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Angst vor Als

jeohanvnNa7x0


Lieber brandonperez23

Hallo,

du bist ja wirklich schlimm geplagt. Zu mir gibt es aktuell folgendes zu sagen: ich habe nächste Woche einen Termin bei einem Borreliose-Spezialisten in Zürich, danach kann ich in die Richtung mehr sagen. Du hast wirklich viele gleiche Symptome wie ich mit allerdings einem großen Unterschied: die Geschwindigkeit mit der sich dein Symptombild ausgeprägt hat ist ungleich schneller als bei mir (über 4 Jahre, immer wieder schubweise). Ich kann deine Ängste gut verstehen und bin ziemlich sicher, dass sie einen Teil deiner Symptome auslösen, bzw. verstärken, das kenne ich von mir. Vor allem die ganzen "Als-ob"-Gefühle, wie ich sie nenne, sind glaub ich viel durch Angst ausgelöst, dieses "als-ob-ich-gleich-umfall", "als-ob das-Knie-leicht-einknickt". Das Problem dabei ist, dass das beim Arzt immer sofort in die Psychoschiene läuft, miot diesem "als-ob"-Kram. Auf die Frage: Sind sie denn nun schonmal umgeknickt, umgefallen, teilweise gelähmt gewesen, ....?" muss man immer nur antworten:"Nein, das nicht, aber es fühlt sich halt oft so an, als würde ich jeden Moment ...". So absurd es klingt, aber manchmal wünscht man sich fast, man würde endlich mal einen anständigen Schwindelanfall kriegen und umfallen- am besten im Kaufhaus oder so, damit man auch noch Zeugen hat - damit man sich nicht ständig wie ein Simulant vorkommt.

Wenn du deine Symptome Richtung Borreliose abchecken willst: [[http://www.lymenet.de/lymchckd.htm]] Dort gibt es eine diagnostische Checkliste, die ich sehr hilfreich fand. Und noch was, um dich zu beruhigen, falls du auch in die Richtung Angst hat: Über ALS hab ich inzwischen mehrfach gelesen, dass es sich lediglich durch Muskelschwäche, Ungeschicklichkeit und Faszikulationen auszeichnet und eben durch die ABWESENHEIT von Gefühlsstörungen, Kribbelempfindungen, Störungen des Warm/Kaltempfindens, Taubheitsgefühlen. Insofern also Entwarnung!!

Mein Hausarzt hat mir nun noch folgendes angeboten: Um die Frage Psycho oder nicht mal ein wenig einzugrenzen, hat er mir ein leichtes Antidepressivum (Wirkstoff Amitryptilin) verschrieben, das vor allem für seine gute Wirkung gegen rheumatisch anmutende Beschwerden psychosomatischer Natur bekannt ist (meine Muskelsteifigkeit, knackende Gelenke, Schmerzen in den Händen). Ich soll es drei Wochen nehmen. Wenn es eine Verbesserung bringt, würde das heißen: eher Richtung Psychosomatik weiterarbeiten. Bringts nichts bedeutet es: im körperlichen Bereich weiterfahnden. Vielleicht wäre das für dich ein Möglichkeit. Zur Zeit steht ja vor allem deine wahnsinnige Angst oft im Vordergrund und du kannst gar nicht mehr unterscheiden, was von der Angst ausgelöst wird und was möglicherweise als wirkliche körperlicher Auslöser dieser Angst zuerst da war. Ich würde da allerdings nur zu einem Arzt meines absoluten Vertrauens gehen und mich nicht auf irgendwelche Sachen mit Abhängigkeitspotential einlassen oder auf was, das du mindestens zehn Monate nehmen und dann noch über ein halbes Jahr ausschleichen musst. Vielleicht tuts ja auch Johanniskraut und/oder Kava Kava in einer hohen Dosierung (z.B. Jarsin und Kavatino, nichts aus dem Kaufhaus/Drogeriemarkt, da müsstes du am Tag ´ne halbe Schachtel nehmen, um ausreichend hoch dosiert zu sein) um dich erstmal wieder ein wenig zu beruhigen und somit auch handlungsfähig zu machen. Ich wünsch dir alles Gute. Lass von dir hören. Wenn es neues von mir zu berichten gibt, melde ich mich wieder.

