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Nervenschmerzen nach Motorradunfall - Plexus-Zerrung/ Lähmung

S9chnecykiY9x8 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Ich komme aus Österreich und hatte vor 7 Wochen einen Motorradunfall. Intensivstation wg. Lunge, Trümmerbruch und für mich die größten Schmerzen: Meine Nervenschmerzen!

Ich erlitt ein Polytrauma - d.h. eine obere und mittlere Plexuszerrung links sowie teilweise auch rechts.

Auszug Schreiben meines Neurologen:

Aktuell besteht eine Faustschlußschwäche re und li (M 2-3re, M 3-4li), auch eine Schwäche für Fingerspreizen, die Feinmotorik li ist hochgradig eingeschränkt. Weiters ist die Ellbogenextension bds. paretisch (M1-2), die -abduktion li M 2, re M 4, sowie die Armelevation und -abduktion hochgradig beeinträchtigt. Die Feinmotorikstörung wird durch ausgeprägte und diffuse Hyp#sthesien (distal+proximal) erschwert.

Es bestehen auch Schmerzen re>li glutaeal, als Hinweise auf eine Ischiasläsion re>li, bisher ohne neurographische Dokumentation, die Kniestabilität re ist herabgesetzt, ohne Grobkraftreduktion für Knieextension.

Ich nehme derzeit an Medikamenten:

3x800mg Neurontin = 2.400mg/Tag, Magnesioum, Neurobion forte 2x, Tramal retard 100mg 2x, Saroten 25mg 2x, Lioresal 25mg 2x, Nozinan 25mg 2x, Dominal forte 1/2.

Ich hatte die letzten 6 Wochen so dermaßen Nervenschmerzen, sodaß ich wirklich keine minute in der Nacht geschlafen habe sondern nur in der Whg. hin und her gegangen bin vor lauter Schmerzen. Daher wurde mir einiges raufdosiert (von 1.400mg auf 2.400mg Neurontin, Saroten dazu - ebenfalls Dominal forte).

Jetzt habe ich immer einen konstanten Schmerzpegel von 3 bis manchmal 4 bei meinen Armen links und rechts. Jetzt tut mir aufeinmal ein nerv auf der rechten Schulterblatt weh, der zum Hals und zum Arm verläuft, zieht und schlägt.

Was mir einfach so zum schaffen macht, und wobei ich auf keinerlei ähnlichen Symptomen in Foren gestossen bin, ist: MEINE ARME FÜHLEN SICH 30CM DICK AN! Als hätte ich ganz ganz dicke Arme!!! Manchmal brennen die Fingern/Daumen auch sehr! Sobald ich liege und zum einschlafen beginne oder wenn ich aufwache, fühlen sich meine Arme STEIF und komplett dick an und auch eingeschlafen!

KENNT irgenwer diese Symptome? Was kann noch zusätzlich hilfreich für die Nerven sein? Bin schon sehr verzweifelt, es geht nichts weiter, die Muskalatur ist schon so "geschrumpft" bei den Armen und Schultern und Brustbereich...... Bizep/trizep funktionieren überhaupt nicht am linken Arm....

Ich habe zwar ein Gerät bekommen, das über Elektroden die Muskeln die nicht mehr funktionieren zucken lässt, aber nachdem ich es vor 2 Wochen das 1.mal probiert habe, habe ich ab abend extremste Nervenschmerzen auf der Schulter und Arm gehabt! Kann das von dem gekommen sein?

Ach ich hoffe, hier kann mir wer was über diese Krankheit berichten, mir Ratschläge geben,etc....

Ach ja, ich hatte eine Nervenleitgeschwindigkeitsmessung noch im KH und nachdem hatte ich 3 Tg. lang extremste Nervenschmerzen mit schlagen in Schulter und Schmerzpegel 9! Kein einziges Mittel half, nichtmal Suchtgift.... Und in 1 Woche habe ich sie wieder und ich fürchte mich jetzt schon so sehr vor den Schmerzen!

