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Angst im Sonnengeflecht

H^orsfexman hat die Diskussion gestartet


So, hier bin ich nun gelandet, nach einer kürzlich beendeten Beziehung denke ich darüber nach woher das kommt und mir ist eingefallen, dass es was mit meiner ständigen Angst im Bauch zu tun hat.

Doch bevor ich auf meine eigentliche Frage komme ein kurzer Beschrieb der Situation bzw. meiner Partnerschaften:

Drei Beziehungen in 20 Jahren: 1 x 10 Jahre nicht verheiratet , Trennung durch sie, noch 1 x dasselbe und jetzt 5 Monate, Trennung durch mich, am 18.10.2004.

Diese heftige Beziehung hat alles ausgelöst:

Sie hat mir an die Seele gefasst, hat mir aufgezeigt, Gefühle zu zeigen , (so viel wie in den letzten 5 Monaten habe ich in den letzten 40 Jahren nicht geheult), mich mit anderen Menschen zu beschäftigen und mir intensiven Sex beschert .

Die Trennung kam zustande, weil meine Partnerin es mir ermöglicht hat, zu beginnen zu mir selbst zu finden . Das ist ja das fatale daran.

Habe keine Kinder. Bin 46 Jahre alt männlich. Bin körperlich i.O., sehe passabel aus, gepflegt, guter Job, und dennoch.......

Geburt: Steißgeburt, Vater: Alkoholkrank, daran 1972 gestorben (ich hatte eine entsprechende Kindheit, jedoch ohne körperliche Gewalt), Mutter hat 3 Söhne (ich in der Mitte) und musste Geld und Sicherheit schaffen für ihre Jungs. Hat sie geschafft und allen Dreien ein Studium ermöglicht (Danke Mutti, ehrlich). Sie selbst wurde sie als Kind sexuell missbraucht vom Bruder und vom Vater. Sie war jüngstes Kind von 5 Kindern. Daran leidet sie noch heute und hat diverse Kuren und Therapien hinter sich. Seit dieser letzten Beziehung komme ich mir ihr besser denn je aus.

Dies war WIRKLICH kurz, alles andere wird richtig lang. Doch das können wir später ggf. noch nachholen.

Nun zu meinem eigentliche Anliegen: Bei mir manifestiert sich die Angst im Bauch. Dieses Gefühl habe ich eigentlich so langen ich denken kann. Auch Minderwertigkeitkomplexe spielen da eine Rolle. Im Bauch befindet sich der Solar Plexus (Sonnegeflecht) . In den wissenschaftlichen Angstbüchern in denen ich in der Buchhandling geblättert habe , taucht dieses Stichwort im Register noch nicht einmal auf. Dennoch spielt dieses Organ beim Autogenen Training und in der Chakra- Lehre eine zentrale Rolle in bezug auf Wohlbefinden etc. Und das verstehe ich nicht.

Denn ich weiß, wenn ich damit richtig umgehen kann, kann ich mit der Angst umgehen und sie vielleicht sogar besiegen (geht das? ) (Erklärung: Zwischenzeitlich war das Gefühl kurz weg, bei besonderen emotionalen Gelegenheiten, die sich aber leider nicht reproduzieren lassen).

Also konkrete Fragen: Welche zusammenhänge kennt ihr zwischen Sonnengeflecht und Angst?

Wie geht man damit um?

(Es kommen noch mehr Fragen, doch für den Anfang sollte das wohl reichen).

Wer weiß etwas?

Wer kennt jemanden, der etwas weiß?

Bin gespannt.......

PS: Nach Auswertung der zwei Tests und euren anderen wirklich guten Hinweisen auf der Homepage bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich unter mittel bis schwach ausgeprägter sozialer Phobie leide. Z.B. habe ich einen Job, bei dem fast den ganzen Tag alleine arbeite. Das stört mich jetzt.

Ach, so noch was, Kritik, ich bitte darum! Nur so bringt es was!

horseman

Antworten
s5miRl?lxa


Hallo Horseman,

schau mal in deine Mailbox :-).

