» »

Schwindel, Verspannungen der Hws, Angst

pWhoebetphewitch


Ama

da wollte ich nämlich auch drauf aus. Ich habe diese Probleme auch und es lag an der Halswirbelsäule. Lange lange Jahre hat mich jeder Arzt wieder weggeschickt mit den Worten wir können nix für sie tun oder gehen sie zum Therapeuten. Das Seroxat nehme ich auch schon seit Jahren aber es hilft nix gegen den Schwindel es ist in einer kleinen Menge gut zu´nehmen da es gegen Schmerzen überhaupt ist.

Immer wenn ich pysikalische Therapien mache dann geht es mir hinterher besser. Ich bin am liebsten in einem Sole-Thermalbecken weil dort nämlich die Muskeln nicht zu sehr beansprucht werden.

Durch diese vielen Verspannungen hat sich bei mir im Nacken die Wirbelsäule schon total verkrümmt und deswegen werden die Schwierigkeiten immer schlimmer. Es ist gut direkt damit zum Orhopäden zu gehen damit dem Übel schnell ein Ende gesetzt wird.

Viel Erfolg allen Schwindlern.

Phoebe

M-ikeT1x984


@phoebe

hallo,

soviele sachen können nur von einem "defekt" der wirbelsäule kommen? aber bei mir is das alles auf einmal eingetreten, is das normal?? von dem einen auf den anderen tag. naja. hilft da yoga eigentlich? kannst du mir mal schreiben, was du genau hattest?

lcuckyleixn


Schwindel - Heilung ist möglich!

Hallo liebe Leidensgenossen,

vor einem halben Jahr begann auch ich unter Schwindel zu leiden - jeden Tag schwankte der Boden unter mir, ich war wie benommen und voller Angst an einer schlimmen Krankheit zu leiden (Gehirntumor, MS...). Eine Odyssee von Arzt zu Arzt begann. Ich konnte aus lauter Sorge weder schlafen noch essen, nahm ziemlich ab und war schließlich nur noch ein Häufchen Elend. Schließlich (nach drei Monaten) hatte ich einen Termin in der Münchner Schwindelambulanz. Ich wurde gründlich durchgecheckt und schließlich wurde mir in einem ausführlichen Gespräch erklärt, dass ich unter "phobischem Schwankschwindel" leide. Fast enttäuscht, dass wieder "nichts Richtiges" gefunden wurde, ging ich nach Hause, las mir immer und immer wieder den medizinischen Fachartikel zu dem Thema durch, den man mir mitgegeben hat. Man versprach gute Heilungschancen, wenn man sich an einige zentrale Punkte halte: 1. keine Situationen vermeiden, in den man den Schwindel besonders fürchtet (das war recht schwierig bei mir, da mir zu Hause genauso schwindlig war wie auf der Arbeit, auf der Straße, beim Einkaufen, etc.; dennoch habe ich mir fest vorgenommen, mich nicht mehr wegen Schwindel ins Bett zu legen, mich krankschreiben zu lassen, etc. Ich wollte wieder leben wie ohne Schwindel.

2. sich absolut nicht mehr mit der Krankheit beschäftigen (das hört sich zunächst paradox an - wie soll ich, wenn mir schwindlig ist, nicht daran denken? Gemeint ist aber vor allem, dass man - wie ich - aufhört, zu allen möglich Ärzten mehrmals zu rennen, verschiedenste Physiotherapien zu beginnen, im Internet zu recherchieren... So habe ich seit November auch nicht mehr dieses Forum besucht!!!) 3. Sport betreiben (diesen Tipp habe ich gerne angenommen, da mir beispielsweise beim Joggen oder Schwimmen nie schwindlig war. Aber ich habe auch anstrengende Bergtouren unternommen, um mir zu beweisen, dass ich körperlich fit bin. Auch musste ich definitiv an meine körperliche Gesundheit glauben. Also: Keine weiteren Blutuntersuchungen, keine neuen Kernspinuntersuchungen, etc. 4. Psychische Ursachen anerkennen und in einer Psychotherapie aufarbeiten. Ich musste dabei erkennen, dass ich über Gefühle nur schwer sprechen kann, ja, dass ich oft sogar nicht einmal wusste, wie ich mich überhaupt fühlte. Bevor der Schwindel begann hatte ich eine Reihe von Umwälzungen in meinem Leben hinter mir: Wohnortwechsel, Zusammenziehen mit meinem Freund, neue Arbeitsstelle. Meine Therapeutin erklärte mir, dass solche tiefgreifenden Lebensereignisse einen schon "schwindlig" machen können, wenn man keine andere Ausdrucksweise kennt. Ich habe mir also vorgenommen, immer wieder im Alltag inne zu halten und mir zu überlegen, wie es mir eigentlich geht. Seitdem kenne ich mich und meine Umwelt besser. Ich bin bei weitem noch nicht am Ziel, aber ich arbeite kräftig daran.

