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Muskelzuckungen

Faechxner


@199374

Du denkst doch nicht, dass du ALS hast nur weil bei dir ab und zu ein paar Muskeln zucken oder? :-/ Ich meine in dem Fall müsstest du auch Muskellähmungen/Atembeschwerden usw. verspüren und würdest die nächsten Monate wahrscheinlich nicht überleben, weil ALS eine nicht aufzuhaltende Degeneration des periphären Nevernsystems auslöst.

Wenn z.B. das Gesicht verkrampft ist (gähnen, lachen...) treten die Faszikulationen intensiver auf, was wohl daran liegt, dass man sie für den Moment einfach deutlicher spürt. Falls die Zuckungen unwillkürlich sind, probier es mal mit Magnesiumtabletten und gezielten Entspannungsübungen. Zum Neurologen zu gehen ist zumindest keine schlechte Idee. Kannst uns ja wissen lassen, was dabei rausgekommen ist...

1 9937x4


Hallo Fechner,

wie häufig sind bei dir die Faszikulationen? Bei mir sind sie eigentlich ständig. Vielleicht habe ich mal nen paar Minuten ruhe. Aber sonst gehen Sie mir echt langsam auf den .... Wie stark sind bei dir die Zuckungen? Wie unterdrückst du sie?

F=ec)hnexr


Bei mir sind sie genauso häufig. Richtig untrdrücken kann ich sie nur, wenn ich mich selbst dazu zwinge. Ich werd mich wie oben schon besprochen demnächst mal nach speziellem Muskeltraining erkundigen.

bgertxy2


Hallo,

Magnesium ist nicht gleich Magnesium.

Bei Muskelzuckungen(Tremor), nehme ich Schüsslersalz Nummer 7 in der Potenz D6 (Magnesium phosphoricum).

2 bis 6 mal tgl. 1 bis 2 Tabletten.

Grüssle

berty2

Fte}chnxer


Und hilft Dir das auch? ???

BIRUNxO


@ 199374, Fechner und andere Betroffene

Hallo,

das Thema Muskelzucken (Faszikulationen) ist in diesem wie auch in vielen anderen Med-Foren sehr oft geschildert worden - es gibt offensichtlich sehr viele Betroffene.

Fakt ist, daß die Beurteilung von Faszikulationen in das Spektrum eines Neurologen fällt; er kann alle notwendigen Untersuchungen durchführen bzw. veranlassen um evtl. organische Erkrankungen auszuschließen.

Tatsächlich können Faszikulationen Symptom einer ernsten Erkrankung sein - viel wahrscheinlicher und häufiger sind jedoch sog. "benigne, d. h. gutartige Faszikulationen".

Das sog. "benign fasciculation syndrome" ist im englischsprachigen Raum eine recht häufige Diagnose; die Symptome reichen von Muskelzuckungen, Krämpfen, Stefigkeitsgefühlen, muskelkaterähnlichen Beschwerden, Erschöpfungszuständen und immer wieder ANGSTSYMPTOMEN (meist vor einer fatalen Krankheit). Über Ursachen weiß man nichts genaues man mutmaßt eine milde Autoimmunerkrankung, einen viralen Hintergrund bzw. eine psychosomatische Ursache.

Beim einen bleibts über Jahre, andere verlieren die Symptome nach kurzer Zeit wieder. Gemein ist allen der "gutartige" Verlauf, d. h. es kommt zu keinerlei echten Einschränkungen.

Hier ein Link zur internationalen Wikipedia-Seite mit der englischsprachigen Definition:

[[http://en.wikipedia.org/wiki/Benign_fasciculation_syndrome]]

Ich kann nur jedem Betroffenen empfehlen von einschlägigen Seiten über ALS und andere Muskelkrankheiten ferzubleiben; es wirklich gibt viele, die danach den reinsten Angsthorror erlebt haben und das oft ohne wirklichen Grund.

Die Untersuchung beim Neurologen und der damit verbundene Auschluß eines organischen Hintergrundes kann letztlich beruhigen.

Gute Besserung an Alle.

Bru

DTan9iquxe


Hey..

ich hab das gleiche Problem.

Seit etwa 2 Monaten .. erst nur in der Wade, jetzt auch im Oberschenkel, an der Hand und am Oberarm.

Manchmal fast ohne Pause, manchmal stundelang gar nicht.

Es ist wirklich beunruhigend.. Aber, dass es so verbreitet ist tröstet mich wirklich.

mUos~bacxh


Muskelzuckungen

Hallo an das Forum und an alle Mitleidenden!

