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Reizdarm und andere chr. Erkrankungen

g`eo*log;e hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich habe mich hier im Forum angemeldet weil ich vor einigen Tagen die Diagnose Reizdarm Typ Verstopfung erhielt und weil ich unter der Krankheit sehr zu leiden habe. Vielleicht kann ich hier im Forum noch einige Tips erhalten die helfen das ich besser mit der Krankheit umgehen kann.

Ich bin 61 Jahre alt und männlich. Die Krankheit hat (unerkannt, ohne Diagnose) sich über Jahre in Schüben entwickelt und ist jetzt chronisch geworden wobei sich die volle Symptomatik in den letzten 3 Monaten eingestellt hat. Seit 8 Monaten habe ich keinen selbständigen Stuhlgang mehr und kann diese Funktion nur über Einläufe oder mit Magrogol (auch nur bedingt) aufrecht erhalten. Blähungen, Schmerzen im rechten und linken Unterbauch, Stuhldrang, Druckgefühle und Kopfschmerzen und oft eine bleierne Müdigkeit gehören zum täglichen Tagesablauf. Laktoseintoleranz und Glutensensitivität macht die Ernährung auch nicht einfach aber es ist doch ganz gut machbar. Schlimmer ist das ich seit Jahren unter Depressionen, Angstgefühlen, verbunden mit Schlaflosigkeit, leide. Das macht die Krankheit sehr schwierig und belastet mich sehr. Manchmal denke ich das es nicht weitergeht und ich habe die Schnauze so voll das ich mich in mich selber zurückziehe.

Ich habe wegen meinen Depressionen und einer Arthrose im Knie ein gdb von 40 erhalten. Leider sind mir beim Antrag einige Fehler unterlaufen so das ich Tinnitus und Reflux nicht eingereicht habe. Gegen den Bescheid habe ich Widerspruch eingelegt und beide Krankheiten nachgereicht.

3 Hydrocelenoperationen (bisher 2 Op's dritte folgt in Kürze) und das Reizdarmsyndrom fanden bisher auch noch keine Berücksichtigung.Die Diagnose Reizdarm erfolgte erst jetzt nachdem etliche anderen Untersuchungen gemacht wurden. Die Hydrocelenerkrankung habe ich aus Unwissenheit nicht geltend gemacht obwohl sie in der Gdb-Tabelle aufgeführt ist. Sollte ich den gdb von 50 nicht erhalten werde ich einen Neuantrag machen da ich mit einem gdb von 50 mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen könnte. Ich bin wieso nur noch krank und habe in den letzten 2 Jahren nur 7 Monate gearbeitet. Den Rest der Zeit war ich krank geschrieben. Vielleicht hat da Jemand Tips wie man vorgehen kann oder wo man Rat findet.

Vielleicht könnt ihr mir noch einige Verhaltensratschläge wegen des Reizdarmsyndroms geben. Ich bin für jeden Tip dankbar. Bei mir ist es eben so das keine wirklich schwere lebensbedrohliche Krankheit vorliegt aber die Menge der chronischen Erkrankungen die auch ineinander greifen machen das Leben sehr schwer.

Gruß

Jürgen

Antworten
g{eol`ogxe


Hallo,

Bin doch etwas verwundert das ich keine Antwort erhalte denn das Forum scheint ja gut besucht zu sein. habe ich irgend etwas falsch gemacht?

Gruß

Jürgen

Bzen!nox77


Hallo Jürgen,

"Reizdarm" ist eine Diagnose......... wie gar keine und kann viel und jedes sein!

Die Schulmedizin ist prädestiniert für solche Diagnosen.

Hast du schon mal ein Stuhlfloratest machen lassen bzw. suche mal im Netz unter

"Stuhlflora"

Mit Aerobe Bakterien, Anaerobe Bakterien, Verdaungsrückständen, PH Wert, Schleimhaut und Entzündungsmarker

Pankreas Elastase, Fäulnis - Gährungsflora usw. !?

Wichtig ist auch hat man noch genug Magensaft, Verdauungsenzyme, Gallensäuren usw.

Was macht die Psyche Bauch-Darm Hirn?

Die Verdauung sollte im Lot sein, den sonst wir ggf. die Schleimhaut verändert, löchriger Darm, Darmflora Veränderungen usw.

Diagnose Reizdarm :_D ":/

M. E. Leber-Bauchspeicheldrüse-Magen-Darm-Lymphe entgiften, Darm aufbauen je nach Stuhluntersuchung da 80 % vom Immunsystem inne.