Nach 4 Monaten Schwindel kam dann über Weihnachten die erste Verbesserungsphase. Mehrere Tage ging es mir ein wenig besser, bei einer Bergwanderung sogar gut wie nie. Diese Tage zeigten mir, dass es also immerhin ein Leben ohne Schwindel noch geben kann, dass ich es auch merke, wenn es mir besser geht. Leider kam der Schwindel dann wieder und hielt wieder an. Mein "Trainingsprogramm" ging also weiter. Und siehe da: Immer wieder gab es 1,2 oder 3 Tage, an denen ich fast schwindelfrei war. Seit 1 Woche hält diese Phase nun an. Natürlich habe ich immer noch ein bisschen Angst, dass alles wieder von vorne beginnen kann, aber ich weiß jetzt, dass es Methoden gibt, mit denen ich dagegen kämpfen kann.

Deshalb habe ich mich auch jetzt erst wieder in dieses Forum getraut. Jede Beschäftigung mit dem Schwindel erhält ihn am Leben.

Mittlerweile bin ich felsenfest davon überzeugt, dass ich den Schwindel aus zwei Gründen hatte:

1. Ich habe mich zu sehr auf mein Gleichgewichtsgefühl fixiert, mich ständig kontrolliert. Schließlich kommen einem normale körperschwankungen als Schwindel vor! (Dies erklärt der medizinische Artikel sehr gut mit der "gestörten Efferenzkopie")

2. Die neuen Lebensumstände, der Umzug, die neue Arbeit, haben mir Angst gemacht, eine Angst, die ich mir nicht eingestehen wollte. Es war mir quasi alles zuviel, konnte es aber nicht äußern, deshalb brauchte meine Psyche ein anderes Mittel, damit ich auf ein Problem aufmerksam werden: Der Schwindel.

Angst macht Schwindel, Schwindel macht Angst. Aber man kann den Teufelskreis durchbrechen.

Man braucht Geduld - anfangs dachte ich, dass in ein paar Tage oder Wochen alles wieder gut sein müsste. Jetzt weiß ich, dass ich schon froh sein kann, dass ich die ersten Heilungserfolge nach 6 Monaten erfahre. Mir ist auch klar, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Vermutlich bleibt immer ein "Restrisiko", eine "Restangst". Ich hoffe, dass ich in weiteren 6 Monaten sicherer bin und beständiger schwindelfrei.

Ich hätte nie gedacht, dass ich so tief "sinken" könnte. Oft dachte ich an Selbstmord - während der schlimmen Zeiten. Nichts machte mehr Spaß, niemand konnte einem helfen.

Schon damals sagte eine Hausärztin: Wenn Sie diese Phase überwunden haben, werden Sie gestärkt daraus hervor gehen. Es stimmt. Hört nicht auf zu kämpfen. :-)

Empfehlen kann ich die Münchner Schwindelambulanz.

Wenn ihr noch Fragen habt, dann stellt sie hier im Forum, ich schreibe euch gerne! :-)

PSic]knizcker


hallo leute!

