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Nach Sigmaresektion keine besserung in Sicht :(

NSadin'e18D098x5 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr lieben.

Ich fange mal ganz von vorne an und hoffe das ihr mir Erfahrungen oder Tips geben könnt.

Ich hatte schon immer schon im Kindesalter Probleme mit der Verdauung im Mai diesen Jahres war es so das ich Blut im Stuhlgang hatte und wandte mich an meinen Hausarzt der mich zur Proktologie ins Krankenhaus verwies. Dort wurden dann nach endlichen Untersuchungen und durch ein Contrakontrasteinlauf beim Röntgen festgestellt das mein Dickdarm zu lang ist als Normal und der wiederum in Schlinge liegt was die Verstopfung bzw Verdauungsstörung verursacht.

Am 1.6.2016 wurde dann eine Sigmaresektion vorgenommen wo wir ca 70 cm vom Dickdarm entnommen wurden. Nach 7 Tagen wurde ich aus den Krankenhaus entlassen weil ich auch keine schmerzen hatte viel gelaufen bin.

Jetzt sind einige Wochen und Monate vergangen und es ist noch keine besserung in Sicht was mich sehr belastet. Meistens mache ich mir bzw mein Ehemann bei mir einen Einlauf nach 2-3 Tagen manchmal auch erst nach 5 Tagen. Da ich es selber nicht schaffe zu liegen und mir selber Einläufe zu geben ist mir das auch sehr unangenehm.

Jetzt nach so einen langen Text

Wird sich das noch einspielen das ich bald ohne Hilfe von Einläufen zur Toilette kann?

Sollte ich mit den Ärzten darüber sprechen? Habe angst das die alles wieder offen machen und mir vllt sogar ein künstlichen Darm Ausgang machen :°(

Oder sollte ich mir nochmal eine 2 Meinung einholen?

Ich bin einfach verzweifelt ratlos und auch ängstlich da ich auch erst 31 Jahre alt bin und solche Eingriffe meistens nur bei älteren Patienten vorgenommen werden.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen auch wenn das jetzt ein langer Text war

Liebe grüße

Nadine

Antworten
MFo}nsxti


Tut mir leid, so etwas zu lesen. Bei mir war es einst genauso. Ohne Einläufe oder Abführmittel hatte ich maximal einmal im Monat Stuhlgang, dies natürlich steinhart und nur mit manueller Nachhilfe rauszuschieben. Zudem war ich stark untergewichtig und hatte ständig schwere Infektionen der oberen Luftwege (u.a. eine chronisch-eitrige Sinusitis, die auch zweimal operiert wurde).

Bei mir erfolgte Anfang 2004 eine subtotale Kolektomie, da die extreme chronische Obstipation für allerlei Folgeprobleme gesorgt hatte (u.a. permanente Perianalthrombosen). Damals war ich 48 Jahre alt. Man hatte mir noch ca. 25-30 cm Dickdarm gelassen und diesen mit dem Rektumstumpf verbunden. Leider funktionierte diese Konstruktion nicht. Der Dickdarm starb gleich nach der OP ab, es löste sich die Naht (= Anastomose), und es kam zu einer schweren Bauchfellentzündung, die man aus unterschiedlichen Gründen erst vier Tage später erkannte. Bei der Not-OP am Tag 5 verlor ich meinen gesamten Dickdarm und ein kleines Stück Dünndarm. Geblieben ist mir damals ein wenige Zentimeter langer Rektumstumpf (Hartmannstumpf) und ein endständiges Ileostoma (künstlicher Dünndarmausgang). Der Hartmannstumpf wurde 2007 wegen zunehmender Probleme entfernt. Ich lebe also mit einem Ileostoma bis zu meinem Lebensende. Seit der Entfernung des funktionslosen Dickdarms hatte ich nur noch zwei grippale Infekte, die jeweils innerhalb weniger Tage ausgestanden waren. Die chronisch-eitrige Sinusitis ist auf Nimmerwiedersehen verschwunden.

Und ja, so ein Ileostoma bedeutet schon eine gewisse Einschränkung, weil man Aktivitäten außer Haus planen muss. Ich würde aber um nichts in der Welt mit dem früheren Zustand tauschen wollen.

