» »

Hypochonder

MFatth;ias Kmlx. hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

gleich mal zu Beginn: Ich bin ein extremer Hypochonder. Ich "hatte" schon so viele Krankheiten, z.B. Lymphdrüsenkrebs, Lungenkrebs... Nach den entsprechenden Untersuchungen ging es dann wieder. Aber zwischendurch war ich echt am Durchdrehen. Momentan ist es die Angst vor MS. Alles hat mit damit angefangen, dass mir eines Tages schwindlig war (kam früher auch schon vor) und ich mir dann dachte, ich hatte mir schon lange nichts mehr eingebildet. Danach gings dann los. Hatte 1-2 Wochen Kopfdruck. Bin dann zum Arzt, der hat leicht zu hohen Blutdruck festgestellt, nach einer 24 Std. Messung wars aber ok. Danach hatte ich dann eine Grippe. Als die nach einer Woche wieder auskuriert war, haben plötzlich meine Beine zu kribbeln angefangen. Und was mach ich? Geh sofort ins Internet und schau nach, was das seien könnte und da stand dann natürlich MS. Ich habe da gelesen, dass es normalerweise mit Sehstörungen anfängt und was habe ich zwei Tage später? Sehstörungen. Sehe abens mit dem linken Auge Lichter auseinandergezogen (was ich eigentlich durch meinen Astigmatismus eh schon seh, aber bisher hats halt mit der Brille gepasst). Eines morgens haben sich dann die Beine und Arme angefühlt wie taub. Bin dann zum Arzt, der hat festgestellt, dass ich alles spüre. Bin dann zum Neurologen, der konnte nichts feststellen und schloß eine MS zu 100 % aus. Bin dann zum Augenarzt, auch der hat nichts am Auge festgestellt, nur ne Sehstörung, aber der Sehnerv ist nicht entzündet. Mein Hausarzt schloß dann eine MS auch zu 100 % aus, aber irgendwie bekomme ich es aus meinem Hirn nicht raus. Eigentlich müsste es mir super gehen, die Ärzte haben gesagt, alles ok, ich habe ne super liebe Frau und bekomme bald ein Kind. Aber ich mach mir Sorgen. Und dadurch habe ich jeden Tag was anderes. Das mit dem Kribbeln in den Beinen hat nachgelassen und ich habe mich gefreut. Zwei Tage später, haben sich dann die Füsse eingeschlafen angefühlt. Danach die Hände. Jetzt kribbelt gerade meine Stirn. Das muss man sich mal vorstellen, immer was anderes. Wäre es bei MS eigentlich immer an der gleichen Stelle, das Kribbeln (Vielleicht könnt Ihr mich damit ja beruhigen)?!

Gestern habe ich dann schon wieder im INternet nachgeschaut (kann es nicht lassen), da stand, dass man auch schwarze Flecken vor den Augen sieht und die habe ich momentan auch. Wenn ich nicht dran denke, sehe ich sie nicht, aber wann kann man schon nicht dran denken. Ich glaub ich dreh noch durch. Ich habe wirklich immer das, was ich kurz vorher gelesen hatte. Das kann es doch nicht geben, oder?!

Übermorgen habe ich endlich meine erste Psychotherapiestunde, ich hoffe die kann mir helfen. Das Arbeiten klappt zwar noch ganz gut, aber ich könnte echt effektiver sein.

Gehts jemand von Euch ähnlich? Wie schafft Ihr das? Bitte helft mir?

Matthias

Antworten
Jya4im72


Hallo Matthias !

Deine Symptome kenne ich, das Kribbeln, die Sehstörungen, kurzzeitig hoher Blutdruck und noch einiges anderes. Bei mir fing vor 6 Wochen die Grippe an, seitdem hab ich ewig Rückfälle und laut Ärzten dauert es diesmal lange bis die Grippe wirklich aus dem Körper ist. Hab mich zwischendurch auch verrückt gemacht, das ich sogar Panikattacken hatte. Diese Grippe soll so allerhand Symptome auslösen, die man ansonsten nicht von einer Viruserkrankung derart kennt.

