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Panik- und Anststörung (Kribbeln, Visual Snow, Schwindel)

E4sthMe/r67


Ich denke, dass ist von Fall zu Fall verschieden.

Medikamente können bei dem oder anderen sicherlich eine grosse Hilfe sein. Ich kann es nur am Beispiel meiner Mutter erklären, welche vor einigen Jahren an Depressionen litt.

Mit Hilfe der Medikamente wurde meine Mutter erst einmal wieder in die Lage versetzt, sich ihrem Leben und den damit verbundenen Problemen zu stellen. Die Medikamente waren also so eine Art Krücke, die einem Anfang dabei helfen sollen, wieder gehen zu lernen. Wenn man dann wieder besser klar kommt, kann man es Schritt für Schritt ohne diese Krücke schaffen.

Bei meiner Mutter wäre ohne Pillen gar nichts vorwärts gegangen.

Auf der anderen Seite werden oftmals Antidepressiva verschrieben als wären es Lutschbonbons. Auch mir hat man das am Anfang meiner Schwindelkarriere angeboten. Ohne, dass eigentlich klar war, was mit mir los ist. Fühlte mich da vom Arzt irgendwie abgewimmelt.

Ich habe es auch ohne Tabletten hingekriegt. Doch auch jetzt habe ich immer noch tiefe Täler, die mein Innenleben durchwandern muss. Und da habe auch ich öfter Sehnsucht nach einer Tablette, die mir das Leben leichter macht.

Ein klares Ja oder Nein gibt es daher nicht. Medikamente sind nicht die Lösung, können einem aber helfen, wieder auf den rechten Weg zu finden.

Loupo0+49


...weil ich mir denke, wenn ich die Umstände ändern kann, die zu meinem Leiden geführt haben... wird das mit der Angst schon nachlassen.

Hallo Darksider,

ich weiss ja, dass man bei Dir genau hingucken muss... ;-)

Du würdest also mit dieser Aussage ausschliessen, dass die ANGST SELBST der Umstand ist, der zu deinem Leiden geführt hat - sprich - diese Symptome verursacht ?

Für mich bedeuteten Antidepressiva die entscheidende Wende, weil ich genau diese Einstellung hatte.

Ich hatte sie 6 Wochen zu Hause, ohne sie einzunehmen, weil ich weder von der Notwendigkeit noch von einer möglichen Wirkung ausgegangen bin.

Eingenommen habe ich sie, als ich in so einem Loch war, dass ich dachte, das ist jetzt auch schon egal, da ich es eh nicht mehr lange mach.

So, nach anfänglicher Verstärkung aller Symptome wachte ich eines morgens auf und hatte - zum ersten Mal nach 200 Tagen - dieses "Drecksgefühl" nicht mehr im Magen. In den folgenden Tagen und Wochen besserten sich alle meine Symptome, vor allem der Schwindel, und zwar deutlich und spürbar. Und erst da fing ich langsam an, nachzudenken und das Thema Psychosomatik überhaupt an mich ranzulassen.

Das war nur der entscheidende Wendepunkt, nicht die Genesung. Der Rest ist mehr oder weniger bekannt, psychsom. REHA, 3 Jahre Verhaltenstherapie und all die kleinen Schritte, die dazugehören, um wieder ins Leben zurückzukehren.

Ich würde ungern jemanden zu AD raten, der noch andere Optionen offen hat, gerade weil ich auch die Nachteile zu spüren bekam, aber ich bin mir sicher, ich selbst hätte es ohne nicht mehr geschafft.

Viele Grüsse

Lupo

DwarkDsidexr


Danke für euren Input...

@Lupo:

Mit Umständen meinte ich den Streß, die Stagnation, die Beziehungsproblematik etc. welche zu meiner Angst geführt haben oder geführt haben sollten...aber vielleicht verstehe ich deine Aussage nicht...was war zuerst das Huhn oder das Ei?

Der Streß etc. führt zum Unglück...das Unglück zur Angst...die Angst zur Störung des Befindens...

Oder nicht?

mTong)uelf@o


werter Darksider,

sehr wohl kann man so krank werden auf Grund psychosomatischer Ursachen- aber - wie du schon selbst fest gestellt hattest, liegt es an dir , dir selbst einzugestehen, dass es so ist!!!

