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Schwankschwindel: Es gibt immer Hoffnung

IUdaho hat die Diskussion gestartet


Meine lieben Schwankschwindler, Angst- und Panikattacker!

Laßt mich euch eine Sache sagen:

MAN KOMMT MIT VIEEEEEL GEDULD WIEDER RAUS!!

... und zwar komplett. Das beste Beispiel war meine Story des Jahres 2004 und die möchte ich liebend gerne mit euch teilen. Also, zurücklehnen, relaxen und lesen....

Eigentlich habe ich in diesem Forum schon mal gepostet, trotzdem möchte ich es nocheinmal in einem eigenen Thema diskutieren, um die ganze Geschichte darzustellen. Begonnen hat alles Anfang des Jahres als mir nach einem sehr anstrengenden Tag und einigen sehr kurzen Nächten auf einmal sehr sehr schwindlich wurde, Schwankschwindel total. Ich habe nicht stehen können, bin auf die Knie gefallen und dachte, ich verliere sofort daß Bewußtsein. Zu dieser Zeit dachte ich, es hat etwas mit dem Kreislauf zu tun. Daß es der Beginn einer mittleren Depression/Burnout ist, habe ich erst sehr viel später herausgefunden.

In der Woche danach ging es mir wieder bestens. Ich hatte etwas Schwindel, ignorierte diesen aber und dachte mir, daß sowas mit meinen 28 Jahren schnell wieder vorbei ist. Vier Tage später stellte sich aber das Gegenteil heraus. Als ich eines morgens in meinem Büro ankam, traf mich meine erste richtige Panikattacke, mit allem drum und dran: Hitzewallung, Tunnelblick, extremer Schwankschwindel, Herzrasen und ein mega-Adrenalistoß. Damals wußte ich das alles aber nicht als solches zu qualifizieren. Voller Sorge rannte ich zur Betriebsärztin und ließ mich durchchecken. Diese fand nichts, entließ mich nachhause und sagte, ich soll zum Orthopäden und zum HNO. Dies tat ich auch. Der Orthopäde führte mich auf die falsche Fährte, denn er meinte, es habe mit meinem Nacken zu tun. Im Nachhinein gesehen war diese Woche dann der entscheidende Zeitpunkt, ab dem die vielen kleinen Sachen, die ich dan anfing zu tun zur mittleren Katastrophe führten.

Ich fing dann nämlich an, mir Gedanken zu machen. Zuerst ganz normale Gedanken. Ich stöberte ein wenig im Internet (erster groooooßer Fehler), um mich nach diversen Schwindelarten umzusehen. Weiters versuchte ich zu analysieren, wann der Schwindel immer kam. Dies war aber unmöglich. Er kam und ging, wann er wollte. Desweiteren befand ich mich beruflich sowieso nicht gerade in Höchststimmung (dies war auch eigentlich der ganz ganz ursprüngliche Grund meines leichten Depressionsbeginns, ebenfalls erst Monate später draufgekommen) und ich fing mir an, leichte Sorgen zu machen. Ich arbeite - noch immer für die selbe - Beratungsfirma, bin ständig ständig unterwegs und mein durchschnittlicher Arbeitstag beträgt ca. 12 Stunden, oft auch Wochenenden. Ich bildete mir aber in meinen 4 Berufsjahren seit dem Studium jedoch immer ein, daß ich sowieso so ein harter Kerl bin, dem nichts passieren kann, und wenn man mal was erreichen will im Leben, muß man dafür sehr hart arbeiten.

