» »

Schwindel, Benommenheit, Ohrbrummen: Atlaswirbel?

dOoil hat die Diskussion gestartet


Hallo Schwindelgemeinde,

ich bin seit November 2004 leichter Schwindler. Dieser Zustand trat plötzlich beim Arbeiten am Computer auf. Ich hab's erst nicht so richtig ernstgenommen doch mit zunehmender Beachtung (leichte Gangunsicherheit) wurde mir klar das sich etwas verändert hat. Hinzu kam dann Druck auf den Ohren, ein hochfrequentes Rauschen, Brummen (Vibrieren) im rechten Ohr und eine entrückte Wahrnehmung. Wie ein leichter Trancezustand, man könnte auch Benommenheit sagen. Außerdem Herzrhythmusstörungen. Darauf folgte die ganze Palette an Arzbesuchen. HNO (Infusionstheraphie), Orthopäde (Mnipulation HWS), Kardiologe(Langzeitblutdruck, Belastuns-EKG), Neurologe, MRT, Blutbild, Augenarzt (erhöter Augeninnendruck - wird mit Tropfen behandelt), Psychologe. Letzter verordnete mir Cypralex, ein Antidepressivum, da ich durch meinen Zustand in eine tiefe Depression viel und zu nichts mehr fähig war. Außerdem wurde diagnostiziert, daß meine Symptome psychosomatisch seien und mir zu einer Psychotheraphie geraten. Leider muß man sich hier bei allen Therapheuten auf eine fast 1 jährige Warteliste setzen lassen. Das hab ich auch getan.

Durch das Antidepressivum geht es mir seelisch wieder ganz gut aber die Symptome sind nicht weg. Nach längeren Atofahrten (100km u. mehr) ist zwar das Brummen im rechten Ohr für ca. 1-2 Tage verschwunden kehrt dann aber zurück. Außerdem bin ich nach längeren Fahrten föllig zerschlagen und brauche ewig ehe ich mich einigermaßen normal fühle. Beim Autofaheren selbst merke ich vom Schwindel nichts. Früh nach dem Aufstehen fühle ich mich erst mal ganz normal aber nach 10-20 Minuten stellt sich der leichte Schwindel und die Benommenheit (als wär ich nicht ganz wach) ein.

Ich hab schon viel im Netz recherchiert und bin auf eine Menge mögliche Ursachen gestoßen. Zuletzt auf die Möglichkeit des verschobenen Atlaswirbels. Ich möchte mich intensiver über diese Möglichkeit und deren Behandlung informieren. Also wenn jemand Erfahrungen, Hinweise oder Infos dazu hat würde ich mich darüber sehr freuen.

Dank im Voraus

Doil

Antworten
AsdeXlin*e1x2


Atlaswirbel

Hallo Doil!

Seit Februar diesen Jahres leide ich ebenfalls an Benommenheit, Schwindel, einer gewissen Lethargie und Müdigkeit. Ich habe schon etliche Untersuchungen über mich ergehen lassen, alle ohne Befund. Kürzlich war ich bei einem Atlas-Spezialisten in Dortmund, der ein Röntgenbild vom Atlas gemacht hat und mir mitteilte, dass der Atlas richtig sitze, aber der Wirbel darunter nicht. Er konnte ihn aber nicht sofort einrenken, weil ich kurz vorher von einem Ostheopathen behandelt wurde, und "das wäre dann zuviel des Guten". Nun ja, ich weiß noch nicht, was ich davon halte, werde aber in zwei Wochen nocheinmal hingehen, weil ich meinen derzeitigen Zustand nicht gut ertragen kann und nichts unversucht lasse, um wieder 'normal' zu werden.

Bei mir ist die Befindlichkeit - genau wie bei Dir, morgens besser, beim Autofahren und schwimmeen ganz weg und bei Kunstlicht am Schlimmsten. Das hört sich total verrückt an und ich begreife es ja selber nicht, was da plötzlich mit mir los ist.

Den Atlas-Therapeuten muss man übrigens privat bezahlen, das übernimmt keine gesetzliche Krankenkasse. Wenn es hilft, ist es das allerdings meiner Ansicht nach Wert!

