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Panik- und Anststörung (Kribbeln, Visual Snow, Schwindel)

DPabrkXsiDdexr hat die Diskussion gestartet


Ich habe schon mal einen Thread zu mir gemacht, möchte aber einen neuen starten mit besonderem Augenmerk auf Visual Snow (wie passend):

Ich bin 25, Student und seit Ende Nov 03 studiumsmäßig sehr im Streß, da ich eine Prüfung einfach nicht schaffe und nur mehr einen Antritt über habe. Weiters flüchte ich mich in meinen Nebenjob, was dann manchmal mehr als 40 Stunden/Woche ausmacht. Ich lebe sehr ungesund und bin ca. 20 kg zu dick, was man mir aber kaum ansieht.

Angefangen hat alles mit meinem ersten Schwindelanfall am 11.03.2004 auf dem Weg von meiner Arbeit nach Hause in der Straßenbahn und weiter im Bus.

Ich dachte ich sterbe, ich dachte ich werde ohnmächtig, richtig panisch wurde ich vorallem, weil diese Panikattacke mind 1 Stunde dauerte...kaum zu Hause schlief ich eine Runde, aber auch nach dem aufwachen waren der Schwindel nicht komplett vorbei...

Nach und nach stellten sich weitere Symptome ein: Nackenschmerzen, Verspanntheit, eigenartiges Kribbeln (wanderte, blieb aber oft auch nur auf eine Gesichtshälfte begrenzt und das tagelang), Überemfpindlichkeit gegen Licht (eben Visual Snow) etc.

Auf jeden Fall blieben zwar vegetative Störungen zurück, eine 2. schwere Panikattacke blieb aber aus. Eine Ärzteoddysee begann vom Neurologen, zum HNO etc. bis man alles auf meine HWS gschoben hatte.

Ich begann Massagen etc. und ab Juni 2004 waren meine Symptome weg.

Wer meinte ich hätte meine Sommerferien genießen können irrt aber gewaltig: Plötzlich bekam ich eine Prostataentzündung, die erst Ende September 04 geheilt werden konnte. Es wurde zwar ein Vaginalpilz gefunden, aber urogenital Beschwerden kommen ja auch psychisch vor, aber dazu später mehr...

Dann begann wieder die Uni...ab Anfang November 04 begannen auch wieder gelegentliche Schwindelattacken, die ich ab Ende Nov täglich hatte und also mein Zustand schlimmer war als bei der ersten Welle im März.

Bis Mitte 05 laborierte ich herum ohne genau zu wissen, was ich habe. Daran zerbrach dann auch meine 4 jährige Beziehung.

Mitte Juli 05 hatte ich eine so schwere Panikattacke, daß ich den Notarzt rufen mußte...mit Verdacht auf MS kam ich in die Neuro, wo mir dann endlich Panik- und Angststörung diagnostiziert wurde.

Ich mache nun eine Psychotherapie, die aber eher den Charakter einer netten Gesprächsrunde hat und mich nicht weiterführt.

Meine Panikattacken sind weniger geworden, aber die vegetativen Störungen wie Parästehsien im Gesicht etc. und die Nachbilder etc. des Visual Snow machen es mir oft schwer organische Krankheiten wirklich auszuschließen.

Um auf den Punkt zu kommen, es gibt Leute die haben entweder Panikattacken oder Angststörungen oder eben nur eine verdammte Krankheit...wieso habe ich das ganze Package? Ich schließe es ja nicht ganz aus, aber kann das wirklich nur die Psyche sein?

Borreliose kann ich noch nicht aussschließen, wobei ich aber diese Diagnose für sehr unwahrscheinlich halte und mich Posts in diese Richtung weniger interessieren...sorry!

Antworten
D<ar9ksi3der


Habe vergessen zu erwähnen, daß Magnesium (600mg/Tag) und Sport meine Beschwerden bessern bzw. teilweise ganz verschwinden lassen...

E^sthxer67


Also ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass die Psyche alles mit einem anstellen kann.

Bin wegen Schwindel auch schon in der Notaufnahme gelandet und dachte ich hätte das Leben hinter mir.

Und es war eben mein Körper, der wegen seelischer Ursachen, angefangen hat, im wahrsten Sinne des Wortes durchzudrehen.

