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Ulnarisrinnensyndrom

SNil_vaPnaBer.lSin hat die Diskussion gestartet


hallo an alle, im November hatte ich auf dem weg zur arbeit einen unfall was im einzelnen heisst dass mich ein radfahrer von hinten umgefahren hat, ich natürlich voll auf die nase gefallen bin, mit dem ergebnis, kniee geprellt, schürfwunden, handgelenke verstaucht, schürfwunden, rechte hand ringfinger etwas heftiger verletzt, rot blau.. also eigentlich nichts so superschlimmes. nachdem der schmerz der verstauchung in den handgelenken langsam begeklungen ist bemerkte ich eine seltsame empfindungsstörung an der linken hand, kleiner finger und ringfinger die aussenseite. da das nicht besser wurde bin ich eine woche später zum arzt, diesmal orthopäde, da ich sowieso mit meinen sohn einen termin hatte. sie untersuchte meinen arm, dabei bekam ich so ein Gefühl wie einen stromschlag nachdem sie meinem ellenbogen untersucht hatte und die ärztin stelle die og. diagnose. sie verschrieb mir diclac 500, empfahl ruhe und teile mit dass solche erkrankungen viel geduld erfordern. nun ja.. also hatte ich geduld aber nach mehreren wochen war ich völlig fertig, ich konnte nachts nicht mehr schlafen, weniger vor schmerz obwohl der auch da war, allerdings nicht so schlimm, sondern es ist eher ein gefühl.. ich kann es so schlecht beschreiben, viell. so. es ist nicht mein arm, aber die empfindungsstörungen sind da, wie unwillkürliche zuckungen obwohl nix zuckt, ich weiss es auch nicht. dazu kam dann ein ständiger leichter schmerz im ellenbogen, dann auch an der aussenseite der hand. weil das noch nicht reichte erstaunlicheweise noch extreme schmerzen in der hand bei aussentemperaturen unter 0 grad, wenn ich keine handschuhe anhatte. der ring und der kleine finger der linken hand sind fast völlig taub, was mir natürlich dann auch im job massive probleme bereite..( ich arbeite in der dateneingabe). am vergangenen wochenende hatte ich höllische nächte, nicht der schmerz.. diese empfindungsstörungen, die ich nur nachts so extrem verspüre liessen mich keine sekunde schlafen und dementsprechende mies gings mir natürlich dann auch am montag. also wieder zum arzt, diesmal zu dem druchgangsarzt der damals den Wegeunfall behandet hat. die gleiche diagnose, ellenbogen geröntgt um arthrose auszuschliessen, und die mitteilung, dass er nicht glaubt dass diese syndom mit dem unfall vom nov. zusammenhängt, es wäre keine typische unfallverletzung. naja egal, das ist glaub ich am wenigsten wichtig. nun bin ich krank geschrieben, was mir auch nicht weiterhilft, da die symptome nach wie vor meine nächte zur hölle machen. eine überweisung zum neurolgen, ein EMG soll gemacht werden. erst dann kann gezielt behandelt werden. Das schöne an der ganzen sache ist, in dem dörfchen Berlin :-( gibts nicht allzuviele neurologen die so eine untersuchung druchführen, es hat mich viel krampf und kampf gekostet überhaupt in der nähren zukunft einen termin zu bekommen, das wäre dann der 8 feb. meine frage an euch wäre jetzt, bin ich wirklich verdammt so lange abzuwarten? kann man denn gar nix tun? ich bin für jede hilfe dankebar, herzliche grüsse aus Deutschlands hauptstadt..

Antworten
C(hris sSusxanne


Ulnarisrinnensyndrom nach Arbeitsunfall

Hallo,

das alles kommt mir so bekannt vor:

Im November 98 hatte ich auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall. Beim Aussteigen aus der S-Bahn rutschte ich auf einer gefrorenen Pfütze aus und fiel auf die linke Körperhälfte. Das linke Handgelenk wurde sofort dick und ich hatte starke Schmerzen. Im Krankenhaus wurde eine Handgelenksfraktur festgestellt und mit Gips versorgt. Da ich unter starken Schmerzen und Anschwellen der Hand litt, wurde mir geraten, den Arm immer in Herzhöhe hochzuhalten.

Also lagerte ich den Arm auf dem Ellenbogen mit Kissen auf der Sofakante. Nach 4 Wochen kam der Gips ab und ich begann mit der Krankengymnastik. Sofort bemerkte ich starkes Kribbeln im kleinen und Ringfinger und der Handaußenseite. Es wurde immer schlimmer verbunden mit Schmerzen im Ellenbogen.

Im Krankenhaus wurde ein sogen. Ulnarisrinnensyndrom festgestellt - dieses hätte aber mit dem Unfall überhaupt nichts zu tun! Da die Beschwerden immer schlimmer wurden, wurde ich im September 2000 operiert und der Nerv verlagert. Aber nun wurde es richtig schlimm! Das Kribbeln und die Mißempfindungen sind nicht nur nicht besser geworden, sondern das OP-Gebiet ist so empfindlich, dass ich kaum noch schlafen kann. Zur Nacht ziehe ich einen abgeschnitten, mit Watte ausgepolsterten Strumpf über den Ellenbogen. Und trotzdem sind die Schmerzen und die Mißempfindungen kaum auszuhalten.

Da die Berufsgenossenschaft (BG) das Ulnarisrinnensyndrom nicht als Unfallfolge anerkennt, kämpfe ich seit nun 9 jahren inzwischen vor dem Landessozialgericht um mein Recht. Inzwischen haben sich 10 Gutachter über meinen Arm ausgelassen. Alle sind sich einig, dass ich unter dem geannten Syndrom leide. Aber dass es Folge des Unfalls sein soll, kann sich ungefähr nur die Hälfte der Gutachter vorstellen. Und die Gutachter, die die BG beauftragt, sind sich natürlich einig darüber, dass es nicht Unfallfolge ist - klar,würde ja auch Geld kosten, da die BG mir eine Unfallrente zahlen müßte.

Mein Lieblingssatz aus den Gutachten ist, dass es sich um eine "schicksalhafte degenerative Erkrankung" handelt, die mich zufällig zum Unfallzeitpunkt ereilt hat.

Vor dem Unfall hatte ich weder mit meinem linken noch mit meinem rechten Arm Probleme. Jetzt bin ich durch die Schmerzen und durch die streßigen Nächte völlig fertig.

Ich kämpfe aber weiter darum, dass Recht haben und Recht bekommen nicht 2 Paar Schuhe sind!

Lieben Gruß aus Hamburg

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