ich bin 19 Jahre alt und kann mich hier, was meine symptome angeht, einigen leuten anschließen!angefangen hat alles für ca 9 monaten. nach ner durchgefeierten nacht bin ich trotzdem nach nur 2h schlaf morgens in die schule! da wurdemir dann irgendwann schlecht und ich bin nach hause gegangen!hab mir nix dabei gedacht da ich vorher einen kaffee getrunken, was ich sonst nie tue, und dachte es käm wohl davon!falsch gedacht! die nächsten tage hatte ich besonders morgens ein schwindelgefühl und mir wurde übel!ich bin zwar nach ein paar tagen wieder in die schule gegangen weil ich nicht alles verpassen wollte aber oft musste ich aus dem unterricht gehen weil mir einfach zu schlecht und schwindelig war!mein schwindel klingt meistens im laufe des tages etwas ab abder immer öfter habe ich morgens und auch am restlichen tag kopfschmerzen.auch die erwähnte panikattacken kenne ich! auch wenn der schwindel mal gerade nicht so stark ist, bekomme ich in manchen situation angst vielleicht umzukippen oder mich übergeben zu müssen!besonders eben wenn ich unter leuten da es da ja am unangenehmsten wäre. auch mit herzrasen hatte ich einige male zu kämpfen und öfter merke ich ein leichtes ziehen in der linken brust was mich nervös macht! natürlich war ich schon bei allen möglichen ärzten aber keiner konnnte irgendetwas feststellen. körperlich bin ich wohl krengesund!nachdem mir vor kurzem ein chiropraktiker mal einige hals und rückewirbel eingerenkt hat, glaube ich eine besserung des schwindel bemerkt zu haben! ganz weg is er aber nicht, kopfschmerzen und panikattacken kommen immernoch vor!von diesem phobischen schwankschwindel hab ich jetz auch vor kurzem etwas im TV gesehen...wäre natürlich ne möglichkeit aber was man dagegen tun soll: von wegen nicht daran denken usw...das klingt alles ziemlich hart!naja beim psychater war ich bis jetzt noch nicht! würdet ihr mit raten einen zu besuchen?ich bestreite ja nicht dass es mitlerweile teilweise psychisch bedingt sein könnt aber seltsam finde ich dann, dass besonders morgens nach dem aufstehen die beschwerden am schlimmsten sind!das weißt doch eher auf etwas wie HWS, verspannungen usw hin oder?

hm, richtig spaß kann man in dieser verfassung wirklich nur noch selten haben und deswegen bin ich über jede anregung, meinung oder hilfe dankbar!

MfG

Picknicker

l'uc}yleixn


@ picknicker

Hallo,

vergiss die Geschichte mit der HWS!

Auch ich war lange auf dem Trip: Massage, Chirotherapie, Ostheopathie, Wärme...

Ich glaube, dass du am Anfang deiner Leidensgeschichte einen "wirklichen Schwindel" hattest, der sich nun durch Angst und ständige Selbstbeobachtung aufrecht erhält.

Gehe auf jeden Fall zu einem guten Neurologen, der dir eventuell eine Verhaltenstherapie oder Gesprächstherapie bei einem Psychotherapeuten empfehlen kann.

Und wie gesagt: Lass dir einen Termin in einer Schwindelambulanz einer Uniklinik geben. Zur Not musst du halt für einen Tag nach München reisen (Wartezeit leider ca. 2-3 Monate, warten lohnt aber!). Dort erfährst du aus Profihänden, dass du gesund bist und was du tun kannst.

Kopf hoch!

P`ick0niGckexr


@lucylein

danke für deine antwort!

hm das hört sich ja echt nach ner menge stress an aber ich bin auf jeden fall bereit etwas gegen meinen schwindel zu unternehmen. werde mich morgen mal nach nem psychotherapeuten umsehen. den verdacht dass ich am anfang einen "wirklichen" schwindel hatte den ich mir jetzt einfach nur noch einbilde, habe ich auch seitdem ich von diesem phobischen schwankschwindel gehört habe. um festzustellen dass ich kerngesund bin muss ich glaub ich nicht mehr in eine uniklinikm da ich ja schon bei vielen ärzten war, aber vielleicht versuche ich mal in wiesbaden bei der diagnostik einen termin zu bekommen, die sollen auch recht gut sein.

lFucyl/exin


@ picknicker

Hallo! Habe im Internet auszugsweise Artikel der Münchner Neurologen gefunden, den ich auch als "einzig erlaubte Lektüre" mitbekommen habe:

" Ein schon weniger offensichtlicher, aber sehr häufiger, psychogener Schwindelzustand, in dem sich widersprechende Komponenten eine entscheidende Rolle spielen, wurde von Brandt u. Dieterich 1986 [5] als "phobischer Attackenschwankschwindel" bezeichnet. Dieser Schwindel ist charakterisiert durch die Kombination eines Benommenheitsschwindels mit subjektiver Stand- und Gangunsicherheit, obwohl die Betroffenen stehen und gehen können.