LG

Adeline

d_oixl


Mal weitersehen

Hallo Adeline,

Dank für Deine Antwort. Ich hab auch auch schon mal die HWS röntgen lassen. Der Orthopäde hat nichts aussergewöhnliches festgestellt. Ich trau der Sache aber nicht ganz, da ich aus einer anderen, nichtmedizinischen Quelle erfahren habe, daß bei mir etwas mit den oberen Halswirbeln nicht stimmt. Ich werde wohl noch mal zum Orthopäden gehen und nachhaken. Hast Du nach der ostheopathischen Behandlung eine Besserung verspürt? Ist der Atlas-Spezialist ein Arzt oder ein Heilpraktiker?

Gruß DOIL

A%deli?ne12


Viel Glück!

Hallo Doil,

der Atlasspezialist ist ein Arzt, ein Orthopäde, der sich spezialisiert hat. Auf der Seite [[http://www.kiss-kid.de]] findest Du eine Ärzteliste.

Schreib mal, wenn Du Neues weißt! Ich glaube ja nach wie vor, dass meine Beschwerden was mit der Wirbelsäule oder den Knochen allgemein zu tun haben müssen, denn: welche Entzündung dauert 5 Monate ohne weiter Beschwerden zu verursachen? Das Krankheitsbild ist bei mir vollkommen unverändert von Beginn an. Da KANN ja nur was nicht richtig "sitzen".

LG

Adeline

dnoxil


Wann genau fing es an?

Hallo Adeline,

kannst Du Dich noch an den Tag erinnern, als es mit dem Schwindel losging? Ich hatte in der Zeit vor meinem Schwindel angefangen die 5 Tibether zu machen, falls Dir das was sagt. Es ist so eine Art Vitalitätsgymnastik. Dadurch sind meine Bandscheibenprobleme(LW -Vorfall, 1 Jahr Schmerzen) weggegangen. Zu den 5 Tibethern gehört eine Übung bei der man den Kopf ziemlich weit in den Nacken legt und den Rücken nach hinten durchbiegt. Jetzt bin ich im Netz darauf gestoßen, daß es so eine Art gefährliche Gymnastik gibt, zu der auch Kopfkreisen und das Kopfzurückbeugen gehört. Dadurch kann es zur Schädigung der Oberen Halswirbel kommen. Würde ja bei mir ganz gut passen. Hatte ich auch meinem Orthopäden(Chiropraktiker) gesagt, der ist aber gar nicht darauf eingegangen, hat nur irgendwie am Halswirbal rumgerenkt, knack knack das wars. Als meine Symptome nicht weggingen erfolgte dann, ausgehend von meinem Hausarzt, die ganze Ärzteodysse, die die meisten Schwindler durchhaben. Hab nächste Woche noch mal einen Termin beim Chiro, werds nochmal ansprechen, speziell 1. u. 2. Halswirbel.

Grüße und schönes Wochenende

Tobias

A(deli=ne1x2


Datum

Hallo!

Ja, ich kann mich genau an den Tag erinnern. Das war der 24. Februar (zwei Tage später war nämlich eine Party, zu der ich kaum konnte wegen des Schwindels). Direkt nach dem wachwerden morgens war es da. Ich schlafe ein bißchen komisch - auf dem Bauch und den Kopf nach links gedreht. Das muss ziemlich verdreht aussehen und ich glaube auch, dass es im Schlaf passiert ist, weil ich ja seitdem auch unter dem linken Ohr Schmerzen habe. NUR FINDET KEINER WAS. Ich frage mich, ob ich so kompliziert sind oder die Ärzte alle unfähig.. Bei Dir wäre dann ja im Prinzip etwas ähnliches passiert.

Schreib mal, was der Orthopäde nach Deinem weiteren Besuch gesagt hat und viel Glück!!

Adeline

JJue rgenK


Kopfgelenk: Sehstörungen, Benommenheit, Depressionen...

Hallo liebe Leute!

Vielleicht ist das ein hilfreicher Input zu den erwähnten Beschwerden: Bei mir ist es (bzw. war es) eine Kopfgelenkfunktionsstörung.

Meine kleine Geschichte:

Ich habe es geschafft, mir im Sommer 2006 im Sitzen (!) vor dem Computer beim Gähnen eine Fehlstellung des Kopfgelenks zu holen. Einfach so.