Vielleicht ist es einfach nur dieses auch bei Dir.

Lieben Gruß

M|at{thias xKl.


Hypochonder

Hi Jaim72,

Danke für die schnelle Antwort. Also ich glaube nicht, dass es von der Grippe kommt. Ich kenn mich ja, ich kann mir sowas echt einreden. Nur kann ichs mir nicht mehr ausreden, das ist mein Problem. Gerade habe ich wieder meine Sehstörung beobachtet. Die schwimmenden Flecken in der Sicht, wenn ich z.B. vom Computer in den weiter weg stehenden Fernseher sehe. Was sind es denn bei Dir für Sehstörungen? Würde mich interessieren, wie sich Sehstörungen bei anderen auswirken.

P}robl$emli


Hallo Matthias,

willkommen im Club der Hypochonder. Ich bin da selber zur Zeit Mitglied und die wollen mich da einfach nicht austreten lassen ;-)

Spaß beiseite,

mir geht es genauso. Zuerst alle Krebssorten, dann auch MS und was es sonst noch so an Todbringenden Krankheiten gibt. Zur Zeit ist bei mir die Angst vor einem Hirntumor mein größter Feind. Obwohl mir der Neurologe das auch schon versucht hat auszureden.

Ich werde mich auch einer Psychotherapie stellen, denke es ist der beste Weg raus aus diesem schrecklichen Kreislauf. Allerdings kann auch diese Methode wohl nur unter großer Mithilfe von uns selber funktionieren.

Ich wünsche Dir gann zzz viel Erfolg bei deiner beginnenden Therapie.

Toi toi toi, laß dich nicht unterkriegen

Problemli

E=sthger=67


Hi Matthias,

auch wenn Dir hier im Forum alle sagen, Du hast kein MS, vertrau den Ärzten, dann hilft Dir das glaube ich trotzdem nicht wirklich weiter. Denn Du bist derjenige, der glauben und vertrauen muss.

Ich glaube Dir jetzt, was Du schreibst und ich gehe jetzt davon aus, dass Du kein MS hast und erteile Dir in Sachen Krankheitssuche einfach mal ne Weile google/Internet Verbot ;-)

Aber ich verstehe, dass Deine Sinne, was Deinen Körper anbelangt einfach überreizt sind. Ich gehöre zu der Schwindelfraktion. Immer wenn es da eng wird, fängt bei mir im Kopf das Karusell an.

Seit Januar habe ich mit einer Verhaltenstherapie begonnen. Da lernt man auch ganz praktische Dinge, wie man mit solchen Ängsten umgeht. Funktioniert bei Krankheitsangst ähnlich.

Vielleicht wäre das ja auch was für Dich. Damit Du einfach wieder mehr Vertrauen zu Dir und Deinem Körper findest.

A|ich/a20x04


Matthias,

bevor Du Dich vollends darauf einschiesst, dass Du ein Hypochonder bist, solltest Du Dich erst noch mal auf Borreliose untersuchen lassen. Die Hypochondersache hat man mir auch viele Jahre lang angehängt. Das Ende vom Lied war, dass ich schliesslich - dank Internet - selbst herausfand was ich habe - nämlich Borreliose.

Und Deine Symptome könnten passen. Die schwarzen Flecken sind wahrscheinlich Mouches Volantes, die haben die meisten Borris (können aber soviel ich weiss auch andere Ursachen haben). Aber die bildest Du Dir nicht ein.

Grüsse,

Gabrielle

Lku;po04x9


@ Aicha

Das ist echt "therapeutisch wertvoll", Gabrielle, bei Leuten, die sich offen zur Hypochondrie bekennen und gerade dabei sind, dagegen anzukämpfen, da noch einen draufzusetzen und dadurch wieder neue Angst zu entfachen.

Es tut mir wirklich leid, was Dir persönlich passiert ist, es ist der Alptraum für jeden Morbophobiker, aber dafür hab ich absolut kein Verständnis, echt nicht.

Bitte denk mal drüber nach.

