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Taubheitsgefühl!

g&raziax23 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe seit einiger Zeit Taubheitsgefühle (keine völlige Taubheit, eher abgeschwächtes Empfinden) in der rechten Hand (v. a. der kleine Finger ist betroffen). Begonnen hat dies an einem Abend, an dem ich plötzlich an einer best. Stelle meines Sehfeldes nur Blitze usw. sah. Am morgen des nächsten Tages hatte ich Kopfschmerzen, die insgesamt zwei Wochen anhielten, darauf folgten Beschwerden mit den Augen: Bewegte ich die Augen nach rechts, tat mir das linke Auge am äußeren Ende weh. Während der Kopfschmerz-Zeit war ich beim Neurologen, der ein EEG gemacht hat und darauf meinte, die Schmerzen kämen von einer Pilzinfektion, die ich durch die Verwendung eines Asthmasprays bekommen hatte (ich neige sowieso zu Migräne (Ich war vor ca. 9 Jahren wegen Sehstörungen beim Neurologen, es wurden ein EEG sowie ein CT gemacht und dann die Diagnose Migräne gestellt). Vor Kurzem war ich beim Augenarzt, der mir eine Brille verschrieb, (-0,25 auf jeder Seite, Silberblick, trockene Augen). Es ist jedoch keine Verbesserung eingetreten. Vor einiger Zeit wachte ich morgens auf und konnte den Kopf auf Grund von Schmerzen im linken hinteren Halsbereich nicht nach links oder oben bewegen. Dies hielt über eine Woche an und verbesserte sich nur sehr langsam. Vor etwa einem Monat traten zum ersten Mal Taubheitsgefühle in Unterschenkeln und Unterarmen auf, kurz bevor ich abends eingeschlafen bin, aber nie tagsüber und auch nicht an jedem Abend. Manchmal fühlen sich Stellen in meinem Gesicht heiß an, die durch Darüberstreichen verschwinden. Manchmal habe ich Kopfschmerzen, die wie ein Blitz einschlagen, aber sehr schnell wieder verschwinden (nach ein paar Sekunden bis wenigen Minuten, dies hatte ich jedoch vorher auch manchmal). Mittlerweile habe ich die Taubheitsgefühle in Armen und Beinen jeden Abend. Ich hoffe, ihr könnt mir helfen. Ich gehöre leider zu den Menschen, die sofort schreckliche Angst bekommen. Manchmal kann ich deshalb kaum die alltäglichen Dinge erledigen. Liebe Grüße,

Nadine

Antworten
pEete7rx60


Du solltest auf jeden Fall abklären lassen, ob irgendetwas an der Halswirbelsäule feststellbar ist.

Ansonsten solltest Du m. E. das Thema Migräne ernster nehmen, denn schließlich kann Deine Migräne eng mit diesen Symptomen zusammenhängen.

1. Nimmst Du die Pille? Welche? Wenn ja: Bei solchen schwerwiegenden Symptomen unbedingt absetzen.

2. Wie ernährst Du Dich? Die meisten Menschen ernähren sich heutzutage lausig mit viel zu viel Zucker und Getreide, so dass der Blutzuckerspiegel und in der Folge das ganze Hormonsystem aus dem Tritt kommt.

Schau vielleicht mal bei [[http://www.migraeneinformation.de]] rein.

Viele Grüße

Peter

g(raazi|a23


Wegen der Halswirbelsäule war ich beim Orthopäden, der aber nach Abtasten nichts feststellen konnte und nur meinte, ich solle Übungen für den Hals machen...

Die Pille (Mikropille mit 0,03 mg Östradiol) nehme ich schon seit 3 Jahren, bisher war immer alles in Ordnung

Wegen der Ernährung hatte ich auch schon Probleme, ich habe einen zu hohen Cholesterinspiegel (geerbt, weiß ich aber erst seit ca. 3 Monaten), darf jetzt natürlich kein Fett und so essen... Versuche seitdem, gesünder zu essen. Früher habe ich sehr wenig gegessen und das war dann meist sehr ungesund.

