwür) vorliegt, könnte die Antibiotikagabe ausreichend sein. Warum zwei Antibiotika => um Resistenzen vorzubeugen und die Erfolgsaussichten zu erhöhen. Falls die genannte Kombination nicht hilft, gibt es noch einen weiteren Antibiotikapartner (Metrodinazol). Demzufolge muss man nach der Antibiotikatherapie ebenfalls eine erneute Magenspiegelung durchführen (beseitigt: ja/nein; bei "nein" leider erneuter Therapieversuch mit Metrodinazol).

Bezüglich Deinem Magen glaube ich nicht, dass es schlimmer wird durch die Antibiotikagabe. Was natürlich passieren kann ist, dass Deine Darmflora gestört wird.

Empfehlung: während der Einnahme Probiotika und/oder Perenterol; nach der Einnahme (Nutrimmun Probiotika)

Ich würde auf jeden Fall 2.) wählen. Nach Rücksprache mit Deinem Arzt wirst Du auch in der Einnahmezeit Sport machen dürfen, solange Du Dich fit fühlst.

Gute Besserung

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