@ die anderen

Ich fühle mich als (momentan passives-) Mitglied im Club :-), kenne den Amoklauf durchs Internet und den Ärztemaraton nur zu gut.

Ich hatte 6 Monate Dauerschwindel und teilweise panische Angst, war 4 Monate arbeitsunfähig, bei ca. 60 Arztbesuchen und insgesamt 4 Wochen (diagnostischen) Krankenhausaufenthalten wurde mir beste Gesundheit bescheinigt.

Leider konnte ich die Wende nur durch Antidepressiva einleiten, war 6 Wochen in psychosomatischer Reha und 2,5 Jahre in Verhaltenstherapie. Habe immer noch einen gut funktionierenden "Bodyscanner", aber keine Angst mehr. Nehme keine Medikamente mehr und bin trotzdem vom Schwindel und vielen anderen Körpersensationen befreit !

Tut was dagegen, Leute, sonst wird es nur schlimmer. Wer die Kraft hat, diesen ganzen Ärzte- und Internetstress mitzumachen, der hat auch Kraft und Geduld genug, eine Therapie gegen Krankheitsangst zu machen.

Alles Gute & keine Angst !

Lupo

A1icmh,a200x4


Bitte Lupo, denke Du mal drüber nach. Woher nimmst Du diese Gewissheit, dass es psychisch ist? Wenn es das nämlich nicht ist, dann verstreicht wertvolle Zeit, die darüber entscheiden kann, ob jemand jemals wieder gesund wird, oder nicht! Willst Du das auf Deine Kappe nehmen ???

Ich überlasse es jedem selbst für sich zu entscheiden, ob er seine Beschwerden lieber für psychosomatisch hält. Es gibt auch Leute, denen das viel lieber ist, als zu wissen, dass sie was Organisches haben.

Ich halte es jedoch für meine Pflicht, die Leute darauf hinzuweisen, erst einmal alles mögliche Organische abzuklären, bevor sie resignieren. Ich wäre froh gewesen, mich hätte damals jemand darauf hingewiesen. Dann wäre ich heute vielleicht gesund!

Ich habe damals auch geglaubt, ich wäre ein Hypochonder. Und ich habe mittlerweile so viele Leute mit meiner Krankheit kennengelernt, denen es genauso ging. Weil es Ihnen von Ärzten eingeredet wurde, die sich und die medizinischen Möglichkeiten für unfehlbar hielten. Nach dem Motto: wenn ich nichts finde, dann ist da auch nichts. All diese Leute wurden auf die Psychoschiene geschoben.

Wenn Du alle diese Symptome auch hast, wie die Leute, denen Du antwortest und denen Du sagst, es wäre alles psychisch, dann solltest DU vielleicht auch mal darüber nachdenken. Doch wie gesagt: wenn Du lieber psychisch krank bist - kein Problem für mich.

Grüsse,

Gabrielle

A%iczha2x004


Lupo, bitte entschuldige. Da ging der Zorn mit mir durch. Ich will nicht sagen, dass Du nicht psychisch krank bist - das kann ich gar nicht wissen.

Verzeihung.

Gabrielle

ELsth=e&r6x7


@ Gabrielle

Es ist ja okay, wenn jeder seine persönlichen Erfahrungen weiter gibt-dazu dient ja dieses Forum. Doch bloss weil Du Borreliose hast, muss das ja nicht bei allen anderen auch so sein. Und bloss weil ich es an den Nerven habe, muss das ja auch nicht bei allen anderen so sein. Und Ferndiagnosen, was evtl. die schwarzen Flecken bei Matthias sein sollen, finde ich doch sehr gewagt und gegenüber Menschen mit Krankheitsangst auch sehr bedenklich.

Ich habe Deine Beiträge schon in vielen Threads gefunden und finde es auch sehr gut, dass Du den Leuten den Tipp gibtst. Und ich bin alles andere als ein Hypochonder. Aber selbst ich habe dann mal im Borrelioseforum unter Symptomen nachgelesen. Und ich kann für mich sagen, dass meine Krankheit mit den dort beschriebenen Symptomen und Verläufen rein gar nichts zu tun hat. Und ich finde es eben nicht gut, zu jedem pauschal zu sagen... lass Dich auf Borrelien testen. Wenn z.B. einer sagt, mit meinem Hörnerv stimmt was nicht, mir ist schwindelig, was soll ich tun, dann sag ich (die zum Psychotherapeuten geht) ja auch nicht, dass ist psychsomatisch. Ich mache demjenigen Mut, nochmal zum Arzt zu gehen und in der Richtung weiter zu suchen.

