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Erfahrungen mit neuralgischer Schulteramyotrophie

DWen?nisP$in$nebexrg


Noch ne Frage Diba,

welches EMS-Gerät hast du dir geholt?!

Mfg

0q91simoxn


Hallo,

bei mir wurde diese Woche eine neuralgischer Schulteramyotrophie diagnostiziert.

Ich dachte mir ich versuche einfach mal, ob hier noch jemand ab und an vorbei schaut, obwohl der letzte Eintrag schon einige Zeit her ist.

Im Internet findet man leider bescheiden viele Informationen.

Es würde mich interessieren welche Übungen ihr so bei der Physiotherapie gemacht habt. Besonders welche Übungen für zu Hause gezeigt wurden.

Ich habe den gesamten Thread gelesen und es würde mich natürlich sehr interessieren wie es euch seit dem ergangen ist.

Viele Grüße

N+udbzixarz


Ich hatte keine Diagnose,

aber bin aufgrund meiner Symptome sehr sicher,

an neuralgischer Schulteramyotrophie zu leiden, bzw. gelitten zu haben.

Im Januar eines Morgens aufgewacht mit einer leichten Verspannung des oberen Ruecken/Nacken

im Bereich zwischen Schulterblatt und Wirbelsaeule,

dazu hatte ich Probleme, den Kopf zu drehen.

Ich hielt es fuer eine simple Zerrung, zumal ich am Abend vorher im Fitnesstudio war.

Am naechsten Morgen setzten die Schmerzen ein, stetig zunehmend, so dass ich nach weiteren 2 Tagen nicht mehr wusste,

wie ich sitzen oder liegen sollte.

Stehen und Laufen waren noch am Ertraeglichsten.

Dann der Schreck am dritten Tag, als ich mich mit dem linken Arm an einer Wand abstuetzen wollte,

waere ich fast umgekippt, Kraft im Trizeps fast komplett weg!

Der Orthopaede, den ich aufsuchte, verschrieb Schmerzmittel und ein MRT,

bei dem zumindest ein Bandscheibenvorfall ausgeschlossen werden konnte.

Die starken Schmerzmittel brachten allesamt nicht viel,

am Besten fuhr ich mit Ibuprofen.

Und auch dann war ich staendig auf der Suche nach ertraeglichen Positionen,

normal am Tisch sitzen und essen war praktisch unmoeglich vor Schmerzen...

So ging es gute 3 Wochen, in denen die Schmerzen nur aeusserst langsam nachliessen,

geholfen hat mir dann offensichtlich am Besten Krankengymnastik nach Bruegger,

wo verkuerzte Muskelpartien im Brust-Bauchbereich gezielt gedehnt wurden.

Heute, nach 8 Monaten habe ich keine Schmerzen mehr, bin beschwerdefrei,

nur die Kraft im linken Trizeps ist noch nicht komplett wiederhergestellt.

Ich arbeite daran, aber der Arm ist von 40 cm Umfang vor der Krankheit auf momentan 35 cm geschrumpft,

und er war sicher noch duenner, bevor ich das Training wieder aufnahm.

In den ersten Wochen konnte ich dem Muskel beim Schrumpfen foermlich zusehen.

bkla=bluxub


Hallo euch allen,

Ich melde mich auch mal wieder... Inzwischen ist viel bei mir passiert. Nachdem ich ein weiteres mal im krankenhaus war und ich zu einem Schmerztherapeuten geschickt wurde, ging es mir viel besser. Der Schmerztherapeut verordnete mir Lyrica 75mg/3x Täglich in Kombination mit amitriptylin 10mg/1x täglich. Amitriptylin ist eigentlich ein Antidepressiva, hilft aber auch bei neuroligischen Erkrankungen wie z.B. Epilepsie und Nervenschädigungen in Kombination mit einem Hauptmedikament. Nach ungefähr 2 Wochen waren die Schmerzen schon fast weg und ich konnte endlich mit der Reha beginnen x:)

Ich habe eine neuroligische Reha gemacht, die mir aber nicht besonders viel gebracht hat, da ich nur 20 minuten Physiotherapie hatte, bei der mir eher gezeigt wurde wie ich auch ohne den anderen Arm halbwegs klar komme. Wir haben nämlich die meiste Zeit Badminton gespielt und mir wurde gezeigt wie man den Aufschlag mit nur einem Arm meistert. :|N

