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Benigne Faszikulationen?

Knel:dxo hat die Diskussion gestartet


Hallo allerseits! :-)

Ich bin das erste Mal auf dieser Forum - Seite :-/. Nachdem ich dachte, in meiner Umgebung weit und breit die einzige zu sein mit meinen permanenten Muskelzuckungen am ganzen Körper (von der Zehenspitzen über Waden, Oberschenkel, Bauch, Rücken, Schulterblätter, Nacken, Gesicht), tut es gut, zu lesen, dass ich mit meinen Symptomen nicht alleine bin. Ich bin 30 J., normalgewichtig, sportlich, lebe gesund und führe insgesamt ein ausgelichenes, erfülltes Leben, sowohl privat, sozial wie beruflich. Ab und zu alltägliche Stressmomente, aber keine besonderen Belastungen bei guten Ressourcen.

Umso unerklärlicher war für mich das plötzliche Auftreten meiner Symptome im Okt. 2004 während meinen Ferien. Anfangs habe ich den Symptomen kein besonderes Gewicht beigemessen, dachte, das geht bald vorbei. Doch nach 2 Wochen intensivster Zuckerei Nachts und Tagsüber wurde ich nervös... Ich bin aufgrund meines Berufes mit neurologischen Krankheitsbildern bestens vertraut. So erkläre ich meine grosse Angst vor den permanenten Symptomen.

Eine Abklärung beim Neurologen war unauffällig (EMG, Neurostatus, sämtliche Laborwerte). Der Neurologe meinte, es handle sich möglicherweise um benigne Fazikulationen, genau könne man es aber auch nicht sagen und man wisse auch nicht, woher es komme ... Teilweise habe ich seit diesem Jahr am Handgelenk links sowie an den Fussknöchel und -fersen ein ganz feines Kribbelgefühl, dass intervallartig surrt (wie wenn man ein Handy mit Vibration drauf halten würde) ... und durch meine verstärkte Konzentration auf meine Muskelkraft habe ich z.T. das Gefühl, dass ich im linken Ober- und Unterarm inkl. Schulter weniger kräftig bin (fällt bei YOGA-Uebungen auf mit leichtem Zittern). Ehrlich gesagt könnte ich jedoch nicht sagen, ob dies schon immer so war und ich mich nie darauf geachtet habe oder ob es sich verschlimmert hat... Fact ist, dass ich bei den Aktivitäten des täglichen Lebens bisher keinerlei Einschränkungen habe doch mir durch meine Katastrophisierungsgedanken das Leben zur Hölle mache ich denke nur noch von Tag zu Tag, habe viele Zukunftspläne zurückgesteckt, sehe mich gedanklich auch tagsüber mit potentiellen Erkankungen beschäftigt und hab mir verschiedentlich schon vorgestellt, dass ich nur noch ein paar Jahre zu leben habe, wenn mich wieder eine grosse Angstwelle überflutet... Ich kenne mich so gar nicht - es ist ein einziger innerlicher Dauerstress, mit dem ich nicht immer gleich umgehen kann.

Meine Selbstaufmerksamkeit auf die Symptome war zw. durch sichtlich erhöht, was unerträglich wurde (nächtliche Angstanfälle, Albträume, an einer schlimmen Erkrankung zu leiden). Ich habe versucht, durch Steigerung meiner sportlichen Aktivitäten sowie durch positives Denken mich wieder mehr zu entspannen. Die Muskelzuckungen waren seither nur ca. während 1-2 Wochen weniger stark in der Frequenz u. Intensität, jedoch NIE - nicht einmal einen Tag lang - weg! Es ist zum Durchdrehen! Seit 2 Wochen sind sie wieder sehr stark - dies obwohl ich weiterhin aktiv bleibe u. meinen bisherigen Lebensoptimismus zu erzwingen versuch. Gelingt mir nicht immer gleich gut, v.a. Nachts wache ich oft auf wegen den Zuckungen und wenn man sich so alleine fühlt und keine Erklärungen findet für diese körperlichen Vorgänge, ist es umso schwerer zu ertragen...