E(maxx


Hallo Nadine180915 und hallo Monsti,

mit Betroffenheit habe ich eure Schicksale gelesen und zur Kenntnis genommen.

Ich habe auch gewisse Darmprobleme und neige zu Darmpolypen, von denen schon 4 bei 5 Koloskopien entfernt wurden. Ich habe auch im Sigma Divertikel, die mir aber bisher keine Probleme bereiten.

Ich kann euch leider hier nicht helfen sondern nur mein Mitgefühl aussprechen. Ich wünsche euch alles Gute.

Mit lieben Grüßen

S_eveNn.of4.Ninxe


Wird sich das noch einspielen das ich bald ohne Hilfe von Einläufen zur Toilette kann?

Sollte ich mit den Ärzten darüber sprechen?

Du bist aus dem Krankenhaus entlassen worden, obwohl Du keinen geregelten Stuhlgang hast? Hat man Dir denn dort so gar keine Verhaltensregeln mit auf den Weg gegeben? :-o

Nach solch einer OP steht Dir übrigens eine Ernährungsberatung zu, Deine Krankenkasse kann Dir Adressen nennen.

Bnenita4B.


Ich habe auch eine Sigmaresektion hinter mir.

Bei mir halfen einige Monate nach der OP Schüssler Nr. 10, 3 x täglich 5 Tabletten, Dosis kann man auch erhöhen.

Dazu Alumina D 12, 7 x täglich 5 Globulis.

Aloe D 12, Globulis, Einnahme wie bei Alumina.

Danach konnte ich gut auf Töpfchen, Ich hatte aber weiterhin Probleme mit dem Darm.

Als bei mir Diabetes festgestellt wurde, war die Logik, Kohlenhydrate wegzulassen, weil die zu Zucker umgewandelt wurden. Ich ließ also alles weg, was Zucker und Getreide enthielt.

Völlig verblüfft stellte ich fest, dass alle meine Darmprobleme innerhalb von einer Woche weg waren.

Ich hatte an die 10 Darmoperationen. Wer weiß, ob ich mir die nicht hätte ersparen können.

Esse ich heute mal ein Stück Kuchen oder eine Scheibe Brot, merke ich das 2 Tage später. Es bringt mich nicht um, aber ich merke deutlich, der Darm ist innerlich angeschwollen, ich kann schlechter auf Töpfchen.

Bei Festlichkeiten schludere ich mal, aber ich habe mich wunderbar auf ein Leben ohne Getreide eingeschossen, damit geht es mir bestens.

MJariex27


Liebe Nadine,

mein Arzt sagte, dass man versuchen sollte die Verdauung zu unterstützen im Sinne von mehr Bewegung, viel trinken und der Einnahme von Flohsamen. Hast Du dich damit mal beschäftigt?

LG

MOonxsti


mein Arzt sagte, dass man versuchen sollte die Verdauung zu unterstützen im Sinne von mehr Bewegung, viel trinken und der Einnahme von Flohsamen.

Das sagten mir die Ärzte ebenfalls ständig, dabei trieb ich von Kindesbeinen an regelmäßig Sport und trank entsprechend viel. Ballaststoffreiche Ernährung verschlimmerte bei mir alles nur, und Versuche mit Flohsamen waren die helle Katastrophe.

M9ariex27


Oh je, Monsti :-(

Er sagte es würde 2 - 3 Monate dauern, bis die Verdauung sich umstellt. Bin ganz am Anfang, also (noch) keine Ahnung, wie es laufen wird. Andere schwören drauf.

Myon!stxi


Es kommt darauf an, warum die Verdauung nicht gescheit funktioniert. Es gibt u.a. angeborene und erworbene Störungen der Darmnerven, z.B. Morbus Hirschsprung und IND. Funktionieren die Darmnerven nicht oder viel zu schwach, ist eine ballaststoffreiche Ernährung Gift. Liegt eine chronische Obstipation hingegen aufgrund falscher Ernährungsweise und mangelnder Bewegung vor, sind die Empfehlungen Deines Arztes in Ordnung.

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