Danke

Wolfgang

PS: Schreiben kann ich derzeit natürlich nicht, daher tippst meine Frau brav in die Tastatur ;-D

Antworten
ATndreaxH1


Re.: Schnecki98

Hy Schnecki98,

leider ist das bei Nervenschäden häufig das Du das Gefühl hast, deine Arme sind mindestens 30 cm dick oder viel länger oder sonstwas.

Aus meinem Erfahrungsschatz bei meiner Läsion des plexus brachialis (Armnervengeflechtes):

Wenn ich beim Befestigen der Elektroden meines TENS-Gerätes auch nur leicht draufdrücke, bekomme ich auch extreme Nervenschmerzen. Den leichten Druck oder auch nur die leichteste Berührung spüre ich nicht bzw. tut auch nicht weh, aber hinterher (ca. 1 bis 2 Stunden später) habe ich über viele Stunden Wahnsinnsschmerzen. Jetzt habe ich selbstklebende Elektroden, die ich mit Wasser befeuchte und nur auflegen muß (nicht drücken).

Auch bei der Kleidung achte ich darauf, daß ich in Schulter- und Nackenhöhe keinen aufliegenden Kragen, Kettchen (Schmuck), Träger oder sonstwas habe, die drücken. Das Drücken spürst Du nicht (meist ist die Gegend eh gefühllos), aber eben die Schmerzen hinterher.

Leider haben die meisten Ärzte immer etwas Angst davor, Opiate wie z. B. Tramal oder auch stärkere Opiate (BTM-Rezept) zu verschreiben. Zwischenzeitlich wurde nachgewiesen, daß Opiate auch gegen Nervenschmerzen gut helfen können. Das kann ich auch aus eigener Erfahrung bestätigen. Es muß nur das richtige Opiat und die richtige Dosis ausgetestet werden.

Leider ist da jeder Mensch verschieden. Dem einen Patienten hilft Tramal supergut, dem anderen Valoron N retard.

Bei stärkeren Nervenschmerzen sollte auch ein stärkeres BTM ausprobiert werden wie z. B. Temgesic oder noch stärkere BTM's.

Es ist seltsam, aber manche Opiate sprechen je nach Patient schwächer oder gar nicht auf die Nervenschmerzen an, andere dagegen erzielen eine deutliche Nervenschmerzminderung.

Ich persönlich bin der Meinung, daß Du zuerst mit deinem Arzt darüber sprechen solltest, ob Du das Tramal höher dosieren sollst oder ob es besser wäre ein anderes Opiat auszustesten.

Du solltest möglichst wenig Schmerzen haben, da sich ein Schmerzgedächtnis bilden kann, d. h. wenn Du über einen längeren Zeitraum Schmerzen hast, kann der Schmerz weiter bestehen, obwohl die Ursache nicht mehr vorhanden ist.

Besprich das bitte auch mit deinem Arzt.

So wie ich das verstanden habe, führst Du ein Schmerztagebuch. Das ist gut. Dann kann der Arzt auch sehen, wie stark Du deine Schmerzen bei welchen Schmerzmitteln empfindest.

Die Nervenleitgeschwindigkeit muß nicht ständig gemessen werden, deshalb hoffe ich, daß Du diese Extremschmerzen nicht häufig bekommst. Denk daran, daß auch Verkrampfungen und Ängste Schmerzen auslösen und verstärken können.

Umso entspannter Du in die Untersuchung gehst, umso besser ist es. Was kann schon passieren. Das Schlimmste hast Du eh hinter Dir, oder ??? ??

Ich hatte keinen Motoradunfall wie Du aber eine Lähmung. Während der Lähmung hatte ich allerdings das Glück überhaupt keine Schmerzen mehr gehabt zu haben. Alles war damals wie tod. Meine Lähmung hat sich innerhalb eines Jahres fast vollständig zurückgebildet. Das meiste passiert innerhalb des ersten halben Jahres.

Leider hatte ich nur 7 Jahre nach meiner Lähmung wo es mir schmerzmäßig einigermaßen gut gegangen ist. Die Ursache meiner Erkrankung wurde halt nicht beseitigt und jetzt habe ich manchmal auch trotz der BTM's Wahnsinnsschmerzen, aber das Glück, daß diese Schmerzen maximal 24 Stunden anhalten. Danach geht es mir wieder gut und die BTM's reichen so weit aus, daß ich arbeiten kann.