Einen solchen Schwindel erleiden Patienten typischerweise in bestimmten sozialen Situationen (Kaufhäuser, Konzerte, Besprechungen) oder angesichts typischer auslösender Sinnesreize (Brücken, leere Räume, Straßen). Hinzu kommt in der Situation oft eine Crescendo-Vernichtungsangst.

   Bei der Auslösung eines "phobischen Attackenschwindels" wird eine Fehlabstimmung zwischen dem Gesehenen und dem Empfundenen durch eine ängstliche Eigenbeobachtung vermutet.

Die Fehlabstimmung zwischen Gesehenem und Empfundenem führt dazu, dass bisher gewohnte aktive Handlungsweisen (Sicht- und Handlungsmuster) als passive Scheinbeschleunigungen und Scheinbewegungen erlebt werden.

Typischerweise fühlen sich die Betroffenen organisch krank. Sie klagen dabei über den "Schwindel". Nicht die ängstliche Beobachtung hat für sie das Schwindelgeschehen ausgelöst, sondern sie glauben, dass der Schwindel die schreckliche Angst ausgelöst habe."

Die "gestörte Efferenzkopie", die ich schon einmal erwähnt habe, bedeutet, dass folgendes "normales System" durch die Angst gestört ist:

Normalerweise bereitet sich das Gehirn schon auf deine Bewegung vor, bevor du dich bewegst. Es weiß: Achtung, er macht einen Schritt nach rechts, nicht die Wand kommt auf dich zu, sondern nur der Körper bewegt sich.

Wenn dieses System gestört ist, dann werden Körperbewegungen als Scheinbewegungen erlebt, die man als Schwindel empfindet.

Da das normale System sich auf unbewusste Art und Weise korrekt abspielt, kann man es durcheinander bringen, wenn man plötzlich bewusst über sein Gleichgewichtsempfinden nachdenkt.

Es ist wie mit dem Treppe laufen: Wenn man nicht dran denkt, klappt es prima, wenn man bewusst die Stufen treffen will, kommt man ins Schwanken.

Oder mit Namen: Wenn du lange und oft genug deinen Namen vor dich hin sprichst (oder andere gebräuchliche Wörter), dann kommen sie dir am Schluss fremd und seltsam vor.

Ziel ist es also, von der bewussten Reflexion wegzukommen, und das kann wirklich gelingen, wenn man sich nicht mehr panisch in den Schwindel hineinsteigert (ich habe es auch monatelang betrieben.... ;-)

Hoffentlich nerve ich dich nicht mit meinen langen Ausführungen, aber ich kann halt sehr gut nachempfinden, wie du dich fühlen musst. Schwindel kann einem das Leben absolut zur Hölle machen: Dir ist schwindlig und niemand sieht etwas, nichts macht mehr Spaß, du fühlst dich benommen und hast Angst.

Aber lass dich bitte nicht unterkriegen. Wie die Ärzte zu mir sagten: Das ist eine Phase in ihrem Leben, die vorbei gehen wird!!!!

P$ic%knidcTker


@lucylein

du nervst auf keinen fall mit deinen ausfürhrungen!ganz im gegenteil, bin echt froh darüber dass du mir diese infos gibst!und alles was du jetzt in deinem letzten post geschrieben hast trifft eigentlich exakt auf mich zu!ich denke andauernd über den schwindel nach, besonders wenn ich zb auf dem weg zu freunden oder ner party oder so bin. bin ich dann angekommen, ist oft schon das schwindelgefühl und die angst vorhanden!also genau wie es in dem artikel beschrieben wird, kommt die panikattacke unter vielen leuten am haüfigsten vor. ich will dich jetz wiederum nich nerven , aber was empfiehlst du mir als nächsten schritt?sollte ich einfach mal zum nächstbesten psychotherapeuten gehen und ihm meine probleme schildern?

loucy6lein


@ picknicker

Hallo,

die nächsten Schritte?