Wenn ich so Eure Beiträge lese, denke ich denke, dass es vielen von Euch so geht. Sonst wären wir hier nicht auf dieser Forums-Seite am Surfen und Schreiben. Ich wünsche allen viel viel Kraft in dieser Situation, möchte durch meinen Beitrag andern mitteilen, dass es noch mehr solche Fälle gibt und Euch wissen lassen, dass ich für einen Gedanken, bzw. Mailaustausch offen bin.

Tschüss *:)

Antworten
tdomix26


Willkommen im Club!

Mir gehts auch so, das Zucken hab ich seit Dezember 2003, unverändert. Nicht stärker aber auch nicht schwächer. Im Oktober 2004 kam auch das Surren, auch in Fersen und Händen, Fingern dazu. Das ist das gleiche wie das Zucken, nennt sich Fibrillieren (ganz feine Zuckungen), das andere heißt Faszikulieren, ist das selbe nur unterschiedlich stark. Wegen großer Angst in Bezug auf ALS, kamen noch Kribbeln (wie eingeschlafen) in Händen und Füßen dazu und leichte Schmerzen an Armen und Beinen. Die Schmerzen sind seit ca. einem Monat wieder weg, das Kribbeln war nach 14 Tagen schon wieder weg. Die Anst ALS zu haben ist geblieben und ständig im Hinterkopf. War schon bei drei verschiedenen Neurologen, alle sagen Psychisch. Am 13. April EMG bei Neurologe Nr. 4. Nun hab ich noch dieses Zittern, manchmal im Halbschlaf, merke ich wie mein ganzer Oberkörper kurz leicht zittert. Oder ich werde wach, weil meine Oberarme vibrieren. Das habe ich aber nur Nachts im Halbschlaf, Tags nicht. Dafür habe ich Tags immer ein Zittern wenn ich meinen Körper irgenwie abstütze, z. B. wenn ich neben nem Tisch stehe und mich leicht mit nem Arm abstütze oder ganz stark zu sehen ist es wenn ich auf dem Rücken liege und den Oberkörper ein Stück anhebe und so halte. Wenn ich das im Bett mache wackelt das ganze Bett, so stark ist das Zittern. Mache ich aber 20 mal Oberkörper rauf und runter, wie beim Bauchmuskeltraining, dann ist das Zittern plötzlich komplett weg. Nach ner Ruhepause von paar Minuten aber wieder da. Hab mal gesucht im Internet, müsste nen sogenannter Posturaler Tremor sein. Hast Du auch nen Zittern?

Gruß

tom

F{lYeurN 29


Hallo Leidensgenosse

Spannend, was du da schreibst! Das Zittern kenn ich auch. Ist mir aber noch nicht vor zu langer Zeit aufgefallen :-/ letzten Oktober, als ich vermehrt Krafttraining gemacht habe, fiel mir immer auf, dass ich beim Liegestützen machen extrem stark zittere v.a. im linken Arm. Danach viel mir das am Bauchbereich auf, z.B. bei einfachen Yoga-Uebungen ... da ich extrem angespannt bin durch dieses elende Muskelzucken, dacht ich mir,dass dies davon kommt. Mittlerweile fällt es mir im linken Arm immer häufiger auf, auch bspw. wenn ich sitze und mit den Armen an der Sitzkante aufstütze - das zittert höllisch. Weiss nur nicht, ob das schon früher so war und ich mich einfach mehr drauf achte ??? habe einfach dann das Gefühl, ich sei schwächlich ... Das Krafttraining (2x die Woche) gibt mir Mut und Hoffnung, wenn ich sehe, dass ich die Uebungen gut schafft, auch wenn es meist dabei zittert, z.B. beim Bauchmuskeltraining! Weiter ist mir im Bett aufgefallen, dass der linke Arm zittrig ist, wenn ich auf dem Bauch lese, auf die Ellbogen aufgestützt. Ich denke, man läuft aber Gefahr, dies zu überinterpretieren, oder?