Trotzdem bin ich ein glücklicher Mensch.

Also besprich die Schmerzmittel und Dosierung mit deinem Arzt. Erst wenn Du als Patient sagst, "mit diesen Schmerzen kann ich leben" bist Du richtig eingestellt. Nur Du kannst diese Feststellung treffen und sonst niemand (weder Mitpatient noch Arzt), ok ??? ?

Gute Besserung!!!!!!!!!!

V1iviI8x3


Hallo,

ich hatte zwar nur einen kleinen Unfall (06/03), aber mit langen Folgen.

Nachdem ich mir das Sprunggelenk mehrfach gebrochen hatte, musste ich bisher 8x daran operiert werden.

Dummerweise habe ich gegen alles (Titan, subkutanes Nahtmaterial, Pflaster etc) allergisch reagiert, und letztenendes habe ich mir 2 dicke Infektionen (die erste bis zum Knochen, die zweite auch im Knochen) zugezogen.

Bei einer der letzten OPs wurde ein Hauptnerv am Unterschenkel verletzt und es entstanden traumatische Neurome, die kaum zu tasten waren. Ich konnte vor Schmerzen im gesamten Bein (es strahlte bis ins Becken und in die Zehen) nicht mehr schlafen, immer wieder trat der Schmerz blitzartig auf. Außerdem kribbelte und juckte es schrecklich. Es war einfach nicht mehr auszuhalten.

Letztens wurden die Neurome operativ entfernt, und die Beschwerden waren wie weggeblasen, ich hab mich riesig gefreut. Dummerweise habe ich jetzt, 3 Wochen später, viel größere Neurome an der gleichen Stelle bekommen :-(

Jetzt werden wir es mit regelmäßiger Gabe von Lokalanästhetika versuchen.

Soviel nun zu meinen Erfahrungen mit Nervenschmerzen ;-)

Alles Gute

A.ndreqakH1


Re.: Vivia83

Das ist wirklich besch....(eiden).

Ich wünsche Dir alles Glück und hoffe das Dir die Lokalanästhetika helfen!!!!!!!!!!

Gute Besserung!!!!!!

RAalDf_a_us_K|öln


der richtige Arzt

Hallo Wolfgang,

tja, so oder so gehören die Nervenschmerzen dazu. Auch ich habe nach einem Unfall den Arm gelähmt, der ganz schon schmerzt.

Geh zu einem richtigen Arzt der sich in Schmerztherapie auskennt.

Die Medikamente, die Du bekommst, das sieht nach der Standardversuchsreihe eines oder mehrerer Ärzte aus.

Ein guter Spezialist wird Dir Opiate (=Rauschgift) verschreiben. Ich kenne ein paar Leute, denen das geholfen hat. Aber Opiate haben auch Nachteile, z.B. beim Autofahren.

Leider gibt es für uns keine Standardschmerzmittel. Hättest Du Bauchschmerzen, dann würdest Du ein Bauchschmerzmittel bekommen. Die normalen Schmerzmittel wirken meistens an der Schmerzquelle. Wir haben leider den Weg (Nerven) kaputt. Folglich brauchen wir ein Mittel, das an der Schmerzsenke (Gehirn) ansetzt. Und das können leider nur Rauschmittel (Opiate).

Ich weiss nicht, wie das in Österreich ist, aber bei uns haben die Ärzt Angst vor der Verantwortung oder keine Erfahrung Opiate einzusetzen.

Denk daran, die Schmerztherapie hat Fortschritte gemacht. Man braucht nicht mit Schmerzen zu leben.

Viel Glück und wenig Schmerzen

Ralf

SBchn%ecki898


DANKE und noch ein paar Fragen.....

Hallo!

Ich bin wirklich sehr angenehm überrascht, das mir hier so viele geschrieben haben und teilweise auch PN´s! DANKE |-o

Es ist einfach eine Hilfe, zu wissen, dass es andere Betroffene gibt und man nicht alleine dasteht und manche Tipps übernehmen kann.