Erst dann erfolgt der nächste Schritt - ein Therapeut, welcher die wahre Ursache erkennt.

Du kannst nun lachen, doch viele Störungen dieser Art, werden durch die vergangene "Kindheit" ausgelöst . Es klingt blöd- ich weiß- aber leider ist es so.

Am allerschwersten ist es den (hoffentlich) guten Ratschlägen des Therapeuten zu folgen.

Meine Erfahrung.

Doch es winkt die " Gesundheit"

D?aPrksoider


Therapie

Ich habe ja schon eine Therapie gemacht...und sie jetzt beendet...da die Therapeutin meinte sie könne mir nicht mehr helfen :D

m>ongxuelfo


Das möchte ich nicht sagen Darksider ......

dass Medikamente nicht helfen, es liegt wohl daran, dass über Psychopharmaka die reinsten Horrorvorstellungen herum geistern.

Sie helfen zunächst schnell die akuten Symptome zu mildern, dann wird das Hirn wieder klarer und man kann zum nächsten Schritt übergehen. Das Herausfinden der tieferen Ursache deiner Anfälle.Ein guter Psychiater (Arzt) ist da hilfreicher als ein reiner Psychotherapeut.

Von meinem habe seinerzeit den Rat bekommen,in Zehnjahresschritten, aufzuschreiben was ich noch weiß über die Vergangenheit bis zur Gegenwart. Er war nach 2 Beiträgen in der Lage mir zu sagen wo meine Crux liegt!!!!

Er hatte Recht und ich habe seinen (sehr) ungewöhnlichen Rat befolgt und ward auf den besten Wege zur Besserung .

Alles was danach kam (und es war extrem viel) konnte ich auf Grund dieser Therapie sehr gut selbst in den Griff bekommen.

Versuche mal nicht selbst so gescheit zu sein, und doktere nicht selbst herum.Nicht der Ratschlag ist der Beste, der dir nach dem Munde spricht. Oft ist es der unbequme Rat der den Punkt trifft.

eine Gute Zeit

LIupo,049


Mit Umständen meinte ich den Streß, die Stagnation, die Beziehungsproblematik etc. welche zu meiner Angst geführt haben oder geführt haben sollten...

Selbst wenn man die Verursacher seiner Angst so deutlich festmachen könnte, heisst es noch lange nicht, dass man deshalb einen unmittelbaren Erfolg erzielen kann.

1. kann man diese "äusseren" Umstände selten so radikal ändern, dass sich das sofort auf das Befinden auswirken kann.

2. sind es eben oftmals nicht nur aktuelle äussere Umstände, sondern es können auch, wie monguelfo beschreibt, lange zurückliegende, eigene Erlebnisse sein, die sich tief in die Psyche eingebrannt haben.

3. ist es so, dass sich unabhängig der äusseren Umstände oder Erlebnisse, letztendlich der eigene Umgang damit und die eigene Verarbeitung zu einer dauerhaften Heilung führen.

4. ist es gerade bei psychosomatischen Störungen so, dass sich die Symptome gerne irgendwann verselbstständigen und sich zusammen mit der Angst gegenseitig am Leben halten.

Was auf Dich zutreffen könnte oder wo Du Dich da siehst, möchte und kann ich kaum beurteilen.

Jedenfalls brauchst Du meiner Ansicht nach einen neuen, besseren Therapeuten.

Was hast du vor ?

Grüsse

Lupo

oWnenoxse


esther 67

trotzdem speißt man niemanden, der hilfe sucht so ab.

mit einem satz, ohne wenn und aber.

entweder man spricht mit der person, oder lässt es ganz sein. alles andere ist ignorant und rigoros.

dass ein arztbesuch unumgänglich ist ja wohl jedem klar, dass aber als einzige reaktion parat zu haben ist ärmlich.

bedarf keine antwort ich bin raus aus diesem kotzfaden.

DZa(rksixder


Also langzurückliegende Ängste oder irgendwelche herzzerreißenden Erlebnisse in der Kindheit halte ich für nicht ursächlich...aber schlußendlich kann ja alles verantwortlich sein...für mich zählt das Naheliegende:

Zuviel Streß, Beziehungsprobleme, Zukunftsangst...sowas...eine Quarterlife-Crisis eben...