Heute war ich noch mal beim Neurologen. Er meint, es käme vom vegetativen Nervensystem (hatte Stress in letzter Zeit). Übermorgen muss ich zum CT. Er meint, es sei nur zur Sicherheit.

Hoffe, er hat recht.

(hab übrigens Aura ohne Migräne, also eigentlich keine Kopfschmerzen)

Vielen Dank für deine Tipps!!!

Liebe Grüße!

pseterx60


Hallo Grazia, heute sind eigentlich die Mediziner eher der Meinung, dass ein hoher Cholesterin-Spiegel von den Kohlenhydraten herrührt und nicht vom Fett. Diverse Vergleichsuntersuchungen zwischen verschiedenen Diäten scheinen das zu bestätigen. Z. B. hatten bei Abnehmdiäten Teilnehmer, die sich nach der sehr fettreichen Atkins-Diät ernährten, hinterher die besseren Cholesterin-Werte als Teilnehmer, die sich sehr fett- und kalorienarm ernährten.

Bei Migräne halte ich fettarme Diäten für äußerst bedenklich. Vielleicht liest Du Dir dazu die Seiten unter [[http://www.migraeneinformation.de]] durch.

Eine Aura ist für das Gehirn möglicherweise belastender als eine Migräne mit Schmerz. Bestimmte Untersuchungen zu Langzeitschäden (Läsionen) deuten das an.

Die Aussage zum vegetativen Nervensystem des Arztes halte ich für richtig: Ich halte Migräne für eine Störung im vegetativen/hormonellen System.

Und nochmals: Stress + fettarm ist eine sehr sehr ungünstige Kombination. Im Fett ist ja u. a. auch das für die Nerven so wichtige Lecithin drin.

Viele Grüße

Peter

gDrazi a23


Hi Peter, danke für den Tipp. Hab mal auf der Seite geschaut. Aber ich bin mir nicht so sicher, ob ich eine kohlenhydratarme Ernährung durchhalten könnte.

Was für Langzeitschäden kann man denn von einer Aura bekommen?

Übrigens habe ich vom Neurologen Tabletten bekommen, die Muskelverspannungen lösen sollen (Name: Tetramdura).

Wegen der Augen war ich heute beim Augenarzt (weil die Schmerzen im linken Auge immer noch nicht weg sind) und es wurden noch mehr Untersuchungen durchgeführt. Schießlich meinte er, die Augen seien ok, aber ich sollte das neurologisch abklären lassen, wegen der Muskeln... (?) Es tut auf jeden Fall morgens nicht so weh wie nachmittags und abends..

Liebe Grüße

pRet2exr60


Hallo Grazia,

Dauerschmerzen solltest Du auf jeden Fall abklären lassen.

Zu Deiner Frage zu den Langzeitschäden:

Gibt z. B. mal in [[http://www.migraeneinformation.de]] im Suchfeld das Wort "Läsionen" ein. Dann findest Du die entsprechenden Artikel und Links.

Viele Grüße

Peter

L\up o0x49


Hallo Grazia,

wenn Du zu den Menschen gehörst, die, wie Du selbst schreibst "sofort schreckliche Angst bekommen", erspare Dir bitte die Suche nach "Läsionen" auf dieser Website.

Bitte lasse Deine Beschwerden bei Fachärzten abklären. Mit einem CT lassen sich schon sehr viele in Frage kommende Krankheiten ausschliessen.

Danach solltest Du mit einem Arzt deines Vertrauens die verschiedenen Therapiemöglichkeiten besprechen.

Viele Grüsse & Alles Gute

Lupo

pKeterx60


wenn Du zu den Menschen gehörst, die, wie Du selbst schreibst "sofort schreckliche Angst bekommen", erspare Dir bitte die Suche nach "Läsionen" auf dieser Website.

Das wäre dann die Vogel-Strauß-Strategie.

Bei Migräne werden heutzutage meistens Triptane verschrieben. Die wirken bei vielen so gut, dass diese auf eine Migräne-Prophylaxe verzichten, denn es geht einem ja nach kurzer Zeit wieder besser. Bei vielen führt das so weit, dass diese 10 und mehr Triptane im Monat benötigen, aber ganz auf eine Prophylaxe verzichten.

