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Erfahrungen mit neuralgischer Schulteramyotrophie

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Hallo Leidensgenossen,

ich hoffe ich finde noch ein paar Gleichgesinnte, da die letzte Nachricht ja schon 8 Jahre her ist :-/

Ich bin 38 Jahre und Mutter 3er Kinder. Im Dezember 2009 wurde ich auf anraten meines Arbeitgebers (Krankenschwester) gegen Schweinegrippe geimpft (wird gerade geprüft ob ein Impfschaden vorliegt...endlich). genau nach 6 Wochen bin ich nachts mit höllischen Schmerzen im rechten Oberarm/Nacken aufgewacht. Mein damaliger Hausarzt hat mich krank geschrieben und ein Schmerzmittel und Physio verordnet. Da nach ein paar Wochen die Schmerzen zwar etwas besser wurden ich aber kaum Kraft hatte wurde ich in Reha geschickt mit der Diagnose Sulcus Ulnaris (Einengung des Ellbogennervs) ???. selbst die damalige Neurologin hat mir eine Ellbogen-Orthese verschrieben und nichts weiter dazu gesagt. Meine Physiotherapeutin hatte mich relativ früh darauf aufmerksam gemacht das mein rechtes Schulterblatt absteht. Ich habe dies meinem Arzt mitgeteilt und er hat es nur mit einem Schulterzucken hingenommen. In der neurologischen Reha kam ich mir total dämlich vor, aber die Ärzte dort haben dem Kind endlich einen Namen gegeben. da ich damals aber schwanger war konnten sie nicht viel Diagnostik mit mir betreiben und haben im Entlassbericht ihre Vermutung geäußert. Mein Hausarzt und die Neurologin haben nichts davon wissen wollen. Ergo und Physio standen auf dem Programm, wo ich auch fleißig daran teilgenommen habe. Ich habe immer wieder die Ärzte aufgesucht und von meinem Problem geredet. Mittlerweile war ich umgezogen und habe den Hausarzt sowie die Neurologin gewechselt. Krank geschrieben wurde ich nicht mehr, da ich in Elternzeit war und sowieso die komplette Schwangerschaft ein Beschäftigungsverbot hatte.

Nach mittlerweile 4 jahren war die Elternzeit vorbei und ich sollte meinen Dienst im OP wieder aufnehmen. Der neue Neurologe hat mir dann endlich bestätigt dass ich nicht mehr schwer heben kann und darf, da ich immer noch keine Kraft im Arm habe ( nach 2 Tellern Suppe schöpfen geht mir die Kraft aus) und eine chronische Sehnenentzündung in der Schulter durch die jahrelange Fehlhaltung/-belastung. mein Arbeitgeber hatte leider keinen passende Stelle für mich parat und fragte mich ob ich Sonderurlaub wegen Kindererziehung in Anspruch nehmen will. Trotzdem ich keine Leistungen erhalte sowie keine Kranken und Rentenversicherungsbeiträge bezahle bin ich bis Oktober 2018 freigestellt und meine Stelle ist mir sicher. Mittlerweile nach fast 7 Jahren ist mein Schulterblatt etwas mehr am Rücken. Die Kraft fehlt nach wie vor. Nach zig Arztbesuche und Physiostunden später mit neuen Begleitproblemen habe ich wieder einen Rehaantrag gestellt. Auf der Krankenkasse hat mir eine Mitarbeiterin geholfen den Antrag auszufüllen und wurde hellhörig als sie das von der Schweinegrippeimpfung gehört hat. Sie hat mich gleich zu ihrem Chef übermittelt und nun wird geprüft ob ich rechtlich dagegen vorgehen kann und evtl Schadensersatz bekomme entweder wegen Fehlbehandlung oder Impfschaden. Ich hoffe das sich alles zum guten wendet, denn diese 7 Jahr waren echt nicht leicht. Die Schulter wird nicht besser, hat mir mein Neurologe gesagt, was schlimm genug ist. Seit dieser Zeit kann ich nicht mehr richtig schlafen, da ich nicht weiß wie ich richtig liegen kann ohne taube Finger oder reißende Schmerzen in der Schulter wenn ich doch ausversehen mal auf der rechten Seite liege. hat jemand von euch eine Ahnung ob man da auch ein Schwerbehindertenantrag bekommt mit mehr als 20%? der erste wurde abgelehnt, da die Diagnose Sulcus Ulnaris lautete :(v

so das war jetzt etwas Viel aber ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tips geben oder Erfahrungen mit mir austauschen.

