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Eisenmangel bringt mich noch um

L;afle-uxr7 hat die Diskussion gestartet


Ich bin am Verzweifeln. Das ist leider nicht mein 1. Beitrag zu dem Thema. Schon vor über einem Jahr habe ich hier ein paar Mal Rat gesucht.

Kurze Zusammenfassung: Im Sommer 2015 wurde bei mir eine Eisenmangelanämie diagnostiziert. Mir wurden die Tabletten Tardyferon verschrieben - die Tabletten habe ich gar nicht vertragen; ich hatte Blutungen. Daraufhin wurde eine Darmspiegelung gemacht, bei der zum Glück nichts negatives gesichtet wurde. Ab Nov. 2015 habe ich dann 2x täglich Kräuterblut genommen - und habe es gut vertragen! Nach 3 Monaten Einnahme hatte ich keine Anämie mehr. Jedoch nach wie vor einen Eisenmangel. Ich habe dann bis heute versucht, mit der Ernährung weiter zu machen. (Im Sommer hatte ich sogar schon ein Ferritin von 11 [15-150], was für meine Verhältnisse hoch ist. Hämoglobin sogar bei 13,5.)

Dummerweise, bin ich in den letzten Monaten, aufgrund finanzieller Schwierigkeiten, mehrmals Plasmaspenden gegangen. Inzwischen habe ich wieder die gleichen Symptome wie letztes Jahr. Das Plasmaspenden habe ich nun auch eingestellt. Nächste Woche suche ich einen Arzt auf, um ein aktuelles Blutbild machen zu lassen.

Letzte Woche war ich in der Apotheke, und habe mir sehr teure Kapseln gekauft. (Pure Eisen-C, 15 mg Eisen) Der Pharmazeut meinte, die seien gut verträglich; der Nachteil ist, dass sie nur niedrig dosiert sind, aber höher als Kräuterblut.

Heute habe ich die Kapsel das erste Mal genommen und ich habe schon wieder Magen-Darm Probleme (Übelkeit, Blähungen). :-(

Was soll ich denn machen, dass ich endlich den Mangel loswerde? Ich mag nur ungerne wieder auf das Kräuerblut umsteigen, da es teuer und wenig effizient ist. Außerdem habe ich seit der Einnahme ein Schilddrüsenproblem. :(v

Gegen Infusionen habe ich mich lange gewehrt, aber ich ziehe es inzwischen in Erwägung und werde mit dem Arzt darüber sprechen.

Weiß jemand, was ich machen kann, damit mein Magen/ Darm die Kapsel besser aufnimmt? (Auf der Packung steht: 1 Kapsel pro Tag zw. den Mahlzeiten. - Der Apotheker meinte, eine Stunde vor dem Frühstück. Ich habe ihm vertraut. Glaubt ihr, ist die Variante die auf der Verpackung steht, Magen schonender?)

Antworten
M"ali{lxja


Ich habe leider das selbe Problem. Infusionen übernimmt leider meine Krankenversicherung und so muss ich seit Jahren Tabletten nehmen. Bei mir hat nur geholfen verschiedene Präparate durchzuprobieren bis ich eins gefunden habe, was ich einigermaßen vertrage. Hinsichtlich des Einnahmezeitraums würde ich an deiner Stelle einfach mal ausprobieren, was dir besser bekommt. Während/nach/vor der Mahlzeit oder getrennt von den Mahlzeiten.

Ansonsten würde ich an deiner Stelle die Infusionen ernsthaft in Betracht ziehen, wenn du das Glück hast und dein Arzt dir die verschreibt. Ich wäre froh, mir würde ein Arzt die mal verschreiben. :-|

AEnkan10e1


Ich bekam vor ein paar Wochen 6 Eisen-Infusionen. Ich war monatelang immer wieder zu Tode

erschöpft und hatte ziehende Schmerzen in Armen und/oder Beinen. Mein Ferritin-Wert war nieder, aber noch im Referenzbereich. Ich hatte aber das Glück, dass zusätzlich noch die Transferrinsättigung bestimmt wurde. Und die war viel zu nieder, was auf eine Eisenmangelanämie hindeutet. Mein Hausarzt konnte aber

mit diesem Parameter nichts anfangen und meinte, alles sei ok.