Dass der ganze Oberkörper kurz zittert nachts oder tagsüber ist mir noch nicht aufgefallen. Seit wie lange hast Du das schon? Was ist den eigentlich ein posturaler Tremor? Und hast Du diese Zuckungen auch ausnahmslos JEDEN Tag? Danke für Deine Antwort

(habe mein Kürzel geändert von KELDO zu Fleur29)

FOleur x29


Noch was ...

Das Zucken kenne ich ja erst seit Oktober 2004. Früher noch nie auch annähernd so was gehabt, es sei denn ein Mal alle zwei Jahre am Augenlid, was jeder Mensch so kennt ...

Im Januar, Februar als ich dann so richtig zunehmend in Panik geriet und v.a. Nachts immer wieder von Albträumen geplagt wurde (in denen ich schwerst krank war) und mit Angst über meine Symptome nachdachte hatte ich dann auch während 2-3 Wochen immer wieder einen dumpfen, stechenden Schmerz in den Händen, Armen und Beinen (meist immer nur an einer Stelle, wie pulsierend). Ich weiss noch, dass ich damals dachte, ich dreh durch. Mein Freund, der Arzt ist, meinte, dass das durch Stress schon mal vorkommen kann. Ich hab mir dann vorgenommen, den Schmerz zu ignorieren, das Zucken reicht mir! Und siehe da ... seither habe ich diesen nicht mehr bewusst wahrgenommen. Ich denke schon, dass ich diesen möglicherweise psychisch ausgelöst habe. Und ein Kribbelgefühl in den Händen hatte ich auch schon, hab aber auch gleichzeitig gemerkt, dass dies dann auftrat, wenn ich extrem gestresst war wegen den Symptomen und gar nicht mehr richtig atmete (Hyperventilation vermutlich). Also, man muss bloss aufpassen, dass man sich nicht allzufest selbst beobachtet und denk daran, wie stark unsere Gedanken unseren Körper beeinflussen können (z.B. wenn Du Dir vorstellst, in Gedanken in eine saftige, gelbe Zitrone zu beissen und den Saft auszusaugen, so läuft Dir doch auch der Speichel im Mund zusammen - eine unmittelbare Körperreaktion!). Manch einer schliesst sich zu Hause ein, aus Angst vor Einbrecher ... doch unsere schlimmsten Katastrophisierungsgedanken gewähren wir als Gäste ohne zu Zögern eintritt und dass die noch viel gefährlicher sein können, dessen sind wir uns wenig bewusst. Denk dran. Mir hilft positive Autosuggestion, d.h. mir laut sagen, dass alles gut wird, dass ich gesund bin und dies lediglich harmlose Symptome sind. Man muss daran glauben und darf die Hoffnung nicht verlieren. ;-)

Gruss!

t#omxi26


Du sprichst mir aus der Seele!

Genau das vermute ich auch, das man viel zu sehr in sich rein horcht und da erst Sachen wahrnimmt die eigentlich ganz normal sind aber einem früher nie aufgefallen sind. Das Zittern z.B., bin mir nicht sicher ob ich das früher nicht auch schon hatte! Bemerkt hatte ich das im November 2004, in einer Zeit wo ich den größten Stress wegen der Angst vor ALS hatte. Ich saß auf dem Fußboden und stützte meinen Oberkörper mit einem Arm ab, plötzlich merkte ich wie mein Trizeps wie verrückt zitterte. Das war aber nach paar Tagen wieder weg. Dann merkte ich das Zittern mit den Bauchmuskeln beim aufstehen, dann das beim Stehen und seitlichen Abstützen. Sonst merke ich vom Zittern nix, nur beim abstützen. Laut dieser HP: [[http://www.neuro24.de/trmordas_erbliche_zittern.htm]] ist das nen Posturaler Tremor. Und als Ursache dafür kommt eingentlich nur die Psyche in Frage, da ich nen essentiellen Tremor und den Medikamenteninduzierten Tremor ausschliesse. Die Zuckungen habe ich nun schon seit Dezember 2003, mal weniger , mal mehr, das wechselt sich immer mal ab. Ob es da auch mal ganz weg war, kann ich nicht genau sagen, es gab mal Phasen, da dachte ich, toll, merkst ja asst nix mehr, bist den Scheis bald los, aber nix war, es kamm immer wieder. Momentan zuckt es ca. 10x pro Tag an verschiedenen Stellen, das Surren hab ich aber mehrmals täglich immer in der rechten Ferse. Das mit den Schmerzen war bei mir genau wie bei dir! Das ging mir echt auf den Sack, dann dachte ich, so jetzt versuchst du es mal mit er Psychomethode. Ich hab wirklich versucht nicht daran zu denken, sobald wieder Gedanken aufkamen sagte ich mir NEIN da denkst du nicht dran. Und siehe da, nach einer Woche wurde es deutlich weniger und nach 3 Wochen war es weg. Kam aber wieder, als die Angst wieder kam, aber es ging auch wieder weg. Nun bin ich die Schmerzen los. Meine nächste Neurologin ist auch Psychologin, vielleicht bringt das ja was. Sie sagte jedenfalls, die Psyche kann extrem viel mit nen Körper veranstalten! Meine ganze Story liest du hier: [[http://www.med1.de/Forum/Neurologie/132204/]]