Und für mich persönlich kann ich sagen: Ich würde verdammt was drum geben, wenn ich was körperliches hätte. Dann würde ich meinen Feind nämlich kennen. Und ich hätte auch die Unterstützung von aussen. Den körperliche Gebrechen sind gesellschaftlich akzeptiert, seelische leider nicht. Das geht den meisten Psychos so. Man kämpft nicht nur nach innen, sondern auch nach aussen.

Niemand soll in die Psychoecke gedrängt werden. Aber vielen wird durch eine ablehenden Haltung gegenüber Therapien die Chance auf Hilfe genommen. Auch Krebspatienten gehen zur Psychotherapier oder in die Selbsthilfegruppe. Sicher heilt das nicht den Krebs. Aber es hilft einem, damit besser zu leben.

Und das haben körperliche und seelisch Erkrankte wohl gemeinsam. Einfach wieder besser zu leben.

LGupVo049


@ aicha

Natürlich muss vorher alles organische abgeklärt werden, Du wirst von mir nie was anderes lesen. Ist ja auch OK, wenn Du auf Borrelliose hinweist, wenn jemand fragt "Was könnte das sein ?". Wenn allerdings ein Thread mit dem Titel "Hypochondrie" eröffnet wird und sich Leute über diese ernsthafte Störung austauschen, teilweise schon in profesioneller Behandlung sind, sich offen zu ihren Krankheitsängsten bekennen, dann ist es reichlich fehl am Platze und unfair, in diesen Thread eine weitere Krankheitsidee zu streuen.

Ich selbst bin mir übrigens nicht zu stolz, eine "psychische Störung" zu haben. Dein letzter Satz ist mir trotzdem zu persönlich, ich bitte Dich, dies in Zukunft zu unterlassen. (*Hab gerade Deine Entschuldigung entdeckt - akzeptiert, alles OK*)

Viele Grüsse.

Lupo

AWi%cha]200x4


@ Esther,

Ich habe Matthias nicht gesagt, dass er Borreliose hat, nur dass er sich darauf testen lassen soll. Was ist daran falsch?

Es gab in diesem Forum bisher nur drei Personen, bei denen ich mir relativ sicher war, dass es B. ist. Bei diesen habe ich mich deutlicher ausgedrückt, aber trotzdem nicht gesagt, dass sie es sicher haben. Ich bin ja keine Hellseherin. Zwei davon wurden in der Zwischenzeit positiv getestet. Der dritte hat es vorgezogen nicht zu reagieren. Das ist von mir aus auch okay. Ich fände es nur sträflich, die Leute nicht darauf hinzuweisen.

Ich bin überhaupt nicht ablehnend gegenüber einer Therapie – ich habe selbst 3 Stück davon gemacht, die mir übrigens auch sehr gut getan haben, nur eben nichts an meinem körperlichen Beschwerdebild änderten. Prinzipiell bin ich der Meinung, dass jeder eine Therapie brauchen kann. Ich habe auch schon vielen Leuten zu einer solchen geraten. Nur nicht in diesem Forum, denn dafür gibt es hier andere Spezialisten.

Es ist mir bewusst, wie es wirkt, wenn ich immer wieder mit meiner ewigen Borreliose-Leier daherkomme. Mir geht es genauso mit anderen Leuten, die immer nur über "ihr" Thema reden. Doch dann denke ich wieder, jeder sollte nur auf dem Gebiet Ratschläge erteilen, auf dem er sich auskennt. Das ist bei mir eben die B. Andere kennen sich mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten aus und andere mit Schwermetallbelastung.