Gruß Johanna

t.hom<asU dabffnexr


Über ALS hab ich inzwischen mehrfach gelesen, dass es sich lediglich durch Muskelschwäche, Ungeschicklichkeit und Faszikulationen auszeichnet und eben durch die ABWESENHEIT von Gefühlsstörungen, Kribbelempfindungen, Störungen des Warm/Kaltempfindens, Taubheitsgefühlen. Insofern also Entwarnung!!

hmm...

Also leider treten bei mir genau diese Symptome vermehrt auf.

Muskelschwäche früh morgens ca 3-4 Stunden lang.

Das heißt auch weiche Knie und Übelkeit druch ein starkes Schwächegefühl bis hin zu Ohnmachtsgefühlen.

Ungeschicklichkeit im sinne von gegen irgend etwas laufen durch Gleichgewichtsstörungen.

Und Faszikulationen habe ich den ganzen tag über.

Vorallem in Ruhephasen.

Am schlimmsten istz es im Schlaf, da ich immer wieder durch so eine Zuckung im Körper aufwache.

Meist brauch ich 2-3 Stunden bis ich dann schlafe ohne wieder davon aufzuwachen.

Gefühlsstörungen wie warm und kalt verwechseln o.Ä. hatte ich noch nie.

Taubheitsgefühle sind bei mir eher in den Händen als Pelzgefühl oder so etwas sehr oft zu beobachten.

Meist vergehen diese Sachen aber nach ein paar Stunden wieder.

Ergo habe ich eigentlich nach deiner theorie mehr ALS Symptome als Borelliose-Symptome.

Allerdings höre ich immer wieder, dass ALS in sehr kurzer Zeit so stark ist, dass man bald im Rollstuhl sitzt.

Meine Symptome sind jetzt über 2 Jahre und werden zwar immer schlimmer abe Laufen und Springen kann ich noch.

Aber du hast vollkommen recht - manchmal wünscht man sich wirklich mal in Ohnmacht zusammen zubrechen damit einem endluch geholfen wird oder einem die Ärzte das glauben, was man ihnen sagt.

Dieses nach 2-3 Untersuchungen auf die Psychobank geschiebe halte ich persönlich für sehr fahrlässig.

Psychosomatische Symptome werden völlig überschätzt!

Die Hälfte aller sogenannten psychosomatischen Patienten leiden nachweißlich wirklich an physischen Defekten, die man leider meist dann zu spät diagnostiziert nachdem man Jahrelang als Psycho dargestellt wurde.

Trotzdem schließt es natürlich kein Panicsyndrom o.Ä. aus.

Nur sollte man vorher alle physischen Sachen abklären bevor man in die Psychoschublade greift.

Und genau das kapieren die meisten Ärzte einfach nicht!

abnexl


finde mich da wieder...

hallo,

in fast allen euren beschreibungen find ich mich wieder. ich habe seit herbst muskelzuckungen, merkwürdiges kribbeln und auch einen dumpfen schmerz im becken/steißbeinbereich, bin ständig müde, verkühlt und schwach. ich war beim neurologen, der auch eine verschmächtigung der muskeln links festgestellt hat. die nervenleitgeschwindigkeit war in ordnung, das emg nicht. daraufhin wurde eine muskelbiopsie vorgenommen. im krankenhaus versicherten sie mir, dass ich bestimmt nichts schlimmes habe, aber eine biopsie macht man doch nicht, wenn kein verdacht vorliegt. die wartezeit für den befund dauert nun etliche wochen. ich bin nervlich inzwischen völlig am ende; voller psachoterror; und bin mir ganz sicher, als zu haben. meine beine und arme werden immer schwächer. nachts kann ich kaum einschlafen. wenn doch, reißt es mich nach kurzer zeit wieder aus dem schlaf und ich habe das gefühl, mein ganzer körper vibriert innerlich. die muskelzuckungen sind eigentlich überall (v.a. beine, arme, unterbauch; nicht im gesicht). mittlerweile kann ich auch nicht mehr zwischen realen symptomen und subjektiver wahrnehmung unterscheiden (seit gestern habe ich das gefühl, meine zunge sei bleischwer und strom-durchflutet).

wie geht's denn euch mittlerweile? ist schon jemand einen diagnose-schritt weiter?