Ich bin allerdings eine sehr kritische Patientin, die nicht alles einfach hinnimmt. Ich bin kurzerhand

zu seinem Kollegen (Gemeinschaftspraxis), der Internist ist und der sofort erkannt hat, dass ich eine

Anämie habe. Dieser Internist hat mir erklärt, dass die GKV die Kosten für die Infusionen übernimmt,

falls man die Tabletten nicht verträgt. Ich musste lediglich einen Tabletten-Versuch machen. Habe sie

nicht vertragen und bekam sofort Infusionen. Schon nach der ersten Infusion spürte ich eine leichte

Besserung.Jetzt geht es mir wieder sehr gut.

Es hängt alles vom guten Willen des Artztes ab. Ich habe gelesen, dass Hausärzte oft einen

Eisenmangel gar nicht erkennen oder ihn nicht ernst nehmen. Mittlerweile gibt es in Deutschland

schon einige Eisen-Zentren, die man aufsuchen kann, wenn man den Verdacht hat, unter einem

Eisenmangel zu leiden.

Ldaflexur7


@ Malilya:

Darf ich fragen, welche Tabletten du nimmst (und verträgst)? Danke für deinen Rat mit der Einnahme. Ich werde die Tabletten morgen zum Frühstück einnehmen, vielleicht vertrage ich sie dann besser.

@ Anka101:

Das mit der gescheiterten Einnahme sollte bei mir ja kein Problem sein. Den Befund vom Gastroenterologe habe ich ja noch. ;-D

Hast du die Infusionen gut vertragen? Ich habe leider schon von Allergie-Schocks gelesen, und da ich eine Allergikerin in mehrfacher Hinsicht bin, bin ich da etwas skeptisch. %-|

Weiß hier vielleicht jemand, was der Unterschied von II-fachem Eisen und von III-fachem Eisen ist? Bzw. welches wo drinnen ist? Ich habe zwar schon gegoogelt, aber ich bin nun noch mehr verwirrt als vorher. ???

Aknka1x01


Die Infusionen habe ich gut vertragen. Hatte nur an zwei Tagen eine leichte Übelkeit nach dem Sport.

Wobei ich nicht weiss, ob das von den Infusionen kam. Und die leichte Neigung zu Durchfall

könnte auch von den Infusionen gekommen sein. Weiss ich allerdings nicht mit Sicherheit, da

ich auch so mal spontan Durchfall habe.

Schwere Allergien treten bei den heutigen Infusionen kaum mehr auf. Bin selbst auf viele Sachen

(Pollen, Medikamente, Nahrungsmittel usw. usw) allergisch, hatte aber keine Angst.

Wichtig ist, dass sich der Arzt mit den Infusionen gut auskennt und dass er weiss was zu tun

ist bei einer schweren allergischen Reaktion.

Einen Tipp möchte ich Dir noch geben. Wenn Du Infusionen bekommst, dann sage zu der

medizinischen Assistentin, sie solle die Infusion so einstelln, dass sie nur ganz langsam

durchläuft. Dann wird es Dir auf jeden Fall nicht schwindlig.

Mit dem II- und III-wertigen Eisen kenne ich mich nicht aus. Ich weiss nur, dass eines davon

besser vom Körper aufgenommen wird.

Noch ein Tipp. Falls Du Dich weiter zu Eisentabletten entscheiden solltest, trinke Orangensaft

dazu, falls Du ihn verträgst. Das hat mir mein Internist empfohlen und eine Freundin hat behauptet,

durch Orangensaft hätte sie die Tabletten besser vertragen. Ich kann wegen meinem sauren Magen

keinen Orangensaft trinken.

Für die Infusionen spricht vieles. Sie werden besser vertragen, sie füllen die Eisenspeicher sehr schnell

auf und es wird verhindert, dass das Eisen nur unvollständig aufgenommen wird.

Bei den Tabletten werden nur 10% Eisen verwertet. Deshalb muss man sie auch über viele Wochen

einnehmen.

T(his VTwilZight Gxarden


Ich habe mir ein Präparat bei Amazon bestellt was ich sehr gut vertrage ( keine Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall). Habe meinen niedrigen Wert innerhalb von 4 Monaten gut hoch bekommen.

m!nexf


Ab Nov. 2015 habe ich dann 2x täglich Kräuterblut genommen - und habe es gut vertragen! Nach 3 Monaten Einnahme hatte ich keine Anämie mehr. Jedoch nach wie vor einen Eisenmangel.

Warum hast du dann mit Kräuterblut aufgehört?

Hast du deinen Ferritin-Wert zur Hand, bei Beginn und jetzt?

m<nvef


Ups, das steht ja schon dabei.

Ich würde dann einfach mit Floradix weitermachen, schlug ja gut an bei dir und du hast es vertragen.