Erst "nur" starke Kopfschmerzen und Druckgefühle, die im Lauf von 2 Monaten abzuklingen schienen, aber zunehmend Nackenschmerzen und nach 2 Monaten zusätzlich neurologische Symptome: Benommenheit, Sehstörungen, Ohrgeräusche, Schwindel. Erst Episoden von 2-3 Tagen mit 3-4-Tage-Pausen, dann nach einer längeren Pause mit diffusen aber schwachen Beschweden ein 3-Wochen-Horrortrip mit der ganzen Abteilung inkl. Depressionen, Schluckstörungen, Missempfindungen am Kopf, Augenzucken, Muskelzuckungen in Armen und Beinen und dergleichen.

Währenddessen Ärzte-Odyssee mit allerhand Befunden und Therapien (inkl. Antidepressiva) aber ohne "Treffer". Ich dachte schon, ich müsste in diesem Zustand alt werden. Selbstverständlich hatte ich auch Angst wegen der ungeklärten Ursache. Mein Umfeld (und viele Ärzte) sagten mir, ich solle endlich mit dem Abklären aufhören, ich mache mich ja nur verrückt. Hja. Aber ich war ein renitenter Patient und habe nicht aufgegeben. Gott sei Dank.

Durch Foren wie dieses und auch einige "echte" medizinische Quellen ;-) wurde ich mir immer sicherer, dass meine komplexen Befindlichkeitsstörungen wirklich vom Kopfgelenk kamen, auch wenn das sonst niemand recht glauben wollte.

Vor kurzem (6 Monate nach Beginn der Beschwerden und 4 Monate nach Beginn der med. Abklärung!) habe ich einen Arzt gefunden, der meine Vermutung bestätigte, eine Kopfgelenkblockierung diagnostizierte und selbige manualmedizinisch beseitigte. Es geht mir wieder gut. Die schlimmen, erwähnten Symptome sind weg, lediglich Nackenschmerzen habe ich noch, aber ich hoffe, dass sich das auch wieder durch die wiederhergestellte Beweglichkeit normalisiert.

Diese Symptome wünsche ich niemandem! Aber allen, die sie haben, wünsche ich, dass der Grund dafür ein ebenso "trivialer" sei wie bei mir. Ich schreibe diesen Text, damit andere vielleicht schneller auf die richtige Fährte kommen als ich. Mit der richtigen Behandlung zu einem früheren Zeitpunkt hätte ich mir ein paar grauenhafte Monate meines Lebens (und viele unnötige Euro für falsche Behandlungen) ersparen können. Trotzdem bin ich froh, dass mir schlussendlich geholfen werden konnte.

Zusatzinfos:

Meine Kopfgelenkkstörung war im radiologischen Befund (HWS-Funktionsröntgen) von Anfang an sichtbar und als

"Fehlstellung im Atlantoaxialgelenk" vermerkt, bzw. als "Linksrotation C2".

Im HWS-MR war "der occipitocervicale Übergang unauffällig".

Dass ebendieser Hals-Kopf-Übergang die Quelle meiner Beschwerden war, wollte aber

niemand so recht glauben (obwohl ebendas als "cervico-encephales Syndrom" bekannt ist

und auch gut gegoogelt werden kann). Mehrere Neurologen und Orthopäden sahen trotz diesem

Befund keinen Handlungsbedarf. Erst meine Hartnäckigkeit hat mich schlussendlich zum richtigen Arzt und

die richtige Behandlung gebracht.

Was mir noch wichtig ist:

Diese Symptome gibt es auch (oder vornehmlich) im Zuge einer sog. HWS-Distorsion (Schleudertrauma Stufe III),

wobei hier einerseits Weichteilverletzungen (Muskel, Bänder, Kapseln im oberen HWS-Bereich), aber auch oft psychische Reaktionen auf das nicht verarbeitete Unfalltrauma als Ursache angeführt werden. Letzteres ist in meinem Fall auszuschließen, weil nicht vorhanden.

Also nicht aufgeben und auch nicht voreilig in die psychosomatische Ecke stellen lassen!

Wenn das Kopfgelenk "irgendwie auffällig" ist, dranbleiben!

Von da können die wildesten Beschwerdebilder kommen.

Noch ein paar passende zusätzliche Schlagworte für die Suchmaschinen:

Atlas, Axis, Atlantoaxial, Hals-Kopfübergang, C1, C2, Cervikalsyndrom, Manualtherapie, Bagatelltrauma.

Und noch ein paar meiner Symptome, die ich hatte, aber im Text nicht angeführt habe:

Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Lustlosigkeit, Gedächtnisschwäche, Schlafstörungen, Störungen der Vasomotorik.

