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Schwindel/ Panik/ Erschöpft -> Stress?

l:em6go hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich bräuchte mal euren Rat.

November letzten Jahres habe ich von heute auf morgen fürchterliche Schwindel- bzw. Erschöpfungsattacken gefolgt von Herzrassen, Panikattacken (nasse Hände, Füße etc.), komischer Druck auf den Ohren, bekommen. Dazu kam damals noch so was Ähnliches wie eine heftige Grippe; also Schnupfen, Husten, Fieber, Durchfall usw. Als die Attacken kamen, bin ich zwei Wochen zu hause geblieben und habe mich nur noch vom Bett aufs Sofa und zurück bewegt. Ich hatte extreme Angst umzufallen und ohnmächtig zu werden. Es kam mir vor als ob ich neben mir stehen würde - es fühlt sich alles an wie in trance. Nach 2 Wochen habe ich versucht wieder arbeiten zu gehen und es war eine einzige Quälerei. 1 Stunde arbeiten und dann musste ich vor lauter Erschöpfung wieder 30 min. Pause machen (hinlegen hilft meistens - ist im geschäft aber unmöglich). Meetings intern/extern, egal wie lange sie dauerten, waren unmöglich. Autofahren war Horror - wenn ich fuhr ging es so einigermaßen gut, kaum stand ich aber an der Ampel wurde der Schwindel immer extremer und die Lichter des Vordermanns verschwammen. Als nach 8 Wochen es immer noch nicht weg war und ich immer mehr Angst bekommen habe nicht zu wissen was es ist, bin ich zum Hausarzt gegangen, der mich zu vielen anderen Ärzten geschickt hat. Ich war bisher bei: Neurologe (EEG etc. ohne Befund), Orthopäde (ohne Befunde), HNO (ohne Befund bzw. leichte Gleichgewichtstörung auf einer Seite? Lt. Ärztin aber soll ich einfach nicht soviel Rauchen und weniger Stress an mich lassen), Blutwerte wurden vom Hausarzt in den letzten Monaten 6 mal untersucht (kleines Blutbild, große Blutbild, HIV ..... alles ok (bis auf 3 mal wo ich jeweils mich grippig fühle, einen erhöhten CRT-Wert von 55), EKG's beim Hausarzt hatte ich bisher auch 10 Stück und waren alle ok. (Belastungs-EKG will/wollte sie nicht machen). So schleppe ich mich bis heute von Tag zu Tag / Woche zu Woche. Es ist zwar irgendwie besser als vor 6 Monaten bzw. ich versuche soweit möglich es zu ignorieren, aber täglich mehrfach bekomme ich weiterhin kleine, kurze (ca. 30 min.) Erschöpfungsattacken/Panikattacken/Schwindelattacken. Ich habe mal versucht herauszufinden wann die kommen. Wenn ich zum Beispiel in einem Meeting ruhig sitzen muss, kommen die 100%ig nach ca. 30 min., als ich letzte Woche in "CaveMan" war, musste ich in der Pause gehen da es mir im Saal, beim ruhig auf Stuhl sitzen, immer schwindliger wurde. Es kommt irgendwie immer wenn ich ruhig sitze. Es ist aber auch so, dass wenn ich Sport treiben will diese Anfälle kommen und ich dann Angst habe z.bsp. vom Fahrrad zu fallen. Mir ist aufgefallen dass am Wochenende wenn ich versuche (mich zwinge) richtig zu entspannen - zum Beispiel in die Sonne am Baggersee liegen; dass es dann nicht vorkommt. -------- Ich habe jetzt ja viele Ärzte durch und keiner kann mir sagen was es ist. Habe meine Hausärztin darauf hin gefragt was ich noch tun kann, denn so langsam leidet der Job als VL (SM) ganz ordentlich darunter. Sie meint sie kann mir nicht weiterhelfen - sie tippt das es stressbedingt ist und ich soll abwarten (*nerv* ich warte jetzt schon 7 Monate darauf dass es aufhört). Ich frage mich nur warum kommen die Attacken bei einer Comedy-Aufführung bei welcher ich keinen stress habe und nur dasitzen muss und mich berieseln/belustigen lasse. So langsam habe ich das Problem dass ich mich extrem zwingen muss, mich abends oder wochenends nicht daheim auf Sofa zu verkriechen, vor lauter Angst vor der nächsten Schwindelattacke. - Nächstes Problem: meine Freundin will in 4 Wochen mit mir nach Fuerteventura - darüber zerbreche mir gerade Kopf; was mache ich wenn der Schwindel im Urlaub noch Schlimmer wird bzw. da ich auch immer noch so einen Druck auf den Ohren habe, wie wird das Fliegen (start/landung).

Kann mir jemand von euch evtl. einen TIP geben was ich noch tun kann bzw. soll. Ich habe z.bsp. noch die Möglichkeit den Neurologen zu bitten ein CT zu machen, was aber in seinen Augen anscheinend nicht notwendig ist?!

besten Dank

PS: habe ganz vergessen - bin 28 Jahre alt

Antworten
wYoll0i04x74


Hi

ich habe die gleichen Symptome seit 3,5 Jahren und war auch bei verschiedenen Ärzten, alles ohne Befund.

Bin auch in meinem Job eingeschränkt und weiß auch keinen Rat mehr. Naja, wir müssen da durch, so banal es auch klingt.

Meine Freundin ist auch langsam genervt, aber hält zu mir.

Wolli,32.

a5gnexs


liest sich wie eine Angststörung

Ich würde mal mit einem Psychologen sprechen.

F+eex25


Hallo!

ICh leide unter den gliechen Problemen wie du, es begann bei mir letzten Sommer ganz plötzlich beim Friseur!

Wir sind dann in Urlaub geflogen (ZAkynthos) das war schlimm, ich konnte in kein Restaurant, konnte mich nur an den strand legen und wieder ins Hotelzimmer, der Schwindel war schlimm (außer am Strand, da ging es einigermaßen, kaum wieder im Hotel oder in der Stadt Schwindel, starkes Benommenheitsgefühl, (das macht mir übrigens am meisten zu schafffen)

als wir wieder zu Hause waren bin ich ach von Arzt zu Arzt alles ok!

ICh hatte wie du immer das Gefühl zu kollabieren, selbst der Weg vom Bett ins BAd war mir zuviel.

ich dachte so kann es ja nicht weiter gehen ich bin dann nach ein paar Tagen wieder arbeiten. Bin Krankenschwester.

Das ging irgendwie dann habe ich mich gezwungen ins Restaurant zu gehen (das war anfangs der Horror) auch in Warteschlangen an der KAsse habe ich mich gestellt obwohl mein Schwindel auch hier immer extrem war.

Der Zustand hielt 3 Monate an, danach war es weg. Jetzt geht das ganze wieder von vorne los! ;-(

Ich denke daran eine Therapie zu machen.

F9eex25


Leide auch inter starker Unruhe, Herzrasen, Schwindel, starkes schwitzenBenommenheitsgefühl und unter absdrusen Gedankenvorstellungen.

Z.B das wenn ich kollabiere mir keiner helfen kann!

Anschließend kommt dann eine Panikattacke! Weiöl ich Angst kriege mir könnte was passieren mir wird auch oft tod schlecht.

LG

Qmuitszcheeynte


Das kenne ich zu gut. Auch ich bilde mir ständig ein mir könnte unterwegs was passieren.

Wenn ich Auto fahre halte ich immer Ausschau nach einem Seitenstreifen auf dem ich "zur Not" halten könnte. Wenn mal keiner vorhanden ist gehts mir gleich rapide schlecht und mir wird schlecht, schwindelig etc.

Das ist wirklich kein Dauerzustand.

Bin echt schon hypochondrisch veranlagt und warte för,lich auf irgendwelche Signale meines Körpers die ich nicht deuten kann.

Teilweise ist um mich rum alles unrealistisch.

Ich bin froh zu lesen das es noch mehr Betroffene gibt, denn in solchen Situationen fühle ich mich immer ziemlich alleine.

LG

Q4ui(tscheexnte


Muss noch dazu sagen das ich wirklich unter akutem körperlichen und seelischen Stress leide...

schätze mal das das der Auslöser von allem ist.

agg,nes


hier werdet Ihr Euch wiederfinden

[[http://www.panikattacken.at/psychosomatik/psychosomatik.htm]]

QLuitscheeexnte


;-) upsi

wPoRlli0P474


ich

werde mir gleich Zeit nehmen um das ganze zu lesen.

liemgPo


vielen lieben Dank für eure Antworten und dafür dass ich nun erleichtert bin nicht der/die einzigste zu sein ;-)

Wenn ich es also richtig rauslese kann ich mir den Gang zum Neuro (CT machen) und Kardio sparen und dafür versuchen zu lernen mit den Schwindel-/Erschöpfungs- (wie auch immer man dieses komische Gefühl beschreiben soll) Attaken umzugehen. Ich denke wenn es bis Ende des Jahres nicht aufhört werde ich mal einen Psychologen konsultieren gehen. Ich hatte in der Vergangenheit eigentlich keine Schicksalsschläge oder sonstiges erlebt (nur ein bissl zuviel stress in 2005), daher habe ich den Psychologen bisher eigentlich für nicht erforderlich gehalten. Ich will aber wenn es in ein paar monaten nicht besser wird, nichts unversucht lassen. Hoffe nur mein AG macht das noch solange mit :-(

vlg

LSupFo049


Wenn ich es also richtig rauslese kann ich mir den Gang zum Neuro (CT machen) und Kardio sparen und dafür versuchen zu lernen mit den Schwindel-/Erschöpfungs- (wie auch immer man dieses komische Gefühl beschreiben soll) Attaken umzugehen.

Das ist die eine Variante und das würde akut das Leben natürlich schon mal erleichtern. Optimal wäre allerdings, wenn man lernt, mit erhöhtem Stress, Druck und/oder Angst besser umzugehen, so dass es erst gar nicht zu den Symptomen kommt.

Ich hatte in der Vergangenheit eigentlich keine Schicksalsschläge oder sonstiges erlebt

Um die von Dir beschriebenen Symptome zu bekommen, muss das auch nicht unbedingt der Fall sein.

Bei den meisten geht es wohl mehr um bestimmte Verhaltens- und Verarbeitungsweisen in unserem alltäglichen Leben. Diese Sachen liegen zwar auch oft ganz schön tief, müssen aber keine "traumatischen Erlebnisse" vorraussetzen.

Hm, wenn es Dir schon 7 Monate so geht, ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass es "von alleine" wieder aufhört, aber immerhin kannst Du vielleicht jetzt vermeiden, dass die Angst noch grösser wird.

Alles Gute & Grüsse

Lupo

F.eex25


hallo Lemgo!

Ich würde andeiner Stelle trotzdem zum Neurologen und Kardiologen gehen.

So kannst du dir zu 100 % sicher sein das es nichts Somatisches ist! Und das beruhigt einen doch schon sehr!

Alles liebe

lnive|fast


@fee25

Er sagt, daß der Neurologe sagt, daß er ok ist und daß 10 EKGs normal waren.

Welche Anzahl an Untersuchungen und Facharztbesuchen sollte man anstreben, bevor man glaubt, daß organisch alles i.O. ist?

Danke

F9eeR2x5


sorry habe ich nicht gelesen!

Aber ein CT sollte man vielleicht trotzdem machen?

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