Problem war ja deine Plasmaspenderei und nicht das Produkt

Weiß jemand, was ich machen kann, damit mein Magen/ Darm die Kapsel besser aufnimmt? (Auf der Packung steht: 1 Kapsel pro Tag zw. den Mahlzeiten. - Der Apotheker meinte, eine Stunde vor dem Frühstück. Ich habe ihm vertraut. Glaubt ihr, ist die Variante die auf der Verpackung steht, Magen schonender?)

Magenschonender ist es zum Essen. Wirksamer mit Abstand und Vitamin C, keine Milchprodukte dazu (auch nicht kurz davor oder danach)

leovejablZex<3


Zuerst möchte ich dir ein Buch auf dem Weg geben, dass mir sehr geholfen hat: Ernährung bei Eisenmangel von Christoph Gasche und Ilse Weiß.

Es wird erklärt, was Eisenmangel überhaupt bedeutet und das ganze Grundwissen dazu. Es wird auf die Ernährung eingegangen und Rezepte sind auch mit dabei. Ich finde es wirklich gut :)^

Eisenpräparate am besten nüchtern einnehmen mit einem Glas Orangensaft. Mit Vitamin C nimmt der Körper das Eisen besser auf. Wenn es nicht nüchtern gehen sollte - keine Milchprodukte sowie koffeinhaltige Produkte mit der Tablette einnehmen. Am Besten einen Abstand von 2 1/2 h einhalten.

Ich habe eine Zeit lang auch Floradix genommen, leider ohne Erfolg. Nun nehme ich Ferro Sanol Hartkapseln. Generell laufe ich mit Kapseln (egal ob Eisen, zusätzliches Vitamin C usw.) besser, da sie mein Körper besser umsetzt und weniger bis keine Nebenwirkungen macht.

Xpi&raixn


Ich würde auch das weiter nehmen, was ich gut vertrage.

Die hochdosierten tabletten vertrage ich nicht, da ich dann ausschlag am hals bekomme (wer eeiss warum...)

Mit niedrig dosierten mitteln dauert es zwar um einiges länger seinen haushalt wieder gerade zu bekommen, aber es funktioniert!

Mir wurde mal der tipp gegeben stilltees zu trinken aus der drogerie...aber ich glaube nicht dass das auf die dauer dann günstiger ist als das kräuterblut.

Ich hatte niedriger dosierte tabletten aus der drogerie...wie gesagt es hat lange gedauert...ein jahr lang bis alle Werte wieder top waren...aber es half und ich hab sie gut vertragen.

Ich hab sie morgens mittags und abends genommen. ..immer eine stunde vorm essen.

Bzw morgens war es komplizierter weil ich meine schilddrüsentabletten nicht mit fen eisentabletten zusammen nehmen sollte.

o|nodMiqsep


Erstmal muss es zweiwertiges Eisen sein, dreiwertiges kann der Körper nicht aufnehmen. Das von Dir erwähnte Tardyferon enthält aber auch Eisen III und zuviel Eisen II und ist deshalb nicht zu empfehlen. [[http://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Tardyferon-Fol-Depot-EisenII-sulfat-mit-Folsaeure-9627580.html#prettyPhoto]]

Dann muss zusätzlich Folsäure enthalten sein, was für die Aufnahme von Eisen II notwendig ist. Da gibt es von Deinem Tardyferon ein Kombipräparat. Doch Kombipräparate dürfen nach der Gesundheitssparverordnung nicht mehr verschrieben werden. Die Einnahme von Vitamin C, ob als O-Saft oder Tabs, fördert die Aufnahme von Eisen II, kann aber die Folsäure nicht ersetzen. Kräuterblut hilft nur, wenn man daran glaubt! Auch Dein Pure Eisen-C, 15 mg ist viel zu niedrig dosiert. Mit Deiner freundlichen Blutplasmaspende hast Du Dein Eisendepot auch nicht gerade verbessert.

Irgendwas scheint mir bei Deiner Behandlung schief zu laufen! Eine Eisen II Tablette pro Tag mit Folsäure kombiniert sollte verträglich sein und raschen Erfolg bringen. Da gibt es ein Standardmedikament in der Apotheke, das enthält 102 mg Eisen II mit Folsäure als "...-Duo" Präparat. Den Namen darf man hier ja leider nicht nennen.Frage bitte Deinen Apotheker danach. Ich nehme eine Tablette nur alle 2 bis 3 Tage zum Mittagessen.