Vier Wochen vegetierte ich also mit meinem Schwindel herum. Immer mehr zogen mich zur späten Stunde diverse Internetbeiträge an, immer ärger und dauerhafter wurde der Schwindel, besonders in der Arbeit. Aber ich ließ mir nichts anmerken. Eines Tages jedoch, nach einer wirklich anstrengenden Woche bekam ich in der UBahn eine wirklich massive Panikattacke. Alles drehte sich, ich kippte um. Eine Stunde später fand ich mich im Krankenhaus wieder. Die nächsten vier Tage wurde ich auf Herz und Nieren getestet, ich war auch auf der Neurologie. Nichts wurde gefunden. Die Ärtze sagten mir, meine Migräne hätte sich geändert. Ich solle nachhause gehen und das legt sich schon alles wieder. Sie sagten, ich solle Beruf wechseln und viel Sport treiben. Ja klar, Beruf wechseln. Nach all der Arbeit und bei der Arbeitsmarktlage. Die träumen wohl. Ich ließ mich davon nicht überzeugen und fing mir an, ab dem Moment einzubilden, es sei meine Verdauung (= nächster wirklich schlimmer Fehler). Daß ich mich bereits mitten in einer Depression befand, merkte ich noch lange nicht.

Also verbrachte ich meine freie Zeit im Internet. Bildete mich auf gesunde Ernährung aus und hielt kramphaft daran fest, denn ich glaubte, es könnte ja etwas mit der Leber oder dem Pankreas zu tun haben. Komischerweise wollte aber mein Körper immer und immer weniger essen. Morgens hatte ich sogar wiederholt massiven Brechreiz. Ich vegetierte also so ca. 2 Monate dahin. Der Frühling war ein Chaos. Ich versuchte mich unauffällig durch meine Arbeitstage durchzuschleppen, teils ein Risiko einnehmend. Dabei nahm ich fetzige 17 Kilo ab, denn ich aß ja sehr gesund und dazu auch sehr wenig. Zu diesem Zeitpunkt begann auch irgendwann meine Gedankenraserei. Ich konnte meine Gedanken einfach nicht mehr abstellen, sie sprangen von einem Chaos ins Nächste. Zusätzlich fing ich an, bei großer Belastung und bei den Dienstreisen stark innerlich zu zittern und zu beben. Oft auch sichbar an den Händen. Daß dies zuästzlich zur Depression auch schon ein Burnout war, wußte ich ebenfalls nicht.

Na und dann kam dieser eine, wirklich markante Tag im Juli. Ich ging am Wochenende laufen, obwohl ich sehr müde war. Nach 30 Minuten fing an mein Körper immer und immer stärker zu zittern. Einfach überall. Ich schleppte mich voller Angst nahhause und bekam dort natürlich prompt einen massiven Panikanfall. Diesen stand ich dann irgendwie durch und legte mich schlafen. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich 27 Jahre lang ein super super Schläfer. Ich konnten schlafen wann und wo ich wollte in bester Tiefe. Ab diesem Tag aber nicht. Ich fing an nämlich beim einschlafen voll zu zucken. Kein Restless Legs, sondern eben wie so Millionen von Mitmenschen auf der Welt. Für mich war das aber der Zusammenbruch. Als der Schlaf weg war und ich dann ein paar Tage zusätzlich zu allem nicht mehr schlafen konnte und sich die Gedankenraserei dann auch die Nacht eingenommen hatte, war ich am Verzweifeln. Inmitten dieses absoluten Tiefpunkts, an dem ich nicht mehr auf eigenen Beinen stehen konnte, hatte ich aber ein wenig Glück. Meine Großmutter rief mich zufällig an und ich heulte mich über 2 Stunden völlig aus. Glück im Unglück wußte sie genau, worum es ging, denn sie litt mit 30 auch an diesen Dingen.

Ich beruhige mich zwar sehr für ein paar Tage, doch diese Dinge verschwinden ja nicht von heute auf morgen. Man will einfach nicht so schnell daran glauben, daß sowieso alles in Ordnung ist, wenn es doch überall weh tut, die Brust eng ist, der Boden ständig wackelt und man keinenen Bissen mehr runterbekommt. Ich fing jedoch an eine Sache zu machen, die mich warhscheinlich vor Schlimmerem bewahrte: Ich rief jeden Tag (im Nachhinein jetzt für 5 volle Monate) meine Großmutter an und sprach mit ihr über alles. Über jeden kleinsten Mist. Über daß, daß ich Angst habe, allein im Bus zu sein, alleine Auto zu fahren, was auch immer....

