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Darmspiegelung mit Entzündung der Divertikel

RCemiFrroxr hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Mein Vater hat morgen eine Darmspiegelung vor sich. An sich auch nicht so schlimm (hat er schon oft ohne Probleme überstanden). Aber diesmal hatte er vorher eine Entzündung eines Divertikels (Ausstülpungen im Darm). Eine Internetseite schreibt:

"Sollte der Patient an einer akuten Divertikulitis (Entzündung von Darmwand-Ausstülpungen) leiden, besteht die Gefahr, dass das Koloskop bei der Untersuchung die Darmwand durchstößt (Perforation). Um diese Komplikation zu vermeiden, wird der Arzt in diesem Fall auf eine Koloskopie verzichten."

Dennoch bekommt mein Vater die DS. Natürlich hatte er eine ca. 1 1/2 wöchige Ruhepause vorher, in der er künstlich ernährt wurde, damit der Darm sich regenerieren kann, aber trotzdem bin ich besorgt. Bitte beruhigt mich, dass das harmlos und das Risiko einer Perforation sehr gering ist.

Außerdem würde ich gerne wissen, was man, falls sie dennoch auftreten sollte, dagegen tun kann. Ich habe gehört, dass das dann lebensgefährlich ist, habe aber im Internet nichts darüber gelesen.

Antworten
C4laudixa65


Also von harmlos kann wohl bei einer Darmspiegelung nie die Rede sein, und bei Divertikulitis erst recht nicht.

Aber jetzt die Beruhigung: Ich hatte auch eine, sogar bei akuter Divertikulitis, und es ist nichts passiert. Dein Vater hat wahrscheinlich inzwischen keine Entzündung mehr - er hat wohl Antibiotika bekommen? - so dass der Darm jetzt relativ abgeheilt ist, daher wird es sicher weniger schmerzhaft als es bei mir war.

Und er hat den Vorteil, dass die Ärzte Bescheid wissen, also an der Stelle mehr als vorsichtig sind. Die gehen ganz bestimmt kein Risiko ein, da kannst du sicher sein!

Wenn etwas reißt - und das kann bei jeder Spiegelung passieren, v.a. wenn etwas Unvorhergesehenes im Darm ist - dann wird höchstwahrscheinlich operiert und das Loch geschlossen. Aber das wird nicht geschehen, wenn die Ärzte spiegeln wollen, bei dem klaren Befund, dann werden sie schon wissen, was sie tun und sie wollen wohl ganz genau abklären, ob nicht vielleicht schon eine gedeckte Perforation da ist oder ob aus anderen Gründen operiert werden muss.

Eine Perforation ist immer lebensgefährlich, weil Darminhalte in den Bauchraum gelangen und zur Bauchfellentzündung führen. Passiert natürlich nicht, wenn der Riss sofort geschlossen wird und alles ordentlich abläuft.

Ansonsten hast du ja dieses Risiko bei eigentlich jeder Bauchop.

Also mach dir nicht zu viele Gedanken, gib deinem Vater aber den Tipp von mir, falls es nicht unbedingt notwendig ist, soll er sich die Divertikel nicht rausoperieren lassen. Dieso OP so lange es geht hinauszögern!!!! Lieber Antibiotika schlucken! Ich weiß leider wovon ich rede.

Deinem Vater alles Gute, er soll sich alle Schmerzmittel geben lassen, die sie haben, ich drücke ihm die Daumen

Claudia

RBexmi:rrxor


@Claudia65

Also erstmal danke für die schnelle Antwort und die Aufmunterung. Mein Vater hat sich überlegt, ob er sich die Divertikel rausoperieren lässt, weil er evtl. alle an einer Stelle hat. Wäre es dann zu empfehlen? Was ist denn daran so schlimm? Ist das richtig gefährlich?

Mein Vater hat übrigens heute so eine Salzflüssigkeit geschluckt, so dass der ganze Darm entleert wurde. Wenn jetzt wirklich etwas durchstoßen werden sollte, kann dann auch was rausgelangen? (Ich meine, es ist ja eigentlich garnichts drin) ?

Ctlaud;iax65


Wenn ein Loch da ist, heilt es nicht so schnell zu.

Bei meiner Tante war es zwar so, da heilte es von selber, aber sie durfte eben wochenlang nichts essen, lag auf Intensiv. Sie hat die OP einfach verweigert, war auch zu krank dafür. Man hat dann abgewartet, vielleicht gedacht, dass sie sterben würde, aber sie hat überlebt. Das ist aber eine andere Sache gewesen. Der Riss entstand nach einer OP, weil sie einen porösen Darm hat.

Zu den Divertikeln: Wenn dein Vater sie nur an einer Stelle hat, und nur ganz wenig, dann ok, dann ist eine OP vielleicht wirklich die bessere Lösung, weil er dann evtl. Ruhe hat.

Bei mir und vielen meiner Leidensgenossen hier sitzen die Dinger überall, wenn du die einen wegmachst, entzünden sich die nächsten (bei mir waren die ersten Probleme jetzt, ein halbes Jahr nach der OP) und du kannst dir ausrechen, wann du wieder unterm Messer liegst und eines Tages einen künstlichen Ausgang hast. Dazu kommt, dass das eine furchtbare OP ist (man will dir glauben machen, dass es ganz banal sei, ist es aber nicht!!!) und du ein bis zwei Tage durch die Hölle gehst. Gut, ich habe gehört, dass es bei anderen nicht so schlimm ablief wie bei mir, aber garantieren kann dir das Keiner.

Ich habe mit meinem Hausarzt die Vereinbarung, dass die nächste OP nur dann erfolgt, wenn es lebensbedrohlich wird, sprich, wenn der Darm wieder reißt. Wegen Verbesserung der sog. Lebensqualität würde ich das NIE machen lassen. Zumal nach drei bis vier Jahren anscheinend Nachops normal sind wegen der Verwachsungen, die unweigerlich auftreten.

Dein Vatersoll sich gut beraten lassen, und wenn jemand sagt, diese OP sei eine Kleinigkeit, dann sofort den Arzt wechseln.

Sollte er sich für die OP entscheiden, dann kontaktiere mich nochmal, da hätte ich auch noch ein paar Dinge, die vielleicht wichtig sein könnten.

Claudia

R)emitrror


Alles ok :-)

Danke für die Antworten!

Mein Vater hat alles gut überstanden und muss nicht operiert werden.

C,lSaudiax65


Super! 8-)

T'RAUoMFRxAU


Divertikel Abszess

Mein Schwiegervater ist grad im KH wegen Darmproblemen. Gibt es eine bestimmte Diät, die er einhalten soll, damit diese Divertikel Entzündungen bzw. Abszesse nicht wieder kommen? Die Ärzte meinten, dass er garnichts tun kann, und dass das immer wieder auftritt - oder nie mehr - man kann es nicht wissen.

Falls es einen Diätplan gibt wäre es super, wenn ich den für ihn bekommen könnte!

LG,

L0eaLaenddRerxs


Darmspiegelung mit Entzündung der Divertikel

Hallo Traumfrau,

geh doch auf suchen und gebe eine Divertikulose, Divertikel! Hierzu sind bereits gute Beiträge gelaufen!

Viele Grüße

Lea

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