Nach 6 Wochen Reha folgte die Weiterbehandlung in Form von Physiotherapie. Da ich in der Reha auch mit Strom versorgt wurde, habe ich mir privat dann auch das Tens-Gerät Beurer TENS/EMS Gerät EM 40 661.00 zugelegt. Am meisten jedoch hat mir die Physiotherapie geholfen, bei der aufgrundessen das ich meinen Arm gar nicht bewegen konnte, die Schwerkraft genutzt wurde. Übungen waren meist abstützen, Katzenbuckel, passive Bewegungen und dann später auch Liegestützen. Ich sage euch, die Krankheit wird nur besser wenn ihr euch selbst dafür engagiert und zu Hause auch noch etwas macht. Das Tens gerät habe ich so ca. 2 mal in der Woche genutzt, entweder zur nervenanregung aber manchmal auch zum Muskelaufbau. Das Problem der Krankheit ist, das selbst wenn die Nervenzellen wieder halbwegs hergestellt sind, sorgt der Muskelschwund für die nichtbeweglichkeit. %-|

Um das Problem zu lösen, muss man täglich die Muskeln trainieren! Das schöne daran ist, dass man den Erfolg schon bald merkt. Bei mir haben dann immer bestimmte Muskeln gepochert. :)^

Nach 1 Jahr und 3 Monaten am 9.8.13 gelang mir dann endlich der Durchbruch. Ca. ein halbes Jahr vorher konnte ich schon langsam meinen Unterarm wieder bewegen, jedoch blieb der gewünschte Erfolg im Schulterbereich aus. Doch dann am 9. August hat sich die harte Arbeit der Rehabilation ausgezahlt! Ich konnte aus heiterem Himmel während der Phyisio meinen Arm nach der ganzen schweren Zeit wieder in die Lüfte heben. ;-D

Das war der schönste Augenblick meines gesamten Lebens. Zwar hat mein Arm noch leichte Mucken, und ich muss mich voll und ganz auf den Bewegungsablauf konzentrieren, doch ich denke dies kommt mit der Routine. Ein weiteres Problem stellt noch die nicht vorhandene Muskelkraft in dem Trizeps und Deltamuskel da. Jedoch besitzt mein Neurologe bei dem ich seit Ende der Reha bin, die Meinung um diese Muskelgruppen aufzubauen bräuchte ich keine Physiotherapie mehr, sondern es würde genügen, wenn ich ins Fitnessstudio gehe. :|N Mein Physiotherapeut sieht das natürlich ganz anders und will mit mir das Training bis ende des Jahres fortsetzen. Nun meine Frage an euch, wie komme ich an eine Physiotherapieverordnung, ohne zum Neurologen zu müssen? Kann man da etwas bei der Krankenkasse erreichen? ???

Achja und falls euch auch Unterstellungen von Ärzten gemacht werden, der Auslöser dieser Krankheit sei psychisch lasst euch nicht unterkriegen! Denn ich habe diese Erfahrung auch mit meinem Neurologen gemacht, der dann sogar behauptet hat, dass der Paresenrest an meiner Schulter nur weggeht wenn ich mit Psychotherapie beginne. Das hab ich ihn ja gezeigt! Ganz ohne Psychotherapie mit viel Physio und eigenem Training hab ichs geschafft und somit sogar bei der letzten Behandlung eine Entschuldigung von ihm bekommen! ;-D

Ich finde es dämmlich von den Ärzten, dass sie nur weil unsere Krankheit noch nicht wirklich erforscht wurde und der Krankheitsverlauf individuell ist, als Auslöser alles auf die Psyche schieben. Unsere Krankheit ist ein Phänomen und deshalb sind wir die Psychisch kranken?? Nein!!!! Wir sind die Leidtragenden und nur weil die Ärzte überfordert sind, brauchen sie nicht sowas in die Welt setzen.

Ich wünsche euch allen ein großen Erfolg und dass ihr auch bald wieder richtig im Leben steht! @:)

u'ltrajsoCnixc


Hallo zusammen,

habe vor 5 wochen einen Bandscheibenvorfall in der HWS C4/5 und c6/7 gehabt.Musste noch nichtz Operiert werden.

Die Parralelen sind wirklich verblüffend.

Kraftlosigkeit im Linken Bizeps und Unterarm. Schmerzen im Schulterbereich.

Die Ansätze mit Strom und Pysio sind vielversprechend.