Leider wurde es nicht schnell besser. Im Nachhinein gesehen hätte ich damals professionelle Hilfe (Therapeut) holen sollen, das habe ich aber irgendwie nicht. Es dauerte fast vier weitere Monate, hunderte Euro an Telefonrechungen, bis es mir halbwegs besser ging. Die Entwicklung ging so dermaßen schleppend voran, daß ich wirklich oft oft oft nicht daran glaubte. Das Zittern wurde nicht weniger, der Schwindel schon gar nicht und insbesondere wachte ich in der Nacht immer so angespannt auf. Meine Nächte schrumpften auf 3-4 Stunden zusammen. Es kostete mich die lezte KRaft und verdammt viel Kreativität mir auch im Beruf nichts anmerken zu lassen (obwohl ich schon offensichtlilch einie Rügen erhalten habe). Meine Oma wirkte hier sozusagen als ERsatztherapeut.

Wenn man sich dann so lange mit dem Schwindel beschäftigt kam leider auch noch dazu, daß ich mich vor immer mehr sozialen Situationen fürchtete, weil ich Angst hatte, eine Panikattache zu bekommen. Doch dann kam der nächste Clou: Yoga Entspannungsübungen. Ich weiß nicht wie, aber eine Kollegin lud mich mal auf einen Yoga-Schnuppertag ein. Dieser war die Erfüllung aller meiner Wünsche. Ich mußte so dermaßen lachen, als auf einmal diese monatelang vermißte Entspannung einsetzte. Ich war der glücklichste Mensch auf Erden. Eine Woche lang war wirklich alles alles vorbei. Doch leider muß man in so einer Phase auch mit Rückschlägen rechnen, und die hatte ich immer wieder. Oft wirklich zum Verzweifeln. Aber dieser Yogakurs und die friedlichen Nächte danach ließen mich mehr in die Materie einlesen und üben. Seit diesem Kurs mache ich meine Übungen ausnahmslos jeden Tag. Damit schaffte ich es auch wieder, besser zu schlafen und ich habe gelernt meine Panikanfälle vorauszusehen und sie im Vorhinein zu lindern (Atemübungen).

Auf einer Skala von 1-10 bin ich heute wieder auf einer soliden Neun. Ich arbeite noch immer im selben Beruf, allerdings mit einer viel lockereren Einstellung. Komischerweise stellt sich der Erfolg damit noch besser ein. Ich habe gelernt, mich aktiv zu entspannen und die guten Momente zu genießen. Am allerwichtigsten sind meine Übungen vor dem Schlafengehen. Sehr sehr schleppend und mit einigen Rückfällen merke ich aber, daß es einen Unterschied gibt zwischen vor sechs Monaten und heute. Alle Symptome haben sich langsam aber sicher verdrückt. Klar zittere ich manchmal, manchmal muß ich mich vor Schwindel hinsetzen und alleine Autofahren ist auch nicht so ganz das meine. Aber, im großen und ganzen ist alles OK und ich habe wirklich viele glückliche Momente.

Jetzt, wo es mir besser geht, bin ich eigentlich dankbar dafür, daß ich so etwas lernen durfte. Es wird mich mein Leben begleiten und mir zum richtigen Zeitpunkt die richtigen körperlichen Warnzeichen setzen. Und zwar in normaler Dosis. Meine Adrenalinstöße sind nämlich wieder viel viel sanfter, normal eigentlich und vor allem selten. Ich weiß, wenn man mitten drinnen ist, will man an nichts glauben und kann für diese Misere einfach nicht dankbar sein. Trotzdem, wenn es etwas gibt, den ich hier sagen will, dann ist das folgender:

NIEMALS AUFGEBEN, IRGENDWO SCHEINT DOCH NOCH DIE SONNE!

