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Panik- und Anststörung (Kribbeln, Visual Snow, Schwindel)

bDlacok pgeaxrl


Bei mir fing es vor einigen Monaten an: Zunächst hatte ich manchmal leichte Angst- und Schwindelgefühle (also keine "richtigen" Panik-Attacken), was mich zwar kurzzeitig verunsicherte, jedoch nicht weitergehend beschäftigte. Irgendwann dann kamen starke Anfälle von Schwindel bei körperlicher Anstrengung, die sich aber rasch wieder legten. Von da an war es mir immer öfter schwindelig. Hinzu kam leider auch zusätzlich noch die sommerliche Hitze. Eines Tages beim Spazierengehen bin ich schließlich umgekippt. Der Schwindel war so stark, dass ich nicht mehr laufen konnte (bin aber nicht ohnmächtig geworden). Wenigstens war ich aber nicht alleine, so dass mich jemand beruhigen konnte. Obwohl wir glücklicherweise nicht weit weg von zu Hause waren, hat es eine Ewigkeit gedauert, bis wir dann endlich daheim waren. Ich hab es jeweils nur ein paar Meter vorwärts geschafft, bis ich mich wieder hinlegen musste (was nicht heißt, dass es im Liegen besser war). Zu Hause angekommen, konnte ich dann irgendwann einschlafen. Abends, nach dem Aufwachen, ging es mir wieder besser. Möglicherweise war der Schwindel von diesem Zeitpunkt an noch stärker an Angstgefühle gekoppelt, zumal ich auch nicht mehr die Gewißheit habe, nicht umkippen zu können, wenn ich Angst bekomme. Diese sich gegenseitig verstärkende Spirale von Schwindel und Angst kennen wohl viele von euch. Ich bin dann ab und zu mal mit starkem Drehschwindel umgekippt, auch zu Hause, verbunden mit starker Angst. Ich glaube, dass neben der Hitze in dieser Zeit auch der Bewegungsmangel den Schwindel verstärkt hat. Schon bei geringer Anstrengung war ich dann völlig aus der Puste. Richtig umgekippt bin ich seitdem eigentlich nicht mehr, dafür habe ich diesen Schwankschwindel jetzt ständig am Hals, morgens meist stärker als abends. Während der Einnahmepause der Pille bzw. schon ein Weilchen davor verschlechtert es sich sehr, zudem bin ich sehr wetterfühlig geworden. Jede "Kleinigkeit" (z.B. zu viel / zu wenig Schlaf) beeinflusst mein Befinden dann ziemlich. Nach Auto-/ Bahnfahrten schwankt es noch lange Zeit danach viel stärker. Auch auf visuelle Reize (z.B. "schwindelerregende" Szenen im Kino/Fernsehen) reagiere ich manchmal sehr stark. Seitdem es aber nicht mehr ganz so heiß ist und ich es mit mehr körperlicher Bewegung/Anstrengung versuche, habe ich auch immer mal wieder bessere Tage. Trotzdem traue ich mich nicht mehr allein nach draußen bzw. weiter weg von zu Hause, und selbst das nicht ohne Handy in der Hand. Anfangs hatte ich auch Angst, alleine zu Hause zu bleiben, was sich aber inzwischen gelegt hat. Wenn es mit dem Schwindel besser ist, traue ich mir aber auch mehr zu...

Inzwischen kann ich von mir allerdings auch nicht mehr behaupten, dass die Rechnung mehr Angst = mehr Schwindel und mehr Schwindel = mehr Angst so einfach aufgehen würde. An einigen Tagen ist es, z.B. beim Spazierengehen, mit dem Schwindel besser, obwohl ich mich innerlich angespannt fühle bzw. (eher unspezifische) Angstgefühle empfinde. Genauso kann es umgekehrt sein.

Wie bei sicherlich vielen von euch hat bei mir wohl auch meine bisherige Lebensweise (Streß, Schafmangel über einen längeren Zeitraum) dazu beigetragen. Ich dachte nur leider immer, ich stecke das weg, zumal ein gewisses Ausmaß an Streß sich auch garnicht vermeiden lässt und sicherlich auch nicht 'per se' krank macht. Ich denke, bei mir hat sicherlich Schlafmangel und die Tatsache, dass ich überhaupt keinen Sport getrieben habe (keine Zeit oder was Besseres zu tun), dazu beigetragen, dass ich auch mit dem 'normalen' Streß nicht mehr umgehen konnte; d.h. ich hatte irgendwann, noch bevor ich irgendwelche Angstgefühle bekam, den Eindruck, dass ich mich garnicht mehr entspannen konnte.