Mit hoffungsvollen Grüßen

Michael

E5mau7x2


Liebe Alle!

Mit Spannung lese ich die zahlreichen Einträge über Schulteramyothropie und wollte dem einen oder anderen nun mal folgendes mitgeben: Es gibt eine genetisch bedingte Neigung zu Druckläsionen peripherer Nerven (heißt HNPP), wurde bei mir nachgewiesen. Auch ich leide an einer zunehmenden Verschlechterung meiner Muskelkraft der Arme, Schultern, Schulterblätter....Diese Erkrankung hat sehr unterschiedliche Ausprägungen. Als Ursache würde sie gut zu den von euch geschilderten Fällen von Beschwerden nach dem Schneeschippen passen, weil besonders auch monotone Armbewegungen bei dieser Krankheit zu Lähmungen führen.....aber auch plötzliche Lähmungen, quasi aus dem Schlaf heraus, kommen bei dieser Krankheit vor.

Ich kann wirklich nur empfehlen, mal einen Gentest zu machen, da diese Erkrankung als URSACHE von Lähmungen sehr unbekannt, aber doch häufiger als angenommen ist, laut meiner Neurologin. Die Krankheit hat viele Gesichter, aber eben auch diese einseitigen plötzlichen Lähmungen, sowie schleichender Beginn mit Kraftverlust, einseitig, beidseitig...alles ist möglich! Vor allem bei familiärer Häufung dieser Symptome, da das eine Erbkrankheit ist!!!! Der Nachweis ist äußerst einfach: EDTA Blut ins humangenetische Labor und eine Deletion des PMP22 Gens suchen (auf dem Chromsom 17)

Ales Liebe,

Ema

MtanDne Sixg


Hallo an alle "Leidensgenossen"!

Ich möchte Euch nicht mit meinem ganzen Krankheitsverlauf schildern, da er so ähnlich bei allen abgelaufen ist.

Nur soviel: Schmerzanfall Juli 2012 nach einer Woche Lähmung, dann Muskelschwund. Ich war damals 58.

Nach einer ersten Diagnose(Aug. 2012) habe ich das Internet nach neuralgischer Schulteramyotrophie durchsucht.

Da ich stationär eingewiesen werden sollte(Sep.2012), was ich nicht wollte, da ich ansonsten Fit bin(Kraftsportler) habe ich meine Schmerzen mit Diclofenac und Ibuprufen bekämpft, anfangs meinen linken Arm passiv bewegt später dann aktiv, dann mit Gewichten.

Trotzdem bleibt mein linker Arm auf ca. 50% (Gewichte) des rechten Armes und ich habe noch keinen echten Fortschritt.

Mich interessiert wie der Krankheitsverlauf bei Euch weiterging?

Vor allen den Betroffenen deren Krankheit schon länger zurück liegt so über zwei Jahre.

Danke erst mal.

Grüße!

JhXXxJ


Hallo,

Ich möchte euch meine Persöhnliche Erfahrung teilen.

Ich habe es jetzt schon zum zweiten mal das Personage Turner Syndrom :-(

Das erste mal war September 2007 rechte Schulter und Arm, da wurde erst mal ein Bandscheibenvorfall vermutet, weil die Symtome sehr ähnlich sind.

Ich war dann 2 Wochen im KH und es wurden viele Untersuchungen gemacht und gute Schmerzmittel bekomm um den Schmerz überhaupt noch auszuhalten.

Es wurde dann das Personage Turner Syndrom festgestellt.

Ich habe dann fast 3 Jahre damit verbracht Krankengymnastik, Muskelaufbau und immer wieder kleine Rückschritte erlitten.

Nach 3 Jahren war ich dann endlich soweit keine Schmerzen mehr zu haben und hab keine Krankengymnastik mehr gebraucht. :-D

Ich war die letzten 4 Jahre damit beschäftigt meine Muskeln weiter aufzubauen.

Jetzt kommts, anfang Dezember 2013 frühs aufgewacht mit einem Steifen Hals und leichte Schmerzen in der linken Schulter, dachte mir nichts dabei weil am Vortag meine Üblichen Trainings-Einheiten gemacht habe.

Ein Tag später bin ich mitten in der Nacht aufgewacht mit einem Stechenden Schmerz im Linken Schulterbereich und im Oberarm wusste nicht wie mir geschah es war wie ein Deschawü.