1. Klar, du brauchst einerseits fachkundige medizinische Hilfe, denn du bist ja in einem ganz speziellen Sinne krank, oder? Du warst ja sicher auch schon bei einem Neurologen, oder? Zu deren Fachgebiet gehört die Psychatrie ja auch. Das heißt, die müssten entweder selbst Therapien anbieten oder geeignete Therapeuten empfehlen können. Sicher ist "Verhaltenstherapie" besser geeignet als "Psychoanalyse" (kannst dich dazu ja mal im Internet schlau machen...). Wenn du noch nie Psychotherapie gemacht hast (wie ich), dann genehmigt jede Krankenkasse ohne Murren 25 Sitzungen. Du kannst dir einige Therapeuten testen, bevor du dich festlegst, mit wem du am besten kannst.

2. Aber du musst auch erkennen, dass du im Prinzip gleichzeitig dein eigener Therapeut und Patient bist. Diese eine Psychotherapiesitzung in der Woche bringt nur dann was, wenn du dich täglich, stündlich selbst auf Vordermann bringst.

3. Beginn doch einfach mal damit, dass du nicht mehr das Internet zum Thema "Schwindel" abgrast. Bei mir gab es Zeiten, da habe ich ganze Tag und Nächte damit zugebracht, dass ich bei google "schwindel und ms", "schwindel und gehirntumor", "schwindel lebenslang", "schwindel und halswirbelsäule"... eingegeben habe. Und es hat Monate gebraucht, bis ich gecheckt habe, dass ich mich dadurch nur noch viel mehr ins Unglück jage. An einem bestimmten Tag habe ich mir dieses Verhalten absolut verboten. Auch solche Foren können gefährlich sein. Wenn du künftig das Forum auch meiden willst, kannst du mir auch privat mailen. Mit wem kannst du denn über diese Geschichte reden? Ich habe gemerkt, dass ich meine Umwelt schon ganz schön nerve mit dem Dauerthema. Auch deshalb war ich froh um meine Therapeutin.

4. Wie geht's dir, wenn du Sport treibst? Fange an zu trainieren. Schaden kann's nie und du wirst sehen, wie es dein Zutrauen zu deinem Körper stärkt! Ich hatte, wie schon geschrieben, ein unglaubliches Glückserlebnis, als ich gesehen habe, dass ich glitischige, steile Berghänge hoch und runterkomme, ohne dass ich zusammenbreche, ohnmächtig werde. Wie wäre es also mit täglichen 15 Minuten joggen?? (Ein bisschen kämpfen müssen wir schon - aber immerhin sind wird gesund genug dazu. Was glaubst du, wieviele unheilbar Kranke uns beneiden.... ;-)

5. Was du auch schon machen kannst: Nimm dir mal vor, aufzuschreiben, in welchen Situationen es dir besonders schlecht oder gut geht. Das möchte der Therapeut bestimmt auch sehen - wenn du das schon intensiv vorbereitest, kommt ihr sicher schneller voran - also eine Art "Schwindeltagebuch".

6. Sprich deinen Neurologen auch mal auf das Medikament "Seroxat" an. Es ist ein Antidepressivum, das auch gut gegen Angst- und Panikzustände wirkt. Ich habe es 4 Monate genommen, bin jetzt dabei, es langsam abzusetzen. Bei mir hatte es nicht den unglaublichen Erfolg, es gibt Patienten, bei denen es Wunder wirkt. Auf jeden Fall macht es einen wieder stärker und glücklicher. Ich konnte damit immerhin wieder schlafen, essen und ein bisschen normales Leben genießen (konnte vorher wochenlang nicht mehr fernsehen oder lesen...). Es braucht zwar mindestens drei Wochen bis es anschlägt und am Anfang hat man auch ein paar Nebenwirkungen, aber es lohnt sich!

7. Sehe ich das richtig: Du fühlst dich bescheiden, obwohl eigentlich alles ganz normal nach außen scheint? Du bist noch nie in der Öffentlichkeit umgekippt? Du hast noch nie das Gleichgewicht verloren und bist auf dem Boden gelegen?

Also: Dann ist es am allerwichtigsten, dass du verstehst, dass dir nieeee das geschehen wirst, vor dem du Angst hast. Auch ich habe immer gedacht, dass man mir den Schwindel doch ansehen müsste oder nie ist etwas passiert, nie hat mich jemand darauf angesprochen. Nach außen war immer aller ganz normal!