Auch ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht. Es ist schon erforderlich, dass Du Vertrauen zu deinem Therapeuten hast. Sag ihm, dass Du die Sitzung als lockere Gesprächsrunde empfindest. Der Therapeut muss Dich ja erstmal kennenlernen. Aber frag ihn alles, was Dir in den Sinn kommt. Wie plant er die Therapie, wo sieht er nach den ersten Gesprächen Handlungsbedarf? Und was kannst Du selber dagegen tun, z.B. Entspannungsübungen, Atemtechniken bei Panikattacken usw.

f,ertixg


Das ist sicher psychosomatisch.

Langsamer atmen, in Papiertüte atmen, das hilft bei Hyperventilation. "Visual Snow", "Verspanntheit" oder "Angstgefühle" können so verschwinden.

Wieso haben eigentlich soviel Leute Angst vor MS? MS ist ja wohl harmlos. Es gibt Medikamente. Man stirbt nicht dran. Das Leben bleibt lebenswert.

D8arYkside?r


Ich persönlich hatte keine Angst vor MS...diesen Verdacht haben mir die Ärzte im Krankenhaus mitgeteilt :-)

Übrigens habt ihr gewußt, daß man durch eine teure, aufwendige Genuntersuchung feststellen kann, ob MS jemals ausbricht und wenn ja braucht man "nur" in die südliche Hemissphäre ziehen und die Krankheit bricht nie aus...krasse Geschichte finde ich...

Meine Therapeutin kennt mich ganz gut, aber die ganze Sache hilft mir im Moment nicht weiter, weil nur ich kann was ändern...

Es verwundert mich trotzdem, daß einem die Psyche sowas antun kann...ich war ja mal normal, aber ist schon lange her :-)

LRuOpox049


..ich war ja mal normal, aber ist schon lange her

:-D Ich glaub die meisten waren das mal - und noch garnicht so lange her. ;-)

Es gibt schon sehr unsensible Ärzte, die nicht wissen, was sie mit einem falschen Wort bei Patienten anrichten können, die sich gerade in einer ängstlich/panischen Phase befinden.

Ich hab mal einem Arzt (Internist) einen Packen Info-Hefte einer MS-Selbsthilfegruppe mit in sein Büro gebracht, die im Wartezimmer auslagen. Da ging es darum, was zu tun ist / wohin man sich wenden kann, wenn MS tatsächlich diagnostiziert wurde, aber mit detaillierter Beschreibung aller möglichen Symptome usw..

Er sollte ja seine MS-Patienten kennen und denen so ein Ding in die Hand drücken, ansonsten sollte er sich nicht wundern, wenn ihm in der nächsten Zeit auffallend viele mit MS-Symptomen die Bude einrennen. Hat er dann auch eingesehen...

Von dieser Gen-Untersuchung hab ich noch nix gehört, ist aber auch relativ zweifelhaft. Ist die Untersuchung negativ, gibt noch genügend andere fiese Krankheiten. Ist sie positiv, bricht Panik aus und man muss auswandern.... Naja.

Viele Grüsse

Lupo

D3arkscidexr


Naja so ist das eben...

Weiß hier keiner genaueres...über Visual Snow findet man ja leider nur wenig...

wie geht es den anderen Angstpatienten hier?

D<ark0smidexr


Keine Leidgenossen?

Dachte schon, daß ich hier mehr Gleichgesinnte finden kann, die meine Erfahrungen teilen...

tOri9nix30


ich leide auch unter Panikattacken, jetzt hatte ich Wochenlang so gut wie keine Beschwerden und nun fangen sie wieder an, Angst zu sterben, Schwindel, zugeschnürter Hals, Herzrasen. Nach Einnahme von Baldrian wird es meist besser oder verschwindet ganz demnach vermut ich stark das es psychisch ist. Ganz schlimm wird es wenn ich "eingeklemmt" zwischen Leuten sitze, d.h. ich bin in Gesellschaft und man sitzt so eng auf einer Bank, links und rechts von mir sitzt jemand, da bekomm ich Panik und kann kaum das Glas halten ,da zittert alles in mir.

a.ltrhea


Um auf den Punkt zu kommen, es gibt Leute die haben entweder Panikattacken oder Angststörungen oder eben nur eine verdammte Krankheit...