Erstmal Tabletten genommen die IBU 600, aber der Schmerz hatte nicht nach gelassen :-(

Frühs zum Arzt der mich zum Neurologen überwiesen hat.

Der Neurologe hat dann wieder das Turner Personage Syndrom festgestellt :°(

Ich konnte so wie au beim ersten mal Nachts fast nix schlafen und wusste au nicht wie Ich mich hinlegen sollte oder Sitzen konnte, dass was erträglich war war laufen.

Seit Dezember wieder Krankengymnastik anfangs 3x in der Woche und jetzt 2x in der Woche und Schmerztabletten IBU 800 :-( aber trotz dieser Schmerzmittel hatte ich sehr starke

Mittlerweile sind die Schmerzen einigermaßen erträglich und kann seit 3 Wochen wieder gute 6 Stunden in der Nacht schlafen.

Habe aber leider auch wieder Lähmung-Erscheinungen und Muskelschwund :-(

Wie ihr seht kann es wieder kommen, ich möchte euch aber keine Angst machen.

Ich wünsche alle die es betroffen hat alles Gute und viel Kraft!!!

Grüße

0-9si`mon


Hallo,

ich möchte hier mal meinen Verlauf nach einem Jahr schildern, um neu betroffenen Mut zu machen, dass auch alles wieder gut werden kann.

Bei mir trat das PTS vor ca. 11 Monaten auf und wurde auch innerhalb weniger Wochen Diagnostiziert. Ich hatte den üblichen beschriebenen Verlauf. Stechende Schmerzen gefolgt von Lähmungen im rechten Arm. Ich war nicht mehr in der Lage meinen Arm über den Kopf zu heben oder mit der rechten Hand die linke Schulter zu berühren. Zusätzlich hatte ich eine recht ausgeprägte Scapula Alata (der Prof in der Uni Klinik hat erstmal einen Schnappschuss mit dem Handy gemacht weil man es so "schön deutlich" gesehen hat).

Ich habe Cortison und Schmerzmittel bekommen, jedoch hatte ich eigentlich mit Eintritt der Lähmungen keine Schmerzen mehr. Zusätzlich bin ich zwei mal die Woche zur Physiotherapie.

Ob die Physiotherapie zu diesem Zeitpunkt irgendetwas bewirkt hat weiß ich nicht, meine Hausaufgaben waren hauptsächlich Stützübungen.

In den ersten Monaten hatte ich auch einen Muskelstimulator, um zu versuchen den Muskelschwund etwas zu verlangsamen.

Nach einigen Monaten habe ich dann gemerkt, dass wieder Liegestütz möglich sind (zwischenzeitlich war das nicht der Fall). Und auch insgesamt wurde die Beweglichkeit wieder etwas besser. Ich habe kein super intensives Aufbautraining gemacht, ich habe mich einfach nur im Alltag nicht geschont und allen Sport gemacht, der möglich war ohne schnell Gefahr zu laufen sich wegen der instabilen Schulter zu verletzen.

Nach 8 Monaten habe ich dann wieder angefangen etwas Basketball zu spielen und vor 3 Wochen habe ich zum ersten mal wieder am Handballtraining teilgenommen.

Ich bin noch nicht wieder ganz bei 100%, aber auf dem Weg dort hin.

Bei meiner Untersuchung wurde mir gesagt, dass man schwer vorhersehen kann wie der Regenerationsprozess ablaufen wird, aber je früher sich etwas tut desto besser sind die Chancen. Meines Wissens können sich Nerven ca 1 Jahr lang wieder regenerieren und ich habe das Gefühl, dass sie das bei mir recht erfolgreich getan haben.

Ich wollte das hier einfach mal schildern, da man dazu neigt in solchen Foren aktiv zu sein, wenn es einem schlecht geht, es aber aus den Augen verliert, wenn es wieder besser ist.

Ich drücke allen die Daumen, dass auch ihr wieder fit werdet!