Da es bei dir ja Situationen gibt, wo es dir schlechter gehst: Trainiere genau diese Situationen: Geh z.B. ganz bewusst und häufig in übervolle Kaufhäuser, wenn du das als unangenehm empfindest. Irgendwann kapiert dann auch dein Unbewusstes wieder, dass nichts passiert, dass die Angst unbegründet ist. (Das ist Verhaltenstherapie. Du kennst sicher die Konditionierungsgeschichten. Im Moment bist du darauf konditioniert, dass es in bestimmten Situationen schlecht geht. Aber mit Geduld und Zeit kann man sich auch wieder umkonditionieren. Das bedeutet aber, dass man sich am Anfang den unangenehmen Situationen stellen muss. Das ist wie mit den Spinnen. Angst vor Spinnen kann man dadurch ablegen, dass man sich ihnen bewusst und häufig direkt aussetzt!!

Drücke dich vor nichts und niemandem. Gib dem Schwindel niemals nach, sonst fühlt er sich bei dir umso wohler.

8. Zur Beruhigung kannst du dich mit Autogenem Training oder der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson bechäftigen.

9. Ein paar Fragen:

Geht's dir mit Alkohol besser oder schlechter?

Geht's dir im Dunkeln besser oder schlechter?

Ist dir im Sitzen oder Liegen auch schwindlig?

Wie geht's beim Autofahren?

Wie geht's beim schnellen Springen, Hüpfen, Tanzen, Joggen, etc.?

Wenn dir beim Gehen schwindlig ist, versuche doch mal, dich mit den Augen auf einen Gegenstand zu konzentrieren, den du in der Hand hältst (Schlüssel, Buch, Tasse...). Geht's dann besser oder schlechter?

Was für ein Mensch bist du? Ein sehr korrekter, penibler?

Je nach Antworten kann ich dir vielleicht noch ein paar Tipps mehr geben.

So, das war's mal wieder. Ich bin irgendwie froh, dass meine schlimme Zeit wenigstens dazu gut war, dass ich ein bisschen mit meinen Erfahrungen helfen kann.

Mach's gut!

P.S. Putze gerade die Wohnung. Am liebsten würde sich mein Körper schon wieder davor drücken... ein bisschen schwindlig ist mir dabei immer ;-))) Aber da gibt's kein Erbarmen (siehe Punkt 7).

PnickniUcqkexr


@lucylein

hey, danke nochmal für die tipps!

zu einigen sachen kann ich dir noch ein paar infos übermich geben.

also sport treiben tu ich seit einiger zeit wieder öfter, wobei ich noch nie wirklich ein fauler mensch war.meine hausärztin hatte mir auch schon geraten laufen zu gehen was ich auch ein paar mal die woche mache.

was du in deinem 7. punkt erwähnst ist durchaus zutreffend. ich habe zwar öfter die angst dass irgendwas passiert wenn ich unter leuten bin aber geschehen ist eigentlich noch nie irgendwas,. zb dass ich umgekippt bin oder so.

ja es gibt bestimmt situationen in denen mir es besonders schlecht geht ,aber im prinzip werde ich jeden tag mit ihnen konfrontiert zb in der schule. ich hab ja da schonmal gar nicht die möglichkeit sie zu vermeiden, besser wird es dadurch trotzdem nicht!auch gehe ich immernoch abends weg, aber oft ist es mehr eine qual den abend zu überstehen, trotzdem hab ich es immer wieder gemacht!du siehst also dass ich den situationen noch nie wirklich ausgewichen bin.

zu deinen fragen: also ich trinke seit dem ich diese probleme hab weninger alkohol da es mir am tag danach dann nur noch schlechter geht! es gab aber ein paar tage an denen ich trotzdme relativ betrunken war und in dieser zeit hab ich natürlich nicht über den schwindel nachgedacht und es ging mir gut!(dann am nächsten tag aber wie gesagt um so schlechter, der kater scheint mindestens doppelt so stark zu sein) auch beim autofahren oder joggen etc ist alles kein problem. es scheint also immer in den situationen besser zu sein in denen ich abgelenkt bin , was für deine theorie spricht.im liegen merke ich den schwindel meistens noch nicht, aber wenn ich dann einmal aufgestanden bin ist er auch im sitzen oderleigen vorhanden. trotzdem kann ich irgendwie nicht 100% ausschließen dass ich auch körperlich etwas habe. zb habe ich heute mittag 2stunden geschlafen und hatte direkt nach dem aufstehen kopfschmerzen. wie schon gesagt sind die beschwerden immrmorgens, das heißt nach dem aufstehen am schlimmsten!kann es also nicht doch etwas mit meiner haltung im liegen zu tun haben?außerdem merke ich seit etwa 2 monaten immer öfter ein heißes ziehen im rechten bein!bilde ich mir das auch nur ein?habe mal gelesen dass solche temperaturepmfindungsstörungen auch etwas mit der wirbelsäule zu tun haben können.is schon alles sehr seltsam! das ziehen in der brust kam auch erst später dazu, und jetznoch dasmit dem bein...