Du hast sicher Recht, wenn du sagst ich brauche einen neuen Therapeuten...meine Freundin kennt einen sehr guten Psychiater, der aber selbst so verschroben ist, daß ich etwas Angst habe hinzugehen :-)

Was habe ich vor? Im Moment versuche die Probleme zu lösen...mein Studium erfolgreich zu beenden...weniger zu arbeiten...mich wieder mehr mir zu widmen, aber nicht meinen körperlichen Reizerscheinungen...

Naja...wir werden sehen...

DJarkYsFidexr


Langsam habe ich die Schnauze voll...

Im Moment gehts mir nicht so besonders hatte heute Nacht wieder einen Anfall oder Attacke oder was auch immer...das 3.Mal diese Woche...irgendwie kommt das im Moment jetzt wieder, obwohl ich gedacht habe ich bin am Weg der Besserung.

Ich wache mitten in der Nacht plötzlich auf und habe das eigenartige Gefühl, daß sich eine Angstwelle aufbaut, die mich in Kürze nur im Kopf treffen wird...schwierig zu beschreiben...sowas hatte ich noch nie...würde es beschreiben als epileptischen Anfall aber ohne Anfall...ich hoffe ihr kennt euch aus...

@Lupo

Das linkseitige Kribbeln macht mich fertig...wieso ist das nur immer auf einer Seite und dann nur beschränkt zB auf Gesicht, Hand, Wade...

Im Moment bin ich wieder mal ziemlich ratlos und glaube den KAmpf zu verlieren...

s;ilv7exr2


An Darksider

Hallo Darksider!

Ich kann sehr gut nachvollziehen wie's Dir geht...leide selber an Schwindel, Sehstörungen und Kopfschmerzen, für die organisch keine Ursache zu finden war (abgesehen vom obligatorischen Hinweis, dass es von der HWS kommen könnte). Da ich an hypochondrischen Ängsten leide, habe ich mir schon alles schlimme ausgemalt, was es sein könnte, wobei mein "Favorit" der Gehirntumor ist... Verbunden ist das ganze mit Ängsten, Panikattacken und Depressionen.

Ich bin nun seit einigen Wochen in einer Psychotherapie und nehme das AD Citalopram. Dazu habe ich mich entschlossen, weil ich vor etwa 3 Jahren schon einmal eine sehr ähnliche Phase hatte. Damals hatte ich konstante Bauchschmerzen...für mich war klar: Darmkrebs. Mein Arzt war der Meinung, dass es bestimmt psychisch sei, hat mich dann aber auf mein Drängen hin widerwillig doch zur Darmspiegelung geschickt. Resultat: alles bestens, kein Befund.

Darauf bin ich so richtig in ein Loch gestürzt, weil ich mir eingestehen musste, dass meine mannigfaltigen körperlichen Symptome, die mich auch schon in früheren Jahren immer wieder geplagt hatten, und für die man nie einen organischen Grund fand, wohl tatsächlich ein psychische Ursache hatten.

Ich habe darauf eine Therapie begonnen und dann auch zum ersten Mal das AD Citalopram genommen, und von da an ging's bergauf. Mein Therapeut hat mich darüber aufgeklärt, wie eng Körper und Psyche verbunden sind und aufeinander wirken und wie meine hypochondrischen Ängste alles noch viel schlimmer machen, weil ich mich dann reinsteigere und an dem Symptom festhalte. Die Medikamente haben (nach einigen Wochen!) sehr gut angeschlagen...als erstes sind die Panikattacken verschwunden, dann wurde allmählich meine Stimmung besser und ich hatte wieder mehr Energie und Antrieb. Nach 2 Jahren habe ich die Medis abgesetzt und die Therapie beendet. Eine Weile lief es ganz gut, aber jetzt eben der Rückfall...

...diesmal habe ich mich schnell entschieden, wieder eine Therapie zu machen und Medikamente zu nehmen. Schon nach 3 Wochen mit Citalopram waren die Panikattacken völlig weg. Schwindel und Kopfschmerzen sind geblieben, aber ich stehe den Symptomen mittlerweile viel gelassener gegenüber, versuche, mich davon nicht einschränken zu lassen, sondern sie einfach zu akzeptieren. Und ich habe gute Hoffnung, dass mit der Zeit auch die Symptome weggehen werden, das hat das letzte Mal auch ziemlich lange gedauert.