Erstmal wünsche ich ein gutes und GESUNDES neues Jahr!

Ich habe die Faszikulationen seit drei Monaten (vor allem) in den Waden, zeitweise mit Erscheinungen wie Muskelkater und kurzzeitigen / blitzartigen Nervenschmerzen wie von Stromstößen an allen möglichen Stellen.

Nach zig Arztbesuchungen und Untersuchungen (alle Befunde ohne Ergebnis) und nach den vergangenen drei Wochen intensiver Eigenbeobachtung komme ich nun zu dem Ergebnis: alles psychischer Natur.

Und jetzt habe ich hier endlich auch einen Namen dafür gefunden:

Benigne Fasciculation Syndrome - genau das ist es wohl.

VIELEN DANK, BRUNO!!!

Mir geht die Sache so auf die Nerven (!), dass ich mir davon den ganzen Alltag vermiesen lasse und ich permanent mit dem eigenen Befinden beschäftigt bin, anstatt die schönen Dinge des Lebens zu genießen.

Eine positive, optimistische Grundeinstellung muss her!

Nach ersten "Tests" werde ich es jetzt mit Fußzonenreflexmassage und Muskelentspannung nach Jacobson probieren.

Ich empfehle jedem Betroffenen es mal mit ähnlichen Praktiken(Autogenes Training / Yoga / etc) zu versuchen und wünsche allen, dass sie ihr Problem in den Griff kriegen.

Gruß und Kopf hoch!, Mosbach

BMRUNxO


@ MOSBACH

Dir und Euch auch ein frohes neues Jahr von hier!

Das mit der Selbstbeobachtung kann ich bestens nachvollziehen, Mosbach.

Es ist mehr als typisch und nahezu alle Betroffenen können eine wahres "Lied" davon singen: am Anfang (so auch bei mir) brechen die Symptome regelrecht und unvermittelt über einen ein - oft gibt es auslösende Ereignisse im Vorfeld wie z. B. längere, intensive Stressphasen oder Infektionen.

Insbesondere dann, wenn sich zu den Faszikulationen noch andere Beschwerden wie Zittern, Muskelschmerzen, starke Erschöpfbarkeit usw. zeigen, wird es schwer diese drastischen Symptome zu ignorieren und NICHT auf eine ernste Erkrankung zurückzuführen. Der Teufelskreis der Selbstbeobachtung beginnt - und je mehr man sich dem hingibt, umso mehr wächst die Angst. Und mit zunehmender Angst können die Symptome regelrecht "explodieren".

Sicher an anderer Stelle schon gepostet, dennoch hier der wohl zunächst wichtigste Link für "BFS"-Betroffene; das größte Forum mit TAUSENDEN von BFS-Betroffenen (auch unzählige Deutsche darunter), um sich ein Bild von der Vielgestaltigkeit und dem Verlauf von BFS zu machen ist.

Es war und ist der "Lebensretter" für unzählige BFS´ler, die alle am Anfang dachten sie seien allein:

[[http://nextination.com/aboutbfs/forums/]]

Die renommierte MAYO-Klinik (spezialisiert auf Muskelerkrankungen insb. ALS) in Cleveland, USA, hat vor nicht allzu langer Zeit eine BFS-Studie vorgelegt, in der 121 BFS-Patienten über mehr als 20 Jahre boebachet und begleitet wurden.

In diesem Zeitraum starben zwei Patienten: einer an Lungenkrebs, der andere an den Folgen eines Autounfalls. KEINER der untersuchten Patienten hatte im gesamten Zeitraum eine ALS entwickelt. Hier die Studie:

[[http://www.nextination.com/aboutbfs/artmayo.htm]]

Es sei noch kurz darauf hingewiesen, das das BFS eine sog. "Auschlußdiagnose" ist. Das bedeutet, daß andere in Frage kommende Erkrankungen zunächst ausgeschlossen werden müssen - wie schon erwähnt tut dies der Neurologe in der Regel. Selbstdiagnosen sind nicht sinnvoll.

Es gibt keine zuverlässigen Studien über die Häufigkeit von BFS, jedoch geht man von bis zu 1:200 Betroffenen aus (Vgl. z. B. ALS ca. 1,5:100 000!). Man kann also von durchaus häufigen Beschwerden reden.

Ich hoffe, dem einen oder anderen mit den Links ein bisschen geholfen zu haben und wünsche ein gesundes Jahr 2006 allerseits!