ich werde morgen nochma zu meinem chiropraktiker gehen und fragen was er von der ganzen sache hällt und welchen therapeuten er mir evtl empfehelen würde.

danke nochmal für deine tipps!

ciao!

SwchnuRrlxine


@lucylein

Hallo!

Du schreibst du konntest wochenlang nicht mehr fernsehen oder lesen. Lag das daran, dass du einfach keine Lust mehr hattest oder einfach Probleme die Bilder zu verarbeiten. Ich leide nämlich seit einigen Monaten auch unter Schwindel und Wahrnehmungsproblemen. Bei mir äussert sich das Ganze so, dass meine Augen beim Fernsehen wenn sich die Bilder sehr schnell bewegen nicht mehr mitkommen. Auch wenn ich auf der Straße stehe kommen meine Augen bei den vorbeifahrenden Autos nicht mehr mit. Es scheint als ob sie einfach schneller an mir vorbeifahren als früher. Beim Gehen äußert sich das Ganze derart, dass die Umwelt auch mehr schwankt als früher. Allderdings wenn ich stehen bleibe hört das Schwanken sofort wieder auf. Die optische Wahrnehmung kommt mir irgendwie anders vor. Es ist, wie wenn etwas andauernd auf meinen Kopf drücken würde. MRT und CT habe ich schon hinter mir (ohne Befund), Neurologe meint es sei psychisch bedingt.

liucylleixn


@ schnurline

Hallo!

Ja, es war beim Fernsehen und beim Lesen ein Wahrnehmungsproblem. Ich kann nicht richtig ausdrücken, was es war. Beim Fernsehen wurde mir schlecht, im Kino noch viel schlimmer...

Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass meine Augen den Text nicht richtig fixieren können.

Zitternd hielt ich die Bücher, die ich beruflich lesen musste, in den Händen - es war fast ein Gefühl der Angst...

Diese Probleme waren aber übrigens die ersten, die nachgelassen haben. Mit zwar geringerer Stärke, aber dennoch zeitweilig unangenehm, spüre ich immer noch beim Gehen und Bewegen ein Schwanken. In schlimmen Zeiten kam ich mir immer wie auf einem schwankenden Boot vor.

Je mehr ich aber tatsächlich schwankte (Tanzen, Joggen, Springen, Moped fahren), umso wengier spürte ich den Schwindel. Das ging soweit, dass ich mich in der Wohnung nur noch hüpfend fortbewegt habe.

Auch beim Treppensteigen habe ich keine Probleme, ich denke, weil man sich da eh mehr bewegt - keine Ahnung...

Autofahren war von Anfang an prima. Kaum saß ich in der Karre und fuhr los, so waren alle Beschwerden wie weggeblasen.

Zwar war es im Sitzen stets besser als beim Gehen, aber im Auto zu sitzen (auch als Beifahrer) war das Beste!

Das konnte auch meine Umwelt am wenigsten verstehen: Oh Gott, wenn die schwindlig ist, dann kannst du doch nicht Auto fahren...! Ich: Doch, da geht's mir wunderbar!

Wie fing bei dir denn alles an? Was unternimmst du gegen den Schwindel?

Sicher hast du oben meine "Theorien" gelesen. Ich bin immer noch "auf dem Weg". Gestern zum Beispiel ging's mir im Mediamarkt wieder richtig mies, seitdem hält das Schwindelgefühl beim Gehen wieder an...

Ich bin aber fest davon überzeugt, dass die "guten Phasen" jetzt immer häufiger werden und irgendwann (ich rechne da schon noch mit einigen Monaten) einfach aufhören.