Gruß

Tom

tRomNi2x6


Ach ja, hab auch noch was

Manchmal wenn ich wach bin oder auch Tagsüber fällt mir ein was ich so geträumt habe. Z. B. das meine rechte Hand total Kraftlos ist oder meine rechte Gesichtshälfte wie taub/gelähmt ist. Im Traum hab ich das richtig gespürt, wie in echt, deshalb weis ich nicht ob das wirklich nur nen Traum war oder ich das im Halbschlaf echt gespürt hab? Denn manchmal träume ich das ich meine Füße erfrieren und dann wache ich auf weil meine Füße nicht unter der Bettdecke sind und deshalb wirklich kalt sind. Also echte Empfindungen können meine Träume beeinflussen, daher die Sorge ob das nicht doch reale Empfindungen waren? Falls doch, dann müsste das doch während des Tages bzw. wenn ich wach bin, auch mal auftreten und nicht nur im Halbschlaf wo ich dann nicht weis Ob ich das nur geträumt habe oder ob das real war? Hast Du das auch?

Gruß

tom

F{leuDr 2x9


Mir gehts auch so ... 8-)

geteiltes Leid ist doch nur noch halbes Leid, oder? Du sprichst mir auch aus der Seele und in manchen Dingen, die Du schreibst, erkenne ich mich wieder. Das kenne ich bestens: auf dem Fussboden sitzen und sich mit einem Arm hinten aufstützen und dann beobachten, wie das zittert und gleich darauf die Katastrophengedanken - es ist soweit: Muskelschwäche ... Hilfe! :°( ist doch so, oder? Und bei der nächsten Gelegenheit beobachtet man sich bei jeder kleinsten Furzbewegung und sieht darin eine Abnormalität, verstärkt durch den psychischen innerlichen Dauerstress sowohl die Muskelzuckungen als auch ev. Schmerzgefühle oder sogar einen Tremor. Es ein elender Teufelskreis :-o und wenn man ihn langsam durchblickt, so kann es doch nur noch besser werden! :-/ ich glaub daran, auch wenn mich die Zuckungen noch keinen Tag verlassen haben.

Seit gestern zuckt es auch nicht mehr jede dritte Minute, sondern etwa 2-3 Mal pro Stunde, das Fibrillieren lässt mich grad in Ruh (an den Fersen kenn ich das auch bestens, als wäre mein Handy-Vibrator an meine Ferse geklebt und es ruft ständig wer an). Ich sitze in meinem Beruf hauptsächlich, deshalb fällt mir das Zucken v.a. bei der Arbeit oder wenn ich zu Haus oder sonstwo ruhig herumsitz oder liege. Wenn ich mich bewege, hab ich keine Zeit mich so drauf zu achten ... Wie ist das bei Dir? Hast Du auch v.a. eine Sitztätigkeit?