Euer Idaho

Antworten
Jcod+ie


:)^

Hallo Idaho,

schöner Beitrag! Finde es klasse, dass du dir die Mühe machst, den Schwindlern, Angsthasen und Panikattacklern Mut zu machen! Ich habe vor ca. 8 Jahren unter genau dengleichen Problemen gelitten, die du beschreibst...damals war ich 20 und hatte gerade mit meinem Studium angefangen...es wurde so schlimm, dass ich regelmäßig aus den Vorlesungen und Seminaren abgehauen bin...naja, dieses Jahr hatte ich nach 8 Jahren Beschwerdefreiheit einen Rückfall, der monatelang dauerte. Inzwischen geht es mir aber wieder viel besser, dank: Viel rausgehen und viel Bewegung, Johanniskraut und sich auf die schönen Momente des Lebens freuen und diese genießen! Zeit für Entspannung gönne ich mir auch inzwischen :-)

Ich wünsche dir alles Gute und freue mich, dass du es geschafft hast!!!

Liebe Grüße

EOs$therx67


Ich hab nen dicken fetten Kloß im Hals.

Stimmt, manchmal glaubt man wirklich nicht, daß der Schwindel einen je wieder verläßt. Aber jeden Morgen sag ich mir, daß ich dem Ende des Schwindels wieder einen Tag näher gerückt bin.

Bei mir ist es auch schon besser geworden. Doch von "weg" bin ich noch weit entfernt... Komme übrigens auch gerade aus dem Yoga Kurs ;-)

Ich hoffe, ich kann auch eines Tages auf den Schwindel als eine Episode aus meiner Vergangenheit zurück denken. Es soll mir eine Lehre sein.

LIup7o049


Danke Idaho, für Deine ermutigende Geschichte. Du hattest ziemliches Glück (...und eine Grossmutter mit Ahnung), da so schnell wieder rauszukommen.

Auf jeden Fall zeigt es, dass phobischer Schwindel (und all die Begleitsymptome) heilbar ist, egal wie lange es dauert.

Alles Gute & liebe Grüsse !

Lupo

pXet{er|6x0


Ich kann mir nicht helfen, aber da bei mir alles so ähnlich war bin ich geneigt, dass falsche Ernährung eine entscheidende Rolle bei dieser Erkrankung gespielt hat.

Man könnte es gemäß dem Buch von Udo Pollmer auch so ausdrücken: "Krank durch gesunde Ernährung".

Vermutlich bestand die gesunde Ernährung aus viel Vollkorn, Milchprodukten, Gemüse, Obst, wenig Fett, wenig Natrium. Das würde den morgendlichen Brechreiz erklären, denn viele Menschen vertragen das nicht (ist nicht artgerecht). Das würde auch die Gewichtsabnahme erklären. Das würde auch die Gedankenraserei, Panikattacken, Adrenalinausschüttungen erklären, die sich leicht bei wiederholten Hypoglykämien einstellen. Das menschliche Gehirn benötigt sehr viel Energie und wenn man ihm die wichtigste Energiequelle (Fett) vorenthält, kann es rebellieren und verrückt spielen.

Ich denke, ein Buch wie Wolfgang Lutz: "Leben ohne Brot" hätte Dich vermutlich schneller ans Ziel gebracht.

Viele Grüße

Peter

lAuMcylxein


@ alle alten und neuen Schwindler

Hallo,

ein Erfolgsbericht, super!!!!

Ich hoffe, dass noch viele, viele Schwindler irgendwann glücklich über ihre "Heilung" schreiben werden.

Mir ging's ähnlich wie Idaho (nachzulesen hier im Forum...). Die ganze Palette von Schwindel, Angst, Sorgen, Appetit- und Schlaflosigkeit.

Ich habe den Aufwärtstrend (leider) nur durch Paroxetin anstoßen können. Danach ging's leichter und besser und psychotherapeutische Angebote und Entspannungsmethoden halfen ebenfalls.

Mittlerweile fühle ich mich blendend und "das Leben danach" kann noch viel wunderbarer sein als "das Leben davor". Die Relationen verschieben sich, Wesentliches wird sichtbar. Das ist das größte Geschenk der schweren Zeit.

