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Schwindel, Verspannungen der Hws, Angst

Zneisxerl


Hallo an alle,

ich lese hier schon seit längerem still mit - bin selber Betroffene durch verschiedene Arten von Schwindel - und frage mich, was manche so vehement gegen die Diagnose "Angststörung" oder "psychogener Schwindel" wettern lässt!

Ich war überglücklich, als ich erfahren habe, dass ich eben KEINE tödliche Erkrankung habe, dass ich nicht die einzige Betroffene bin, und dass man gegen so eine Krankheit eben SEHR GUT vorgehen kann!

Als das Kind einen Namen hatte, ging es mir von einer Minute auf die andere schon um 50% besser ... und die anderen 50% (oder sagen wir mal 48%) habe ich schließlich auch in den Griff gekriegt.

Alles Gute für alle Schwindel- und Angstgeplagten!

X7xDanbaxX


Hausarzt, Kardiologe, Neurologe, HNO - bis hin zur Intensivstation..., das ist alles

andere als halbherzig und sollte genügen.

Wenn man von lebensbedrohlichen Krankheiten ausgeht, hast du recht, beim Feintuning hab

ich andere Erfahrungen gemacht. Weshalb z.B. Nerven beeinträchtigt sind, kann man erst

nach akribischer Diagnostik sagen, Psychisch bedingt ist natürlich das Einfachste. Dass

es eine breite Palette an Erregern gibt, die keine großartigen Auffälligkeiten im Blutbild verursachen, ist schon komplizierter, vor allem was die Kosten der Tests angeht. Nicht anders sieht es mit Autoimmunkrankheiten aus.

Bin ich auch - aber in diesem Fall liegt es auf der Hand und dann gebe ich dem Betroffenen den entsprechenden Ratschlag.

Wie kannst du dir da sicher sein? Eine ähnliche Beschreibung meiner Symptome hätte ich vor einem halben Jahr auch gegeben.

und was haben die dann rausgefunden?wenn ich fragen darf...

Eine Virusinfektion mit ZNS-Beteiligung

Ich war überglücklich, als ich erfahren habe, dass ich eben KEINE tödliche Erkrankung habe, dass ich nicht die einzige Betroffene bin, und dass man gegen so eine Krankheit eben SEHR GUT vorgehen kann!

Kann man. Man kann aber auch wertvolle Zeit verlieren, wenn es eben nicht psyschich

bedingt ist. Gibt so einige Leute, die sinnlos AD genommen haben, bis sie irgendwann drauf gekommen sind, dass sich an ihrem körperlichen Problem nichts getan hat, außer das sie nun noch zusätzlich ein Problem mit dem Zeug haben. Tödliche Krankheiten kann man wie

gesagt schnell ausschliessen, Krankheiten die die Lebensqualität rauben, erfordern in der

Regel eine aufwendigere Diagnostik um die man regelrecht kämpfen muss.

Als das Kind einen Namen hatte, ging es mir von einer Minute auf die andere schon um 50% besser ... und die anderen 50% (oder sagen wir mal 48%) habe ich schließlich auch in den Griff gekriegt.

Das ist einer der großen Unterschiede, für Leute mit organischen Krankheiten spielt es in der Hinsicht keine Rolle, ob die Ursache gefunden wurde, draußen die Sonne scheint, oder was auch immer. Außer dass wenigstens die Ungewissheit weg ist, gehts einem trotzdem noch

dreckig. Deswegen sollte man gerade auch als Arzt genau hinhören, da der Betroffene sich

selber am Besten kennt.

Zeeixserl


Hallo Dana,

anscheinend habe ich mich ein bisschen missverständlich ausgedrückt ...

Ich stelle hier nur fest, dass sich manche Leute sofort und ausschließlich feldiagnostiziert fühlen, wenn der Ausdruck "psychisch" fällt!