Deine Geschichte hab ich mittlerweile gelesen. Den Zuckungen gingen ja andere schlimme Krankheitsbefürchtungen voraus. Bei mir ist das letztes Jahr letztendlich nicht anders gewesen (obwohl das bei mir neu ist). Angefangen hat dies sicherlich damit, dass ich beruflich mit 2 ALS-Patienten zu tun hatte (keine jungen Leute und schnelle Progredienz der Symptomatik). Hinzu kam eine neurologische Erkrankung von jmd in unserer Familie, die mich sehr belastet hat seit Frühling 2004 (hat zwar überhaupt nichts mit meinen Symptomen zu tun) und so wurde ich bestimmt zusätzlich sensibilisiert auf das Thema Krankheiten. Bisher hatte ich immer das Gefühl, dass mir nie was schlimmes passieren könnte und plötzlich war das eben anders, frag mich nicht wieso. Die Symptome konnte ich nicht einordnen (Faszikulationen) und durch mein neurologisches Vorwissen und die Internet-Recherchen zum Stichwort Faszikulationen der Teufelskreis erst recht unendliche Dimensionen angenommen. Du schreibst von Deinen Träumen und von Missempfindungen in der Nacht... Mir ging es in den letzten Monaten nicht viel anders: Neu sind für mich regelmässig wiederkehrende Albträume (ca. 1-2 x im Monat), wo ich z.T. in Tränen aufwache. Hatte ich früher so gut wie nie. Es geht darum, dass ich in den Träumen nach Lösungen suche, einmal hatte ich im Traum die definitive Diagnose ALS, ein ander Mal ein metastasiserendes Melanom und war kurz vor dem Sterben ... und des öfteren träumte ich von Naturkatastrophen, wo ich z.B. von einem Meteroiten, von heftigsten Gewittern oder von einstürzenden Häusern (nach Erdbeben und Ueberflutungen) erschlagen werde und ich ringe um mein Leben. Es wiederspiegelt das, was mich im Alltag beschäftigt: ich lebe viel zu gerne, als dass ich in so jungen JAhren für eine elende Krankheit oder zum Sterben bereit wäre, doch beschäftigt mich das. So wie offensichtlich Dich, wenn Du träumst, Du seist gelähmt oder mit den Kälteempfindungen. Ich bin davon überzeugt, dass man vieles wie im richtigen Leben im Traum so empfinden kann in allen Sinnesmodalitäten - unser Gehirn ist ein einzigartiges Kunstwerk. An Deiner Stelle würd ich dies nicht über- oder fehlinterpretiern. Es ist doch kein Wunder, dass wir unsere Aengste auch auf der unbewussten Ebene im Traum verarbeiten also weiter so :-/

Ich hab mir nun vorgenommen, nach einmaligem Besuch des Neurologen keinen weiteren aufzusuchen (momentan), es sei denn, es würden noch weitere Symptome auftauchen. Jetzt Mal ehrlich: Wir haben doch beide einfach dieses Zucken, das NERVT - mal mehr mal weniger, doch solange wir unsern Alltag problemlos meisten können, was sollen wir uns da die Zeit, die uns zur Verfügung steht zum LEBEN und GENIESSEN noch mehr vermiesen lassen als schon bisher? Ich lebe im Moment, bewusster denn je. Versuche jene Dinge jetzt zu verwirklichen, die ich kann. Was wissen wir schon, was morgen ist. Man muss es dann eh nehmen wie es ist. Wichtig ist dann, dass man zurückblicken kann in seinem Leben und sagen: ich habe gelebt und zwar gut, auch wenn sich mir Hindernisse stellten! Manchmal versuche ich aus der gegenwärtigen Situation mit diesen Zuckungen was positives abzugewinnen: es holt mich auf den Boden der Realität zurück, zeigt, wie fragil wir doch sind und wie wertvoll unsere Gesundheit ist. Ich schätze die Dinge im Leben, die mir gut tun umso bewusster - das ist doch auch was. Oder was meinst Du?

Mir hat es auch gut getan, von Dir und von anderen in diesem Forum zu lesen, das gibt Mut. ;-)

Grüsse und ein ander Mal *:)

F\leurx 29


Noch was ....