Viele Grüße

H`emmAe7x7


hallo,

ich hatte mitte letzten jahres plötzlich schwindel und kopfschmerzen. in der selben woche gingen die schulterschmerzen los. es war ein heftig reißender, brennender schmerz den ich 6 wochen erleidet hab. anschließend hatte ich 3 wochen nackenschmerzen die genauso stark waren und bis zum kopf hoch gezogen sind. im liegen wurde alles viel schlimmer. heißt nix mehr schlafen. anschließend folgten lähmungen. mein arm ist erheblich eingeschränkt.

die neurologen meinten es hätte kein sinn krankengymnastik anzufangen wenn ich mir in der arbeit als kfz-mechatroniker eh wieder alles kaputt mach. das einzigste was ich in den wochen bekommen hab waren ibu profin. ich brauchte 1200 dass es ab und zu was gebracht hat.

mein schulterblatt schaut für immer heraus und die "krankheit" kann immer wieder auftreten wenn man sie einmal bekommt. heißt kündigung während der ausbildung

hat einer erfahrung mit längeren schmerzen wie ich? und hat einer auch kopfschmerzen und schwindel bekommen? mir ist nicht klar ob das zusammenhängt. die meinungen der neurologen teilen sich..

freue mich über jeden kommentar

mfg

whingx70


Da so oft nachgefragt wird: Bei mir ist die Kraft in der linken Schulter nie ganz wiedergekommen .... Speziell dort wo der Infraspinatus war, ist immer noch ne sichtbare Lücke. Beim Supraspinatus sieht es etwas besser aus ...

Machts gut

TYailxez


Hallo allerseits, auch wenn zwischen dem letzten Posting und heute bereits etwas Zeit liegt, schreibe ich hier dennoch meine bisherigen Erfahrungen.

Vor 6 Monaten hat mich ein starker Schulterschmerz links aus dem Schlaf gerissen. Welche Sorte von Schmerz muss ich hier wohl nicht mehr erklären. Es hat mich einfach aus den Socken gehauen. Ich dachte ich kann das aussitzen, bin aber nach einer schlaflosen Woche zum Arzt, der mit Verdacht auf BSV in der Halswirbelsäule mir Diclo verschrieb und mich wieder nach Hause schickte.

2 Tage später bin ich morgens aufgewacht, schmerzfrei - ja, aber mit Atembeklemmungen. Ich dachte ich ersticke und schlimmer als das Einatmen war nur noch das Ausatmen. 6 Monate bin ich von Pulmologe zu Kardiologe zu Radiologe zu Gastroenterologe zu Psychologe geschickt worden. Ich hatte massive Atemprobleme, Verdauungsprobleme und bekam starke Schmerzen im linken Oberbauch. Ich habe kaum noch geschlafen, Arbeit war nur stark eingeschränkt möglich, Sport - ich kam keine 100Meter weit zu Fuß ohne Atemanfall und daraus resultierende Panik. Ich landete zwei mal in der Notaufnahme (Robert Bosch Stuttgart und Charité Berlin) nachdem ich mit Herzrasen und Sauerstoffmangel umgekippt bin.

Das allererste was zu meinem Bedauern alle oben genannten Ärzte schlossen, war ein psychosomatischer Zusammenhang, weswegen ich beim Psychologen landete. Ein Armutszeugnis, das bis heute mein Vertrauen in jegliche Form von Mediziner massiv geschwächt hat. Der Psychologe schickte mich nach kurzer Zeit zurück in die Diagnostik und attestierte mir die Vollzähligkeit der Tassen in meinem Schrank. Es wurden fortan Hernien ausgeschlossen durch MRT, CT, Gastroskopie und Coloskopie. Einziges Ergebnis - Zwerchfellhochstand links. Dieser wurde von allen Ärzten die ich bis dahin besucht hatte als "unspezifisch und ungefährlich" hingestellt. Meine Schmerzen im linken Oberbauch fanden keine Beachtung.

Erst heute, 6 Monate später, bekam ich einen Termin bei einer jungen Neurologin aus Stuttgart. Nachdem sie sich alles angehört hatte kam ihre Vermutung recht schnell. Sie wurde in meinem Beisein mit den Kollegen diskutiert. Neuralgische Schulteramytrophie mit vollständiger Zwerchfelllähmung links und Teillähmung Zwerchfell rechts. Keine weiteren Lähmungen, die Zwerchfelllähmung trat isoliert auf. Wohl eine Seltenheit in der Seltenheit. Juhu....(mit sehr ironischem Unterton). Die Gedärme stehen so weit in den linken Oberbauch hinein, dass sie auf den Herzbeutel drücken (das Beklemmungsgefühl beim Ausatmen), die Unterstützung der Darmperestaltik durch die Bewegung des Zwerchfells ist nicht mehr gegeben. Trainieren lässt sich das Zwerchfell leider nur sehr schwer. Solange die Lähmung noch festsitzt ist es ohnehin schwer. Ich habe auf eigene Faust vor einigen Wochen mit intensivem Training begonnen (Ganzkörper Kardio) und dadurch leichte Linderung der Atemproblematik erreicht. Dennoch weis ich bislang noch nicht genau wie ich weiter verfahre, aber es gibt bestimmt Wege.

