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Psychosomatische Beschwerden? Leidensgenossen vorhanden?

rXo@my-jxil hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

habe gerade schon mal meine Geschichte geschrieben. Weiß aber nicht wo das gelandet ist. Ich bin neu bei den Schreiberlingen, habe also noch nicht so den Plan hier. Folgende Symptome liegen bei mir vor: starkes Brennen unter oder auf der Haut ohne Rötung oder Schwellung. Außerdem Angtzustände und Unruhe. Neurologe meint das könnte eventuell mit trizyklischen Antidepressiva weggehen. Habe bisher 4 Wochen lang Johanniskraut probiert (500 bis 750mg am Tag) hat aber keine wesentliche Besserung ergeben. Also doch Chemiekeule? Habe Angst vor Nebenwirkungen und Abhängigkeit und davor, dass das Brennen nicht weggeht. Es hat sich schon ausgebreitet vom Rücken (zwischen den Schuletrblättern) über die Schulter zu den Oberarmen und dann noch Unterarme. War auch Phasenweise besser, kommt aber dann wieder. Habe langsam Angst daß das nie mehr weg geht und keiner weiß was es ist. Schmerzmittel (Ibutrophen, Voltaren) helfen nicht. Kennt das irgendjemand ??? Ich glaube ich bin die einzige auf der Welt die so komische Schmerzreaktionen hat. Kann das echt die Psyche verursachen? Bitte redet mit mir ich drehe sonst langsam durch.

Antworten
svaibikne4x4


Nimmst du sonst noch Medikamente, z. B. Vitamin-Pillen?

Wie sieht die Ernährung aus?

Johanniskraut ist möglicherweise selbst problematisch, da es die Haut z. T. empfindlicher macht (auch gegen Licht).

Psychosomatisch? Glaub ich nicht.

LG Sabine

Afich]af2004


Psychosomatisch glaube ich auch nicht.

Dieses Brennen auf der Haut, Angstzustände und Unruhe sind Symptome, die auch bei meiner Krankheit - Borreliose - auftreten können.

Hast Du sonst noch irgendwelche körperlichen Beschwerden in den letzten Monaten gehabt?

Gruss,

Gabrielle

Ldupo0x49


Hallo Romy-Jyl,

die Beschwerden können natürlich auch psychosomatisch sein. Es gibt sehr vielfältige Symptome, die gerade durch Angst verursacht werden können. Angst bedeutet meistens auch Anspannung und dadurch können sich solche von dir geschilderten Symptome noch verstärken.

Es stimmt auch, dass diese durch Antidepressiva weggehen können, aber dies als ultimative Lösung vorzuschlagen, finde ich zu einfach. Die Entscheidung für so ein Medikament ist normalerweise für einen längeren Zeitraum und auch die Bedenken bzgl. Nebenwirkungen fliessen da berechtigterweise mit ein.

Ausserdem sollte dann auch evtl. über eine Psychotherapie, Entspannungstraining usw. nachgedacht werden.

Antidepressiva meiner Meinung nach nur, wenn die Angst so gross ist, dass man dafür nicht mehr zugänglich ist, sozusagen als letzten Ausweg.

Alles Gute & weniger Angst

wünscht

Lupo

r?omy-xjil


Hallo Sabine44

Ich nehme Vitamine, ja. Ich bekomme B1 und B6 ausserdem schmeisse ich mir ab und zu ein Vitaminpräparat mit allen möglichen Vitaminen rein. Ansonsten nehme ich Phosetamin Tabl. das ist Kalium, Kalzium und Magnesium zur unterstütztenden Behandlung bei vegetativer Dystonie. Meine Ernährung ist durchschnittlich, denke ich. Ich bin kein empfindlicher Hauttyp, habe also keine Bedenken wegen der erhöhten Lichtempfindlichkeit bei Johanniskraut. War heute wieder beim Neurologen. Er meint ich soll Joh.Kraut noch 4 Wochen weiternehmen und meine noch ausstehende Periode zwei Mal abwarten, dann glaubt er werden sich die Symptome verziehen. Ich muss dazu sagen, daß ich vor 12 Wochen mein zweites Kind in einem Horrorszenario entbunden habe. Der Neuro glaubt nun, daß meine Hormone an allem Schuld sind, sogenante Postnatale (?) Depression. Habe von dem ganzen Quatsch keine Ahnung und hoffe einfach nur, daß er recht hat. Immerhin drängt er mich nicht zu Antidepressiva anderer Art. Was meint Ihr dazu?