ürbigens bin ich weiblich und erst gute 30 jahre alt (falle also nicht in die als-risikotgruppe). trotzdem denke ich von morgens bis abends daran. ordne schon meine finanzen und habe sogar schon tagebücher verbrannt. manchmal habe ich die hoffnung, dass alles psychosomatisch ist, meistens aber nicht.

allen gute besserung!

anel

k[icxsi


darmparasiten?

Ich und meine tochter (7jährig) haben auch ziemlich von diesen symptomen und zwar vor 2 jahren begonnen. ich war schon überall, allerdings wurde bis jetzt nichts konkretes gefunden und auch nichts hat geholfen: aleo vera, entgiftung mit chlorella und co. duzende von mineralien und noch mehr. ich hatte eine ausführliche stühluntersuchung gemacht mit verschiedenen bakterien und auch parasiten, alles negativ. jetzt war ich mit ihr bei einer naturäztin, welche mit biorezonant getestet hat, die ärztin behauptet u.a. dass meine tochter irgendwelche darmwürmer hat.

Sie hatt aber keine medikation verordnet, denn sie sagte diese parasiten seien gerade in der lunge und dann hat es kein sinn. ich bin natürlich sehr skeptisch aber ich möchte es auch nicht ignorieren. Hat jemand von euch evtl. auch untersuchung auf parasiten durchgeführt?

Ich muss noch etwas sagen, ich hatte etwa vor einem jahr ein tag eine entgiftung mit 4 l dest. wasser, 4 el olivenöl, 4 zitronen und etwas bittersalz gemacht. Nächsten tag ging es mir so gut wie seit langem nicht mehr, es dauerte aber nur etwa 10 tage. Nach dieser entgiftung besserte sich meine sehkraft, benommenheit war weg, ich war voller energie, positiv. Auf die muskelzuckungen habe ich damals noch nicht geachtet, die sind aber jede nacht präsent, bei mir und auch bei meiner tochter.

CZhris\InUlxm


Riesen Angst vor ALS !!

Hallo und Hilfe,

ich habe seit einer Woche beim Gehen das Gefühl, ich bräuchte beim rechten Fuß mehr Kraft aufzuwenden als beim linken. Vor allem beim Anheben der Fußspitze. So geht es aber auch meiner rechten Hand, sie fühlt sich ganz komisch an. Es folgten zahllose Internetrecherchen und ich fand ALS. Zur Zeit bin ich überzeugt ALS zu haben! Ich nehme abends Baldrian zum einschlafen, tagsüber Johanniskrautdragees aber ich habe sehr sehr große Angst. Ich habe von den schrecklichen Auswirkungen dieser Krankheit gelesen (ALS) und habe wirklich große Angst was auf mich zukommt. Meine Freundin unterstützt mich und sagt ich seih bestimmt gesund aber ich solle doch mal einen Arzt aufsuchen. Gestern nachmittag habe ich sogar vor Angst geweint, und nachts wache ich immer wieder auf. Bei jedem Schritt konzentriere ich mich ob ich den rechten Fuß anders anhebe als den linken. Ich hatte daraufhin auch einige Tage Muskelkater im Unterschenkel, ich weiss nur nicht ob das daran lag dass ich unterbewusst meinen Fuß anders angehoben habe. Ich weiss nicht mehr weiter!Ich weiss dass ich ein Hypochonder bin, aber ich weiss mir nicht zu helfen! Und ich bin erst 25! Kann mir jemand einen Rat oder ein gutes Buch empfehlen?

Vielen vielen Dank, Chris

t@ul6pe3


Muskelzuccken, ein belastendes Symptom!

Hallo,

mich plagen seit Okt.'04 Muskelzuckungen in allen spürbaren Muskeln. Welch ein Wahnsinn...!!! Alles begann sehr plötzlich in einer Stresssittuation und hörte nicht mehr auf. Zudem habe ich oft Muskelkrämpfe und das schon vorbeschriebene Raynaud Syndrom. Ich bin Mitte 30 und kann mich mit vielen Falldarstellungen identifizieren. Ursachen für die Symptome gibt es viele. Die Harmlosen kann man selbst behandeln (Magnesium, Stressbewältigung), die Ernsthaften eben nicht und letztendlich auch kein Arzt. Schließlich bleibt man allein mit dem Symptom und oft mit der Ungewissheit. Es ist schwer damit umzugehen und zu leben, ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft und Durchhaltevermögen!