Wenn ich im Schreibrausch bin, vergesse ich Zeit und Not ;-D (zwischendurch auch Mal ein Wort, wie ich beim nachträglichen Nachlesen gemerkt hab hi hi). Wollte Dir noch 2 Sachen mitteilen:

Bei den beiden ALS-Patienten, die ich verfolgt habe, traten nach den Erstsymptomen sehr rasch invalidisierende Symptome auf (die waren motorisch schon sehr bald, also innerhalb eines halben Jahres deutlich eingeschränkt). Auch die Sprache war nach bereits wenigen Monaten nicht mehr gut verständlich. Ausserdem klagten die beiden meines wissens nicht über Faszikulationen (hab damals auch nicht bewusst nachgefragt, war vor meinen Symptomen).

Eine Kollegin von mir (44jährig) kennt diese Zuckungen am ganzen Körper bereits seit etwa 5 Jahren. Diese treten intensivst auf während Tagen bis gar Monaten, verschwinden aber ebenso zwischendurch wieder für Tage bis Monate. Sie fühlt sich unverändert fit, hatte aber im ersten Jahr auch heftig damit zu kämpfen, um dies zu akzeptieren. Ich bewundere sie, weil sie einen konstruktiven Weg gefunden hat, damit umzugehen. Sie massiert dann die Körperstellen, wo es zuckt (sofern zugänglich) und versucht es von einer humorvollen Seite zu nehmen (ach "ihr" schon wieder .. ja ja ich beweg mich wohl zu wenig?) :-/

das wars noch was ich hinzufügen wollte :)^

t7omi2x6


Meine Mail?

Hallo,

der Beitrag hätte auch von mir sein können! "Ich sitze in meinem Beruf hauptsächlich, deshalb fällt mir das Zucken v.a. bei der Arbeit oder wenn ich zu Haus oder sonstwo ruhig herumsitz oder liege. Wenn ich mich bewege, hab ich keine Zeit mich so drauf zu achten... Wie ist das bei Dir?" Ist bei mir exakt genau so! Wenn ich aktiv bin merke ich fast nichts, aber in Ruhe vor allem Abends vorm Fernseher, da ist es da. Mittlerweile denke ich auch, das alles harmlos ist. Die Gesundheit ist das aller Wichtigste überhaut! Alles andere ist zweitrangig. Mit diesem Leitspruch lebe ich schon seit 15 Jahren. Da sieht man das ganze Leben viel gelassener, man ist entspannter, kleine Sachen regen mich nicht auf, wenn mal was schief geht egal, da sag ich mir immer "Sei froh das Du gesund bist!" Aber wenn dann etwas an der Gesundheit kratzt und man weis nicht was es ist bzw. es könnte was schlimmes sein, dann ist der Innere Frieden hin! Aber hast recht , Blick nach vorn und das Leben genießen! Und genau das werd ich jetzt machen! Ich danke Dir für deine Antworten und hoffe das wir damit auch vielen anderen die das Betrifft etwas helfen konnten. Alles Gute!

Gruß

Tom

F)le!ur 2x9


toll!

Hi Tomi

Schön, dass Du mittlerweile auch gelassener über das Thema schreiben kannst. Ich fühle mich seit letztem Freitag wieder innerlich deutlich ruhiger, entsprechend bemerke ich das Zucken weniger, bzw. es nervt mich weniger und ich fühle mich deutlich besser! Hoffe, Dir geht es auch so... Das Zittern spüre ich kaum noch - klar, wenn ich Liegestützen mache, aber ich wette, das ist bei den meisten so! Du hast so recht, die Gesundheit ist das wichtigste überhaupt. Statt sich auf die kleinen Symptome des Alltags zu konzentrieren (Zucken, Zittern o.anderes) sollte man sich auf die 10000000 Dinge konzentrieren, die in unserem Körper funktionnieren :-) Ich denke, dass es aber auch wichtig ist, zu wissen, dass es Tage geben wird, an denen wir uns vulnerabler fühlen und dünnhäutiger sind. Tage, an denen wir mit den Zuckungen und ev. Zittern schlecht umgehen können - solche Schwankungen sind wohl normal ... Auf alle Fälle find ich es dann auch gut zu wissen, dass man mit dem Symptomen nicht alleine ist. Kannst Dich auch gerne Mal via Mail bei mir melden oder umgekehrt.