Vielleicht hilft meine Beschreibung jemandem weiter.

Ich wünsche euch allen viel Erfolg und gute Besserung!

Jürgen (Graz, Österreich)

sUhagra'thx666


Hallo jürgen!

Ich hatte auch ne überweisung beim orthopäden wegen hws problemen der hat auch dieses cervikal syndrom festgestellt, was genau ist das? jetzt habe ich noch ne überweisung zum psychater bekommen wegen verdacht auf depressionen kann das damit zusammenhängen!

MFG Tobias *:)

JeuerbgenxK


Cervikalsyndrom

Hallo Tobias,

ich bin kein Mediziner, aber ein bisschen was habe ich in letzter Zeit notgedrungen darüber gelernt (man korrigiere mich, wenns nicht stimmt).

"Cervikalsyndrom" steht schnell mal in einem Befund und ist nicht besonders spezifisch. Es bedeutet eigentlich nur, dass etwas mit deiner Halswirbelsäule (Cervix = lat. Hals) nicht stimmt.

Wegen Depressionen:

In diesem Bereich kenne ich mich gar nicht aus, außer, dass ich ebenfalls depressive Attacken hatte - ausgelöst bzw. verstärkt durch mein HWS-Problem. Also: Ja, das kann zusammenhängen.

Psychische Labilität ist laut einem med. Artikel* (der allerdings nicht kostenlos lesbar ist) ein typisches anamnestisches Zeichen einer Kopfgelenksstörung.

(* Artikel: [[http://www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/manuelletherapie/doi/10.1055/s-2006-926921]])

Ein paar Links noch vielleicht:

[[http://www.thieme-connect.com/ejournals/html/lro/doi/10.1055/s-2005-861176#N65605]]

(Umfangreich aber gut!)

[[http://www.iol.ie/~rcsiorth/journal/volume4/issue2/fix.htm]]

(Englisch, betrifft speziell das Problem, das ich hatte)

[[http://www.google.at/search?hl=de&q=cervico+encephales+Syndrom&btnG=Suche&meta=]]

(Google-Suche nach Cervico-Encephales Syndrom)

LG

Jürgen

s(hagZratYh66x6


naja bist kein arzt aber das meiste davon trifft auf mich zu! danke für deine hilfe und für die links!:)^

Mfg Tobias *:)

b.oCmbo


Altlaswirbel und Kopfschmerzen

Hallo Leidensgenossen,

seit meinem 4. oder 5. Lebensjahr habe ich ziemlich mit Kopfschmerzen zu tun. Heute (mit 42) brummt der Schädel tagtäglich... Ca. 3 oder 4 Mal p. Monat begleiten mich dann noch Migräneattacken. In den letzten 3 Jahren dann noch 4 Hörstürze. Meine Arztodysee ist lang: immer wieder neue Neurologen, HNO-Spezialisten, Kernspins etc. pp. Auch mit Botox habe ich es schon probiert, leider erfolglos. Dann kam der nächse mit einer Kombi aus Betablockern und 'leichten' Psychopharmaka. Mit den Betablockern habe ich jetzt weniger Migräne (immerhin), aber der tägliche Kopfschmerz ist einfach da. Und die Psychopharmaka haben dafür gesorgt, dass ich kräftig an Gewicht zugelegt habe. Das Zeug habe ich also abgesetzt und kämpfe nun sein 8 Wochen mit 'Entzugserscheinungen': Übelkeit, Schwindel, Kreislaufschwäche...

Auch Gynäkologen waren schon mit meinem Fall beschäftig, aber selbst Hormontherapien waren nicht erfolgreich.

Im Dezember 2006 habe ich mir dann den Atlaswirbel einrenken lassen. Jetzt ist mein Körper ziemlich in Arbeit, denn er stellt sich auf die neue Situation ein. Mein Biss (Zähne) stimmt nicht mehr und ich habe häufiger Rückenschmerzen. Zudem bin ich sehr wetterfühlig geworden, benötige viel mehr Schlaf und mir ist ständig schlecht. Zur Zeit versuche ich mit meinem Hausarzt (der viel mit homöopat. Mitteln arbeitet) irgendwie wieder einen Rhythmus zu finden, es fällt mir aber schwer. Logo: ich bin 42 Jahre mit einem ausgerenkten Wirbel durch die Welt gegangen, da wird es auch nun Zeit brauchen, bis alles sich darauf einstellt.

