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Teil 3 - Störungen des vegetativen Nervensystems

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Störungen des vegetativen Nervensystems

Das vegetative Nervensystem steuert alle Funktionen des Organismus, die automatisch und unabhängig vom Willen ablaufen. Man nennt es deshalb auch das autonome, das heißt, das nach eigenen Gesetzen selbständig handelnde Nervensystem.

Die Absonderungen des Magensaftes, die Darmtätigkeit, der Gallenfluss, die Schweissabsonderung, die Eng- oder Weitstellung der Blutgefässe sind Funktionen, die vegetativ gesteuert werden.

Innerhalb des vegetativen Nervensystems unterscheidet man einen sympathischen und einen parasympathischen Anteil oder die Steuerung durch Sympathikus und Parasympathikus oder Vagus.

Zu diesem Zweck ist jedes Organ sowohl mit Nervenfasern des Sympathikus wie mit Fasern des Parasympathikus versorgt. Eine Erregung des Sympathikus bewirkt zum Beispiel beim Herzen eine Beschleunigung des Herzschlags, eine Reizung des Parasympathikus eine Verlangsamung. In gleicher Weise werden die Funktionen sämtlicher Verdauungsorgane und der Blutergüsse gesteuert, wobei genau umgekehrt die Darmbewegung durch Sympathikusreizung verlangsamt und durch Parasympathikus-Reizung beschleunigt wird.

Hormone üben ebenfalls Reize auf das vegetative Nervensystem aus. So bewirkt etwa Adrenalin, ein Hormon des Nebennierenmarks, das wir vermehrt bei Stress und Überanstrengung ausscheiden, eine Sympathikusreizung.

Man unterscheidet zwei Typen von Menschen: den Sympathikotoniker, bei dem mehr der Sympathikus betont ist, und den Vagotoniker, der mehr vom Vagus gesteuert wird. Eine Übersäuerung führt zu den Symptomen der Sympathikotonie, das heißt zu Erscheinungen, bei denen das sympathikotone System über das vagotone System dominiert: Das Gleichgewicht ist also gestört. Daraus entsteht das, was man gewöhnlich als Stress bezeichnet. Die Sympathoikotonie steht am Beginn einer Reihe von Symptomen, die mit chronischen Erkrankungen einhergehen:

- Neigung zur Übersäuerung des Gewebes;

- Neigung zu Herzjagen;

- Reflux-Ösophagitis (Speiseröhrenentzündung) durch Magensafteinwirkung;

- Beim Diabetes Neigung zur Hyperglykämie;

- Neigung zu Herzjagen (Tachikardie);

- Neigung zur Schilddrüsen-Überfunktion;

- Neigung zur Hyperkalzämie ( zuviel Kalzium im Blut)

- Säuregastritis (Entzündung der Magenschleimhaut);

- Völlegefühl nach dem Essen;

- Verstopfung, Nierenstörungen, Störungen der Harnwege;

- Herzasthma;

- Neigung zu Osteoporose (Verminderung des Knochengrundgewebes);

- Neigung zu Beinkrämpfen;

- Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre;

- entzündliche rheumatischer Erkrankungen;

- trockene Ekzeme;

- Nikotinsucht

Sauerstoffmangel durch Bewegungsmangel

Sauerstoffmangel (meistens verursacht durch Bewegungsmangel) reduziert die Oxidation der Säuren drastisch und führt damit zur Übersäuerung.

Körperliche Überanstrengung

Überanstrengung, Stress und Schlafmangel steigern den Säuregehalt des Körpers.

Störungen der Säureausscheidung über Nieren und Haut

Eine ungenügende Ausscheidung über die Haut und die Nieren erhöht die Säureansammlungen im Körper.

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