Liebe Grüße

H\oljliwa


Hallo Horseman,

ich kenne diese "Angst im Bauch", das Zittern im Solar Plexus auch. Das tut manchmal sogar richtig weh, schnürt mich ein, nimmt mir die Luft zum Durchatmen.

Mein Therapeut sagt, dass seinen Emotionen, die nicht zum Ausdruck gebracht werden - nicht nach aussen kanalisiert und übersetzt, nichtmals in Worte...

Die sog. Innenschau soll wohl helfen. Daran arbeite ich noch. Ist alles offensichtlich sehr komplex. Machst Du Dir immer bewusst, was gerade in Dir vorgeht? Wie es Dir geht?

H$orse%maxn


Angst im Sonnengeflecht@Holliwa!

Hallo Holliwa! *:)

Das ist schon der Hammer, das genau jetzt von dir diese Antwort kommt. Diese Innenschau (Genau nennt sich das Introspektion auch "Nabelschau" genannt ) betreibe ich jetzt. %-|

Darauf bin ich der Tage gekommen durch das Buch "Stark sein in Beziehungskrisen” von Peter Lauster. (Kann ich dringend empfehlen!! Dort steht mehr über dich drin als über Beziehungen, in soweit ist der Titel für mich irreführend). ???

Ich habe begonnen genau DAS zu tun: In mich hinein zu schauen und zu "ertasten” was ich gerade fühle, bzw. was mir gerade auf der Seele brennt. Ich richte dabei meine Konzentration besonders auf das Sonnengeflecht. Es sind meist Emotionen. Ich schreibe sie alle auf in mein seit ca. 4 Tagen geführtes Tagebuch im PC - lese - und heule. :°( Und manchmal gibt es sogar eine Lösung. Und was soll ich dir sagen, es geht mir besser. Es ist wichtig im Stande zu sein sich selbst zu finden und sich selbst lieben zu lernen, damit man allein leben kann und damit man jemand anderen Lieben kann.

In der Tat, dein Therapeuth hat recht!!!! Ist der zufällig aus Berlin? Dann gib mir seine Adresse, ohne Quatsch jetzt. Wie du gelesen hast, habe ich damit bisher mein ganzes Leben verbracht und nun auch noch eine neue Partnerschaft zerstört an der mir wirklich was gelegen hat und eigentlich noch liegt. Du kannst mir glauben , dass ich alles ziehe um weiter zu kommen.

Es ist sogar so, dass die Konzentration auf das innere Selbst zur Entspannung führt. Ich habe beobachtet, das das mehr entspannt als sogar Autogenes Training.

Stelle, setzte oder lege dich hin (ausprobieren, was am besten funktioniert) und richte deine Konzentration auf dein Inneres, fühle, was der Körper dir sagt, überlege, was dich gerade stört. Überlege, was du jetzt willst, dein Sonnengeflecht gibt dir über das Gefühl die richtige Antwort.

Das klingt jetzt etwas abgehoben, aber bei mir hat es recht schnell zum Erfolg geführt. Ich weiß natürlich, das ist erst der Anfang, aber dennoch...... Und es ist kein Guru - Quatsch, obwohl ich vermute, das all dies im Grunde das selbe ist. Im Qi Gong z.B. geht es auch darum in sich selbst zu schauen. Genauso im Autogenen Training und, und, und. Doch man muss dafür offen sein, sonst geht es nicht.

Wenn du was neues hast, bitte melden!

Viele Grüße Horseman

HDoll0iwa


Hallo Horsemann, *:)

das "Phänomen", dass uns da ereilt hat, ist keinesfalls selten und nicht nur Herr Lauster und mein Therapeut ist darauf geschult. :-)

Gaaaanz sicher kann Dir jeder Psychotherapeut in Berlin auch professionalle Hilfe leisten.