Trotzdem machen mir diese tagtäglichen Schmerzen sehr zu schaffen und schränken mich sehr ein.

Hat vielleicht jemand eine 'Langzeiterfahrung' nach dem Wirbeleinrenken? Noch habe ich die Hoffnung, dass es besser wird... Wäre gerne mal wieder komplett schmerzfrei, nicht erst nach den Wechseljahren (wie mir manche Ärzte prophezeit haben).

Danke und gute Besserung an alle Kopfschmerzler!

Bombo

b&en'ommenemr cxhris


Hallo Doil,

ich habe fast exakt die gleichen Symptome. Mein Problem kam über Nacht. Bin abends eingschlafen und es ging mir ganz normal, also sehr gut. Am nächsten Morgen wache ich auf und bin wie besoffen. Also so eine Art leichter Schwindel, bzw. eben nicht ganz klar. Auch die Gangunsicherheit war da. Aber mit der Zeit nahm das ab und es war nur noch diese Benommenheit, als hätte ich was geraucht und würde nicht wieder ganz runterkommen. Hinzu kam dann zuerst eine Art Druck auf dem Hinterkopf, wie eine "Badekappe". Das ging dann wieder weg, kam mal zwischendurch wieder und ging schließlich ganz weg. Danach kam aber eine Art Druck auf den Ohren hinzu, sowie ein ganz leichtes, hochfrequentes Ohrensausen auf dem linken Ohr. Und das rechte Ohr pochte eines abends mal so komisch, was aber wieder wegging. War heute beim HNO-Arzt, um in Erfahrung zu bringen, ob die Benommenheit von den Ohren kommen könnte.

Die Ärztin winkte gleich ab und meinte, dass das nicht sein kann. Gut, dachte ich. Aber ich wunderte mich umso mehr, dass sie dann trotzdem noch eine Reihe unnötiger Untersuchungen machte. Für mich war klar, dass das Ohrgeräusch mit der Benommenheit zu tun hat und nur ein weiteres Symptom dieses Problems ist.

Am Ende war alles für den Arsch. Finden konnte die Ärztin natürlich nix, was mir klar war. Sie war nur total auf das Stichwort Ohrgeräusch bzw. "Tinnitus" fixiert und wollte ihr Schema F durchziehen, um ihre Abrechnung aufzublähen. Sie interessierte sich einen Dreck für mein eigentliches Problem der Benommenheit - weshalb ich ja zu ihr kam. Am Ende verschrieb sie mir nur ein paar blöde Standard-Pillen, die ich 2 Wochen lang schlucken soll. Kommentar: "Wenn es nicht besser wird, müssen wir Infusionen machen" (= sie verdient am Patienten). Alles Schwachsinn kann ich da nur sagen. Denn um den "Tinnitus" bzw. mein leichtes Ohrgeräusch ging es ja gar nicht.

Es ist ein Riesenproblem der Schulmediziner: Die meisten sind nicht fähig, fachübergreifend zu denken und nach Ursachen im Gesamtzusammenhang des Körpers zu forschen. Zumeist wird nur auf das lokale Symptom geschaut und dann versucht, mit den üblichen 0815-Methoden drüberzubügeln (Katalog-Behandlungen, auf Dauer nutzlose Pillen). Genau deshalb beginnt dann die Ärzte-Odysee. Werde jetzt zu einem Arzt gehen, der Heilpraktiker ist und sich sowohl mit traditioneller chinesischer Medizin als auch Osteopathie auskennt. Vielleicht habe ich Glück und treffe auf einen fähigen Menschen. Unter den Schulmedizinern scheint es nämlich fast ausschließlich theorieabgestumpfte Scheuklappen-Analysten zu geben, für die der Körper nur eine Maschine ist. Bei einem Knochenbruch ist das toll. Aber mit so einem diffusen Problem wie Benommenheit bedarf es Feingefühl und ganzheitlicher Betrachtung.

Wünsche euch allen jedenfalls gute Besserung!

Chris

A^strxoli


HWS und Atlas

Hallo,

ich habe seit ca. 11/2 Jahren Schmerzen beim Drehen meines Halses und sehr, sehr störend nächtliches Einschlafen der Hände und Arme.

Carpaltunnelsyndrom ist nach einer Messung ausgeschlossen.