Alles Gute und herzliche Grüße

von

Lucylein

Iqdaxho


@Peter60: "Gesunde" Ernährung war sicher kein Fehler

Danke für die vielen netten Grüße! *:) Ich freue mich sehr! ;-D

Eigentlich wollte ich den Beitrag fließen lassen, ohne mich einzumischen, aber ich muß doch klar gehen die Theorie einer "artgerechten" Ernährung stimmen. Neben der Haut und der Luft in unseren Lungen ist die Ernährung der engste Kontakt zur Natur und deshalb ist diese wichtig.

Zwar hat es in der Forschung durchaus Rückschläge gegeben in dem man in den letzten Jahren leider zugeben mußte, daß uns nicht nur ein gesundes Leben sondern eigentlich die eigenen Gene vor einer schlimmen Erkrankung wahren, trotzdem gibt es eine klare Korrelation zwischen gesunder Ernährung und Krankheit bzw. allgemeinem Wohlbefinden.

Von einer "artgerechen" Ernährung kann man gut und gerne sprechen, wenn man 10 Stunden am Tag am Feld Schwerstarbeit leistet, so wie in den jahren 50.000 v Chr bis 1800 n Chr. Heute aber kann es meiner Meinung nach NIE gut gehen, wenn ich 12 Std am Tag vor dem PC in der Arbeit hocke und dann nochdazu meinem "inneren" Hunger nach Fleisch und Fett vollen Lauf gebe. Das funktioniert einfach nicht.

Ich bin klar gegen alles Übertriebene. Generell ist im Leben Extremismus nie das beste, viele Teilnehmer dieses Forums erleben das am eigenen Leib. Aber trotzdem glaube ich, daß man sich durch gut dosierte, gesunde Ernährung viel besser fühlt.

Und mein Brechreiz am Morgen war GANZ KLAR psychisch. Denn komischerweise hatte ich Samstag morgen, immer mein Relax-Tax, NIE Brechreiz.....

Euer Idaho

pbete^rx60


Von einer "artgerechen" Ernährung kann man gut und gerne sprechen, wenn man 10 Stunden am Tag am Feld Schwerstarbeit leistet, so wie in den jahren 50.000 v Chr bis 1800 n Chr. Heute aber kann es meiner Meinung nach NIE gut gehen, wenn ich 12 Std am Tag vor dem PC in der Arbeit hocke und dann nochdazu meinem "inneren" Hunger nach Fleisch und Fett vollen Lauf gebe. Das funktioniert einfach nicht.

1. Das kannst Du nicht beurteilen, da Dir das Wissen fehlt.

2. Ich ernähre mich seit über 20 Jahren so (viel Fleisch, viel Fett, wenige Kohlenhydrate) und glaube mir, ich arbeite viel mehr als Du und sitze auch länger am Schreibtisch. Genau durch diese Art der Ernährung ist das für mich überhaupt erst möglich geworden. Wenn ich stattdessen viel Getreide essen würde müsste ich wahrscheinlich dauernd durch das Office rennen um die schnellen Energien loszuwerden. Gerade für Berufe mit überwiegend sitzender Lebensweise sind Kohlenhydrate in Mengen reines Gift.

Viele Grüße

Peter

ETs8th/exr67


Ich fände es schön, wenn wir es hier bei einem Mutmach-Faden belassen. Denn davon gibt es allzu wenig. Und gerade für Schwindler welcher Art auch immer, sind ein paar aufmunternde Worte oft viel wichtiger als alles andere. Da eben der Schwindel etwas ist, das man nicht zeitlich begrenzen kann. Es geht leider nicht nach dem Schema "schluck das - dann ist es weg". Und bei oft langwierigen Schwindelverläufen sind eben aufmunternde Worte von Menschen, die einen verstehen, eben sehr schön.