So nahm das Ganze seinen Lauf. Wer weiß, vielleicht hätte ich zu einem früheren Zeitpunkt noch einfacher 'gegensteuern' können.

Vielleicht findet sich ja der eine oder andere in meiner Geschichte wieder...?

Nachdem auch ich nun schon bei einigen Ärzten war, bisher ohne Befund, erklärte mir meine Neurologin, dass (wohl durch Angst (mit-)verursacht) das Gehirn 'fehlkonditioniert' (Überreaktion) ist.

Auch ich habe im Internet nun schon so einiges zu dem Thema gelesen. Wie genau dieser Dauerschwindel entsteht bzw. was bei der Verarbeitung der Gleichgewichtsinformationen im Gehirn schief läuft (bzw. Fehlsteuerungen des vegetativen Nervensystems auslöst) und welche Rolle Angst/Stress bei dieser Art der Wahrnehmungsstörung genau spielen, würde mich schon interessieren (wenn doch alles so genau erforscht wäre...).

Mich würde auch interessieren, was bei euch den Schwindel/ die Angst bessert. Ich nehme nun z.B. schon seit einiger Zeit Johanniskraut-Dragees (allerdings in niedriger Dosierung) und ein homöopathisches Mittelchen zur Stärkung des vegetativen Nervensystems (dysto-loges N) und ab und zu vor dem Schlafengehen ein wenig Baldrian-Tinktur.

Hat vielleicht auch schon jemand von euch Erfahrung mit Selbsthilfe-Gruppen oder Verhaltenstherapien und kennt für die Region Stuttgart ein paar gute Adressen?

Bin gespannt auf eure Reaktionen...

Gruß *:)

D.arksxider


Hi blackpearl

Ich kenne viele dieser Leider, vorallem die Kinogeschichte...ich glaube deine Neurologin liegt nicht so falsch...das Problem ist nur, daß uns das nicht weiterhilft...

Ich selbst bin zur Zeit wieder weg von der Psycho-Schiene und gehe jetzt daran alles organische auszuschließen...

Bei mir sind im Augenblick keine Schwindelanfälle auszumachen, dafür habe ich verstärkte Nachbilder und reagiere seltsam auf grelles Licht. Außerdem kribbelt und zuckt sein Wochen mein linker Unterschenkel (meist die Wade)...seltsame Symptome eben...

Ich bin auch kein Fan, daß das alles psychisch sein soll...

Es gibt neue Theorien, daß viele Panikattacken in Wahrheit Migräneanfälle sind und man die Aura einfach nicht mehr loswird...

[[http://www.migraine-aura.org/DE/index.html]]

bzw wenn du gut Englisch kannst

[[http://p210.ezboard.com/bthosewithvisualsnow]]

b lackd p1earxl


@Darksider

Ich glaube schon, dass biologische Dispositionen die Anfälligkeit für gewisse Panik-/Angsterkrankungen erhöhen können. Einigen Studien zufolge treten solche Erkrankungen auch gehäuft in Familien auf. Welche Rolle genau (!) dabei aber die Verhaltens- bzw. Erziehungskomponente spielt, liegt wahrscheinlich eher im Dunkeln. Eine 'hypersensible' Wahrnehmung körperlicher Empfindungen beispielsweise mag anlagebedingt sein, was aber nicht heißen soll, dass man sich nicht auch in gewisser Weise selbst konditionieren könnte/sollte...

Ich selbst litt schon einmal fast 6 Jahre lang an diesem Schwindel. Das ist zwar schon länger her, aber nun ist er wieder da...

Auch damals eigentlich alle ärztlichen Untersuchungen ohne Befund. Ich dachte auch schon daran, das vielleicht auch erbliche Faktoren eine Rolle spielen könnten, da es in meiner Familie Epilepsie- und Migränepatienten gibt...

Falls es dich interessiert, hier 2 Links zum Thema Migräne, Stress und Angst (vielleicht hast du's ja schonmal gelesen ;-) ):

[[http://www.miginfo.de/molmain/main.php?docid=49]]

[[http://www.miginfo.de/molmain/main.php?docid=278]]

Gruß

DRa+rks$ider


Danke!

Bei mir in der Familie gibt es weder Krebs, noch Migräne oder Epilepsie...insofern wäre ich die Ausnahme...tja...

Ich leide seit fast 3 Jahren darunter...

D:arksxider


EEG völlig normal...

...das heißt ich kann nun einige Dinge ganz oder zumindest fast ausschließen. Keine Epilepsie und keine Herderscheinungen...

Tja, wenn ich mich jetzt noch zu einem MRT trauen würde...

Ich hatte vor 2 Tagen eine Attacke, die ich so noch nie erlebte.

Um ca. 3 Uhr nachts wachte ich auf, fühlte mich merkwürdig und spürte einen Anfall kommen. Plötzlich zitterte ich am ganzen Körper...das ist mir noch nie passiert. Ich mußte eine Stunde spazieren gehen, um meinen Körper wieder unter Kontrolle zu bringen...

b?la8cFk peanrl


@ Darksider

EEG ist bei mir auch völlig normal, ebenso CT...

Ich würde mir diese zusätzlichen Untersuchungen an Deiner Stelle eigentlich ersparen (ich weiß ja nicht, welche Untersuchungen Du schon hinter Dir hast bzw. welche Ursachen man bei Dir schon ausschließen konnte). Meines Wissens kann man mit keiner dieser Methoden Stoffwechselstörungen im Gehirn nachweisen. Ich möchte Dir ja keine Diagnose stellen, aber um ebendiese Störung der Neurotransmitter(-verarbeitung) handelt es sich wohl bei Angst- und Panikerkrankungen. Dagegen sollen ADs bzw. SSRIs (z.B. Paroxetin, zugelassen für ebendiese Erkrankungen) helfen, meist in Kombination mit einer Verhaltenstherapie. Unterstützend bei Schwindelsymptomen gibt es auch physikalische Therapien, d.h. spezielle körperliche Übungen (Broschüren kann man beim Neurologen oder im Internet finden)...

Wünsche Dir alles Gute,

Gruß *:)

b`lack ipeaDrl


@ Darksider

...vielleicht interessieren Dich folgende Links:

[[http://www.neuro24.de/angstst_rungen.htm]]

[[http://www.panikattacken.at/]]

D~a?rk4sidexr


Mal sehen...

Danke für die Links, kenne sie schon, aber immer wieder lesenswert.

Ich habe das jetzt fast 3 Jahre. Habe mir wegen des Vorfalls von der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag einen Hometrainer gekauft und seit ich damit trainiere, gehts mir besser, mal sehen ob das so bleibt...

sJtudZeknt1x708


Die Angst vor der Angst

Panikattacken sind sicherlich einer der unschönsten Erfahrungen die man machen kann, dennoch sind sie sehr gut therapierbar. Ich selbst habe panische Flugangst gehabt. Heute fliege ich ohne Probleme. Ja mir macht es sogar spaß. Das Problem an Panikattacken ist, dass wenn man eine durchlebt hat, bekommt man davor Angst, dass die nächste gleich ins Haus wandert. Dieses Problem nennt man die Angst vor der Angst. Ein ohne Behandlung nie endender Prozess der körpereigenen Folter. Es gibt aber sehr gute Hilfe. Die Psychotherapie ist bei manchen Betroffenen sicherlich eine gute Wahl. Bei mir hat sie leider nicht geholfen. Ich habe mich damals in die Hände eines erfahrenen Neurologen begeben. Die Behandlung erfolgte duch einen Serotoninwiederaufnahmehemmer; bei mir Seroxat. Ich habe in der Zeit der Einnahme vermehrte Panikattacken bekommen. Dies ist aber total normal bei einer medikamentösen Behandlung. Bei Seroxat setzt der Prozess sehr langsam ein. Ich bin persönlich auch kein Freund von chemischen Keulen, aber da ich selbst vom Fach bin, weiß ich dass die Medikamente sich in den letzten Jahren stark verbessert haben. Ich wünsche Euch allen eine gute Besserung. Kämpft nicht gegen die Angst an, und Ihr werdet feststellen, Sie kann euch nichts anhaben. :-)

D}ar!ksNidexr


Ich möchte allerdings schon festhalten, daß Panik vorm Fliegen und Panikattacken aus heiterem Himmel zwei komplett unterschiedlicbe Probleme darstellen...

Orts- und auslöserbezogene Panikattacken sind leichter zu bekämpfen als Attacken ohne Trigger...

L{upo0x49


@ darksider

Ich möchte allerdings schon festhalten, daß Panik vorm Fliegen und Panikattacken aus heiterem Himmel zwei komplett unterschiedlicbe Probleme darstellen...

Das schon, aber die Ursachen sind meistens die gleichen.