rdomKy->jil


Hallo Aicha 2004

An Borelliose habe ich schon vor ein paar Monaten gedacht und mich während der Schwangerschaft darauf untersuchen lassen. War negativ. Vielleicht hat der Neurologe recht, wenn er an eine Hormonschwankung glaubt, die das alles verursacht. Ich habe vor 12 Wochen entbunden und nun seit ca 7 Wochen diese Beschwerden. Ich denke nur, daß dann das Ganze doch jetzt mal besser werden müsste. Schließlich ist die Geburt schon 3 Monate her. Habe allerdings bislang noch nicht wieder meine Tage bekommen. Weiß da jemand etwas von Euch Mädels zu berichten?

Liebe Grüße

Aoic0ha20x04


Hallo Romy,

ein negativer Borreliose-Test bedeutet bei dieser Krankheit leider nicht viel. Üblicherweise wird nur ein ELISA-Test gemacht, der weniger als die Hälfte der Kranken erfasst. Es sollte auf jeden Fall auch ein Westernblot gemacht werden - und zwar in einem darauf spezialisierten Labor in Köln. Bei anderen Labors ist die Zuverlässigkeit nicht gewährleistet.

Ausserdem wäre auch ein Test auf Bartonellen interessant, die das Hautbrennen auch verursachen können.

Wir haben im [[http://www.borreliose-forum.de]] einige Frauen, bei denen die Borreliose erst nach der Schwangerschaft ausbrach, wegen der daraus resultierenden Belastung für den Körper. Borrreliose bringt üblicherweise auch den Hormonhaushalt durcheinander. Ich kenne einige Frauen, die dadurch in verfrühte Wechseljahre gekommen sind (ich eingeschlossen). Bei manchen kam nach erfolgreicher Antibiose die Periode wieder, nachdem sie viele Moante ausgeblieben war.

Neurologen sind übrigens die Gruppe von Ärzten, die am wenigsten an Borreliose glauben - daher nicht zu empfehlen.

Ich würde auf jeden Fall nochmals auf einen Test drängen.

Gruss,

Gabrielle

G\eorogia04


Hallo Romy,

dieses Brennen auf der Haut kenne ich auch. Mein Orthopäde meint, daß das ein bedrängter Nerv ist. Nun ich habe ja meine Geschiche hier schon mehrmals zum Besten gegeben bei mir kommt das wohl von der LWS.

Ich vermute, daß es bei Dir wahrscheinlich auch die Nerven sind, sie sind wahrscheinlich überspannt, hängt gewiß auch mit der Psyche zusammen. Und eine Schwangerschaft und Geburt ist eine Riesenbelastung für den Körper (habe ich auch hinter mir).

Hätte Dein Neuro einen Verdacht, hätte er bestimmt weitere Untersuchungen veranlasst. Bei Bor. hättest Du bestimmt noch weitere Symptome.

Versuche zur Ruhe zu kommen, ja ich weiß das sagt sich leicht mit einem Baby. Gib Deinem Körper Zeit, sich auf das Neue einzustellen.