Daher lieber Peter: Deine Ernähnrunstheorien tauchen in jedem Thread über Schwindel auf. Schreib doch auch da weiter. Und überlass das Feld hier denen, die auch was positives zu sagen haben. Wenn ich einen erhobenen Zeigefinger brauche, kann ich deine "Iss Fleisch These" ja in vielfacher Form nachlesen. Und wenn Du nichts netteres zu sagen hast - dann lass es hier doch einfach.

p:efter6x0


Ja war denn das nicht was Nettes?

Meine Aussage war doch:

- Totaler Schwindel wie bei Idaho bei "gesunder" Ernährung, denn damit hatte ich es ja anfangs auch versucht.

- 0 Schwindel bei "ungesunder" kohlenhydratarmer Fleischkost.

Ist das nicht noch viel positiver als wenn jemand schreibt, bei ihm wär's duch Joga besser geworden, zumal es auf meine Weise auch noch einfacher zu erreichen ist. Mal ganz davon abgesehen dass meine Darstellung ja auch noch theoretisch besser abgesichert ist, wie man unter

[[http://www.migraeneinformation.de]]

nachlesen kann.

Denn mein Problem bei vielen Darstellungen ist: Was war denn die Ursache, dass es zu dem Schwindel kam? Oben wird Stress, berufliche Überlastung angegeben. Nun, aus meiner Sicht war da nicht viel Stress, denn die angegebenen Arbeitszeiten sind gering gegenüber meinen Arbeitszeiten. Bei mir trat der Schwindel auch in einer Zeit auf, in der ich definitiv sehr wenig Stress im Vergleich zu heute hatte. Was also war die Ursache? Und ich denke, dass meine Auffassungen zu Hormon- und Blutzuckerschwankungen da viel mehr zu hergeben. Natürlich kann man da auch durch Entspannungstechniken, Yoga usw. einen gewissen Einfluss drauf nehmen. Aber das hört sich ein wenig wie Versuche an, bei einem Schiff auf schwankender See die Ladung gleichmäßig zu verteilen, damit es nicht untergeht. Meine Methode ist dagegen, die See insgesamt zu beruhigen. Wer will, kann dann auch noch zusätzlich die Ladung gleichmäßig verteilen, falls doch mal wieder ein Unwetter kommt.

Das Problem der meisten Menschen heute ist, dass sie sich ernährungsseitig ständig auf hoher See im Sturm befinden. Und dafür sind wir eben nicht konstruiert. Mal einen Sturm ist ok, aber ständiger Sturm und hohe Wellen eben nicht.

Viele Grüße

Peter

Eestdher96x7


@ Peter

Ich finde es vermessen, dass Du Dir ein Urteil über Idahos Arbeitszeiten bildest. Soviele Arten von Schwindel es gibt, soviele Lösungen gibt es auch. Idaho hat eben das Reden mit seiner Oma und Yoga geholfen. Ich freue mich für ihn.

Es kommt in Deiner Welt wohl nicht vor, daß jeder Mensch anders empfindet und Deine Geschichte eben nicht auf alle Menschen zutrifft und es eben nicht jedem hilft, wenn er sich abends das 500 Gramm T-Bone Steak reinzieht.

Sind dann alle Vegetarier vom ultimativen Schwindel bedroht ???

@ den Rest der Schwindler

Ich freue mich einfach für Idaho.

Und ich schätze unterschiedlichste Erfahrungsberichte.

Und was den Schwindel anbelangt: Da muss jeder seinen eigenen Weg finden - das ist das Schwere daran. Aber auch eine Chance eben genau seinen eigenen Weg zu finden.

Egal, ob er Yoga macht, zum Schnitzelesser mutiert oder Missionar in Afrika wird.

Ich wünsch uns einfach allen Glück, ein paar gute Freunde, die den Schwindel akzeptieren und den Mut, seine eigenen Entscheidungen zu treffen (der fehlt mir leider noch ein bisschen, grrr).

pJete9rx60


Sind dann alle Vegetarier vom ultimativen Schwindel bedroht.

Dies ist eine typische, völlig an der Sache vorbeigehende (und damit unsachliche) Aussage.