@Ralf:

Im KH hat mir keiner geholfen sondern wurde fast für "blöd" angeschaut, der sehr schmerzempfindlich ist und schon gar nicht mehr für voll genommen wurde.

Eine nette Amnestisitin hat sich dann auf der Schmerzambulanz im AKH Wien schlau gemacht, jedoch auch viel zu wenig.

Einigermaßen geholfen und für voll genommen hat mich dann ein Neurologe. Nach dem 2.Besuch hat er dann auch gemeint, OPIATE. Hat den Apotheker angerufen, und der sagte ihm, da braucht man die Bewilligung von der Bezirkshauptmanschaft vom Amtsarzt. Der wiederum ist nur DI + DO vormittags da und es war DO abends. Daher hat er mir andere Medis rausgesucht, die teilw. beim Schmerz wirken und teilw. Medis die im "Gehirn" wirken. Das Neurontin hat er dann auch von 1.500mg/Tag auf 2.400mg/Tag raufdosiert, denn er meinte, da drauen sich viele Ärzte nicht drüber, aber manche reagieren erst ab 2.000mg. Daraufhin habe ich von DO 22Uhr bis FR 21Uhr durchgeschlafen! Aber ich habe immer einen konstanten Schmerzpegel von 3. Teilweise jetzt auch wieder 4 u. gestern waren es 5! Die RECHTE Schulter schlägt des öfteren sehr, die linke hat es "aufgegeben"!

WARUM fühlen sich denn meine Arme beidseitig IMMER ganz DICK an? Gibts da ein Medikament? Jetzt hoffe ich sehr, dass es bald aufhört mit den Schmerzen, sie sind zwar jetzt erträglich, aber halt doch IMMER da. Mir kommt auch vor, dass GENAU unterm Hals Richtung Armkugel der Nerv "sitzt" der schlägt. Genau bei der "Ausnehmung" zwischen den Knochen unterm Hals.

Am FR habe ich die Nervenleitgeschwindigkeitsmessung! diesesmal auch auf der rechten Seite, denn die konnte damals gar nicht gemacht werden, da ich schon von der linken Seite so fertig war und dann das WE mit Schmerzpegel 10 verbracht habe.

Aber diesesmal habe ich schon von vornherein einen "Spiegel" von den Medis und viell. auch nicht mehr so viel entzündet innerlich, denn die vorige Messung war 3 Wochen nach dem Unfall und jetzt sind es schon 8 Wochen. Hoffentlich kommen dann nach der Messung die Schmerzen nicht mehr, hoffentlich!!!!

Hat wer anderer schon Erfahrungen mit dieser Nervenleitgeschwindigkeitsmessung?

Mit WELCHER Messung bzw. Röntgen o.ä. kann man eigentlich ersehen, ob die Nerven auf der Wirbelsäule ausgerissen sind ???

DANKE

Wolfgang (Österreich)

AdndsreaHx1


Re.: Schnecki98

Gegen das "Dickanfühlen" deiner Arme gibt es - leider - kein Medikament. Dieses Gefühl tritt bei Schädigungen von Nerven auf.

Bei mir wurde schon sehr oft die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) gemessen. Allerdings hatte ich dadurch keine Schmerzverstärkung. Für mich war nur Druck oder auch nur eine leichte Berührung an den Schultern ein verspäteter Schmerzauslöser. Die dadurch ausgelösten Schmerzen dauern dann viele Stunden an. Deshalb lasse ich niemanden (auch keinen Arzt) mehr meine Schultern und den unteren Teil meines Halses berühren.

Mit einem Kernspin (MRT) kann festgestellt werden, ob Nerven aus der Wirbelsäule ausgerissen sind. Das wäre nicht so gut.

Bei einem Abriss der Nerven hättest Du mit einer OP - bei der Nerven transplantiert werden können - eine Chance.

Am Besten wäre es natürlich wenn kein Nerv aus- oder abgerissen ist.