Ich finde es schade, dass sogar in diesem Forum hier psychische Beschwerden auch immer noch - wie in der Gesellschaft - stigmatisiert werden. Niemand ist "verrückt", wenn er eine Angststörung mit phobischem Schwindel hat - und genau darum geht es doch in diesem Thread, oder?

Selbstverständlich kann es vorkommen, dass eine körperliche Krankheit MAL übersehen wird; aber eigentlich ist es doch andersherum, nicht?

Angstpatienten werden vom Hausarzt zum Internisten zum HNO zum Neurologen zum Orthopäden und wieder zurück geschickt und habe oft eine jahrelange Leidensgeschichte.

Wenn dafür schnell die Diagnose "Angststörung" gestellt würde (und sie der Patient akzeptieren könnte!), dann würde vielen viel schneller geholfen werden können!

Gruß

dbickeP7x6


zeiserl,

war es bei dir denn ne angststörung? und wie hast du die ganze problematik in den griff bekommen?

hab jetzt auch allmhlich alle ärzte durch... %-|

S+chne:cpke7x1


Hallo Ihr alle!

Was mir mal sehr geholfen hat, war eine Schiene, die nachts wie eine Zahnspange auf die obere Zahnreihe gedrückt wird. Sie hat zum einen eine Kieferkorrektur bewirkt, dh. dass sich mein Unterkiefer nach hinten geschoben hat und zum zweiten konnte ich so nachts nicht mehr Zähne knirschen. Nach 2 Wochen waren die ganzen Beschwerden weg!!! Ich konnte es selber kaum glauben :)^

LG Schnecke

dqic.ke7x6


so ein ding hab ich seit 3 tagen. habs aber bisher immer nach 1 stunde rausgemacht, weil ich damit bislang nicht schlafne konnte %-|

Z"eise!rl


Hallo dicke76,

ja; es war eine Angststörung. Eine lange Geschichte ... Aber so, wie ich das jetzt sehe, wohl ausgelöst durch eine tatsächliche Schwindelerkrankung (Lagerungsschwindel) mit ganz vielen "Nebenauslösern", und das Ganze über 20 Jahre hinweg, mit ständig wachsendem Leidensdruck.

Ausprobiert habe ich vieles; an Fachärzten kann ich vorweisen: Hausarzt, der auch osteopathisch arbeitet, Neurologe, Orthopäde, HNO sowie eine Krankengymnastin mit einem Touch Cranio-Sakraltherapie. Dazu Medikamente - vor allem Beruhigungsmittel.

Hat alles nichts geholfen.

Als die Panikattacken immer schlimmer wurden (ich bin Lehrerin und konnte fast zwei Jahre lang nicht mehr stehen beim Unterricht - aus Angst umzufallen!), war ich soweit, dass ich mir selber vorgenommen habe "wenn das bis Weihnachten (waren noch 4 Monate) nicht deutlich besser wird, dann suche ich mir einen Psychotherapeuten". Eine Adresse hatte ich von meinem Hausarzt schon geholt ... aber dann bin ich auf ein Buch gestoßen.

Da war MEINE Krankengeschichte beschrieben und benannt! Allein das war schon dermaßen befreiend ... Zusätzlich wurden die Mechanismen der Angst erklärt und auseinandergepflückt und Übungen beschrieben, die man allein zu Hause ausführen konnte: Die Jacobson-Methode, ein Angsttagebuch, mentale und körperliche Übungen ... alles Mögliche.

Und so habe ich mich langsam aber sicher herausgekämpft.

Das Ganze ist jetzt 8 Jahre her; ich habe zwar immer wieder mal meinen Lagerungsschwindel (den ich aber per Epley-Manöver gut im Griff habe), aber keine Angst mehr. Im Rückblick erscheint mir das Ganze wirklich wie ein böser Traum, aber ich kann mit 100prozentiger Sicherheit sagen, dass die Heilung in dem Moment begonnen hat, als meine ganzen Zustände einen Namen hatten!