Gute Besserung.

Würde mich freuen, wieder von dir zu hören!

S+ch0nu3rlikne


@ lucylein

Hallo!

Danke Dir, dass Du mir so schnell geantwortet hast. Bei mir hat alles mit einem Drehschwindel im Supermarkt vor ca. 5 Monaten begonnen. Dann kam so eine Benommenheit und kurz darauf begann bei mir beim Gehen alles zu schwanken. Dem ganzen ist aber noch eine extreme Verspannung der Schulter- und Nackenpartie vorausgegangen, welche ich mir durch den Umzug von meinem Chef (schwere Kisten schleppen etc.) zugezogen habe. Dann kam bei mir ganz genauso die Angst, an einer schlimmen organischen Krankheit zu leiden. Durch die darauf folgenden Arztbesuche wurden die Angstgefühle natürlich auch nicht gerade besser. Übrigens beim Autofahren geht es mir auch am besten. Ich kann mich auch z.B. schnell im Kreis drehen ohne umzufallen. Der Neurologe meinte ich sei ein leichter "Fall", aber dieser Schwindel belastet mich trotzdem nach wie vor, weil ich noch immer nicht 100 %ig die Angst, doch eine organische Störung zu haben, ablegen kann, obwohl ich die Beweise schwarz auf weiß habe. Haben Dir die Tabletten geholfen bzw. kannst Du mir noch einige Tipps geben, um mit dieser Situation besser zurecht zu kommen?

Ich freue mich jetzt schon von Dir zu hören!

I$sab^elxl


Hallo Picknicker,

ich stimme Lucylein voll und ganz zu.

Wenn Du (Ihr) mögt, schau doch mal auf meine Seite, ich bin selbst seit Jahren Angst- und Panikkrank. Auf der HP stehen auch einige Berichte von Mitgliedern der SHG.

Bei vielen davon hat es auch mit einem starken Schwindel angefangen....(bei mir war es eher "das Herz" ;-)).

Liebe Grüße

[[http://www.angsthaeschen.de]]

LWupot7g49


@ Lucylein usw.

Hallo Lucylein (und alle anderen "Schwindler"),

ich war länger nicht mehr in diesem Forum, da ich dachte, es ist schon "ausgelaufen"...

Bei Deinem Bericht ist mir fast die Luft weggeblieben, ich könnte praktisch alles unterschreiben, was Du an negativen aber auch an positiven Erfahrungen berichtest. Echt, ich hätte nie gedacht, daß es jemand gibt, der so eine nahezu deckungsgleiche Geschichte hat. Deshalb versuch ich, meine so kurz wie möglich zu halten.

Schwindelanfall Dez 02 nach psych. und phys. "harten" Wochen. Panische Angst vor Herzinfarkt. Ärzteodysee. Symptome: Schwankschwindel, Gefühlsstörungen, Tinnitus, Atemenge, Benommenheit, Schluckbeschwerden, Herzrasen usw. usw. und Angst, Angst, Angst ... HNO-Klinik, HWS-Renkungen, Phys. Therapieen, Akkupunktur, Neuro, Angio, Kardio, Hämatol., Augen, Heilpr.. MRTs Hirn u. Hals, Schlaflabor usw.usw. Google war mein bester Freund, die Angst vor allen mögl. Ursachen/Krankheiten mein Begleiter... Ich war am Ende...

Die Wende: Schwindelambulanz Ffm., danach 10 Tage Neuroklinik. LP usw., dann Paroxetin (= Seroxat) u. Verhaltenstherapie, 6 Wo. psychsom. REHA, 4 Mo. krankgeschrieben.

Besserung, Stabilisierung in kleinen Schritten, Sport, Entspannung.

Ich habe mir immer geschworen, wenn es mir mal besser geht, versuche ich, soweit möglich, anderen, verzweifelten Schwindlern zu helfen. Bin öfter im Tinnitus Therapieforum / Schwindel, Bad Arolsen, muß aber auch aufpassen, mich nicht zu tief zu verstricken. Der Grat ist schmal, daß das mühsam erarbeitete wieder zusammenbricht.

Naja, alles andere hat Lucylein schon geschrieben. Ich kann nur allen Mut machen, nicht aufzugeben...., es gibt einen Weg !!!

         

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH