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Muskelschmerzen/ beobachte Besserung bei Antibiotika

SRaint^SMivmoxn hat die Diskussion gestartet


Hallo,

habe seit knapp 3 Jahren erhebliche, gesundheitliche Beschwerden und ganz merkwürdige Symptome. Angefangen hat alles mit einer verschleppten Grippe, 6 Monate später leichte Lungenentzündung und sehr schwere Sinusitis. Danach Schmerzen im Kniegelenk, 3 Monate Später "Muskelkater" in den Händen, dann Schmerzen in einem Schultergelenk, dann Muskelschmerzen in einer Wade und Oberschenkel, schliesslich kam ein ständiges Zucken in der Wade hinzu, dann ein Kribbeln in den Fußzehen (manchmal auch Händen) und jetzt Rückenschmerzen die direkt aus der Wirbelsäule zu kommen scheinen. Es gab auchmal eine Phase mit sehr starken Kopfschmerzen, die aber glücklicherweise wieder vorbei ist.

Habe einige Diagnosen hinter mir, aber nie etwas "handfestes". 2 mal gabs eine reaktive Arthritis, die laut Rheumatologen (DKD und Uni Frankfurt) wieder von alleine verschwinden sollte (Diclofenac). 2 niedergelassene Rheumathologen gehen von einer neurologischen Erkrankung aus, die Neurologen konnten bislang nichts finden und gehen von einer rheumatischen Erkrankung (Morbus Wegner) oder einer Psychosomatik aus (Uni Frankfurt). Hätte keine Ego-Probleme mit einer psychosomatischen Ursache, bin aufgrund des verschiedentl. geäußerten Verdachts auch zu einer Spezialistin, die jedoch eine psychosomatische Ursache für äußerst Unwahrscheinlich hält. Vor 2 Jahren wurden die Nervenleitströme gemessen, 2 mal gabs leichte Auffälligkeiten, 3 mal wurden die auffälligen Messungen "wiederlegt". Letztes Jahr Infektasthma (Lungenfunktion auf 65%), was nach einigen Monaten glücklicherweise wieder weg war. Ein TB-Test wurde gemacht, mit positiver Reaktion (so groß wie ein 5 Markstück über mehrere Wochen) aber Röntgen ohne Auffälligkeiten. Manche Sehnen sind auf dem Ultraschall auffällig dick.

Laborwerte

CK schwankt zwischen 300 und 600 (aktuell 500)

RF schwankt zwischen 30 und 40 (aktuell 400)

keine Entzündunsgwerte!

LDH zwischen 240 und 280

c-Anca 1:20 (Grenz 1:2)

Ana: war mal auf 1:320

Mykoplasmen (liegt 3 Jahr zurück)

CK-MM (liegt 2 Jahre zurück leich erhöht)

CRP, Pr5, Schildrüsenwerte ... unauffällig.

Jetzt kommt das Kuriose:

Wegen meiner häufigen Sinusproblemen (deswegen auch mal der Verdacht auf Morbus Wegner) musste ich in den letzten Jahren immer wieder Antibiotika nehmen. Dabei ist mir zuerst gar nicht aufgefallen, dass sich die Muskelschmerzen während der Einnahme besserten. Erst als ich vor 9 Monate CEFUROXIM einnahm, verschwanden die Muskelschmerzen (Waden, Oberschenkel) innerhalb von 3 Tagen (es war phantastisch!) nach 10 Tagen Einnahmezeit hielt der Effekt noch knapp eine Woche an. Ich erzählte meinem Hausarzt von diesem Effekt, der Verschrieb mir dann zuerst nochmal für 10 Tage Cefuroxim und wieder tratt der gleiche Effekt ein, 1 Woche nach absetzen waren die Schmerzen wieder da. Dann gab´s 4 Wochen Cefuroxim und die Schmerzen blieben auch gute 4 bis 5 Wochen nach Einnahmeende weg und kamen dann erst langsam wieder. Als die Schmerzen dann wieder sehr stark wurden, suchte ich wieder einmal einen Schmerztherapeuten auf, die Schmerzen wurden dennoch stärker und letztendlich hat erst eine Packung Doxicylin den Schmerzen wieder die Schranke gewiesen (Funktioniert aber bei weitem nicht so gut wie das Cefuroxim). Jetzt 6 Tage nach Einnahmeende sind die Schmerzen wieder da und nicht selten stark genug, um davon aufzuwachen.

Was macht man jetzt am besten?

Mit 19 Jahren hatte ich schonmal etwas sehr merkwürdiges: nach zweitägiger Bewußtlosigkeit hat man mich im Internat gefunden. Verdacht auf Meningitis, der sich aber nicht bestätigte. Man hat auch nicht rausgefunden was es war, nur dass es auf Antibiotika reagierte. Erster Aufenthalt (Isolierstation) knappe 3 Wochen, dann 2 Tage zu hause, wieder hohes Fieber und nochmal 3 Wochen mit anschliessend 2 wöchiger ambulanter Antibiotikagabe.

Über Ideen/Empfehlungen würde ich mich sehr freuen.

Antworten
A6ichya200 4


Jetzt sag bloss, keiner von all diesen Ärzten, die Du schon aufgesucht hat, ist jemals auf die Idee gekommen, Dich auf Borreliose zu untersuchen? Ich kann es kaum glauben.

Es spricht wirklich vieles dafür.

Grüsse,

Gabrielle

Mkiribsfaxd


War auch mein erster Gedanke: Borreliose! :-(

Eventuell in Verbindung mit einer Schwermetallbelastung und/oder einer Giftbelastung aus Zähnen und Umfeld. Leider potenzieren sich die beiden, so daß die Symptome oft kaum mehr voneinander unterschieden werden können.

SbaintqSitmxon


Muskelschmerzen / beobachte Besserung bei Antibiotika

Hallo,

vielen Dank für die Rückmeldung.

An Borreliose hatte ich auch schon ein paar mal gedacht, vor allem weil ich vor 7 Jahren eine Borreliose (die typischen Ringe) hatte. Man machte in den letzten Jahren auch ein paar mal einen Test: vor 3 Jahren gab´s noch Hinweise, dass ich mal eine Borreliose hatte. Mittlerweile sind alle Tests negativ. Vor einem Monat wollte ich endlich Gewissheit und fuhr zu dem Borrelioseexperten Dr. Hassler: der machte nochmal einen Bluttest, der seine Grundannahme dass ich keine Borreliose habe, stützte. Ich nehme an, damit ist die Borreliose tatsächlich vom Tisch.

Wobei: in der Praxis von Dr. Hassler hingen ein paar Bilder über die Hauterscheinungen einer Borreliose aus. Diese Aufnahmen erinnerten mich sehr stark an meine Hautprobleme. Mit jedem Schub lösst sich immer wieder die Haut in ganz kleinen Stücken an der Fußsohle oder der Hand ab. Die Haut wird manchmal recht hart, löst sich und ich kann sie dann abziehen.

Ich war heute nochmal bei einem neuen Hausarzt (meiner ist im Urlaub). Der tippt auf reaktive Arthritis .... und gab mir wegen der Sache und einer aktuellen Bronchitis Ciprofloxacin 500mg ... mal sehen, ob auch dieses Antibiotika die Muskelschmerzen temporär verdrängt.

Muirisxfad


.

..habe, vermute ich aufgrund des (bei Bb) bekannten vierwöchigen Zyklus, daß letzteres zutrifft. Im chronifizierten Spätstadium beträgt die minimale Behandlungsdauer einen Monat

Vielleicht erklärt das auch noch den kurzfristigen aber nicht anhaltenden Erfolg der Antibiotika, die einfach nicht lange genug genommen wurden? :-|

[[http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~cn6/zecken/burras_12.htm]]

Aaich(a20T04


Heiliger Simon,

bist Du damals als Du die Wanderröte hattest, mit Antibiotika behandelt worden? Bei sofortiger (aber evtl. unzureichender) AB-Behandlung kann nämlich die Bildung von Antikörpern ausbleiben und der Patient bleibt seronegativ.

Auch sonst kann im Spätstadium Seronegativität auftreten. Das ist ja das Problem, das so viele chronisch kranke Borreliosepatienten haben: keine positive Serologie - keine Behandlung.

Zu dem von Dir genannten Borreliose-Spezi: dieser Mann und seine Diagnosen sind nur mit äusserster Vorsicht zu geniessen. Ich würde darauf GAR NICHTS geben. Wenn der nicht mal weiss, dass es seronegative Kranke gibt ...

Ich würde Dir unbedingt empfehlen mal im [[http://www.borreliose-forum.de]] vorbeizuschauen. Dort kann Dir auch bestimmt jemand mehr zu dem Spezi in Kraichtal sagen. Schildere Deine Geschichte doch mal dort.