Es war ja nicht nur der Schwindel und die Panik; es war ja so VIELES, von dem ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, dass alles nur EINEN Auslöser hatte. War aber so!

Und da ich weiß, was jemand mit dieser Erkrankung durchmacht, möchte ich allen nur Mut machen, nicht von vorneherein eine psychische Ursache auszuschließen und sich bei der Diagnose "psychosomatisch" beleidigt abzuwenden.

Es kann jeden treffen, und es ist genauso wenig eine Schande, wie wenn die Organe oder Gelenke erkranken!

Liebe Grüße

d~ick)ex76


und wie hieß sie, deine diagnose?

dfumnmwmel


hmmmmmm

Ich bin heute na hause gefahren (ca. 500 km) weil ich meinen Job durch (was auch immer) verloren habe ... als ich unterwegs war bekam ich wieder solch eine Panikattacke und das bei Tempo 200 km/h und Strömenden regen ... ich fuhr sofort die nächste ausfahrt raus ... um mich hin zu legen und tief durch zu atmen ... ich hatte zwar das Herzrasen im Griff nicht aber die Angst davor es zu kriegen ... so nach dem ich mich wieder gefangen hatte fuhr ich weiter ... und musste feststellen das sie schon wieder kam die Angst das mein Herz wieder Rumspinnt ... da musste ich aber feststellen wodurch sie ausgelöst wurde ... mich hat die ganze zeit so ein Lamei vormir Gennervt das ich am ausrasten war ... da erinnerte ich mich weshalb die erste begann, weil ich unter Stress stand ... ich konnte keine 10m weit sehen und das bei 200 km/h ... so nun fing ich an darüber nach zu denken in welchen Situationen ich du Anfälle bekam und ich musste feststellen das zu 95% Stress oder ich Aufregung bei mir diese Panik auslösen ... natürlich kommt noch Kummer und die eigentlich angst dazu ... aber nun meine frage ... was kann ich dagegen tun ... mir tut von dem fahren heute mein Kopf so weh als würde er mir gleich platzen ... und ich versuch nicht dran zu denken schaff es aber nicht .... es ist belastend ... !!!

L9upoq0)4x9


Ärgerlich, dass diese "Grundsatzdiskussion" nur auf meinen Beitrag eingeht und nicht auf den Betroffenen. Also bitte, XXDanaXX, wenn du einen konstruktiven Rat für den Hilfesuchenden hast, dann teile Ihn bitte hier mit, so wie ich das auch getan habe, denn das ist der eigentliche Sinn dieses Forums.

@ dummmel

bei Tempo 200 km/h und Strömenden regen ...

...bekommt man übrigens "zurecht" eine Panikattacke... ;-)

Nein, jetzt im Ernst. Im Grunde spürst Du ja selbst ganz deutlich, aus welcher Richtung Deine Symptome ausgelöst werden und das ist schon mal ein erster, wichtiger Schritt.

aber nun meine frage ... was kann ich dagegen tun

Es gibt leider nicht sehr viele Alternativen. Angststörungen (wodurch auch immer ausgelöst) können meiner Ansicht nach nur durch profesionelle psychotherapeutische Behandlung dauerhaft gebessert oder geheilt werden. Dazu gehört eine breite Pallette von Maßmahmen (Entspannungstraining, Sport - je nach Typ & Problem), die ergänzend helfen können.

Jedenfalls ist es auch ein Stück Umstellung des Lebens (bzw. des Alltags), für das man sich bewusst entscheiden muss.

Und es kann ein langer Weg sein, für den man sich aber irgendwann bewusst und ernsthaft entscheiden muss.

Alles Gute für Dich !

Lupo

h|olzm~ichxel


@ Dana

Welcher Arzt hat denn bei Dir die Virusinfektion festgestellt und mit welcher Methode.