öhm *einspruch erheb* wie kommste den da drauf? panik und angststörungen können sehr wohl mitteinander kombinieren.

erst geht die angst vor, wenn das nix nützt schlägt das neurale nervensystem über und gleitet hinüber zu einer panik attacke und zeigt einem damit was im argen liegt :-/

(ist immer wieder erquikend :(v (ja ich leide auch drunter))

was genau macht ihr den in der thera? vor welchen situationen hast du angst? welche probleme ergeben sich draus (auser das körperliche) was spricht der neurologe? was sagt der psych? sind medis im spiel? was macht das studium und arbeit nun bei dir? warum zerbrach deine beziehung - wo man den anderen doch am meisten braucht in den stunden der not ..?

gruss

p.s. die meisten "Ängstler" findest du im forum psychologie weil das ja net direkt was mit neurologischen problemen im verbindung steht - also ich meine so rein fachlich gesehen

D,arkNsxider


@ althea

ja stimmt...du hast recht....eigentlich bin ich im falschen forum, aber viele paniker auch hier posten, dachte ich ich schreibe hierher...

wie komme ich darauf, daß man nur eine sache hat? naja durch meine recherchen im netz zB. die meisten leute haben anscheinend nur panikattacken und sonst keine probleme, kommst zumindest oft so rüber...ich habe im gegensatz dazu einfach meine vegetativen störungen, die unabhängig von panikattacken sind und mir teilweise sogar mehr angst machen, auch wenn sie weniger bedrohlich wirken.

meine therapie entspricht wohl eher einem coaching bzw ist mehr in richtung gesprächstherapie mit vorschlägen, was ich ändern kann/soll, aber ich höre damit bald auf. ist mir alles zu teuer und reden kann ich mit anderen leuten auch...

grundsätzlich habe ich keine ausufernden ängste...die kamen erst aufgrund meiner körperlichen symptome...wie gesagt ich stagniere seit 2 jahren im studium und arbeite nur bedingt an einer lösung, flüchte lieber in den job, obwohl ich das geld zwar verwenden kann, aber nicht auf es angewiesen bin.

neurologen haben mich alle nur oberflächlich untersucht und war ich schon länger nicht

meine beziehung zerbrach wohl vorallem auch daran, daß meine ex nicht mit meinem krankheitszustand zurechtkam, ich ja auch nicht, wäre die diagnose vor der trennung gekommen wäre es vielleicht anders...naja die trennung ist überhaupt ein schwieriges thema...sehr böse geschichte, wir haben gar keinen kontakt mehr

wenn man eine angststörung hat und das nicht weiß kann man mit vielen dingen nicht unmgehen, weil man ständig besorgt ist, was man haben könnte.

ich habe nun eine neue beziehung, wo ich besser verstanden bin, aber naja, die ex hängt mir noch nach...

auf den punkt gebracht: die wichtigsten punkte im leben: liebe, gesundheit, erfolg liegen eben im argen....

@trini 30

ja so ging es mir auch ein paar mal...entsetzlich...

Dharks\ider


Ich habe ganz vergessen: meine Panikattacken sind sowohl situationsunabhängig als auch bei bestimmen Aktivitäten eher zu erwarten wie Autofahren, Supermarkt, Kino...aber eher selten...

w2attwüBr_mch/en


Hallo,

Angst und Panik kenne ich nur zu gut!

Würde dir gerne mal ein Buch empfehlen:

"Angst und Angstkrankheiten"

Wünsche dir das es dir hilft!

LG

Dlariksi)d&er


Parästhesien

Danke!

Vorallem machen mir die Parästehesien zu schaffen...oft nur linksseitig im gesicht ohne weitere Probleme...nach meiner ersten starken Panikattacke 04 hatte ich das ca. 6 Wochen lang...immer kurz beginnend nach dem Aufstehen in der Früh...kann das wirklich Angst sein...sind ja dann doch meistens eher organische Ursachen...

L\upoq0>4x9


...sind ja dann doch meistens eher organische Ursachen...

Nein, sind es nicht...

@ Darksider,

das, was Du als "vegetative Störungen" bezeichnest, bei gleichzeitig ausführlicher & befundloser Diagnostik, kann komplett durch eine massive und chronische Angststörung ausgelöst werden. Diese vegetativen Symptome können sich verselbstständigen und müssen mitnichten unmittelbar mit spezifischen Angst-Situationen zusammenhängen.

Ich hatte in meiner schlimmsten Angst-Zeit die verschiedenartigsten Symptome und Körpersensationen, die hatte ich 35 Jahre vorher nicht - und hoffentlich 35 Jahre hinterher auch nicht mehr. Zugegeben, man kann das schwer fassen und "flüchtet" sich gerne in das jeweilige körperliche Symptom und vergisst (oder verdrängt ?) dabei die eigentliche Grundursache, die es zu behandeln gilt.

Alles Gute & Grüsse

Lupo

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