Mehr und mehr Ärzte warnen davor, weil Migräne langfristig ganz offenkundig Gehirnschäden nach sich zieht. Erst gestern kam wieder eine Presseerklärung von einem Migränekongress mit diesen Aussagen von Migräneexperten.

Wichtig ist also nicht nur Schmerzbehandlung sondern regelrecht die Verhinderung von Migräne. Dies wird man aber nur mit dem erforderlichen Respekt vor dieser schlimmen Krankheit machen.

Leider wolltest Du die Krankheit bagatellisieren. Das kann für Grazia auf Dauer schlimme Folgen haben.

Viele Grüße

Peter

L.upo304x9


@ Grazia

Hallo Grazia,

bitte lass Dir keine zusätzliche Angst machen. Es steht ja noch nicht einmal fest, ob Du überhaupt an Migräne leidest. Wie gesagt, lass die Beschwerden Schritt für Schritt bei Fachärzten abklären. Gerade wenn man Angst vor schlimmen Krankheiten hat, ist es wichtig, vom Arzt ernstgenommen zu werden und deswegen ist es auch richtig & wichtig, das CT zu machen. Je nach Befund sollten dann Therapieschritte eingeleitet werden. Es macht jedoch keinen Sinn (nur Angst), zu diesem Zeitpunkt über Langzeitfolgen einer Krankheit zu spekulieren, die Du vielleicht gar nicht hast.

Alles Gute & keine Angst !

Lupo

pCeterx60


Es macht jedoch keinen Sinn (nur Angst), zu diesem Zeitpunkt über Langzeitfolgen einer Krankheit zu spekulieren, die Du vielleicht gar nicht hast.

Ähm, habe ich da jetzt was überlesen?

Sie schrieb doch, dass sie auch zu Migräne tendiert, dass die Diagnose Migräne vor 9 Jahren gestellt wurde. Insoweit sollte sie sich natürlich mit einer Krankheit beschäftigen, die ohnehin schon bei ihr diagnostiziert wurde.

Ich hatte eher den Eindruck, dass sie nicht unbedingt Angst vor Migräne hat, sondern vor viel Schlimmerem. Ihre Frage war doch irgendwie so: "Ist das immer noch Migräne oder kann das was viel Schlimmeres sein?"

Mein Punkt war einfach, dass wenn sie jetzt erneut vom Arzt die Diagnose "Migräne" bekommt, dass das kein Grund ist, dies herunterzuspielen und zu bagatellisieren. Patienten sollten m. E. die Krankheit viel ernster nehmen als sie das heute oft tun und insbesondere dann, wenn sie dabei unter starken Aura-Symptomen leiden. Ich kenne einige Menschen mit 30-jähriger Migräne-Karriere, denen man schon von Weitem ansieht, dass sie körperlich und seelisch Wracks sind.

Und ganz davon abgesehen: Hin- und wieder kann es sich einmal lohnen, sich das anzuhören, was jemand sagt, der selbst 20 Jahre unter dieser Krankheit gelitten hat und jetzt seit bald 20 Jahren geheilt ist.

Viele Grüße

Peter

LTupoL049


@Grazia

Grazia, nur um Missverständnisse auszuschliessen, ich glaube, ich habe mehrmals zum Ausdruck gebracht, dass alle Beschwerden beim Facharzt abgeklärt werden müssen, was ja auch getan wird.

Ich habe mit z.B. Migräne keine Erfahrung und würde mir nicht erlauben, hierzu direkt Ratschläge zu erteilen.

Allerdings kenne ich mich mit Angst aus und mit Dingen, die Angst - besonders Krankheitsangst - systematisch fördern und in diesem Punkt fühle ich mich in der Lage, zu helfen.

Weiterhin - keine Angst & Alles Gute !

Lupo

gsrazHia23


Hallo ihr beiden,

ich bin euch wirklich dankbar - euch beiden -, jeder hat mir auf seine Art geholfen. Ich war heute beim CT, es ist nichts zu sehen. Dann habe ich nochmal extra wegen der Augen gefragt und es ist auch da alles in Ordnung. Jetzt trage ich meine Brille schon zwei Tage ununterbrochen, weil ich mir dachte, dass es ja auch harmlos sein könnte (Entzündung oder so) und es ist tatsächlich besser geworden! Es tut nur noch gegen abend weh.