Einen guten Start in die Woche und Grüsse

cuve*tkoxp


willkommen im klub

ich leide nun auch seit über einem jahr an muskelfaszikluationen. sie sind resultat einer borreliose erkrankung. ich würde euch mal empfehlen euch auf diesen erreger testen zu lassen, falls ihr noch andere "komische" symptome empfindet. diese krankheit wird auch der große imitator genannt und kann viele andere krankheiten vorteuschen, wie zb. MS oder ALS.

allerdings ist das mit der diagnosestellung bei borreliose nicht so einfach, da die bluttests nicht hundertprozentig aussagekräftig sind. jedenfalls meinte mein borreliosespezialist, dass ide faszikulationen auf eine entzündung der äderchen an der endmotorischen Muskelplatte sind. dies führt dann zu muskelzuckungen. jedenfalls würde ich euch empfehlen zu einem internisten zu gehen und euch mal auf in frage kommende erreger testen zu lassen.

gruß

pred

FDleu{r x29


Borreliose?

Hallo Pred

Danke für den Tip. Ich kenne mich mit Borreliose gar nicht aus, deshalb meine Frage an Dich

- Hattest Du beim erstmaligen Auftreten der Faszikulationen gleichzeitig andere Beschwerden?

- Wenn ja, welche "anderen Symptome" hast Du denn nebst den Faszikulationen?

- hat Dir Dein Arzt mit Sicherheit bestätigen können, dass diese Zuckungen von der B-Infektion stammen?

- Weisst Du zufällig, ob es andere Hypothesen über das plötzliche Auftreten von Faszikulationen gibt (nebst ALS natürlich :-/)

Bei mir ist es momentan so, dass ich lediglich von diesen Zuckungen genervt werde - täglich - und die Intensität ist mal stärker, mal schwächer. Meine neuste Annahme ist, dass es womöglich mit dem Hormonspiegel zusammenhängen könnte, zumal ich während der Menstruation nur leichte Zuckungen habe und zwei Wochen vor Beginn der Mens sind die Faszikulationen stärker und intensiver. Ich kläre das mal mit meinem Frauenarzt ab (ev. Pillenwechsel).

Danke Dir für Deine Antwort und mit besten Grüssen :-)

t~omi2x6


Hallo, Neuigkeiten von mir

Also ich war ja am 13.4. beim Neurologen, nach Untersuchung hat er nen sehr ausführliches NLG an beiden Beinen gemacht und nen EMG am Arm, alles ohne Befund. Es gibt auch mal wieder nen Symptom, seit ca. 14 Tagen ist mein linker großer Zeh vorn an der Spitze taub, Berührungen spüre ich in desem Bereich nicht. Das hatte ich vor nem Jahr schon mal, war lange da, ca. 2 Monate, dann aber wieder komplett weg, nun ist es wieder da. Laut Doc ist das nix. Naja, werd auch mal in Richtung Borreliose forschen. Weist Du schon was neues darüber?