L^aftleurx7


@ mnef

Mein Ferritin lag vor einem Jahr bei 5 (15-150). Durch die Kräuterbluteinnahme ist der Wert immerhin auf 11 (gleiche Referenz) gestiegen. Das ist halt doch nicht sehr viel. Aus dem Grund wollte ich nun eben etwas wirksameres ausprobieren - sodass ich Anfang 2017 vielleicht mal ein Ferritin über 20 habe ... Aber wie gesagt, ich gehe davon aus, dass der Wert inzwischen wieder unter 10 ist.

Heute habe ich die Kapsel mit einem Apfel eingenommen und eine halbe Stunde später das reguläre Frühstück. Es geht einigermaßen, ganz wohl ist mir jedoch nicht ... Ich hoffe dennoch, dass ich noch diese Woche einen Termin zur Blutabnahme bekomme und mit dem Arzt sprechen kann. ":/

Der Tipp mit dem Orangensaft ist sehr gut, und das weiß ich auch. Aber der Pharmazeut meinte, diese Eisenkapsel ist sowieso mit Vitamin C gebunden, weswegen sie besser aufgenommen wird und Orangensaft gar nicht notwendig sei. Ich werde mir aber heute dennoch einen O-Saft kaufen.

LOaflteurx7


@ onodisep

Bei dieser pure-Eisenkapsel steht auf der Verpackung, dass es "Eisencitrat" beinhaltet. Wenn ich das google, stoße ich auf Beiträge, wo von III-wertigem Eisen die Rede ist ... ???

Aber ich werde das auf jeden Fall mit dem Arzt klären. Vielleicht gibt es ja noch eine Alternative. Tardyferon nehme ich jeden falls nicht mehr ein.

Deine Bemerkung über das Kräuterblut kann ich nicht ignorieren. ;-D Ich denke schon, dass es hilft. (Wie man anhand meinen Blutwerten sieht. Es hat mich immerhin aus der Anämie gebracht.) Aber eben nur sehr gering und langwierig.

C_a8ramal]a 2


Das stimmt so nicht, dass der Körper dreiwertiges Eisen nicht verwerten kann. Es stimmt nur in dem Zusammenhang, dass in pflanzlicher Nahrung oftmals vermehrt Stoffe enthalten sein können, die die Aufnahme über den Darm verhindern können. Ich habe lange Zeit kein zweiwertiges Eisen vertragen. Mein Eisenwert ist erst durch dreiwertiges Eisen angestiegen oder durch das natürliche Curryblatteisen.

Eisencitrat ist genauso gut verwertbar, wie zweiwertiges Eisen, wenn man es wie bei Eisenpräparaten üblich, eine Stunde vor den Mahlzeiten einnimmt.

[[http://evo-vital.de/eisen-bioverfuegbarkeit/]]

Mit folgenden vier Eisenformen konnten die besten Ergebnisse erzielt werden. Alle anderen Formen sind entweder nicht ausreichend erforscht oder nicht als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. Trotz einem erhöhten Eisenspiegels nach Einnahme einer dieser vier Formen, ist die Bioverfügbarkeit der einzelnen Verbindungen sehr gering.

Eisencitrat

Eisenbisglycinat

Eisengluconat

Eisensulfat

Es empfiehlt sich also im Falle einer Supplementation auf eine dieser Formen zurückzugreifen.

Allerdings sind für den Anstieg anfangs vier bis fünf Tabletten mit 15 mg Eisen nötig gewesen. Infusionen mit Eisensaccharose sind auch dreiwertig und meist besser verträglich als zweiwertiges Eisen. Bei Infusionen ist es wichtig zu wissen, dass manche Ärzte gerne hochdosierte Präparate verabreichen, wodurch es schon zu massiven Nebenwirkungen gekommen ist. Venofer mit dreiwertigem Eisen, welches man in fünf oder zehn Einzelsitzungen bekommt, ist da wesentlich besser verträglich. Das habe ich auch zwei Jahre bekommen mit gutem Ergebnis.

Wie man der Studie oben entnehmen kann, spielen auch andere Vitamine/Mineralien bei der Eisenmangelanämie eine Rolle. Bei Kupfer- (wird leider nicht genannt) und B12-Mangel ist Eisenmangel zum Beispiel vorprogrammiert.

oJnodis*ep


Ich will noch anmerken, dass das Leitsymptom für Eisenmangel eine brennende Zunge ist. Wenn man die nicht hat, stimmen - bei allem Respekt - vielleicht die Laborwerte nicht, oder der Körper hat einen guten Grund, die Eisenaufnahme abzuregeln.

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