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Durchtrennen der Nerven wegen Tennisellbogen

C$hrixsi09 hat die Diskussion gestartet


Habe schon seit September 04 einen Tennisellbogen und schon alles dagegen getan.

Da nichts mehr zu machen ist, sollen mir die Nerven am Ellbogen durchtrennt werden, damit die Schmerzen weg sind und angeblich geht dadurch auch die Entzündung im Ellbogen weg.

Wer hat erfahrung mitso einer OP, bzw. kann mir jemand sagen ob das gut ist.

Habe ich dadurch Einschränkungen oder Taubheitsgefühl ??? ?

Antworten
w/utxzi


Bei Pferden mit Hufrollenentzündung macht man solch einen Nervenschnitt. In der Humanmedizin habe ich davon noch nie gehört...

Aendr*eOaH1


Re.: Chrisi09

Da hast Du etwas missverstanden!

Ein Tennisarm wird ganz anders operiert.

Dabei werden keinesfalls Nerven durchtrennt!

Gute Besserung!!!!!!!!

M:irixsfad


@ Chrisi,

schau' Dir doch bitte mal diese Seite an:

[[http://airbed.ch/tennisarm/tennis.htm?/tennisarm/operation.htm]]

Vielleicht schaffst Du es ja mit diesen Dehn-Übungen selbst, die Schmerzen wegzubekommen?

Sonst sind da auch noch die möglichen Operationen am Tennisarm beschrieben.

RGOSENrTRAUxM


Bist bei einem Chirurgen oder Orthopäden in Behandlung?

Mein Chirurg wollte gleich schnippeln, die Nachwehen müssen extrem schmerzhaft sein. Allerdings sagte mein Orthopäde das der Arzt der diese Methode entwickelt hat sich nie selbst operieren lassen würde. Er hat mir auch dringend davon abgeraten. Eine Mitarbeiterin hat diese OP machen lassen und hat immer noch Schmerzen.

Es gibt auch eine "Zentrifugalmassage", die hilft und lindert.

AondrxeaH1


Ich finde es absolut unfair hier Angst zu machen! :-(

Es gibt sehr viele ehemalige Patienten die erfolgreich an einem Tennisarm operiert worden sind und denen es heute spitze geht! :-D

Auch die Nachwehen der OP sind meist nicht schlimm!

Ausnahmefälle sind nicht die Regel!!

Hwyp&erioxn


@chris

wurde dein tennisellenbogen auch physiotherapeutisch behandelt??

eine tennisarm-op ist meistens garnicht notwendig. durch intensive krankengymnastik

- bewegungsübungen hand und unterarm

- leichte massagetechniken

- intensive querfriktion an den sehnenansätzen der handstreckmuskulatur

- längsdehnung der handstreckmuskeln

- elektrotherpie v.a. iontophorese

-kältetherapie

kann eine besserung erreicht werden!!

unterstützend kan man eine schiene zur ruhigstellung tragen.

bei einer op ist die chance auf heilung 50/50.auch wenn die ärzte/chirurgen etwas anderes behaupten. die praxis sieht anders aus.

und wenn dann ist eine op nur bei starken anhaltenden schmerzen erforderlich und bei erfolgloser konservativer therapie.

die muskeln werden dann vom knochen abgelöst (operation nach hohman) und eingekerbt.

eine zusätzliche durchtrennung gereitzer nervenfasern (denervierung, operation nach wilhelm) kann miterfolgen.

aber ich schlage vor das du es nochmal mit kg versuchst!

gruss

Cyhrisxi09


Hallöchen Ihr lieben

Vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten.

Ich weiß noch nicht genau was ich tun werde.

Habe ja schon alles versucht, und es wird immer schlimmer, kann noch nicht mal eine leere Tasse halten.

na ja, ich werd sehen.

Lg

Chris

APndrgeaHx1


Re.: Chrisi09

Sicher sollten - bevor an eine OP gedacht wird - die konservativen Behandlungsmöglichkeiten (Krankengymnastik, nächtliche Schienung usw.) ausgeschöpft sein! Allerdings gilt das - aus meiner Sicht - nicht, wenn bereits Nerven nachweislich geschädigt wurden!!

Umso länger die (meist irreversible) Schädigung eines Nervs anhält, umso schlechter sind die Aussichten wieder ganz schmerzfrei zu werden!!

Dies kann nur ein Neurologe feststellen. Hierfür muß ein EMG und NLG gemacht werden!

Sollte bei diesen Untersuchungen keinerlei Nervenschädigung festgestellt werden, würde ich weiter machen mit den konservativen Behandlungen.

Bei einer Operation - dich ich nur von einem Neurochirurgen durchführen lassen würde - findet sich eine Kompression des Nervs unter der straffen bindegewebigen Arkade. Ziemlich regelmäßig läßt sich proximal (rumpfwärts gelegen) davon eine Auftreibung des Nervs feststellen. Bei einer OP genügt fast immer die einfache Dekompression mit Durchtrennung der straffen bindegewebigen (nicht des Nervs) Arkade! Die beim Vorliegen eines Pseudoneuroms (durch die Schädigung aufgetriebener Nerv) mancherorts geübte mikrochirurgische interfaszikuläre Neurolyse (Entfernung von Narbengewebe im Bereich von Nerven und Muskeln) scheint nach elektrophysiologischen Verlaufsuntersuchungen nicht sinnvoll.

Je nachdem was genau bei Dir vorliegt, könnte auch der Nerv auf dem scharfen Rand des Septums (Scheidewand) herumreiten, und kann hierdurch eine weitere Schädigung erfahren. Hier empfiehlt es sich den Nerv in seinem Bett zu belassen und lediglich eine äußere Neurolyse (Entfernung von Narbengewebe) in Kombination mit einer Spaltung des Eingangs zum Kubitaltunnel durchzuführen.

Bei Eingriffen im Bereich der Ulnarisrinne, kann auch der benachbarte Nerv cutaneus antebrachii medialis verletzt werden, so daß bei der Präparation besondere Vorsicht in Bezug auf Schonung des Hauptnervs angebracht ist.

Ich bin allerdings kein Arzt, deshalb wäre es sinnvoll, daß Du einfach mal deinen Arzt dannach fragst!

Gute Besserung!!!

A_nd^re#aH1


Ergänzung zu meinem Beitrag von vorhin.

Bei einem Supinatorsyndrom (Tennisellenbogen) durch die Schädigung des R. profundus des Nerven radialis sollte sogar laut dem Buch "Läsionen peripherer Nerven und radikulärer Syndrome", herausgegeben von Mumenthaler, Schliack und Stör (Ausgabe von 1998, Seite 306) immer operiert werden!

Sofern nicht ein Lipom oder eine andere abnorme Struktur vorliegt, wird man in der Regel eine Strikturierung (hochgradige Verengung) des Nervs durch sehnige Anteile des M. (Muskel) extensor carpi radialis brevis bzw.des M. supinator finden. Laut Mumenthalter, Schliack und Stör lagen im eigenen Krankengut solche Einengungen vor, wobei 2mal erst eine 2. gründliche operative Exploration den vorher übersehenen Befund erbrachte und zur Heilung führte!

Leider sind die Operationsergebnisse oft enttäuschend (siehe Beitrag von Hyperion).

Trotzdem sind - aus meiner Sicht - bei einer nachweislichen Nervenschädigung die Heilungschancen besser, je früher die Engstelle/n beseitigt wird. Leider sind Nervenschädigungen oft meist irreversibel (nicht mehr heilbar)!

Ich habe oben Kubitaltunnel geschrieben und Supinatortunnel gemeint. Bitte um Entschuldigung!

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