Ich finde es gut, dass man Hinweise aus verschiedenen Richtungen erhält. Und jeder kann sich dann davon das herauspicken, was er will, oder was auf ihn passt.

Und wenn ich eine Krankheit hätte, die gut erforscht, allgemein bekannt und anerkannt wäre, würde ich mir nicht die Mühe machen, mir hier im Forum die Finger wund zu schreiben. Wozu auch? Es gibt genügend Ärzte, deren Job es ist, sich darum zu kümmern. Doch leider ist das bei Borreliose eben nicht der Fall und die Aussage, die Ärzte haben nichts gefunden, also ist alles okay, trifft bei dieser Krankheit eben nicht zu. Und darum fühle ich mich verpflichtet, darüber aufzuklären.

Gabrielle

dFjalNexx


Auch ich wohl ein Hypochonder...

Hallo Leute,

nun will ich mich endlich mal in solch einem Forum beteiligen, nachdem ich öfters hier mal gelesen habe.

Zuerst mal muss man sagen, daß Hypochonder sich die Krankheiten nicht einbilden, sondern psychosomatisch hervorrufen. Niemand kann mir erzählen, daß wenn man ständig einen reizdarm hat, dass es eingebildet ist, versteht ihr!?

Was mich seit ca. 2 Monaten plagt ist die Angst vor MS. Nicht ganz unbegründet...

Ich bin ein Mensch der sehr aktiv ist, was das Berfusleben angeht und andere Nebentätigkeiten. Z.B. studiere ich noch nebenbei für mein 2. Diplom, heirate in einer Woche und will noch ein Geschäft mit meinem Kollegen aufmachen.

Als ich nun vor ca. 2 Monaten im Lernstress fürs Studium war, ging es los. Starker Kopfschmeruz vom Nacken ausgehend, jeden 2. Tag. Dann so eine arte Schwindelgefühl, als ob ich angetruken bin. Ich also ab ins Internet und siehe da - es könnte ein Schlaganfall oder ein Tumor sein. EIne Woche später sitze ich im Kaffee und plötzlich habe ich so ein komisches Gefühl in der Lippe und in der Zunge - natürlich alles Anzeichen für einen Schlaganfall. Ich bekomme sofort erstes Mal Panik und bin ab zum Notarzt mit meinem Kollgen. Ausser hohen Blutdrucks nichts. Übrigens schläft mir seit längerer Zeit der kleine Finger nachts regelmäßig ein, ist aber nach 10 sek. hin und her bewegen wieder da - macht mir auch Gedanken.

Nach dieser Panikattacke habe ich weiterhin gegoogelt und bin irgendwie auf MS gekommen. Kopfschmerzen und Schwankgefühle sind weg!!! EIne woche später ging es aber dann anders los. Kribbeln am Kopf, an Beinen an Händen. Taubheitsgefühle an der Nase, im Gesicht, an Händen, Pieksen hier, Pieksen da - Panik, Panik, Panik - doch MS?

Ich kam nach der Arbeit und war jeden Tag platt. Nur noch schnell hinlegen. Ich hatte solche Ängste. Ich dachte ich sterbe jeden Moment - meine Freundin musste mich ständig beruhigen. Viele schlaflose Nächte!! Paar Tage später mache ich ein kleines ERschöpfungsnickerchen und als ich aufwache habe ich einen leichten Tinnitus - ich dachte ich werde wahnsinnig!!!

Danach bin ich sofort zu einem Neurologen. EEG, Reflexe getestet -alles Ok. Ich mache wohl zuviel Krafttraining oder so. AUf jeden Fall nichts schlimmes - unbefriedigende Antwort. Als nächstes bin ich zum Hausarzt. Blut untersucht - alles ok. Blutdruck 24 h Messung - alles ok. Schilddrüse - alles ok! Woher kommt das Kribbeln? Ab zum Orthopäden. Röntgen - alles ok. HWS - Massage verordnet und dann noch einen Termin für MRT- Oh mein Gott, dann weiss ich dass ich MS habe oder nicht. Ich schnell einen Termin vereinbaren wollen - geht nicht, erst im einem Monat - das ist zu lang. Ich habe alles in die Wege geleitet und hatte plötzlich 2 Termine in einer Woche zur MRT. Also ab zu MRT für die HWS. ERgebnis ok, aber der Arzt meint man hätte den Kopf mit machen sollen - toll. Ich also alles in die Wege geleitet, um den 2. Termin bei einem anderen wahrnehmen zu dürfen - MRT Schädel. Ich bin vor Angst aufs Ergebnis fast geplatzt. War 5 mal pinkeln, in der Wartezeit von 30 min. Alles ok, bis auf einen Zufallsbefund - ein kleiner Bluttschwamm. Hat nichts mit alledem zu tun.