Bru

lDieese62


ich wünsche ein gesundes neues jahr

hab mir heut zum ersten mal auf dieser seite die beiträge durchgelesen. vielleicht erhalte ich hier bessere aussagen als bei meiner neurologin.

habe seit anfang 2004 verkrampfungen im zehenbereich linker fuß, diese zogen sich auch hin und wieder bis zum oberschenkel hoch, dies hab ich dann noch halbwegs in den griff bekommen in dem ich eine enge bandage hin und wieder anlegte.

im jahr 2005 ließen die verkrampfungen etwas nach, aber die beweglichkeit meiner zehen hat nachgelassen und ich habe ein ständiges zittern des linken beines (ich denk mal durch die ständige anspannung). meine neurologin veranlasste eine tremoranalyse, diese ergab dass ich nicht nur ein essentiellen tremor habe und ich sollte eine weitere untersuchung -datscan- machen lassen. dies hab ich noch nicht in angriff genommen, da ich erst eine größere Op hinter mich bringen wollte (musste) und die wirbelsäule untersuchen lassen habe. jetzt hab ich die Op seit ende oktober hinter mir gebracht, leider ist das zittern nicht ausgeblieben.

als mich meine ängste wieder mal einholen wollten bin ich wieder zur neurologin, das schlimme ist, sie hört nicht richtig zu und gab mir gleich ein -antiparkinsonmittel- obwohl noch gar keine detaillierten untersuchungen erfolgt sind.die hab ich natürlich nicht eingenommen und auch erstmal von einem weiterem besuch der ärztin abstand genommen. ich habe auch gar keine weiteren symptome die für diese krankheit typisch sind, bin ebend häufig gestresst und im jahr 2000 hab ich schon mal eine psychosomatische störung ohne medikamenteneinnahme recht gut in den griff bekommen.

für dieses jahr hab ich mir vorgenommen meinen symptomen auf den grund zu gehen und mich intensiveren ärztlichen untersuchungen hinzugeben. aber bei welchen fang ich an? vielleicht könnte sich jemand dazu äußern oder gibt es sogar jemanden mit ähnlicher symptomatik?

ich hatte in letzter zeit auch mit den augen probleme (rote äderchen und augendruck). durch meine ängste wahrscheinlich ist mir jetzt auch häufig sehr schwindelig und starkes herzklopfen, die symptome kenn ich ja schon aus dem jahr 2000. hach es soll bloß nicht schlimmer werden und ich möchte endlich wissen ob es

"n u r" die psyche ist.

also liebe grüße nochmals und vielleicht kann sich jemand dazu äußern?

BuR0UNxO


LIESE62

Hallo Liese,

die von Dir erwähnte Untersuchung ist wohl ein "Catscan", bei uns eher bekannt als das "CT". Dies ist ein recht geläufiges und unkompliziertes röntgenologisches Verfahren zur Diagnostik - in Deinem Fall soll wohl eine Aufnahme des Schädels erstellt werden um den Parkinsonverdacht auszuräumen.

Also wenn Du Deinen Symptomen auf den Grund gehen willst, wäre dies wohl der nächste, wichtige Schritt. Würde diese Aufnahme keinen weiteren Hinweis auf Parkinson ergeben und die anderen Untersuchungen auch soweit ok sind, bliebe es wohl bei der Diagnose "essentieller Tremor" und oder psychosomatische Störung.

Beim CT gilt es in der Regel frühzeitig einen Termin zu vereinbaren, da die Wartezeiten oft ziemlich lang sind.

Darüber hinaus hättest Du ferner die Möglchkeit, Dich ein paar Tage zur Diagnostik in ein Krankenhaus (am besten Uni-Klinik) einweisen zu lassen. Der Vorteil bestünde darin, daß dort alle erforderlichen Untersuchungen koordiniert "aus einer Hand" erfolgen würden. Das würde Dir vor allem Zeit und Laufereien ersparen.

Ich wünsche Dir, daß Deine Ungewißheit bald ein Ende hat - Gute Besserung!

Bru

p"u'ndp


Polyneuropathie

Hallo ich bin hier neu !