Selbst der heute 91-jährige und mit 45 schwer erkrankte Wolfgang Lutz, dessen bahnbrechende Erkenntnisse sicherlich Basis auch für meinen Erfolg waren, behauptet ja nicht, dass der Mensch nur mit Fleisch existieren kann. Seine Kernaussage ist eigentlich eher die Folgende:

"Was wir essen, ist sozusagen gleichgültig, wenn wir nur unsere Insulinproduktion niedrig und damit unseren Hormonhaushalt in Ordnung halten."

Wobei dieser Satz etwas aus dem Zusammenhang gerissen ist. Aber im Prinzip ist diese niedrige Insulinproduktion auch für Vegetarier möglich und für Veganer geradezu selbstverständlich. Veganer nehmen üblicherweise überhaupt keine Lebensmittel zu sich, die die Insulinproduktion massiv ankurbeln.

Wenn man nun weiß, dass Stress sich in starken Hormonschwankungen ausdrückt (Adrenalin, Cortisol usw.) dann bekommt der Satz "den Hormonhaushalt in Ordnung halten" eine besondere Bedeutung. Wenn man nun zusätzlich weiß, dass wenn man in der Medizin Testpersonen gezielt und standardisiert unter Stress setzen will (bzw. eine Adrenalinreaktion provozieren will) man diesen Personen in der Regel Insulin verabreicht, dann bekommt die Aussage von Lutz eine direkte Beziehung zu Stress.

Ich glaube nicht, dass man als Vegetarier zwangsläufig Schwindel bekommen muss, aber ich glaube, dass wenn man ihn einmal hat, man ihn unter kohlenhydrat- und Getreide-reichen Ernährungsformen nur schwer wieder loswird. Und was ist so schlimm daran, sich dann einmal vor Augen zu führen, wie der Mensch sich denn in den letzten 2 Millionen Jahren vorrangig ernährt hat. Dies ist jedenfalls der bessere Ansatz als zu glauben, man könne durch Vollkorndiäten weiter kommen, nur weil's sich so schön anhört.

Ich will auch nicht direkt den Stress von Idaho mit meinem vergleichen, ich kann aber sehr gut meinen Stress heute mit dem von vor 20 Jahren vergleichen. Und da kann ich nur feststellen, dass ich damals ständig gestresst war, obwohl es im Vergleich zu heute weniger objektive Anlässe gab. Für mich ist dies ein klares Zeichen, dass mein damaliger Hormonhaushalt nicht in Ordnung war, während er das jetzt vergleichsweise ist.

Viele Grüße

Peter

I0daho


Ehrlichgesagt, sollte dies langsam aufhören!

@Peter60: >:(

Dieser Thread war eigentlich als positiver Beitrag gedacht und ich erwartete mir, daß Leute sich freuen, wenn ich soetwas schreibe.

Ehrlichgesagt danke ich Dir peter für Deinen Input, vieles daran wird schon stimmen. Trotzdem gibt es Menschen mit anderer Meinung und anderen Auffassungen. Danke für etwas Zurückhaltung, das Thema ist genug ausgehöhlt. Zeit für andere Autoren und Meinungen.

Leupox049


Es ist eine Schande...

...wie ein ursprünglich so wertvoller und mutmachender Thread durch einen Fanatiker rücksichtslos und teilweise unverschämt anmassend missbraucht wird.

Es ist leider sinnlos und viel zu anstrengend, mit fanatischen Missionaren zu diskutieren.

Nochmals vielen Dank an Idaho und die anderen Ex-Schwindler (..auch die zukünftigen).

Lasst Euch nicht entmutigen.

Viele Grüsse.

Lupo

pFet<exr60


Jubel jubel jubel!

Idaho auch meinen nachträglichen Glückwunsch zu Deinem tollen Erfolg via Oma und Yoga!

Ansonsten auch weiterhin viel Erfolg bei der Suche, wie man seinen Hormonhaushalt stabilisiern und was man an der eigenen Lebensführung ändern kann. Manchmal geht es sogar ganz ohne Psychopharmaka.

Viele Grüße

Peter

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