Dann war ich beim HNO wegen Tinnitus. Dann beim zweiten HNO. Dann Akkupunktur. Dann Tabletten und dann Infusion und Kortison und und. Tinnitus geht nicht weg. Wird wohl bleiben. Kribbeln kommt und geht. Taubheitsgefühle auch. Dann lese ich was von Borreliose und mache im Laufe von 2 Wochen zweit Borreliose-tests. Einer der Ärzte war ein Spezi für Borreliose. Alles ok. Er meinte vergessen Sie es alles. Das sind zu viele verschiedenartige Symptome. Dann 4 Wochen später werden meine Beine schnell müde und kriegen schnell Muskelkater. Ich kann aber problemlos 6 km joggen - nur danach fühlen sich die Beine verdammt schwer an und sind verkrampft. Nicht wie früher. Ich also ab zum Hausarzt - er meint nur, ich sollte noch einen anderen Neurologen aufsuchen. Einen wo er meint, der sein gut. Ich also dahin. Ein sehr strenger Neurologe. Bereits bei der Schilderung meiner Sypmtome in den letzten 6 Wochen und vor allem meiner Beine, sagt er sofort - psychosomatische Beschwerden, weil zu viele unterschiedliche Beschwerden und in einer viel zu kurzen Zeit. Schaut sich dann MRT-Ergebnisse an und meint, da ist alles ok und knicht das kleinste Anzeichen für einen Nervenkrankheit z.B. MS. Überweist mich aber zum Neurochirurgen wegen Zufallsbefund - einfach zum Einholen 2. Meinung. Macht mit mir aber dennoch ein EEG, Reflexetest und eine Woche später einen schmerzhaften Test der Nervengeschwindigkeiten. Alles wunderbar. Ich frage ob wir nicht diesen Gehirnflüssigkeitstest machen sollten? Er ohne langes Überlegen - nein!!! Irgendwie war das beruhigend für mich - endlich einer der Klartext redet. Ich soll auf jedenfall zu einem Psychoterapeut, seine Empfehlung. Bin nun in Behandlung beim Psychoterapeuten.

Bei Neurochirurgen hieß es, Kontrolle jedes Jahr. Hat aber nichts mit meinen Beschwerden zu tun. Wenn da was wäre, würde man es sofort als normaler Mensch merken. Wollte mir aber die Symptome absichtlich nicht nennen, da man sie schon rechtzeitig selber merkt, und sich so nichts vorher einbildet. Wohl halb so wild alles.

Die Beine wollen aber nicht besser werden - Muskeln zucken an allen mögliches Stellen (auch das AUgenlid), aber nur ganz kurz, dann ist es weg. Beine fühlen sich seltsam an. So als ob die Sehnen wehtun,, und dann als ob ein Schauer über die Beine läuft, dann so ein leichtes Ziehen. Letzte Woche, dann ein Rückfall - wieder Kribbeln, Taubheit, drückendes Gefühl im Kopf, als ob ich jeden Moment verrückt werde - vielleicht doch der Blutschwamm?? Oh mein Gott. Oder doch MS? Zwei Tage platt. Zwischendurch Psychoterapeuten angerufen und nochmal Neurologen, wegen Tabletten gegen diese Nervenstörungen. Vergeblich... Hat mich aber irgendwie bisschen beruhigt das Gespräch mit den beiden.

Jetzt habe ich gestern gegoogelt und was über irgendwelche Nervenkrabkheiten gefunden, wo einem in den Hände die Schließkraft fehlt. Nun meine ich es bei mir auch zu vernehmen.