Auch mein Apell an euch, lasst euch nichts einreden. Auf sämtlichen MRT-, CT-Aufnahmen ist der Mißstand bei mir deutlich zu sehen, die Transferleistung zur Neuralgische Schulteramytrophie scheint aber nur wenigen Ärzten zu gelingen.

Beste Grüße

b)asEihasi


Hallo Leidensgenossen,

habe mit großem Interesse alles von Euch gelesen was die neuralgische Schulteramyotrophie betrifft. Ist für mich das erste mal dass ich etwas in einem Forum lese, bzw. dann auch noch was schreibe.

Würde Euch gerne mitteilen wie es bei mir war:

Heute vor genau 4 Wochen, nachts um 2:00 Uhr, hatte ich, wie ein Blitz aus heiterem Himmel wahnsinnig schlimme Schmerzen in der linken Schulter. Die Schmerzen waren so heftig, dass ich aus dem Bett springen musste. Bin dann am Montag direkt zur Hausärztin. Diese wusste nicht was Sie mit mir machen sollte und hat mich zu einer chrirurgischen Praxis überwiesen. Dieser Arzt stellte innerhalb von 1 Minute, und mit angezogenem Pulli, eine "Frozen shoulder" fest. Unglaublich!!!

Gegen Abend waren die Schmerzen dann so heftig, dass wir in die Notaufnahme des KH's gefahren sind. Die Assistensärzte dort waren ratlos. Sie haben mir lediglich 10mg Morfin gegen die Schmerzen gespritzt und mich wieder nach Hause geschickt.

Am nächsten Tag sind wir dann zu einem Orthopäden gefahren. Dieser konnte trotz Röntgen nichts feststellen. Er fragte mich ob den die Hausärztin mal nach den Blutwerten gesehen habe. (Hat sie leider nicht) Habe mir am nächsten Tag Blut abnehmen lassen. Herausgekommen sind wahnsinnig erhöte Leberwerte (GPT, GOT, und gamma GT). Er hatte den Verdacht dass mein Problem von innen kommen würde, und nicht durch Knochen, Glenk - oder Muskeln.

Am nächsten Abend sind wir wieder in die Notaufnahme wegen der großen Schmerzen in der Schulter, die mittlerweile beide Schultern und Arme erfasst hatten. Ich wurde stationär aufgenommen. Es wurde wieder Blut abgezapft und in ein tropisches Labor geschickt. Es wurde im Krankenhaus alles untersucht. (CT, MRT vom Kopf, MRT vom Oberkörper, Magenspiegelung, komplette Röntgenaufnahmen, Knochenszintiographie)

Hatte Nachts immer noch ganz schlimme Schmerzen. Musste mehrfach nachts aufstehen. Bekam dann meißtens 2.5mg Novalgin intravenös. Ich kenne die Krankenhausflure mittlerweile in und auswendig. Das Laufen hat mir gutgetan.

Interessant ist auch, so plötzlich die Schmerzen kommen, genau so schnell beruhigt sich das auch wieder.

Nach einer Woche KH-Aufenthalt wusste der Internist nicht mehr weiter und hat einen Neurologen hinzugezogen.

Dieser stellte innerhalb kürzester Zeit die Diagnose der neuralgischen Schulteramyotrophie fest.

Am nächsten Tag kamen dann die entgültigen Blutwerte. Man diagnostizierte Hepatitis E.

Die Hepatitis hat als Begleiterscheinen die Schulteramyotrophie hervorgerufen. Leider mußte man mich wegen der anderen Patienten in ein Isolierzimmer verbannen. Die Anästesistin erstellte ein Schmerzkosil wegen der hohen Leberwerte, und der starken Schmerzen. Meine Medikamente sind Targin, Prednisolon, Lyrica, Pantoprazol und zusätzlich bei Bedarf Novalgin Tropfen.