LG Carmina

jnoey8x3


Hallo zusammen,

komme gerade vom MRT. Glücklicherweise waren mir Fehldiagnosen erspart geblieben, weil sowohl Orthopäde als auch MRT-Arzt die richtigen Untersuchungen durchführten und Schlüsse zogen.

Hier ein stichpunktartiger Verlauf des Krankheitsbildes:

- Frühjahr bis Herbst 2016: Starke einseitige Belastung der linken Schulterpartie durch Saisonarbeit in der Gastronomie (=> z.B. Teller aufstapeln)

- Oktober 2016: Ausbruch der akuten Krankheit wegen zusätzlicher einseitiger Belastung (einen ganzen Tag lang monoton mit dem Nageleisen Wandpaneele über dem Kopf heraus gerissen)

- Die ersten Tage: Starke schmerzen im Schulterbereich, dadurch Schlafprobleme (aber nicht so extrem, wie von manchen geschildert)

- Nach einer Woche: Abklingen der schlimmsten Schmerzen

- Seit Mitte Oktober: Klare Schwäche des linken Schulterbereichs: (am besten wird es deutlich beim Wäsche aufhängen - kaum Kraft, das T-Shirt auf den Ständer zu "heben")

- Seit November: Hervortreten des Schulterblatts

- 1. Arztbesuch Allgemeinarzt => Verschreibung von Massagen (keine Verbesserung), Überweisung an Orthopäden

- Orthopäde (vor einer Woche): Diagnose extremer Schwäche bei bestimmten Bewegungen, Überweisung MRT

- MRT-Arzt (heute): Verdacht auf Neuralgische Schulteramyotrophie

Nachfolgetermin Orthopäde: Anfang Januar 2017.

Ich halte euch auf dem Laufenden - vielleicht können wir ja alle hier noch was lernen :-) :)^

Faran2zDCietexr


@ joey83

Ist zwar etwas spät. Aber mach am besten gleich noch einen Termin beim Neurologen aus. Die haben z.T. ein halbes Jahr Wartezeit...

mDuttxi86


Hallo Zusammen,

Ich habe hier schon viel gelesen und nun möchte ich mich hier mit euch austauschen.

kurz zu meinem Krankheitsverlauf.

Ich habe im Oktober 2014 eine Woche starke Schmerzen im Hals und Schulterbreich bekommen - ich war in der 36 Schwangerschaftswoche-

Erst war ich drei mal im Krankenhaus , dann bin ich noch in Stuttgart in einem Hospital gelandet mit sehr unfähigen Neurologen.

Zum Schluss hab ich es selbst in die Hand genommen und bin zu einer sehr guten Neurologin in Stuttgart Vahingen. Diese hat sehr schnell festgestellt das ich eine Schulteramytrophie habe.

Nach der Woche Schmerzen war fast mein kompletter rechter Arm , Hand und Finger gelähmt.

Bis auf Physiotherapie und eine regelmäßige Kontrolle im ersten halben Jahr konnte nichts weiter für mich getan werden.

Nun ist es zwei Jahre her ich mache keine Physio oder ähnliches mehr und die Ärztin hat mich für meinen Fall als " geheilt" entlassen.

Leider leide ich täglich unter Schmerzen, habe immer wieder keine oder wenig Kraft und kurzzeitige "Aussetzter" im rechten Arm/Handbereich.

Ich hab einfach noch paar Fragen an Menschen die das alles kennen und sich austauschen wollen.

Wie geht ihr mit den Schmerzen um?

Wie hat eure Umwelt reagiert?

Seid ihr 100% arbeitsfähig?

Habt ihr noch Tipps?

Liebe Grüße

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