Kennst Du den Ausdruck "Alexithymie"? Im Spiegel war Ende letzten Jahres auch ein langer Bericht dazu. Zu Deinem Büchertipp:

Ich persönlich habe die Literatur von Peter Lauster immer nur als Hilfe für einen sehr kurzen Zeitraum empfunden. Seine Bücher sind, meiner Meinung nach, auch sehr allgemein gehalten. Wirklich wertvolle, therapieergänzende war für mich "Sei wie du fühlst" von Isabelle Filliozat.

Mir helfen auch Atemübungen und Wärme auf dem Solar Plexus in ganz akuten Momenten...

HOorsxeman


Angst im Sonnengeflecht@Holliwa! 2

Hallo Holliwa!

Ja, so langsam wird es interessant. Bis vor kurzen glaubte ich allein mit dem Problem zu sein. Doch inzwischen...

>Kennst Du den Ausdruck "Alexithymie"? Im Spiegel war Ende letzten Jahres>

Kenne ich nicht. Ich muss sehen, wie ich an den Artikel komme...... Und herzlichen Dank für deinen Buchtipp. Kollege Lauster war etwas, was mir auf Anhieb in die Finger gekommen ist. Hat mir trotzdem geholfen. Und ich stehe immerhin erst am Anfang. Ich befasse mich damit im Grunde genommen erst seit der Trennung am 18.10.2004 wirklich ernsthaft und so langsam nimmt die Sache richtig Fahrt auf. Heute habe ich mit meiner "vor - EX” (ich habe gar nicht gewusst, was für tolle Worte man kreieren kann) telefoniert. Wir haben festgestellt, das wir am gleichen Problem leiden, auch sie hat das mit dem Solar Plexus. 10 Jahre nicht geredet..... Eigentlich müsste ich tot traurig sein deswegen, doch ich bin glücklich, dass es Wege gibt. Und nur das zählt. Die Vergangenheit kann ich nicht ändern, aber ich kann sie benutzen. Sie hat erzählt, dass sie auch mit Ihrem neuen Freund so Probleme mit den Emotionen hat.

Wärme: ich habe es mit einer Wärmflasche probiert, war nicht so toll, möglicherweise das Gewicht....

Aber ich habe eine Rotlichtlampe wieder in Betrieb genommen, woher wusstest du das?

Die Therapie ist eingeleitet, kann noch dauern, mit dem Platz, aber trotzdem (Wolfsheim: Es gibt kein Weg zurück......)

So ist es. Gefühle zulassen. Emotionen leben. Ich danke euch allen dafür.

tHrilo-2bit


Hallo,

also mir geht es ähnlich. Bei mir ist es ein Druckschmerz im Sonnengeflecht, der mich nervös und unruhig macht und sogar Zuckreize auslöst. Momentan ist es so, dass ich eine latente Übelkeit verspüre und diese auch in der Region des Sonnengeflechts lokalisieren würde.

Ich habe bereits auch wegen verschiedener anderer psychosomatischer Beschwerden eine 3 jährige tiefenpsychologische Behandlung hinter mir. Es ging immer darum, den besseren Zugang zu den eigenen Gefühlen zu gewinnen. Ausserdem liegt angeblich ein gestörtes Köperlichkeitsempfinden vor. Durch Sport konnte ich dass ganz gut in den Griff bekommen. Ich dachte auch, dass in meiner Beziehung dem Grunde nach alles in Ordnung ist. Doch immer wenn ich meine wieder einen besseren, intensiveren Zugang zu meiner Frau gefunden zu haben, gehen die psychosomatischen Beschwerden wieder los. Eine Zeitlang war ich der Meinung es liege vielleicht an der Partnerschaft, mein Therapeut meint jedoch, dass es bei mir eher ein grds. Problem mit Nähe, etc. ist...

Mir machen die körperlichen Beschwerden mittlerweile nicht mehr so viel aus, so dass ich auch von keiner Panik mehr befallen werde.

Jedoch bin ich nach wie vor unzufrieden und häufig unglücklich. Ich weiss jedoch nicht, wie ich das beheben kann.

Wüsste irgendjemand eine Hilfestellung für mich?

Vielen Dank vorab.