Wer kann mir auf folgendes Anwort geben:

Ich habe nach 2 Jahren die Diagnose Schwerpunktneuropathie erhalten.(keinen Zucker kein Alkohol)

Hat jemand Erfahrung mit Cortisonbehandlung bzw.Heilung ???

l1iense62


hallo bruno

danke für die antwort, ich hatte schon eine mrt-untersuchung des gehirns, DATSCAN ist eine untersuchung die den dopaminhaushalt des gehirns darstellen kann. bei untersuchungen dieser art ist es hier in berlin nicht so langwierig einen termin zu bekommen. :-)

ich habe gestern gleich versucht näheres zu "benign faszikulation syndrom" in erfahrung zu bringen, aber leider alles in englisch (meine 2 lehrgänge volkshochschule reichen dafür nicht aus). %-|

hast du beschwerden diesbezüglich? Würde gerne zum thema "zittern, muskelverspannungen bzw. -steifheit" mehr informationen erhalten, vielleicht klärt sich die sache auch ohne extreme untersuchungen auf.

es grüßt dich liese

BNRRUNO


@ LIESE

Hallo Liese,

...ohne Notfall-Indikation wartet man hier (im Aachen/Kölner Raum) gerne 6 Wochen auf ein CT/MRT :-(.

Das "benign fasciculation syndrome" ist im englischsprachigen Raum eine verhältnismäßig häufige Diagnose. Deshalb sind die meisten Infos, die sich im Internet finden ebenso in englischer Sprache. Im europäischen dagegen Raum sind sind "benigne Faszikulationen" mindestens ebenso häufig - als Syndrom jedoch, verknüpft mit einer Reihe von anderen Symptomen (siehe weiter oben) sind sie als Diagnose recht unbekannt.

Die von Dir geschilderten Symptome erinnern mich nicht sehr an das BFS - ich vermisse die Muskelzuckungen. Dennoch hier die Übersetzung einer Definition aus dem Englischen; vielleicht hilft´s Dir weiter:

"Zusätzlich zu den Faszikulationen, erleben BFS-Patienten häufig Muskelschmerzen, Parästhesien, generalisierte Fatique, Muskelzittern, Belastungsintoleranz und/oder Krämpfe. Ferner ist häufig als charakteristisch zu beobachten, daß BFS-Patienten über eine dramatische Zunahme ihrer Ängste bis hin zu einer Angststörung, vor allem gesundheits-/krankheitsbezogene Ängste erleben. nicht ungewöhlich ist, daß die Patienten sehr auf eine fatale Erkrankung wie ALS, Creutzfeld-Jakob oder ähnliche so sehr fixiert sind, daß sie die "gutmütige Diagnose" BFS ihrer Ärzte nicht fürwahr nehmen wollen."

Ich habe Dich in Deinem ersten Posting so verstanden, daß Du der Ursache für Deine Beschwerden über entsprechende Untersuchungen möglichst schnell auf den Grund gehen möchtest. Sollte dies der Fall sein, wirst Du um bestimmte Untersuchungen nicht umhin kommen.

Andererseits ist es ganz bestimmt so, daß es wohl einige auffällige Punkte in Deinen Schilderungen gibt, die auch für einen psychosomatischen Hintergrund sprechen.

Du wirst Dich wohl entscheiden müssen, ob Du Dich weiteren Untersuchungen hingeben willst, oder schlicht den weiteren Verlauf abwarten möchtest.

Manchmal ist "Zeit" tatsächlich das beste Mittel zur Diagnosefindung - und manche Dinge "klären sich dann auch von allein auf" wie Du richtig sagst :-).

Alles Gute

Bru

c)vet1kop


Ich würde mal zum Internisten gehen

Hallo,

ich habe ebenfalls über zwei Jahre lang ständiges Faszikulieren und andere Symptome. Anfangs hatte ich mich auch verrückt gemacht von wegen ALS und dergleichen.

Letztendlich war der Auslöser meiner Faszikulationen eine Borreliose-Infektion. Der Spezi erklärte mir das so: Durch die Infektion entstehen Entzündungen an der Endmotorischen Platte des Muskels bzw. Nervs. Dies führt zu einer Mangeldurchblutung der Kapillaren was sich letztendlich in Form von Faszikulationen äussert. Mit sehr viel Antibiotika habe ich dieses Muskelzuckungen auf ein ganz geringes Mass heruntergebracht und ich bin zuversichtlich es wieder ganz loszuwerden.

Überhaupt scheint mir die Theorie einer chronischen Entzündung am wahrscheinlichsten, da viele BFS-Betroffene vor ihren Beschwerden von einer Infektion berichten. Ich würde mich mal beim Internisten erkundigen und mich nach Borrelien, EBV, Mycoplasmen etc.... untersuchen lassen.

Selbst bei ALS wird auf eine Infektion mit z.B. Echoviren oder Borrelien spekuliert.

Gruß

Pred

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