Alles Gute und liebe Grüße

Georgia

GAeorzgIia04


ach ja noch was: Stillst Du noch? Ich habe 7 Monate gestillt und meine Tage kamen erst, als ich komplett abgestillt hatte.

r(omy)-+jil


Hallo Aicha 2004

Ok, ich werde mich nochmals genauer auf Borreliose untersuchen lassen. Diesmal gehe ich zu einem Internisten, die machen generell andere und umfassendere Blutuntersuchungen. Danke für die Tipps, welche Untersuchungen etc. was ist eine Antibiose?

liebe Grüße

r7ovmy-xjil


Hallo Georgia 04

Danke für Deine Antwort. Es ist schon mal toll, wenn jemand sagt, er kenne dieses Brennen auch. Ich war beim Orthopäden. Dort hat man eingerenkt und sagte, daß das Brennen bestimmt irgendwann wieder weggeht. Kein CT oder ähnliches. Keine Ahnung ob ein Nerv eingeklemmt ist. Psychische Überlastung ist bestimmt in irgendeiner Form dabei. Diesmal habe ich gar nicht gestillt, habe aber trotzdem meine Tage nicht wieder bislang. Meine Mutter war übrigens auch verfrüht in den Wechseljahren (mit 39!!) und hat auch Borelliose. Du hast sicher recht mit dem "zur Ruhe kommen " ist wichtig. Mich irritiert nur, daß meine Ängste wesentlich besser geworden sind, wobei aber diese körperlichen Symptome nicht besser wurden.

viele Grüße

G9eo7rgiai0x4


Hallo Romy-Jil.

wer weiss, was Dir Dein Unterbuewußtsein für Streiche spielt. Auch wenn Du nicht stillst, gib Deinem Körper Zeit.

Borreliose ist doch nicht vererbbar oder? Hat das nicht mit Zecken zu tun. Frag mal Gabriele, die kennt sich da aus.

Alles Liebe

Georgia

r~omy;-jixl


Hallo Georgia 04

Nein Borreliose ist natürlich nicht vererbbar, ich habe nur auf das Phänomen hingewiesen, daß bei Borreliosebefallenen Frauen der ganze Hormonhaushalt durcheinanderkommen kann.

Was meinst Du wie lange man seinem Körper Zeit zur Erlangung der Normalität geben sollte? Habe heute wieder einen schlechten Tag, viel Brennen zwischen den Schulterblättern und dann Angst, daß das bleibt und nie wieder weggeht. Ich weiß nicht ob ich damit leben kann. Habe gerade Musaril, ein Muskelrelaxans eingeworfen. Mal sehen, ob das hilft.

Liebe Grüße

GVeorEgia04


Hallo Romy-Jil,

nun ich weiß leider auch keine perfekte Lösung. Hast Du es mal mit Wärme vesucht, das entspannt ja auch die Muskeln. Sonst kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen, daß die Muskeln schon sehr angespannt sein können, durch die permanente Belastung mit dem Baby (Heben, Tragen etc). Ich habe Probleme seit 1,5 Jahren und sehe kurzfristig für mich auch noch keine Lösung.

Blöd aber vielleicht muß man einfach akzeptieren, daß es nun mal momentan so ist und daß man froh sein sollte, daß kein Arzt einem eine schlimme Diagnose unterbreitet. Laut meinem Orhto und meinem Physio haben vielen Frauen mit Kindern Probleme mit dem Bewegungsapparat und den daraus resultierenden Wehwehchen.

Halt die Ohren steif.

Hast Du es mal mit Osteopathie versucht?

Gruss

Georgia

rEomyM-jiJl


Liebe Georgia04

Vielen Dank für deinen Zuspruch. Kämpfe nach wie vor mit diesen komischen brennenden Beschwerden. War heute im Kernspinn. Die haben schon mal Bandscheibenvorfall in mindestens 2 Halswirbeln gesehen, was aber vermutlich trotzdem nicht die Ursache für das Brennen bis zu den Armen ist. Habe schon 4 Spritzen als Anfang für eine Terapie erhalten. Haben gar nichts bewirkt ausser noch mehr Verzweiflung. Osteopathie habe ich noch nicht versucht. Könnte ich aber mal versuchen. Ich denke auch über Anti-Depresiva nach, die sollen auch die Schmerzschwelle heruntersetzen, vielleicht brennt es dann nicht mehr so sehr. Ich gehe am 23.3. nochmal zum Neurologen, um die Lage zu besprechen, nachdem ich dann die Spritzenkur hinter mir habe, drücke mir die Daumen. Bis bald mal

Grüße Romy Jil

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