Bitte vergiß nicht, daß sich deine Nerven - sofern sie nicht aus- oder abgerissen sind - täglich 0,5 bis 1 mm regenerieren also heilen.

Also brauchst Du viel Geduld!

Ich nehme übrigens seit vielen Jahren Opiate und kann damit sogar arbeiten.

Gute Besserung und laß den Kopf nicht hängen!!!!

RIalf_Aau%s_Köxln


Dicke Hand und Nervenausriss

Hallo Wolfgang,

zu dem Gefühl Deiner Hand, lese Dir mal den Beipackzettel von Neorontin durch. Da steht es drin. Ja ich hatte auch Neurontin genommen, es dann abgesetzt, und das "Dickegefühl" meiner Hand ist weniger geworden, aber nicht verschwunden.

Da Deine Schmerzen sehr groß sind, setzt aber bitte Neurontin nicht direkt ab.

MPG und Nervenleitgeschwindigkeitsmessung kannst Du vergessen. Das sind die Standardinstromente von Neurologen, die mal etwas davon gehört haben. Diese Messungen sagen nur aus, dass Dein Arm kaputt ist. Nun, dass weisst Du auch ohne diese Messungen. Das hatte man bei mir Anfangs auch gemacht.

Nerven sind so dünn, die kann man nicht im Röntgenbild oder in der Röhre sehen. Es gibt nur die Myelographie um zu erkennen, ob Nerven aus dem Rückenmark herausgerissen worden sind.

Sind diese nicht herausgerissen, so kann man den Plexus nur operativ ansehen und was machen. Diese Nervenoperation machen aber nur sehr wenige Spezialisten. Bei uns hier in Hannover, irgendwo in Bayern und der nächste wäre dann in Wien. Also bei Dir. Leider kenne ich den Namen des wiener Spezialisten nicht, aber ich werde Versuchen den Namen mal zu erfahren.

Bleib hardnäckig. Klar Opiate gibt es bei uns auch nur mit dreifacher Unterschrift und Polizeibegleitung zur Apotheke.

Als ich große Schmerzen hatte und vollgepumpt mit Medikamenten wurde, sagte ich mir: Ich glaube die Medikamente wirken nicht und fing an sie abzusetzen. Erst dann fand ich einen Schmerzspezialist.

Kopf hoch.

S~chn&eckxi98


@Ralf

Hallo Ralf!

Danke für deine Info! Also auf das Neurontin wäre ich nicht gekommen. Werde mir heute den Beipackzettel gleich mal durchlesen.

Was hast du denn genau? Hast du eine Myelographie gemacht? Wenn ja, - wo? Also wenn du den Arzt rausfindig machen könntest in Wien (70km von mir weg), das wäre toll. Welche Medis nimmst du denn genau?

Leider habe ich derzeit noch einen Fixateur auf der rechten Hand und somit kann ich in keine Röhre, solange der noch drinnen ist. In 2 Wochen soll er angeblich operativ rauskommen.

Gestern hat mir wieder die rechte Schulter geschlagen, da zweifelt man wirklich, ob man sich an die Medis nicht mittlerweile wieder gewöhnt hat. Wieder unterm Hals und ausgestrahlt (gezogen) bis zum Ende des Oberarms. Der Bruch hat auch zeitweise gestochen. Ich gehe dann schon so verkrampft, man könnte glauben, ich bin der Glöckner von Notredamm :-o

Heute habe ich die Nervenleitgeschwindigkeitsmessung, die werde ich noch machen - und auch das letztemal!

Wenn die Schmerzen doch heute stärker werden, werde ich meinen Neurologen anrufen und doch viell. auf Opiate plädieren, die er ja beim vorvorletzen Termin vorgeschlagen hat.

Bin schon gespannt auf deine Antworten!

Danke vorab schon mal für die Unterstützung!

Wolfgang (Österreich)

NminE


Hallo !

Klar Opiate gibt es bei uns auch nur mit dreifacher Unterschrift und Polizeibegleitung zur Apotheke ...