Danke für Deine Antwort !!

lG

X;xD-anNaxxX


Ärgerlich, dass diese "Grundsatzdiskussion" nur auf meinen Beitrag eingeht und nicht auf den Betroffenen. Also bitte, XXDanaXX, wenn du einen konstruktiven Rat für den Hilfesuchenden hast, dann teile Ihn bitte hier mit, so wie ich das auch getan habe, denn das ist der eigentliche Sinn dieses Forums.

Wer lesen kann, ist im Vorteil. Ich denke, dass meine Aussage schon klar genug rüber kam: dranbleiben & wirklich alles Organische ausschließen lassen, vor allem im Erregerbereich.

Ich finde es schade, dass sogar in diesem Forum hier psychische Beschwerden auch immer noch - wie in der Gesellschaft - stigmatisiert werden. Niemand ist "verrückt", wenn er eine Angststörung mit phobischem Schwindel hat - und genau darum geht es doch in diesem Thread, oder?

Ich hab weder behauptet, daß jemand mit 'ner psychosomatischen Störung verrückt ist, noch werte ich die Krankheit in sonst einer Form ab. Allerdings denke ich, daß Angststörungen häufiger Fehldiagnosen sind, als umgekehrt. Den Thread hab ich übrigens nicht als "phobische Störungen" verstanden, sondern im Gegenteil, hier sind jede Menge Beiträge, bei denen sich die Leute sicher sind, dass sie was Organisches haben. Steht ja auch unter Neurologie. In der Psychoecke hätte ich gar nicht geschrieben.

Welcher Arzt hat denn bei Dir die Virusinfektion festgestellt und mit welcher Methode.

Danke für Deine Antwort !!

Das war stationär auf der Neurologie & ich bin denen wirklich superdankbar dafür.

Sind zwei Viren gewesen, einmal der Herpes-6, welcher ganz normal serologisch festgestellt wurde (hätte jeder Hausarzt machen können, aber der wird leider selten getestet & ich hab Einige erlebt, die den nichtmal kannten). Zum Anderen halt der ebv, mittels Liquorpunktion. Da das eine Reaktivierung war, war der im Blutbild immer negativ & wurde als abgelaufene Infektion interpretiert, lediglich die Serumnarbe ist (nach Monaten), hochgeschossen.

hIolzm&i chxel


@ Dana

Danke erstmal für die Antwort !

Ich weiss es ist bei jedem unterschiedlich auch bei mir wurde vor 2 Jahren Ebv festgestellt aber was man so wirklich dagegen tun kann,kann einem niemand so richtig erzählen.Was hat Dir denn für eine Therapie geholfen ??

Beste Grüsse

Z3eis~erl


@ Dana:

Du schreibst:

Allerdings denke ich, daß Angststörungen häufiger Fehldiagnosen sind, als umgekehrt.

Wie kommst du daruf? Hast du Zugang zu irgendwelchen Statistiken oder Untersuchungen diesbezüglich? Oder meinst du das nur, weil es bei dir so war ...

Gruß

X(xDanaxxX


Hallo holzmichel,

aufgrund mangelnder Alternativen nur homöopathische Sachen, Entgiftung, Eigenblutbehandlung, Darmsanierung, immunstärkende Mittel, etc. An Virustatika habe ich mich wegen der Nebenwirkungen nicht rangetraut, zumal die auf ebv-Viren auch nur im Reagenzglas richtig wirken sollen.

Ansonsten würde ich sagen, dass die Zeit auch eine große rolle gespielt hat, aber wenn ich bei dir 2 Jahre lese, wird mir echt anders. Weg ist es ja bei mir auch nicht, aber sagen wir mal zu 70% verbessert, gegenüber dem wie es in der Akutphase war.

Wie ist das eigentlich bei dir, merkst du Verbessungen oder ist das seit zwei Jahren gleichgeblieben? Wie wurde der Virus bei dir eigentlich nachgewiesen?

LG Dana

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