Nach 19 Tagen Krankenhaus bin ich jetzt wieder zu Hause. Mache jetzt Krankengymnastik, trainiere meine schwachen Muskeln mit einem roten Gummiband. Werde jetzt noch bei meinem Physiotherapeut zusätzlich an Geräten trainieren.

Alles in allem geht es schon aufwärts. Leider kann ich immer noch nicht liegen. Schlafe keine Nacht durch. Muss zwischendurch aufstehen und etwas in der Wohnung rumwandern. Nach ca einer Stunde kann ich es dann nochmal mit schlafen versuchen.

Wünsche allen gleich Geplagten gute Besserung!

O&eHleXchsxe


Hallo, ich hatte im März einen schweren Autounfall. Folge war eine Dreifachfraktur des Atlas. Zur Zeit habe ich Stabilisatoren zwischen habe HWS 3+4 und Kopf, die laut Aussage der Ärzte nach circa 12-15 Monaten wieder entfernt werden.

Nachdem ich aus dem Krankenhaus gekommen und einige Zeit zu Hause war, wachte ich morgens auf und mein rechter Arm (Bizept + Rotatoren) waren gelähmt. Nach einer Woche stellten sich extrem starke Schmerzen im Arm ein. Insgesamt sechs Wochen hielten diese an. Ich konnte diese am Ende nur noch mit Morphin behandeln. Die Schmerzen sind nun verschwunden allerdings die Lähmung besteht weiterhin. Kann mir jemand eine Klinik empfehlen die sich mit der neuralgischen Schulteramyotrophie gut auskennt. Ich möchte auf jeden Fall meinen Arm wieder bewegen können. Ich komme aus Hessen. Gruß O

F9ranjzDiexter


Hallo.

Ich leide seit Mai 2016 an dieser Erkankung. Angefangen hat es wie aus dem Nichts. Beim spazieren gehen bekam ich plötzlich einen reißenden Schmerz unter der rechten Achsel. Die Stelle war dann geschwollen. Weitere Schmerzen hatte ich erstmal nicht.

Im weiteren Verlauf kamen die Schmerzen wieder. Diesmal oben auf der Schulter. Richtung Trizeps, Schmerz ausstrahlend und anhaltend.

Ich suchte meinen Hausarzt auf. Dieser verschrieb erstmal Schmerzmittel. Als der Schmerz nicht besser wurde ging ich wieder hin. Diesmal bekam ich eine Überweißung zum Orthopäden.

Die Situation verschlimmerte sich. Ich konnte den Arm nur noch bis auf Schulterhöhe heben und hatte in der ganzen rechten Schuler kaum noch Kraft. Beim Versuch die Arme hoch zu heben stand das Schulterblatt ab. (Engelsflügel)

Der Orthopäde stellte schließlich die richtige Diagnose und überwieß mich zum Neurologen.

Glücklickerweise gingen die Schmerzen zurück, sodass ich die Schmerzmittel wieder absetzten konnte.

Beim Neurologen angekommen gingen eine Reihe von Test's los. EMG, NLG, MRT Untersuchung HWS + Plexus, Blutuntersuchung, Lumbalpunktion (stationär).

Am Ende wurde kein Auslöser gefunden. Vom Krankenhaus kam ich stationär in die Reha. Dort erholte sich meine Schulter wieder, sodass ich heute fast keine Bewegungseinschränkung mehr habe. (September 2016)

Nächste Woche fängt meine berufliche Wiedereingliederung an.

Medikamente, die ich selbst gekauft habe: Vitamin B-komplex und Keltican Forte.

Daneben noch ein Thera-Band (für Übungen) und ein EMS Gerät.

Außerdem noch täglich Sportübungen. = Krafttraining, Physio, Schwimmen, sonstige Schulterübungen

Zurzeit trainiere ich mindestens einmal täglich. Kraft und Ausdauer fehlen noch etwas.

Ich wünschen allen anderen Leidtragenden gute Besserung.

@ basihasi

Ein spezialsiertes Krankenhaus kenne ich nicht. Aber es scheint kaum eine geeignete Therapie zu geben. Kortision scheinenen viele zu bekommen. Ich bekam keines, weil meine Schmerzen schon weg waren.

Die erste Position wo ich meine Arme wieder hoch "heben" konnte war liegend im Wasserbecken. Dort machte ich dann auch meine Übungen. Später ging es dann auch auf einer Liege, dann im stehen und mittlerweile kann ich auch eine leichte Kiste ins oberste Regal stellen.

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