Ach die Polizeibegleitung zur Apotheke werde ich mir auch mal anheuern. ;-),

Bei Nerven- bzw neuropathischen Schmerzen ist ein Arzt mit der Zusatzbezeichnung spezielle Schmerztherapie der richtige Ansprechpartner. Der versucht durch eine gezielte medikamentöse Behandlung nach einen gründlichen Anamnese deine Schmerzen zu lindern.

Der erste Ansatz bei deinen Medikamenten ist schon richtig:

Tramal hoffentlich in retardierter Form ist auch schon ein Opiat der Stufe II, aber man braucht noch kein BTM-Rezept . Viele Ärzte schrecken wegen des Verwaltungsaufwandes zurück Opiate zu verschreiben, spezielles Rezept .

Aber wenn man bei einem Schmerztherapeuten in Behandlung ist , wird er wenn angesagt auch Opiate der Stufe III verschreiben, wenn die Therapie mit Tramal nicht ausreichend ist, und in deinen Fall angesagt ist. Aber erstmal versuchen die Dosis von Tramal zu erhöhen, vieleicht ist es für dich besser verträglich, wenn du es 3x tgl nimmst bis zu 600 mg kann Tramal hochdosiert werden, also hast du dabei noch etwas Spielraum. Eine Änderung Dosierung aber immer nur mit Rücksprache mit dem Arzt durchführen und dich an die Einnehmzeiten halten.

Heute ist es wirklich nicht mehr so besonders, daß man Opiate verschrieben bekommt, und in den Apotheken wird man sicherlich nicht schief angesehen. Polizeischutz wofür ? manche Therapeuten verschicken die Rezepte sogar mit der Post ....

Aber mach dich erstmal schlau viele Linktips findest du auf

dieser Seite [[http://www.tss-datenbank.de/links/schmerz/schmerz.html]]

Alles Gute und einen schmerzarmen Start in die neue Woche N.

A-ndre)aH*1


Sicher können keine Aufnahmen den Verlauf eines einzelnen Nerven darstellen, aber anhand eines Kernspin (MRT) kann der Arzt ersehen, ob der Nerv aus der Wirbelsäule ausgerissen wurde.

Wenn das nicht der Fall sein sollte und EMG- und NLG-Untersuchungen aussagen, daß es sich höchstwahrscheinlich um einen Aus- oder Abriss handelt und ein Ausriss anhand des MRT nicht bestätigt wurde, könnte es sich um einen Abriss handeln.

Bei einem Abriss kann ein Neurochirurg (in Hannover Prof. Penkert oder Prof. Samii) versuchen mit Hilfe eines Nerventransplantates die Funktion wiederherzustellen. Das erfordert aber seitens des Patienten viel Geduld!

Du mußt mindestens 1 Jahr warten, bis sich irgendetwas tut.

In all den Jahren wo mir Opiate verschrieben wurden, hatte ich noch niemals eine Polizeibegleitung zur Apotheke!

So ein Quatsch!!!!!

Gute Besserung!!!!

SMch3neckMix98


@NinE & AndreaH1 & anderen Postern

Hallo!

Besten Dank für die vielen Infos und Links! Hier habe ich mehr Informationen erhalten, als ich mir je erhofft hätte! Nichtmal die Ärzte konnten mir soviele Infos darüber geben!

Die NLG-Messung hat sich ja auf nächsten FR verschoben, da da erst der Fixateur *hoff* rauskommt. Bin schon gespannt, was da rauskommt.

Übrigens ist mir die Reha bewilligt worden und ich hoffe, ich kann bald zum Reha-Zentrum "Weisser Hof" (Nähe Wien). Ich erhoffe mir halt dort größere Fortschritte, denn bis jetzt habe ich pro Tag 1 bis 1/2 Std. Therpaphie im KH und das auch nicht täglich! Und bei einer Reha ist man doch den ganzen Tag gefordert, auch wenn man manchmal die Zähne zusammenbeißen muss, aber man tut was! Werde Euch sicher darüber berichten.

