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Remergil als Schlafmittel?

M:UORM ELoFROxSCH hat die Diskussion gestartet


Meine Mama liegt derzeit nach einer Brustop im Krankenhaus.

Sie klagt über Durchschlafschwierigkeiten ( sie wacht immer wieder auf und dann dauert es seine Zeit bis sie wieder einschläft)

Normalerweise ist sie Bauch bzw. Seitenschläferin, momentan kann/darf sie aber nur auf dem Rücken schlafen, was ihr natürlich Probleme macht.

Ausserdem ist genau über ihrem Zimmer die Intensivstation, die Zimmer sind ziemlich hellhörig und jedes Geräusch ist genau zu hören.

Zu Hause konnte Sie immer durchschlafen.

Heute hat Sie mir erzählt das sie gestern ein neues Medikament bekommen hat, welches ihr beim Schlafen helfen soll.

Das hat wohl auch sehr gut geholfen, sie hat fast bis Mittag geschlafen :-o

Den Rest des Tages war sie zu nichts zu gebrauchen. Ihr Zimmernachbarin hat sie (als sie wieder einigermaßen normal war) darauf angesprochen, was denn heute mir ihr los war.

Sie war den ganzen Tag total komisch drauf, so hat sie sich noch nie verhalten.

Ich habe meine Mama dann nach dem Namen gefragt und gleich im Internet nach Remergil geschaut und was muss ich da sehen - ANTIDEPESSIVA.

Ich finde das ist eine riesen Unverschämtheit, ihr einfach ein Antidepressiva zu geben und Ihr das dann auch noch als Einschlaf- und Durchschlafhilfe zu verkaufen.

Meine Mama möchte diese Medikamente auf gar keinen Fall weiter nehmen. Sie hat schon gesagt, lieber schläft sie im Krankenhaus nicht so gut und holt den Schlaf zu Hause nach.

Was haltet Ihr davon? Ist das üblich Antidepressiva als Schlafmittel ein zu setzeh?

Antworten
LnupoD049


Hallo Murmelfrosch,

Deine Zweifel halte ich absolut für berechtigt.

Diese Unart gewöhnen sich scheinbar immer mehr Ärzte an, nach dem Motto "Ich gebe ihnen da mal was, da geht es ihnen besser...".

Finde es unverantwortlich, ein Antidepressiva zu verabreichen, ohne den Patienten darüber angemessen zu informieren und aufzuklären. Es scheint sich weder um eine Depression noch um eine Angststörung zu handeln (...und wenn, sollte diese Diagnose wenigstens gestellt sein), ja noch nicht mal um eine chronische Schlafstörung.

Würde Die Ärzte direkt darauf ansprechen.

Viele Grüsse

Lupo

Fmertji]ch


es ist auf jedenfall üblich antidepressiva als einschlaf bzw.schlafmittel zu verschreiben.teilweise sogar um einiges besser.weil alle anderen schlafmittel extremst abhängig machen.doxepin,seroquel,trimipramin,remergil+sehr viele von den trizyklischen antidepressiva werden als off label verschrieben.als alternative zu benzodiazepinen.aber was ich als beste lösung ansehe,wäre zopiclon.das ist das mittel 1.wahl bei einschlaf-durchschlafstörungen.beeinträchtigt nicht den kopf.man ist am morgen danach frisch ausgeschlafen.und es macht kaum und erst nach längerer täglicher einnahme abhängig.es wirkt ähnlich wie ein benzodiazepin(valium ist zum beispiel ein benzo)aber es ist keins.aber wie gesagt es ist schon üblich.ich kenne einige bekannte und leute aus meinem umfeld die auch remergil bekommen.

Pjfeftfi


Zolpiclon (und Zolpidem) WAREN mal 1. Wahl... soweit ich weiß.

Mittlerweile hat sich rausgestellt, dass auch diese ein ordentliches Abhängigkeitspotential besitzen.

Sie sind kurzwirksam, also wohl eher bei Einschlaf- als bei Durchschlafstörungen.

Das mit den Antidepressiva ist üblich ja, aber sedierende Neuroleptika sind genauso möglich :-/

Ich pers. halte die Lösung mit dem Remergil auch für besser als Benzos zu geben.

Aber es würde sicher bei deiner Mama auch ohne gehen oder?

(ich könnte mich schon wieder drüber aufregen, dass einem nicht gesagt wird, was einem im KH gefüttert wird^^)

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