Seit einer Woche fühle ich mich aber psychisch deutlich stabiler. Wenn es wirklich psychosomatische Beschwerden sind, sollten sie ja irgendwann weggehen. Ich darf diese Symptome nur nicht sofort überbewerten. SOnst fange ich wieder an zu grübbeln usw.

Das Kribbeln und Taubheitsgefühle sind auch deutlich weniger. Nur die Beine stören mich noch. Komischerweise habe ich die letzten Wochen nach einem erholsamen Schlaf keine Taubheitsgefühle und Kribbeln. DIese entwickelten sich immer im Laufe des Tages. Da muss es doch eigentlich klingeln, dass man sich tagsüber reinsteigert.

Ich hatte übrigens vor 3 Jahren ca. 5 Monate lang Magen-Darm-Beschwerden. Ich dachte Krebs oder Morbus Chron. Bei mir sind zwei Tanten an Krebs gestorben. Die letzte vor 2 Monaten, als bei mir alles losging. ABer an MS hätte ich nie einen Gedanken verschwendet, wenn ich mir nicht so viel angelesen hätte.

Nachdem ich eine Spiegelung bekommen habe und das Ergebnis ok war, habe ich mich damals beruhigt. Heute will es aber irgendwie nicht klappen.

Momentan will sich mein Körper und meine Seele aber irgendwie nich beruhigen. Ich hoffe mein Hochzeitsurlaub hilft mir ein wenig.

Was sagt ihr zu meiner Geschichte in den letzten 2 Monaten??

Ist schon nicht ohne. Hat jemand ähnliches durchlebt oder macht es momentan durch?

Ich dachte ich bin ein psychisch starker Mensch, aber die letzten Wochen haben mich eines besseren belehrt. Ich google nun nur noch kaum. Das bringt nichts. Wir sind keine Fachärzte. Natürlich machen auch Ärzte Fehler. Aber viele Ärzte sollten sich nicht irren.

UNd ein Symptom oder mehere Symptome sind bei 100 unterschiedlichen Krankheiten vorzufinden.

Ich bilde mir die Symptome nicht ein. Die sind wahlrich da! ABer ich bin für die Symptome verantwortlich. Und warum? Weil ich mich den ganzen lieben Tag mit meinem Körperbefinden beschäftige. Man muss abschalten können - DInge vergessen. Je weniger man googelt desto weniger ruft man sich irgendwelche Symptome im Hirn hervor. Die Symptome fühlen soch wahrlich wie eine schlimme Krankheit an - es ist scher zu glauben das dem so nicht ist, aber man darf nicht vergessen - auch ein Magengeschwür ist echt, nur ist die Ursache dafür manchmal eine seelische oder eben psychosomatische.

Und eines darf man nicht vergessen - psyhosomatische beschwerden sind heilbar. ABer nur wenn man dran arbeitet und sich auch auf andere wichtige DInge im Leben konzentriert, als nur auf den eigenen Körper. Hört sich schwer an und ist es auch.

Aber zuerst muss man akzeptieren können, dass man für die Beschwerden selber verantwortlich ist.

In diesem Sinne freue ich mich auf Eure kommentare!

Irgendwie hat es gut getan, diesen Text zu verfassen....

D~ori33x33


Hallo djalex

Wusstest du das einer Schätzung zu folge ca. 70% aller Arztbesuche auf eine psychosomatische Erkrankung schließen lassen.

Hab ich in einem Ärzteblatt gelesen.

Gruß Dori

Arich<a20U0x4


"Wusstest du das einer Schätzung zu folge ca. 70% aller Arztbesuche auf eine psychosomatische Erkrankung schließen lassen.

Hab ich in einem Ärzteblatt gelesen."

Na klar! Die Ärzte können ja nicht zugeben, dass sie in mindestens 50% der Fälle die wahre Ursache der Beschwerden nur nicht gefunden haben. Denn sie sind ja unfehlbar und was sie nicht finden können, existiert nicht. So einfach ist das!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH