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Psychosomatisch

FVellexr hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wer hat Erfahrungen mit Psychsomatischer Erkrankung gemacht? Wie fing es bei euch an? Und wodurch entstand es?

Antworten
M#irixsfad


"

Unter Psychosomatik - abgeleitet vom griechischen psyche (Atem, Hauch, Seele; Schmetterling) und soma (Körper, Leib) - versteht man die Lehre von den Zusammenhängen und der gegenseitigen Beeinflussung von Seele und Körper des Menschen.

In der Medizin spricht man von psychosomatischen Krankheiten, wenn (körperliche) Beschwerden ausschließlich oder überwiegend durch seelische Ursachen bedingt sind, z. B. Stress, Partnerschaftskonflikte, familiäre oder soziale Probleme, Neurosen etc.

Beispiele

Angst beispielsweise führt dazu, dass im Körper Adrenalin ausgestoßen wird, was u.a. die Magen-Darm-Peristaltik hemmt und bei längerem Bestehen zu Verdauungsstörungen führen kann. In vielen Redewendungen des Alltags ist dieser Zusammenhang impliziert: Etwas liegt einem "schwer im Magen", eine Sache geht einem "an die Nieren", der Schreck "fährt einem in die Glieder", jemandem ist eine "Laus über die Leber gelaufen" u.s.w. Zudem leitet sich das Wort Hypochonder von der beidseits der Magengrube gelegenen Bauchregion unterhalb der Rippenbögen ab.

Häufig vorkommende Beschwerden, die als psychosomatisch angesehen werden, sind u.a. funktionelle Beschwerden des Magen-Darm-Bereiches und des Skelett- und Muskelsystems.

Stellenwert

Über die Bedeutung der Psychosomatik gibt es geteilte Meinungen.

Im Extremfall wird angenommen, psychosomatische Erkrankungen seien "eingebildet" oder würden simuliert. Daraus wird dann der Schluss gezogen, dem Betroffenen "würde in Wahrheit nichts fehlen". Befürworter der Psychosomatik halten dagegen, dass der Patient lediglich nicht in der Lage sei, sich seinen eigentlichen Problemen zu stellen, da diese z.B. als bedrohend bis lebensbedrohend erlebt werden. Der Patient müsse demzufolge zunächst dazu gebracht werden, eine psychotherapeutische Behandlung überhaupt anzunehmen.

Oft dauert es sehr lange, bis psychosomatische Krankheiten als solche erkannt werden. Studien zeigten, dass manche Patienten über 100 ärztliche Kontakte hinter sich hatten, ehe sie erstmals an einen Psychotherapeuten überwiesen wurden. Dies liegt in erster Linie daran, dass die Patienten selbst die psychische Ursache ihrer Beschwerden nicht akzeptieren wollen und können. Vielen Ärzten fehlt allerdings auch die entsprechende Ausbildung oder Erfahrung, richtungsweisende Signale des Patienten richtig einzuordnen. Ein dritter Grund ist natürlich in der Tatsache zu sehen, dass in Zweifelsfällen immer eine körperliche Abklärung der Beschwerden zu erfolgen hat.

Über den Stellenwert der Psychosomatik besteht in der Medizin seit längerem ein Richtungsstreit. Dieser wird naturgemäß von Psychotherapeuten höher angesiedelt als von somatisch orientierten Ärzten (z.B. Internisten).

Beispielsweise hat die Entdeckung, dass sich bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren häufig der Erreger Helicobacter pylori in der erkrankten Schleimhaut findet, zu der Erkenntnis geführt, dass neben seelischen Auslösern auch körperliche Faktoren ursächlich eine Rolle spielen. Weiters werden heute viele Angsterkrankungen und Panikstörungen als unmittelbare Folge von sporadisch auftretenden Herzrythmusstörungen angesehen.

Unbestritten sollte allerdings sein, dass viele Erkrankungen wie Süchte, Adipositas (Übergewicht), Bluthochdruckerkrankungen, Diabetes mellitus und Rückenschmerzen wie überhaupt die meisten chronischen Erkrankungen durch die dabei oft mitbestehenden psychosomatischen Komponenten die Therapie erschweren und teils verunmöglichen..."

[[http://psychosomatik.adlexikon.de/Psychosomatik.shtml]]

Oft wird die Diagnose "das ist psychosomatisch" ziemlich schnell gestellt, weil dem Arzt keine weiteren Untersuchungsmöglichkeiten einfallen.

Aber natürlich kann es auch andersrum sein: Es wird eine Untersuchung nach der anderen gemacht und nie kommt etwas dabei heraus.

Was meinst denn Du selbst?

C1elinxe74


Organisch gesund

Hi!

Also ich bin seit ca. 5 Monaten auch in ärztlichen Behandlungen.Habe zeitweise Herzrasen im Ruhezustand.Es wurde EKG,Langzeit EKG,Belastungs EKG,großes Blutbild ,Ultraschall etc. gemacht.Herzecho kommt nun noch.Mein Arzt sagt es ist alles tip top in Ordnung.Organisch nichts fest zu stellen.Auch er meint es ist mit Sicherheit eine psychosomatische Herzrythmusstörung.Es kann etwas aus der Kindheit sein was man nicht verarbeitet hat und nach 20 Jahren kommt es zum Ausbruch.Hört sich komisch an...gibt es aber alles.Also Probleme oder Sorgen habe ich überhaupt nicht.Führe eigentlich ein glückliches Leben.Um so schwerer ist es für mich mit diesem Herzrasen klar zu kommen.Bekomme natürlich auch Angst,wenn ich es merke.Daraufhin verstärkt sich das "Klopfen".Na ja ich soll das Echo nun noch abwarten und dann wollte er mal sehen,ob wir mit einem Psychotherapeuten was machen.Hat jemand Erfahrung damit oder Ähnliches erlebt wie ich ???

Gruß,Celine

Eyst?h7erx67


Hi Celine,

es gibt ja diesen Faden mit dem phobischen Schwankschwindel. Auch das ist eine psychosomatische, psychisch bedingte Störung.

Auch ich gehöre in diese Kategorie ;-)

Bei mir war es allerdings keine traumatisches Ereignis (Todesfall o.ä.) und auch keine gräßliche Kindheit. Fand mein Leben auch nicht total schrecklich... Aber trotzdem wurde es mir schwindelig.

Man muss bei einer solchen Störung nicht nach DEM Grund suchen. Es sind oft Verhaltensmuster, die man sich im Laufe der Zeit antrainiert hat oder die einem antrainiert wurden. Durch Eltern, den Chef, den Partner, die äußeren Umstände usw. Man ist eben konditioniert. Und oftmals sind da eben auch Ängste und Unwohlsein dabei, die man nicht ernst nimmt. Also ich habe oft gesagt "stell Dich mal jetzt nicht an, das geht schon irgendwie". Meistens ging's auch. Aber irgendwann hat eben in mir drin einer gerufen... Hallo, was ist mit mir.

Natürlich kann man sich bei oder nach einer Verhaltenstherapie nicht bei allem und jedem fragen, ob man das auch wirklich will. Doch man lernt, ausgetretene Wege zu verlassen und sieht, dass manchen DInge eben auch anders gehen.

Um unter psychosomatischen Störungen zu leiden, muss man nicht total irre im Kopf sein oder nur depressiv rumlaufen und das Leid der Welt beklagen. Oftmals sind es die harten, die sich nicht so schnell unterkriegen lassen, die Frohnaturen, die es irgendwann erwischt.

Besser ist einem solchen FAll einen Verhaltenstherapie. Dauert ca. 25 Stunden und ist mehr praktisch ausgerichtet. Wann klopft dein Herz, was empfindest Du dann, wie kannst Du reagieren. Eine reine Gesprächstherpie dauert bis zu 80 Stunden und ist eben mit viel reden verbunden.

C=el@injex74


Hi Esther67

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.Ja also ich überlege auch immer was es sein könnte,aber man selbst kommt da wohl nicht hinter.Ich sagte heute auch zu meinem Arzt,dass ich keine Probleme habe.Ich führe ein glückliches Leben.Gut ist oft ein wenig stressig.Habe 4 Kiddys,fahre drei davon regelmäßig zum Training,habe einmal die Woche 2 Tageskinder und gehe jeden Abend ne Praxis putzen.Aber Geld muß ja rein (bin nicht alleinerziehend )...nützt ja nix.Außerdem brauch ich auch was um die Ohren.Es kann ja nicht sein,dass ich nur noch zu Haus bleiben muß um mich zu entspannen,da ich sonst Herzstolpern kriege.Hast du Erfahrungen mit Psychtherapie?Kennst du das Problem mit den Herzrythmusstörungen auch?

Gruß,Celine

E)sthaer67


Hi Celine,

bei mir war das eher Herzrasen. Also zwischendrin hat innen drin der Turbo los gelegt. Mein Problem war hautpsächlich der Schwindel und eben dadurch bedingtes körperliches Missempfinden, wie Sehströrungen, Übelkeit, Kopfweh. Grausam. Das mit dem Herzklopfen war bei mir eher Anzeichen einer Panikattacke, allerdings ohne Panik oder Angst zu spüren. Das war das Fiese.

Ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht. Da wird weniger gequatscht, mehr praktisch gearbeitet. Klar wird auch geredet, aber es geht nicht nur um Seelenkram. Ein Freundin hat eine Gesprächstherapier gemacht. Aber die hatte in der Tat eine fiese Kindheit und hat das nie richtig verarbeitet. Wenn man zu aktiver Arbeit bereit ist, würde ich zuerst immer eine Verhaltenstherapie bevorzugen.

Ich schwebe jetzt auch nicht mit wallenden Gewändern durch die Wohnung und singe den ganzen Tag Oooommmm. Allerdings baue ich mir in den Tag schon immer Insel der Ruhe und Entspannung ein. Mache mal 10 Minuten Atmenübungen oder setze mich mal eben in die Sonne. Gehe jede Woche zum Yoga. usw. Einfach um wieder ein wenig runter zu kommen. Wenig Zeitaufwand und großer Effekt.

Du hast ja auch viel um die Ohren, ich kenn das. Klar macht das Spaß. Aber man verlernt doch, auf seinen eigenen Bedürfnisse zu hören. Und man erkennt eben nicht mehr die Grenze zwischen dem "was pack ich noch" und dem "jetzt langt's".

Das muss ja nicht alles voll dramatisch sein und man muss auch nicht sein ganzes Leben ändern. Es reicht schon, wenn man manchen Dinge, manche Verhaltensweisen und auch sich selbst gelegentlich mal mit anderen Augen sieht. Kleine Änderungen können da schon helfen. Und auch bei einer Verhaltenstherapie muss man nichts mache, was man nicht will. Ein Versuch ist es allemal wert.

Bin auch nicht "geheilt" und habe bis heute schlechte Tage. Ein Zurück gibt es da wohl nicht. Aber irgendwie kann man da lernen mit umzugehen. Ich lerne auch immer noch.

Cheli_ne7x4


Hi Esther

Ja so mit Übelkeit und so hab ich zum Glück nicht zu kämpfen.Aber du hast vollkommen Recht...man muß sich doch auch mal ne Ruhephase gönnen.Sagt mein Mann auch immer.Ist nur nicht immer so einfach.Bin auch so ein Mensch der Hummeln im Hintern hat.Irgendwie brauch ich das wohl.Setze mich aber selbst auch oft unter großen Druck mit Dingen,die ich unbedingt noch schaffen will.Das weiß ich auch.Ist aber schwer aus diesem Verhaltensmuster auszubrechen...irgendwie.Ich denke jedoch schon,dass wenn man so eine Therapie macht man wieder zum "normalen" Leben zurück findet.

Ich danke Dir wirklich sehr für Deine lieben Worte.Tut einfach gut,sich mit einer Leidensgenossin mal aus zu tauschen.

Lieben Gruß,Celine

L.upOo0K49


@ Esther. :-) Super Beiträge @:)

@ Celine

Setze mich aber selbst auch oft unter großen Druck mit Dingen, die ich unbedingt noch schaffen will.

Genau diese Einstellung findet man bei vielen Leuten, die mit psychosomatischen Symptomen reagieren.

Also, wie Esther schon angedeutet hat, wir reden hier nicht unbedingt von schlimmen Erlebnissen oder vergrabenen Kindheitstraumen, sondern schlicht von eingefahrenen Denk-, Verhaltens- oder Umgangsweisen, die einem irgendwann mal nicht mehr gut tun und dann eben - auch körperliche - Probleme bereiten.

Viele Grüsse

Lupo

OHmart!inxa


Zuerst Schmerzen, dann Depressionen, jetzt Rentnerin auf Zei

Ich habe seit 5 Jahren mit atypischem Gesichtsschmerz zu tun. Es fing ganz harmlos an, mit Zahnschmerzen, die nach 2 Tagen wieder verschwanden. Die Schmerzen kamen nach wenigen Wochen wieder, aber intensiver und gingen nach ein paar Tagen von allein wieder weg. Das wiederholte sich in den folgenden Monaten immer und immer wieder. Der Schmerz wurde mit jeder Attacke intensiver. Irgendwann ging ich zum Zahnarzt. Ja und damit begann meine Odyssee.

Mittlerweile hatten sich die Zahnschmerzen auf die komplette linke Gesichtshälfte übertragen. Ich hatte Schmerzen von der Haarspitze bis zum Kinn, über die Nase, Ohr, Auge, Unter- und Oberkiefer. Mal war es ein Brennen, mal war der Schmerz krampfartig. Ich hab noch nie in meinem Leben solche Schmerzen gehabt. Ich kann jetzt verstehen, warum sich einige Menschen wegen Schmerzen das Leben nehmen.

Ein Jahr bin ich von Arzt zu Arzt gelaufen, entweder wurde ich von Einem zum Anderen überwiesen oder aber ich überwies mich selber.

Keiner konnte mir helfen. Immer wieder hieß es nur: "Es tut mir leid, ich kann ihnen nicht helfen."

Zuerst haben mich ja noch die Tabletten Iboprofen vor Schmerzen bewahrt, aber irgendwann halfen sie nicht mehr. In einem Krankenhaus, in das mich mein Mann und meine Tochter brachten, weil ich es vor Schmerzen nicht mehr ausgehalten habe, habe ich Morphium gespritzt bekommen. Ich war zwar hi, aber Schmerzen hatte ich immer noch, zwar nicht mehr so doll, aber meine linke Gesichtshälfte brannte.

Als ich dann 2 Wochen später wieder solche Schmerzen hatte, bin ich noch mal in dieses Krankenhaus, um mir eine Morphiumspritze abzuholen. Aber diesmal hat man sie mir verweigert und stattdessen auf ein Neurologisches Krankenhaus verwiesen.

In diesem Krankenhaus bin ich 1 Woche lang auf den Kopf gestellt worden. Gegen die Schmerzen bekam ich unter anderem Novalgin, das wirklich gut geholfen hat. Mit Novalgin war ich 6 Std. schmerzfrei.

Nach einer Woche sagte mir der Chefarzt, das ich körperlich gesund sei, er vermute eine psychosomatische Geschichte.

Seit diesem Zeitpunkt bin ich in neurologischer und in psychatrischer Behandlung.

Mein Neurologe hat mich mit einem Psychopharmaka gut eingestellt. Die Schmerzen waren so gut wie weg.

Seit 4 Jahren bin ich jetzt in psychotherapeutischer Behandlung und es ist noch kein Ende abzusehen.

Dadurch, daß sich in der Psychotherapie für mich so viel tat, bin ich aber auch in eine schwere Depression gefallen und war 3 Monate in einem Landeskrankenhaus auf der Depressionsabteilung.

Aus dieser Depression bin ich bis heute nicht herausgekommen. Seit 1 1/2 Jahren bin ich deswegen auf Zeit berentet. Ich weiß aber, daß ich in 6 MOnaten noch nicht arbeiten kann. Ich bin in keinster Weise psychisch oder auch körperlich belastbar.

Seit ca 2 Mon ist der Schmerz wieder da. Schmerztabletten helfen wieder nur bedingt.

Mein Neurologe hat mich auf ein neues Medikament umgestellt. Aber Dieses braucht 2 Wochen, um seine Wirkung zu erzielen.

Jetzt lebe ich wieder mit tagtäglichen Schmerzen. Mal mehr, mal weniger.

Jeder Tag ist ein Kampf gegen den Schmerz. Ich hoffe sehr, daß mir das neue Medikament bald hilft.

Die Hoffnung, jemals wieder in meinem Beruf, den ich sehr geliebt habe, wieder arbeiten zu können, habe ich mittlerweile aufgegeben.

Gruß

Omartina

n>em~o278x2


Hallo Leute. Ich leide seit fast 5 Jahren an einer psychosomatischen Gangstörung. D.h. dass meine Beine wie gelähmt sind und ich dann für einige Zeit im Rollstuhl sitze. Meine Familie, Freunde und ich sind ratlos.

S/igMute


Psychosomatik ist ein sehr kompliziertes Thema. ME kennen sich nicht einmal die Ärzte sich 100% damit aus.

@ Nemo2782

Das tut mir schrecklich leid für dich. Vielleicht magst du ein bisschen genauer darüber erzählen wie das ganze anfing und was bis jetzt schon alles unternommen wurde. :°_

Ich selber leide seit über 3 Jahren an einer neuro-psychiatrischer Erkrankung die sich auf den Körper schlägt. Bei mir wurde diese im Grunde genommen auch psychosomatische Störung durch Operationen und Medikamentenmissbrauch ausgelöst.

Gruss,

Siguté

nhemoa278x2


Hallo Omartina. Ich kann dich gut verstehen. Mit meinen Beinen ist das ähnlich. Entweder sie sind wie gelähmt und taub oder sie tun weh. Schmerztabletten helfen da bei mir auch nicht.

Snigut_e


Hoffentlich antwortet sie... der Thread ist ca 4 Jahre alt...

n\emo27|8x2


Hallo Sigute. Ich war 22 Jahre alt als das mit der Gangstörung anfing. Ich hatte am Anfang sehr starke schmerzen in beiden Beinen bekommen. Das hat einen Tag lang angehalten. Ich bin zur Arbeit gegangen. Ich habe damals ein freiwilliges soziales Jahr gemacht. Während der Arbeit verlor ich das Gefühl in den Beinen und bin umgefallen. Ab da hatte ich kein Gefühl mehr in den Beinen. Ich wurde auf Multible Skellose untersucht, dann bekam ich ein CT und eine Lumbalpunktion. Das Ergebnis war, dass ich rein körperlich ganz gesund bin. Die Gangstörung kommt bei mir in schüben. Ich habe immer mal wieder Zeiten, wo ich laufen kann. Auch jetzt sitze ich wieder im Rollstuhl. Ich nehme meine Beine nur über Schmerzen war. Allerdings wechselt sich Schmerz und Taubheitsgefühl ab. Mein Gehbild ist sehr unsicher und wackelig.

S_ig*utxe


Nemo, mir wurde gesagt das unser Gehirn ein extrem komplexe Gebilde ist. Vieles was da abläuft ist kaum nachweisbar. Meine Probleme sind deinen ziemlich ähnlich (allerdings habe ich sie nicht in den Beinen) und es kommt bei mir von meinem Gehirn. Irgendeine Chemie funktioniert da nicht mehr so wie sie funktionieren soll. Meine Diagnose ist momentan "Dissoziative Störung". Dh mein Gehirn sendet mir falsche Signale über meinen Körper. Die Empfindungen sind nicht mehr die gängigen, teilweise spühre ich gar nichts und das schlägt sich auf die Funktionen.

Vielleicht ist es bei dir ähnlich. Dein Gehirn denkt deine Beine einfach weg und natürlich kannst du dann nicht mehr laufen. Hattest du eigentlich schon mal ein EEG? (Gehirnstromuntersuchung) Mein EEG ist immer wieder sehr auffällig.

Zur Zeit nehme ich Neuroleptika und Antiepileptika und muss sagen das das Gefühl und die Abläufe sich dadurch ein bisschen normalisieren. Hast du eigentlich auch schon Medikamente bekommen? Ich denke es wäre sehr wichtig bei dir auf der neuro-psychiatrischen Ebene zu arbeiten. Da gibt es solche Phänomene. Und wenn du bereits im Rollstuhl sitzt ist es wichtig es auch mal mit Medikamenten zu versuchen.

Gute Besserung,

Siguté @:)

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