HNoTlUliwxa


Hallo trilo-brit,

erstmal willkommen "im Club"! Ich erkenne mich sehr genau in Deinen Worten wieder, habe auch eine psychoanalytische Behandlung gemacht (läuft nach vier Jahren in 30 Sitzungen aus). Der Aspekt mit dem Körperempfinden und dem Zusammenhang mit dem Sport erschließt sich für mich sehr langsam, habe erst vor 3 Monaten mit Sport angefangen, hat mich sehr viel Überwindung gekostet! Aber ja, es geht mir tatsächlich dadurch besser (endlich kein Ärzte-Shopping mehr!) Das wollte ich die ersten drei Jahre partout nicht glauben!

Habe auch ein "Nähe-Distanz"-Problem, daran habe ich aber noch nicht intensiv gearbeitet. Irgendwie machte mir das immer Sorgen, weil ich bei meinem Partner bleiben möchte (mittlerweile mein Mann) und wirklich Angst vor anderen Erkenntnissen hätte, die gegen die Beziehung sprächen! Aber ich denke auch, dass das Nähe-Problem viel allgemeiner ist und es mir mit einem anderen Partner auch nicht anders/besser gehen würde...

Trilo-bit, wie lange hast Du schon mit dieser Problematik zu tun?

t*rilo-|bixt


Hallo Holliwa

vielen Dank für deine nette Rückantwort.

Du bringst meine aktuelle Angst auf den Punkt: Angst vor Erkenntnissen, die gegen die Beziehung sprechen. Ich habe Angst davor, zu erkennen, dass meine Problem (Nähe-Distanz) innerhalb einer anderen Beziehung nicht mehr wäre.

Dagegen spricht die Erkenntnis innerhalb der therapie, dass ein grds. Nähe-Distanz Problem vorliegt!

Bei mir ist es so, das mit jedem Schritt der die Beziehung verbindlicher macht und mehr festigt (Heirat, Haus, Kinder) meine Symptome sich scheinbar verschlimmern.

Ein zeitlang waren sie weitestgehend verschwunden, ich war jedoch genau in dieser Zeit ziemlich abweisend gegenüber meiner Frau. Dafür mag ich mich selbst nicht, jedoch konnte ich irgendwie nicht anders, als schroff sein!

Ganz besonders äußert sich mein Nähe-Distanz Problem innerhalb der Sexualität. Ich kann mich da nicht so richtig öffnen...

Meine Frau und ich sind mittlerweile fast 10 Jahre zusammen. Ich leide eigentlich immer schon unter div. körperlichen Beschwerden (sebhorroisches Ekzem der Kopfhaut, allergisches Asthma, innere Unruhe, Magen-Darm-Beschwerden, Ulcus duodeni, Schwindel, flache Atmung, etc.). Nach ca. 3 Jahren Beziehung ist es immer schlimmer geworden, bis ich dann vor 3 Jahren mit einer psychotherapeutischen Behandlung begonnen habe. Zunächst bilde ich mir ein, hat es mir schon viel gebracht, dann hat der Erfolg etwas stagniert. Mir wurde von meinem Therapeuten immer gesagt, ich sollte versuchen mehr in mich hinein zu hören, bei mir läuft zuviel über meinen Intellekt...das ist jedoch schwer. Ich meine nicht, dass ich bis heute hier sehr viel bewegen konnte.

Mir sind Gefühle oftmals sehr unangenehm. Lange Zeit merke ich gar nichts und dann brechen Emotionen (vor allem negative) einfach so durch. Dann kommt es vor, dass ich vor dem Fernseher sitze und mich überhaupt nicht in die Szenerie einfinden kann, ich sehe förmlich durch die Röhre hindurch.

Geht es dir da ähnlich?

Viele Grüße

trilo-bit

H$ors[eman


Angst im Sonnengeflecht

Schaut mal rein im Bereich Psychlogie unter dem selben Thema

(ja, ich weiss es ist doof zwei mal dasselbe in unterschiedlichen

Rubricken, ich wußte doch damals nicht, dass es Selbstläufer werden.)

Sorry für das.

Viele Grüße

Horseman.

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