Es tut gut zu wissen, dass man nicht allein ist.

K<eldo


Permanente Muskelzuckungen am ganzen Körper

Hallo allerseits! :-)

Ich bin das erste Mal auf dieser Forum - Seite :-/. Nachdem ich dachte, in meiner Umgebung weit und breit die einzige zu sein mit meinen permanenten Muskelzuckungen am ganzen Körper (von der Zehenspitzen über Waden, Oberschenkel, Bauch, Rücken, Schulterblätter, Nacken, Gesicht), tut es gut, zu lesen, dass ich mit meinen Symptomen nicht alleine bin. Ich bin 30 J., normalgewichtig, sportlich, lebe gesund und führe insgesamt ein ausgelichenes, erfülltes Leben, sowohl privat, sozial wie beruflich. Ab und zu alltägliche Stressmomente, aber keine besonderen Belastungen bei guten Ressourcen. :-)

Umso unerklärlicher war für mich das plötzliche Auftreten meiner Symptome im Okt. 2004 während meinen Ferien. Anfangs habe ich den Symptomen kein besonderes Gewicht beigemessen, dachte, das geht bald vorbei. Doch nach 2 Wochen intensivster Zuckerei Nachts und Tagsüber wurde ich nervös ... Ich bin aufgrund meines Berufes mit neurologischen Krankheitsbildern bestens vertraut. So erkläre ich meine grosse Angst vor den permanenten Symptomen.

Eine Abklärung beim Neurologen war unauffällig (EMG, Neurostatus, sämtliche Laborwerte). Teilweise habe ich seit diesem Jahr am Handgelenk links sowie an den Fussknöchel und -fersen ein ganz feines Kribbelgefühl, dass intervallartig surrt (wie wenn man ein Handy mit Vibration drauf halten würde) ... und durch meine verstärkte Konzentration auf meine Muskelkraft habe ich z.T. das Gefühl, dass ich im linken Ober- und Unterarm inkl. Schulter weniger kräftig bin (fällt bei YOGA-Uebungen auf mit leichtem Zittern). Ehrlich gesagt könnte ich jedoch nicht sagen, ob dies schon immer so war und ich mich nie darauf geachtet habe oder ob es sich verschlimmert hat ... Fact ist, dass ich bei den Aktivitäten des täglichen Lebens keinerlei Einschränkungen habe doch mir durch meine Katastrophisierungsgedanken das Leben zur Hölle mache :°( ich denke nur noch von Tag zu Tag, habe viele Zukunftspläne zurückgesteckt, sehe mich gedanklich auch tagsüber mit potentiellen Erkankungen beschäftigt und hab mir verschiedentlich schon vorgestellt, dass ich nur noch ein paar Jahre zu leben habe, wenn mich wieder eine grosse Angstwelle überflutet.... Ich kenne mich so gar nicht :-(

Meine Selbstaufmerksamkeit auf die Symptome war zw.durch sichtlich erhöht, was unerträglich wurde (nächtliche Angstanfälle, Albträume, an einer schlimmen Erkrankung zu leiden). Ich habe versucht, durch Steigerung meiner sportlichen Aktivitäten sowie durch positives Denken mich wieder mehr zu entspannen. Die Muskelzuckungen waren seither ca. 1-2 Wochen weniger stark in der Frequenz u. Intensität, jedoch nie - nicht einmal einen Tag lang - weg. Seit 2 Wochen sind sie wieder sehr stark - dies obwohl ich weiterhin aktiv bleibe u. meinen bisherigen Lebensoptimismus zu erzwingen versuch. Gelingt mir nicht immer gleich gut, v.a. Nachts wache ich oft auf wegen den Zuckungen und wenn man sich so alleine fühlt und keine Erklärungen findet für diese körperlichen Vorgänge, ist es umso schwerer zu ertragen....

Wenn ich so Eure Beiträge lese, denke ich denke, dass es vielen von Euch so geht. Sonst wären wir hier nicht auf dieser Forums-Seite am Surfen und Schreiben. Ich wünsche allen viel viel Kraft in dieser Situation, möchte durch meinen Beitrag andern mitteilen, dass es noch mehr solche Fälle gibt und Euch wissen lassen, dass ich für einen Gedanken, bzw. Mailaustausch offen bin. *:)

Tschüss

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