Ich mache mir leider immer so schreckliche Sorgen, das belastet meine Eltern vor allem. Sie versuchen, mir zu helfen und begleiten mich teilweise zum Arzt. Nach den letzten Monaten verdrehen sie jedoch schon die Augen, wenn ich nur sage, dass mir irgendwas weh tut. Ich werde von nun an versuchen, alles etwas gelassener zu sehen, auch wenn mir das wahrscheinlich erst mal sehr schwer fallen wird.

Morgen gehe ich zu meinem Neurologen zur Besprechung der Aufnahmen und lasse mich noch beraten, was man vernünftigerweise bei meinen Symptomen machen soll.

Ich sage euch dann Bescheid, was er gesagt hat.

Liebe Grüße!!!

p#eterx60


Vielleicht noch ein Hinweis zur Eingangs erwähnten Pille:

Auf dem Beipackzettel der Valette steht z. B.:

Wann sollten Sie schnellstens Ihren Arzt aufsuchen, da ein sofortiges Beenden der Einnahme nötig sein kann?

- bei erstmaligem Auftreten migräneartiger oder gehäuftem Auftreten ungewohnt starker Kopfschmerzen, plötzlichen Empfindungs-, Wahrnehmungs- (Seh- und Hörstörungen) sowie Bewegungsstörungen, insbesondere Lähmungen (mögliche erste Anzeichen eines Schlaganfalls)

Damit will ich jetzt nicht andeuten, dass Du einen Schlaganfall hast oder bekommst, aber bei solchen Symptomen ist das Risiko erhöht. Und der Beipackzettel der Valette (Ethinylestradiol 0,030 mg) rät dann dazu: Absetzen.

Also ich kann dazu eigentlich nichts anderes sagen, als das was die Hersteller von diesen Medikamenten empfehlen.

Viele Grüße

Peter

g\ra ziax23


Hi, in meiner Packungsbeilage steht nur, dass innerhalb der ersten Einnahmemonate migräneartige Kopfschmerzen auftreten können. Sonst gibt es in der Hinsicht überhaupt keinen Eintrag. Entweder haben sie es vergessen, oder es besteht doch ein Unterschied zwischen den einzelnen Präparaten (obwohl das bei gleichen Inhaltsstoffen schon komisch wäre...)

Aber danke, dass du mir Bescheid gesagt hast! Vielleicht setze ich sie wirklich ab. Weißt du zufällig, ob man einen Schlaganfall bei einem CT erkennen kann?

Der Arzt meint übrigens, dass ich das Medikament weiter nehmen und die Dosis nach ca. 1 Monat verringern soll. Sonst nichts...hmm

Seit ich das Zeug nehme, merke ich von Taubheit wirklich nicht mehr viel, ich schlafe ein, bevor ich überhaupt darüber nachdenken kann. Die Apothekerin hat gesagt, dass die meisten Leute meinten, sie wären davon total müde geworden. Vielleicht deshalb?

Ciaoi und liebe Grüße

s3chug{geprI2l000


doktor peter60

Also was ich in den letzten Tagen so gelesen habe von peter60 widerspricht sich total . Er wirft anderen vor sich einbahnmässig als Hobbypsycholgen zu betätigen und weist deren Ratschläge in die Vergiss es Ecke. Also manchmal ist es besser weniger zu schreiben als zuviel. Was würde er machen wenn es kein Google geben würde aus dem man zu jedem Zipperlein die Webseite mit Erklärungs- und Behandlungsmethoden herholen kann und dann als

alleiniger Spezialist fast aller Krankheiten auftritt. Also sehr vieles führt eher zur Verunsicherung der Geplagten, das ist meine persönliche Meinung dazu. Anderseits wer sich auf dem Gebiet der Neurologie, Psychatrie, Augenheilkunde ,Ehrnährungswissenschaft, Gynäkologie und und und ..... so gut auskennt wie peter60 , wie er alleine in dieser einen Diskussion beweissen will, dem muss man einfach glauben.

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