Wie hat es bei Euch eigentlich mit Schmerzensgeld - soweit es ein unverschuldeter Unfall war - ausgesehen? Ich habe alles meinen Rechtsschutz übergeben. Der Unfall-lenker hat sich leider niemals gemeldet und ich habe auch meiner Frau gesagt, sollte er sich bei ihr melden, er kann mich auf jeden Fall im KH besuchen denn im Grunde ist es doch schon einem jeden passiert, dass er was übersehen hätte oder kurz abgelenkt war. Mein Unfallhergang ist eigentlich leicht erklärt: Ich bin auf einer Bundesstrasse um 23Uhr mit meinem Motorrad ca. 90kmh dahingefahren, als ich sah, dass aus einer kleinen Seitenstrasse ein Auto kommt und es blieb stehen. Aufeinmal jedoch kurz vor mir, fuhr es raus und ich krachte (13m Bremsspur) genau mit meinem Motorrad hinter die Fahrertür und es schmieß mich dann irgendwie übers Auto drüber. Einer der Erstversorger war gott sei dank zufälligerweise ein Arzt. Dann "brach" im KH meine Lunge zusammen und deshalb war ich im Tiefschlaf und auf der Lungenmaschine angehängt. Als ich aufwachte, dachte ich mir: Gut, bin bald wieder auf den Beinen, ein Trümmerbruch am rechten Handgelenk und das mit der Lunge kriege ich auch hin, aber dass ich eine Plexuszerrung/-lähmung habe und welche Einschränkungen das sind, wußte ich nicht und konnte ich mir auch bis dato nicht vorstellen.

Mein Schmerzpegel ist jetzt immer Konstant auf 3 und vor allem mein rechter Arm zieht am Abend sehr verstärkt, aber ziehen sagt mein Neurologe ist ein gutes Zeichen, da da die Nerven wachsen!

Danke für alles an Euch allen

Wolfgang (Österreich)

Abndr2eaHx1


Re.: Schneck98

Das klingt ja gut!!!!!!!!!!

Gute Besserung!!!!!!

Vbivix83


Nervenziehen=Wachsen?!

Wow, das macht mir gleich auch ein bisschen Hoffnung!!!

Unsereins bekommt wohl Verletztenrente von der LUK, werde bald einen Gutachtertermin bekommen.

Mit Verletztengeld ist das so eine Sache, ob die ursächliche Bordsteinkante wohl zahlungsfähig ist... ;-)..??

Dir weiterhin schnelle Besserung und Genesung!

Eucczo3000


Hallo liebe Leidgenossen, hello schnecki!

Auch wenn die Beiträge mittlerweile alt sind, helfen sie Rat-Suchende im worldwideweb.

Ich berichte heute 2009-01-28, über meine Erfahrungen. Im November 2008, hatte ich vermutlich einen Unfall. Leider kann ich mich an die Geschehnisse nicht erinnern, und so bleibt mir nur das wenige zu berichten, dass sich zugetragen hat.

Ich lag ca. 1 ½ Tage zuhause auf dem harten Holzboden, lange zeit war ich bewusstlos, da ich erst

1 ½ Tage später bewusste Handlungen, wie, Aufstehen, Duschen, WC Gang etc. vornahm.

Wie auch immer, jedenfalls bemerkte ich sofort die Lähmung meines linken Arms. Ich konnte nichts mehr, außer mit Hilfe eines Schultermuskels meinen Arm lenken.

Im Spital wurde ich untersucht, und es stellte sich nach der Blutuntersuchung heraus, dass ich möglicherweise Angina Pectoris, bzw, einen Herzstillstand gehabt haben könnte.

Durch das lange regungsloste liegen am Boden, oder durch einen Sturz (Dehnung, Zerrung) kam es zu einer Plexus Läsion. Zusätzlich zog ich mir einen massiven Decubitus, einer offenen Hautstelle in der gesamten Steißbeinregion zu. Und des Weiteren eine großflächige Kopfwunde die so wie am Gesäß blutend und wässernd war. Ich erwähne dass, damit keiner, der dies liest, auf die Idee kommt auf dem Fußboden länger als eine Nacht verbringen mag, denn dann erwarten ihn schlimme Folgeschäden.