Gruß

Tom

F4leUur x29


Einfach am besten ignorieren ... :-/

Hallo Tomi26

Also, Dein Befund ist doch beruhigend oder? Und wegen dem linken grossen Zeh konnt ich es fast nicht fassen, als ich das las mit Dir. Ob Du es glaubst oder nicht, hab ich das mit meinem grossen Zeh schon seit mindestens 4 Jahren. Der linke grosse Zeh, eher die rechte Seite (lateral) fühlt sich komisch an, ist wie ein Taubheitsgefühl, weil ich da nicht viel spür. Ist aber nur eine kleine Fläche. Kam auch schon vor, dass es stechende Schmerzen auslöst, aber die verschwinden immer wieder Mal. Ich denke, das kommt vermutlich durch einen eingeklemmten Nervteil oder was weiss ich... Als ich beim Neurologen war wegen den Faszikulationen hatte ich das auch angesprochen, er hat den Zeh untersucht und meinte, das sei nix. Also: lass uns einfach Mal bei den negativen Befunden bleiben und uns darüber freuen ;-D, was bleibst uns übrig als dran zu glauben :-o. Ich lebe seit unserem Austausch wirklich innerlich ruhiger (das haben ja ausser uns auch sonst noch viele andere). Habe seither nicht mehr permanente Aengste, es könnte was schlimmes sein, auch wenn ich diese Zuckungen unverändert täglich spüre. Jeder hat irgendwelche Symptome, die mal mehr und mal weniger da sind, bei uns sind es halt die Muskeln, die Zucken. Mittlerweile weiss ich von einer gleichaltrigen Arbeitskollegin, die sich auch darauf geachtet hat, die das auch täglich irgendwo hat. Bei ihr wackle auch ab und zu deswegen ein Finger oder ein Zeh. Wir, bzw. ich habe das halt stärker in der Frequenz und Intensität. Andere haben dafür mehrmals im Monat Migräne und kein Mensch kann erklären, wieso. Stell Dir vor die würden auch alle gleich an einen inoperablen malignen Hirntumor denken. Ich denk, wir sind von Natur aus robuster als wir denken, müssen nur dran glauben. Und mittlerweile glaub ich auch fest dran, dass ich gesund bin. Denn ich fühl mich ja auch so. Was solls ... Wichtig ist glaub ich der Umgang damit. Diese Faszikulationen sind halt nervend, doch sie dürfen unser Leben nicht dominieren !!! Ich versuche sie zu ignorieren :)D, habe es satt, mich mental auf dem Sterbebett zu sehen, ich will JETZT leben und werde den Neurologen kein zweites Mal aufsuchen, solang ich keine weiteren Symptome hab. Kann es sein, dass Du im medizinischen Bereich tätig bist?

P.S. Machst Du denn auch so viel Sport? Mir hilft das sehr für mein psychisches Befinden. Bin 2x pro Woche im Kraftraum und mache 2xpro Woche irgendwas für die Ausdauer (Schwimmen, Badminton oder wenns endlich wärmer wird dann Bladen und Biken). Hilft sehr, glaub's mir!

Wünsche Dir einen schönen Abend und drück Dir die Daumen. Wir sind viel zu jung, um krank zu sein ;-) Grüsse Dich!

*:)

P.S. Wegen Borreliose hab ich mich informiert bei kompetenten Aerzten. Hättest Du auf jeden FAll gemerkt (Zecke wird sehr gross, wenn vollgesaugt) und Begleitsymptome, die Du nicht übersehen kannst, hätten sich bemerkbar gemacht. Also ich wurd bestimmt nicht davon gebissen. Ich lass hier nix weiter abklären. Wenn, dann macht Antibiotikatherapie erst unmittelbar nach dem Biss Sinn, also in den ersten Wochen. Bei uns wärs eh zu spät, wenn wir wirklich von der Zecke gebissen sein sollten ... :-o

t}omix26


Das is ja ´n Ding

das bei Dir auch der Zeh taub ist. Ist bei mir genau wie bei Dir. Naja, wat solls, ansonsten gehts mir recht gut. Nee, bin nicht im Medizinischen Bereich tätig, aber komm mir schon fast vor wie´n Arzt, da ich mir viel im Netz durchgelesen habe. Auf Grund meines Wissens, dachte die letzte Neurologin ich wäre Medizinstudent! Was fürn Kompliment! ;-)

Ja ich versuche auch mich abzulenken, war im Winter ab und zu Skifahren und schau an, beim Skifahren oder allgemein wenn ich Aktiv bin, spüre ich fast nix.

In Sachen Borreliose bin ich noch dran, da ich tatsächlich mit Borreliose infiziert war. Mich hatte ne Zecke am Fuß gebissen und danach trat die typische Rötung auf. Wurde aber auch gleich mit Antibiotika behandelt. Aber vielleicht is da noch was über geblieben? Das werd ich noch mal abklären lassen, is ja harmlos, Antibiotika und gut is. Ansonsten wünsch ich Dir auch alles gute und wenn du Lust hast, meld Dich mal unter efbzjm@gmx.net.

Gruß

tom

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