Orts- und auslöserbezogene Panikattacken sind leichter zu bekämpfen als Attacken ohne Trigger...

Richtig, spezifische Phobien sind einfacher, gezielter ind schneller zu therapieren als ein generalisiertes Angstproblem.

Viele Grüsse

Lupo

D*arksi)dexr


Grüner Tee...

...scheint bei Nachbildern zu helfen. Nur als Tipp für alle, die darunter leiden.

Grünen Tee aber eher am Vormittag trinken, ist gesünder für den Körper.

SNhado{wknxight


Depressionen, Angst und Panikstörung

Hallo Leute,

ich kenne auch alle eure Symtome, meine begleiten mich phasenweise schon mein ganzes Leben, die Ärzte konnten meistens nichts wirklich bedrohliches finden.

Irgendwann vor ca. 2 Jahren wurd dies als Depression eingegliedert.

Hab alle meine Symtome auch mal aufgeschrieben, es war ne ganze Din A4 Seite voll!!

Nach Psychotherapie (Gruppentherapie) und Psychopharmaka hab ich es mit Reiki ausprobiert, was Anfangs sehr half, (totale Entspannung), doch nun hab ich aufgrund der Verschlechterung meines Zustandes und einer Empfehlung eine Micronährstoff - Blutuntersuchung meines Blutes auf eigene Kosten durchführen lassen.

Dabei werden alle nervenrelevanten Bestandteile des Blutes analysiert und in Graphen eingeteilt, an denen man ablesen kann ob ein Stoff in zu niedriger (Mangel), ausgewogen (Norm) oder zu hoch (Überschuss) vorhanden ist.

Diese Blutuntersuchung hat gezeigt, das massive Mangel oder Überschuss erscheinungen vorliegen, speziell für Stoffe die, die psychische Befindlichkeit, zentralnervöse Nervenerregbarkeit und die Hirnleistungsfähigkeit beeinflussen.

Die Blutuntersuchung wird durch das Diagnostische Centrum für Mineralanalytik durchgeführt und kostet ca. 400€.

Ich habe eine ausführliche Beratung mit Terapieempfehlung bekommen und probiere das jetzt mal aus.

Ich glaube das dies vielen helfen kann, denn die Psycho Tabletten helfen nicht wirklich 80).

Der Link zur Info lautet: www.diagnostisches-centrum@t-online.de

Ich werde auf jeden Fall weiter über diese Therapie berichten.

Wenn ihr Fragen haben solltet schreibt einfach.....

MFG.....

Shadowknight

ncopvizdex74


neuling

hallo ihr lieben,

hoffe, dieses forum wird noch hin und wieder besucht, bin gestern nacht zufällig auf dieses forum, speziell auf diesen thread gestoßen und habe mich durch die seiten gelesen, ohne auch nur einen eintrag auszulassen.

der letzte eintrag liegt ja leider schon länger zurück, aber ich hoffe, dass ich von irgendjemandem bei gelegenheit ein feedback bekomme.

also, ich habe nichts neues, keine neuen erkenntnisse beizusteuern, lediglich, die erfahrungen, die ich in letzter zeit gemacht habe.

also, ich bin 32 jahre alt, angestellt in unserem kleinen familienunternehmen, 2.00 m groß und habe bis oktober 120 kg gewogen. weiterhin habe ich ein starkes alkoholproblem, trinke (besser trank bis vor zwei wochen) seit über 10 jahren im schnitt 6 flaschen bier am tag (mal mehr, mal weniger, aber JEDEN TAG, ohne einen tag pause!). weiterhin rauche ich seit meinem 18. lebensjahr, mittlerweile seit einigen jahren etwa 30 kippen am tag.

ich denke, die ersten symptome einer panikstörung sind schon recht früh - vielleicht vor 6, vielleicht aber auch schon vor 10 jahren - aufgetreten. nur empfand ich die symptome stets als harmlos und vernachlässigenswert und betäubte aufkommende ängste gern im alkohol. das half immer! zumindest, abends, während ich trank.

nun begann ich ende oktober abzunehmen, aß nurmehr einmal am tag (meist spät morgens, spätestens mittags), wobei sich mein alkoholkonsum abends noch steigerte (bier enthält kein fett und macht nicht dick! dick macht nur der hunger am nächsten tag, nachdem man abends viel getrunken hat). dazu begann ich zu joggen.

bekomme gerade besuch, mache später weiter...

D{arknsixder


Bier?

Das Bier nicht dick macht ist umstritten...keine Ahnung ob das stimmt...

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