Mit diesen Erfahrungen würde ich Dir wirklich dringend raten, einen guten Therapeuten zu suchen. Meine jetzige Therapeutin habe ich gefunden, indem ich einfach bei unserer Uniklinik in der Psychiatrie angerufen habe und die um Rat gefragt habe...in den Spitälern kennen sie kompetente Leute. Manche Spitäler haben auch Spezialsprechstunden für Angst- und Panikpatienten.

Sollte dein Therapeut dir ADs empfehlen, würde ich persönlich dir raten, sie zu nehmen. Eventuelle Nebenwirkungen verschwinden nach den ersten Wochen und abhängig machen die Medis auch nicht.

Ansonsten sind Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation auch hilfreich, aber nur in Kombination mit einer Therapie. Ausserdem würde ich dir das Buch "Angstfrei leben" von Lucinda Bassett empfehlen, es hat mir sehr geholfen. Auch solltest du dich mit dem Thema Hypochondrie auseinandersetzen...das klingt zwar wie ein Schimpfwort, ist aber ein anerkanntes Krankheitsbild...ich leide darunter, und was du erzälst, klingt auch danach.

Also...lass den Kopf nicht hängen... es gibt Hoffnung! :-)

Liebe Grüsse

Silver

L"upo.04x9


Hi Darksider,

an "silver's" Beitrag sieht man, dass es vom Prinzip her fast immer die selben Geschichten sind, natürlich von jedem individuell verschieden erlebt.

Aber man merkt auch, man ist eben nicht allein und - ganz wichtig - es gibt Hoffnung und es gibt einen Weg da raus.

Momentan dreht sich bei Dir alles wieder im Kreis (wie bezeichnend...), Du konzentrierst Dich wieder mehr auf die Symptome, bekommst neu hinzu (das mit dem nachts aufschrecken wie kurz vor einer Bewustlosigkeit kenne ich übrigens auch), suchst nach der Begründung, die Dir für jedes Symptom 1:1 eine rationale Erklärung liefert, aber das funktioniert leider nicht, so sehr wir uns auch danach sehnen.

Das ist jetzt eine Hypothese, aber ich bin mir sicher, dass es kein Zufall ist, dass solche Charaktere (rational, kontrolliert) ausgerechnet mit "Schwindel" und nicht mit anderen Sympthomen reagieren, also mit einem Symptom, für das es oft keine rationale Erklärung gibt und gleichzeitig Verlust der Kontrolle bedeutet.

OK, das hilft Dir jetzt vielleicht akut nicht viel weiter....

Ich kann Dir auch nur raten, Dich wieder / weiterhin in profesionelle Behandlung zu begeben und evtl., (obwohl mir das schwerfällt) auch über AD nachzudenken.

Erstmal alle Gute !

Lupo

a;valoTngo


"Ich bin 25, Student und seit Ende Nov 03 studiumsmäßig sehr im Streß, da ich eine Prüfung einfach nicht schaffe und nur mehr einen Antritt über habe. Weiters flüchte ich mich in meinen Nebenjob, was dann manchmal mehr als 40 Stunden/Woche ausmacht. Ich lebe sehr ungesund und bin ca. 20 kg zu dick, was man mir aber kaum ansieht."

Offenbar kennst du doch dein Problem. So eine Lebensführung kann gut gehen, muss aber nicht, bei dir scheinbar nicht.

LG Avalongo

DOarkjsiAder


Wenn es so einfach wäre ist es ja eine tolle Sache, aber ich bin mir leider oft nicht sicher ob vielleicht was anderes dahintersteckt...muß ja gar nichts tödliches sein...

Dachte ja ganz am Anfang an Morbus Meniere oder irgendwas am Innenohr eben...leider geht das alles Hand in Hand mit der Psyche...da habe ich lieber ein gebrochenes Bein...

DfarksjiRdexr


Ich wieder mal...

Von AD will ich im Moment nichts wissen...habe mich mit dem Thema näher befaßt...habe auch Neurologen und Ärzte in meinem Bekanntenkreis...

Ich probiers jetzt mal mit Bachblüten aus...mal sehen

Was mich eben auch wirklich oft beunruhigt, daß ich am Abend ganz kurz vielleicht 2-10 Mal kurz Kopfweh bekomme und oft an derselben Stelle...nicht jeden Tag und mit Pausen aber es fällt mir auf...

Tja...

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