Anfangs hatte ich keine Schmerzen , was die Plexus Läsion betrifft. Allerdings nach circa 1. Wochen begann sich ein stechender, kribbeliger, einfahrender und pochender Schmerz zu bilden, denn ich noch ertragen konnte. Als die Diagnose endlich fest stand, lautete diese: Obere Plexus Parese links.

In der 2. Woche begannen sich die Schmerzen zu ändern. Sie wurden brennend, einschießend und prickelnd. Dieser Schmerz war 24 Stunden lang andauernd und so heftig, dass ich es nicht mehr ertragen konnte. Ich saß nachts im Bett, ging umher, und hielt meinen Arm fest, bewegte ihn in alle möglichen Positionen, in der Hoffnung dass Schmerzgefühl reduzieren zu können. Das Gefühl des Arms war, und ist, nach wie vor, ein äußerst unangenehm brennend, prickelndes Gefühl bei jeder Berührung. Der Pullover verursachte heftige Schmerzen, und ein Streicheln ist eine Qual. Mein Taubheitsgefühl im Arm und vor allem im Daumen und Zeigefinger sind leider sehr stark. Jede Berührung nahm ich schwer wahr, dafür die Schmerzen umso mehr. Ein kantiger oder rauer Gegenstand vermittel mir den Eindruck, ich berühre ein scharfe Messerklinge, die sich in Fleisch schneidet. Liegen darf ich am Rücken, wegen der hinteren Wunde nicht, in rechter seitlicher Lage verursacht die Position mehr schmerzen, und links, auf dem Arm liegen ist ein absolutes NO.

Mir bleit nurmehr die Bauchlage mit nach rechtes gedrehtem Kopf. Diese Schlafposition praktiziere ich bis dato.

Nachdem ich bereits 1 ½ Wochen Dauerschmerzen erfahren durfte, bat ich meine behandelnde Ärzte mir gegen die Schmerzen etwas zu verabreichen.

Neurontin 300mg, vorersterst 900mg. Leider stellte sich sehr rasch heraus, dass ich die Dosis auf 2700mg erhöhen musste. Schließlich überschritt ich die Obergrenze von über ****mg. Zudem waren Voltaren oder Parkemed völlig nutzlossind.

Zur Hilfe kam Tramal retard, Zwischendurch kam Adamon retard … etc. Schließlich nehme ich nun Morphium in Form einen Medikamentes retard, dass ich aus Gründen des Missbrauchs, nicht anführe sowie dessen Dosis. Als Unterstützung L* 200 mg, in Höhe von 600mg täglich, und ein Abführmittel in Höhe von **mg.

Vielen, vielen Dank an diese Medikation, die mir ein fast schmerzfreies Leben ermöglicht. Leider ist das Taubheitsgefühl, sowie der Berührungsschmerz vor allem am Daumen und Zeigefinger present.

Leider habe ich aufgrund der neuen Medikation extreme Verdauungsprobleme, sowie starken Schwindel, und Übelkeit, die 24 Stunden anhalten. Der Stuhlgang lässt sich leider nicht mehr ohne Hilfsmittel bestreiten. Nähere Erläuterungen spare ich mir.Zusätzlich nehme ich Neurobion forte und einen Magenschutz einmal Täglich.

Meinen Arm geht et heute etwas besser, ich kann einige kleinere Bewegungen durchführen. Laut meines aktuellen NLG's + EMG's gibt es noch keine nennenswerten Erfolge zum Vergleich des letzten NLG's. Klarer Weise muss erwähnt werden, dass der Vorfall nun 2 Monate her ist, und die Regeneration jetzt erst beginnt.

Meine Therapie, und die diversen Behandlungen machen mir Hoffnung und Freude, da sich merkliche Reaktionen und Wirkungen zeigen, die zwar klein, aber nachweislich sind.

Ich habe schon viele Schmerzen ohne Medikamente ertragen, und geduldet, doch Neurologische Schmerzen sind bis jetzt , die schlimmsten, da sie bei unzureichender Schmerztherapie rund um die Uhr andauern, und nicht durch herkömmliche Medikamente einzudämmen sind!

Wie geht es euch heute?

LG

Ecco300

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