Bitterstoffe, Enzian, Sylimarin, Milchsäurebakterien, E- Coli, Enterokokken, L-Glutamin, weniger Fleisch-Kohlendy. Süßes-Alkohol-Milchprodukte-Warm Essen nicht zu hastig, viel kauen.

Beim Versorgungsamt: Diagnosen bringen hier nicht viel, nur langwierige Einschränkungen und es oft um jedes % gestritten.

Man braucht erstmals gute Ärzte-Fachärzte, die die Gegebenheiten umfangreich auf das Papier bringen!

Ich kenne mich u. a. aus eigenen Erfahrungen, usw. explizit mit Darm und auch Versorgungsamt, BG, DRV usw. aus :=o >:(

(auch vor Gericht

Verbleibend

Grüße

g!eoloxge


Danke für deine Antwort. Reizdarm (colon irritabile) halte ich schon für eine Diagnose. Immerhin wird sie in der chronischen Form mit 30 Punkten bewertet. Also interessiert mich das schon. Bisher wurden Darm- und Magenspiegelung, Ct, und diverse Blutuntersuchungen durchgeführt ohne das irgendwelche organischen Erkrankungen festgestellt wurden. Stuhluntersuchungen hat meine Hausärztin schon angekündigt. Probiotische Medizin nehme ich schon längere Zeit ein ohne das dies zu einer wesentlichen Veränderung geführt hätte. Meine Essgewohnheiten habe ich radikal geändert und erhoffe mir davon mehr Erfolg als durch Pillen und Tabletten. Allerdings ohne Macrocol komme ich nicht aus.

Ich bin jetzt seit 8 Monaten krank geschrieben (wegen Operationen und anderer Krankheiten) und ich muß sehen das ich die Krankheit soweit in den Griff bekomme das mein Zustand alltags tauglich wird. Derzeit ist es eben so das die kleinste Nachlässigkeit oder falsche Entscheidung (in Bezug auf Magrogol) sofort zur Verstopfung führt und die Beschwerden einsetzen. Da bleibt nach einiger Zeit meist nur noch der altbewährte Einlauf übrig. Mal sehen was morgen die Hausärztin sagt.

Gruß

Jürgen

M]iJssM(angoMxuffin


Hallo,

Nach vielen Arztbesuchen bei verschiedenen Ärzten und über 10 Jahren (ich bin erst 20) voller Schmerzen, Verstopfungen und häufigem Erbrechen habe ich im Januar auch schliesslich die Diagnose Reizdarm bekommen und hatte die Hoffnung, dass man mir endlich helfen könne. Zu früh gefreut...

Ich sollte mich zuerst selbst auf verschiedene Unverträglichkeiten testen und dann wollten mein Arzt und ich weiter schauen. Bei mir liegen keine Lebensmittelallergien oder -Unverträglichkeiten vor. Daraufhin riet mir mein Arzt zu Kijimea und Iberogast. Ich hab daraufhin beides getrennt und auch kombiniert ausprobiert, aber nichts half auf Dauer. Ich kann nichts essen ohne starke Übelkeit zu bekommen.

Ich war also letzte Woche mal wieder bei meinem Arzt um ihm zu erklären, dass mir die Medikamente nicht helfen und bei mir ein sehr starkes Zittern aufgetreten ist, wenn meine Schmerzen eine gewisse Stärke überschreiten. Außerdem wird mir auch immer vor der Arbeit, vor der Uni und vor Verabredungen übel und ich bekomme Durchfall. Er hat daraus geschlossen, dass mein Zittern, die Übelkeit und der Durchfall durch Panik teilweise ausgelöst werden und das somit auch meine Psyche stark involviert ist. Ich habe schließlich noch ein Beruhigungsmittel verschrieben bekommen und soll weiterhin Iberogast nehmen.

Ich merke keine Besserung und bin am Rande der Verzweiflung, da mein gesamtes Leben komplett von meinem Reizdarm kontrolliert wird. Ich kapsle mich von meinen Freunden und von meiner Familie immer mehr ab, da ich von denen immer nur Mitleid bekomme oder die Aussage "denk einfach nicht an deinen Bauch" zu hören bekomme. Ich gehe immer seltener zur Uni und bei der Arbeit rechne ich immer mehr mit einer Kündigung, da ich noch in der Probezeit bin und schon eine Woche nicht da war. Ich bin außerdem in einer eigentlich glücklichen Beziehung, die sehr unter meinem RDS leidet.

Ich bin oft froh, dass ich durch solche Foren sehe, dass ich nicht die Einzige bin, die darunter leidet und es auch viele Menschen gibt, die sich untereinander helfen.

Liebe Grüße

MissMangoMuffin

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