LG,

Gabrielle

SYainbtSimxon


Hallo Gabrielle,

vielen Dank für den Hinweis. Es war damals tatsächlich so, daß ich wegen dieser "Kringel" Antibiotika einnahm. Die Darstellung des Arztes war damals sehr beschwichtigend, so das ich die Antibiotika in der Folge auch sehr nachlässig einnahm. Lustigerweise kann ich mich genau daran erinnern, dass ich eigentlich ein schlechtes Gewissen wegen der nachlässigen Einnahme hatte und heilfroh war, dass die Röte aber trotzdem weg zu gehen schien.

Diese Erinnerung hatte ich auch Dr. Hassler erzählt. Aber er ging überhaupt nicht darauf ein, stattdessen gab er mir einen kleinen Vortrag über die Übel dieser Welt und die wirklich kranken Kinder und Menschen in Kraichtal. Ehrlich gesagt, wirkte der Vortrag und erst als die Schmerzen wieder einmal sehr stark wurden und meine Partnerin mich drängte, nahm ich die Suche nach einem geeigneten Diagnostiker wieder auf und bin derzeit bei einem neuen Hausarzt. Der geht von einer reaktive Arthritis aus und ist sich sicher, dass man sich dranmachen müsse den bakteriellen Erreger zu finden. Er fragte mich auch nach Borreliose, ich wischte diesen Verdacht aber als völlig ausgeschlossen (wg. Dr. Hassler) vom Tisch. Vielleicht war das ein Fehler. Ich werde ihm nochmal von der Borreliosegeschichte erzählen, frage mich aber, welche Möglichkeiten ich mit meinem Seronegativ habe, wenn eine solche Serologie selbst von den "Experten" als "unwahrscheinlich" bewertet werden. Vielleicht doch gleich lieber zu Dr. Klemann? ... quasi als letzter Versuch?

Übrigens, das Antibiotika wirkt wieder einmal recht gut ... noch ein paar Tage und ich werde die Beschwerden wieder einmal vergessen, bis sie sich nach der Therapie schmerzvoll zurückmelden. ;-)

Michael

Übrigens: das Saint bezieht sich nicht auf "heilig" ... so vermessen würde ich nicht sein .... Saint Simon war der "Begründer" der Soziologie :-)

AUictha2n004


Hallo Michael,

habe auch nicht angenommen, dass Du "heilig" bist, aber mir gefiel die Übersetzung so gut ;-)

Lass Dich unbedingt nochmals auf Borreliose testen. Der von Dir erwähnte Arzt ist sehr nett und hilfsbereit, aber hat sehr lange Wartezeiten (5-6 Monate). Ich würde mir dort einen Termin geben lassen, aber in der Zwischenzeit trotzdem schon anfangen zu behandeln. Du musst die Sache ja nicht noch weiter verschleppen.

Frage Deinen neuen Doc, ob er bereit ist, das Blut in Köln testen zu lassen: [[http://www.labor-koeln.de]]. Die sollen die besten in Deutschland sein, und so mancher, der woanders seronegativ war, brachte dort doch ein paar Banden zustande.

Viel Glück.

Gabrielle

S+ainmtSiKmbon


Hallo Gabrielle,

habe mittlerweile einen Termin bekommen. Allerdings erwartungsgemäß im Mai. Allerdings hat man mir noch einen Arzt in Frankfurt empfohlen: Dr. Grippner. Der gilt auch in der Rheumatologie als sehr guter Arzt, der aber leider nur Private Kassen akzeptiert. Vielleicht sollte ich einfach mal ein paar Euro investieren und "zwei Fliegen (Borreliose und Rheuma) mit einer klappe schlagen".

Am Montag habe ich einen Termin bei meinem Arzt und werde ihm das mit Köln erzählen. - Mal sehen was er sagt.

Das diesmal verordnete Ciprofloxacin hat keine Auswirkungen auf die Muskelschmerzen. (bislangs hilft da tatsächlich nur das Doxi und das Cefuroxim.)

Viele Grüße

SaintSimon :-)

A&ichai2004


SaintSimon,

in welcher Ecke wohnst Du? Vielleicht weiss ich noch einen anderen Arzt.

Seaint@Simoxn


Hallo Gabrielle,

also ich wohne in Frankfurt / Main.

Mein Hausarzt hat mittlerweile einen neuen Bluttest gemacht (Großes BB, CKMM, CKMB; RF). Sah alles gut aus, nur der Rheumfaktor war bei 32.

Derzeit machen sich die Muskeln wieder stark bemerkbar. Neben den "normalen" Muskelschmerzen (Oberschenkel, Wade, Schulter), kamen vor kurzem noch Muskelschmerzen des hinteren Oberschenkels dazu, der sich vor allem beim laufen bemerkbar macht. Mein Hausarzt geht davon aus, dass nun auch ein Ischias-Problem dazugekommen ist.

Pahh ... das nervt.

LG

Saint Simon

lsalUuln~a12x3


SaintSimon

Es gibr hier bei uns in der Nähe zwei sehr gut Ärzte die Borellien zu gut auf die reihe bekommen ( aus eigner Erfahrung ) musste aber auch lange suchen.

Einer ist in Heidelberg Dr. Blittersdorf

Einer in Bensheim- Auerbach Dr.Schirling und Petermann

Ich hoffe ich konnte dir damit helfen *:)

Seaint"Simoxn


Wieder da ....

Also, nachdem die Schmerzen mal wieder ganz ordentlich wurden, hat mir mein Hausarzt wieder Doxy (200mg pro Tag) verschrieben. Nach einer Woche wurden die Schmerzen besser, nach 6 Wochen Einnahme waren die Schmerzen vollständig weg - 3 Wochen später fingen die Schmerzen in den Beinen wieder an. U.a. merke ich jetzt zusätzlich ein Schmerz als hätte ich tief in der Wade eine Strang (Vene, Muskel oder ähnliches), der beim Ausstrecken des Beines zum Zerreissen gespannt wird.

Unglücklicher Weise habe ich scheinbar noch eine Gastritis (Gastroskopie) bekommen. Im Zuge dessen ist offensichtlich geworden, dass ein großer Teil der Schmerzen im Rücken irgendwie mit essen zu tun haben. Manchmal, merke ich, wie der Rückenschmerz dem essen oder trinken folgt ... ein tief sitzender Schmerz an der Stelle an der die unteren Rippen an der Wirbelsäule sind.

Manchmal überraschende Atemnot bei leichten Anstrengungen (aber nicht immer, denn eigentlich mache ich Sport und komme mit größeren Anstrengungen regelmäßig gut zurecht.)

Ein Neurologe machte vor 8 Wochen eine Blutuntersuchungen mit einer Vielzahl von Rheuma- und Muskelwerten. - Alles OK ... nur die üblich leicht erhöhte CK, erhöhte Triglyceride ... Entzündungswerte waren bestens.

Irgendeine Idee? ... mein Hausarzt schlägt vor, nochmal mit Doxicyclin über diesmal 10 Wochen weiter zu machen ... allerdings mache ich mir Gedanken über meinen Magen ....

AXichla20x04


Steht der Termin bei Dr. K. in P. im Mai noch?

Wenn ja würde ich warten. Wenn nein, würde ich mich schnellstens um einen Termin bei einem Borreliose-Spezialisten kümmern. Der hier empfohlene Arzt Dr. B. in Heidelberg soll auch sehr gut sein.

Ich würde momentan nicht mit einem Antibiotikum weitermachen:

1. weil Dein Magen dann Zeit hat sich zu erholen und

2. weil man vor Bluttests auf Borreliose ein paar Wochen vorher keine AB's nehmen soll. Es könnte sonst zu falsch negativen Ergebnissen kommen.

Hast Du das Doxy übrigens auf nüchternen Magen genommen? Das halten nämlich nur die Wenigsten durch, ohne dass der Magen schlappmacht. Ich muss dabei immer vorher viel essen, sonst geht das gar nicht.

Soai[ntSiSmoxn


Der Termin bei Dr. P. steht noch. Bin sehr gespannt, was er sagt.

Ich hatte mir auch überlegt mit dem Antibiotikum noch zu warten ... vor allem das Doxy ist für mich ein Horror. ... ich habe das Doxy oft Abends genommen, weil damit die Auswirkung auf meinen Tag nicht ganz so gravierend waren. ... aber schmerzhaft erfahren müssen, dass man dann mit dem zu Bett gehen, besser noch 1 bis 2 Stunden wartet.

Naja, dann werde ich wohl mal noch warten ..... :-(

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