Beim Frisör/Kopfmassage verspürte ich an einer größeren Stelle am Oberkopf einen heftigen Schmerz, als hätte ich mich geprellt/angestossen(was aber nicht war). Der Schmerz ist immer noch an der gleichen Stelle.

Kann das von der HWS kommen?

Ich trage nachts eine Bisschiene und meine Kiefergelenke krachen und schmerzen..

Habt Ihr Erfahrungen mit Atlastherapie?

Danke und Grüsse Liu

b.enommenJer c'hrxis


So, ich war diese Woche bei einem Physiotherapeuten, der sich auch mit osteopathischer Behandlung auskennt. Er meinte, ein Brustwirbel sei verklemmt, was wiederum Auswirkungen auf die HWS habe. Mit wenigen Handgriffen und einem deutlichen Knacken hat er das wieder eingerenkt. In der Tat war mein Rücken danach komplett entspannt - zumindest was die Wirbelsäule unterhalb des Halses anbetrifft. Das Problem ist aber immer noch da. Aber es hat sich gebessert. Ob das nun an der Einrenk-Aktion lag, weiß ich nicht. Denn es hatte sich bereits 2 Tage vor der Behandlung eine Besserung eingestellt. Habe wieder Momente der totalen Klarheit - und diese Momente werden mehr und länger. Der Therapeut meinte, ich müsse Geduld haben. Der Körper brauche einige Tage, um sich zu regenerieren. Also dann will ich mal noch warten, bevor ich Weiteres unternehme.

Im Zweifelsfall gehe ich nächste Woche nochmal hin und lass mir gezielt die HWS behandeln. Ich habe den Eindruck, da ist noch was verspannt. Wenn es denn damit getan sein sollte, wäre toll. Ich muss aber trotzdem ehrlich auch sagen, dass ich mir nicht sicher bin. Denn so richtig gut fühlte ich mich seit Beginn des Problems seither keinen einzigen Moment mehr. Die Angst ist natürlich da, dass es nie wieder ganz ok sein wird. Aber da kann man nur hoffen und vor allem beten.

b?enomlmenerm ch`rixs


Benommenheit weg, Zischen + dumpfes Gefühl i.Kopf übrig

Liebe Mitleidenden,

meine Bewusstseinstrübung ist verschwunden - von ganz allein. Ich bin froh darum. Aber es ist was übrig geblieben: Ein Zischen im Kopf. Dieses wurde vom HNO-Arzt als Tinnitus abgetan. Aber es ist anders. Es ist teilweise ein seltsames Gefühl, das von der linken Seite her durch den Kopf "schneidet" - und zwar synchron zum Geräusch. Manchmal zischt das Geräusch sehr stark. Und synchron dazu zieht dann das seltsam schneidende Gefühl durch meinen Kopf.

Das Zischen ist manchmal so leise, dass es kaum zu hören ist. Dann sind auch die Probleme quasi nicht vorhanden. Doch je lauter es wird, desto stärker sind auch die anderen Symptome, wie folgt:

Wenn das Zischen besonders stark ist, so habe ichparallel dazu meist eine Art Druck mit leichtem Schmerz auf der kompletten linken Kopfseite. Das Kopfgefühl ist dann auch insgesamt sehr schwammig, aber zum Glück keine Bewusstseinstrübung mehr. Es ist dann eher so, als wäre man etwas verballert. Und am Hinterkopf spüre ich dann manchmal auch wieder ein Gefühl, als hätte ich eine Mütze auf.

Das Problem ist, dass diese Symptome die Konzentration sehr stark einschränken. Es ist nicht nur ein Ohrgeräusch, denn damit könnte ich noch einigermaßen zurechtkommen. Es ist eine echte Beeinträchtigung.

Nun, da ich ab April wieder krankenversichert bin, kann ich endlich alle Ärzte aufsuchen ohne arm zu werden. Ich werde nach der Ursache suchen. Aber ich bin überzeugt, dass der "Tinnitus" bzw. mein Zischen im Kopf, das Symptom von etwas ganz anderem ist. Meine Halswirbelsäule fühlt sich immer noch komisch an, aber ich bin nicht mehr so sicher, ob es damit was zu tun hat. Es kommt mir so vor, als wäre das Gehirn selbst irgendwie gereizt, so dass dieses Zischen und der Druck im Kopf entstehen.

Ich werde weiter berichten. Falls jemand eine Idee hat, was das sein könnte, dann bitte eine Nachricht schreiben! Danke!

Chris

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH