» »

Schwankschwindel und Wahrnehmung von Bewegungen

J7odixe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich weiß, dass es schon so viele Fäden zum Schwindel/Schwankschwindel gibt, aber dass, was ich so dabei erlebe, habe ich noch nirgends gelesen, deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mal schreibt, wie ihr Bewegungen erlebt!

Also: Immer dann, wenn ich diesen Schwankschwindel habe (meistens so etwa einige Wochen am Stück), dann nehme ich gleichzeitig auch Bewegungen viel stärker wahr als sonst und diese definiert mein Körper als Schwankungen bzw. Schwindel. Beispiel: Ich sitze mit anderen Leuten auf einem Sofa und jemand anderes bewegt sich. Zugfahren ist auch unangenehm. Und was im Moment ganz fies ist: Ich fühle den ganzen Tag (hauptsächlich dann, wenn ich entspannt bin) meinen Puls im Körper, d.h. besonders die Körperteile, auf denen ich sitze oder liege pulsieren so, dass ich es ständig merke und dabei sogar die leichten Bewegungen meines Körpers wahrnehme. Besonders unangenehm ist das, wenn ich dabei die Augen geschlossen habe oder es ganz dunkel um mich herum ist...Genauso ist es mit den ganz normalen leichten Bewegungen, die der Körper macht (außer vielleicht im Schlaf ist der Körper ja nie ganz bewegungslos). Und diese Bewegungen nehme ich dann so stark wahr, dass sie wie Schwindel erscheinen. Wie geht es euch denn? Kennt ihr dieses Gefühl? Und was ich kann ich dagegen tun? Evtl. hilft es, die Aufmerksamkeit nicht ständig auf seinen eigenen Körper bzw. die Vorgänge des Körpers zu richten? Aber das ist leichter gesagt als getan. Wenn ich total verkrampft mit angespannten Muskeln irgendwo sitze, ist es viel besser..aber das ist auf Dauer ja auch keine lösung, es schadet sicher eher, da man sich kaum noch entspannen kann...

LG

Antworten
M-oni&ka65


Find ich gut analysiert.

Jbod/ie


danke monika65 :-)

mich würde aber auch interessieren, ob das bei anderen "schwankschwindlern" auch so ist? entsehen solche gefühle, wenn man selbst ständig kontrolliert, ob mit dem eigenen körper noch alles in ordnung ist?

LG

L,upo0x49


@ Jodie

Hatte dazu was geschrieben im letzten Beitrag mit entsprechenden Links.

[[http://www.med1.de/Forum/Neurologie/34529/]]

*:) Lupo

J5odie


@lupo049

@:) vielen Dank lupo, das ist genau das, was ich suchte! "gestörte efferenzkopie" - das ist es!

LG

h[umEbaexe


Schwindelanfälle

Ich verspüre seit beträchtlicher Zeit von morgens bis abends ein starkes Schwindelgefühl, was sich in meiner Wahrnehmung, wenn ich darauf konzentriere, verstärkt. In letzter Zeit wurde dieses Symptom um ein "Schweregefühl" im Kopf ergänzt, das beim Kauen stärker wird oder den Kopf abrupt so schwer macht, dass ich annehme an Ort und Stelle einen Anfall welcher Art auch immer zu erleiden. Ich weiß um die gut gemeinten Ratschläge, das sei nur Verspannung oder Psyche. Letzteres halte ich zwar grundsätzlich nicht für ausgeschlossen und abwegig. Dennoch: Können sich psychischbedingte Symptome so starl manifestieren (kann manchmal nur schwerlich auf zwei Beinen stehen und gehen)?

Bitte um Rat

hCu4mbexe


Nachtrag:

Wenn ich Rad, Zug oder Auto fahre, treten die besagten Schwindesymptome nicht auf.

Jkodixe


@humbee

Dennoch: Können sich psychischbedingte Symptome so starl manifestieren

ja, können sie!

geht mir übrigens ganz genauso!!! deswegen bin ich am liebsten auf irgendwelchen "Fortbewegungsmitteln" unterwegs und nur ungern zu Fuß!!!

LG

bWlackK pexarl


Bei mir fing es vor einigen Monaten an: Zunächst hatte ich manchmal leichte Angst- und Schwindelgefühle (also keine "richtigen" Panik-Attacken), was mich zwar kurzzeitig verunsicherte, jedoch nicht weitergehend beschäftigte. Irgendwann dann kamen starke Anfälle von Schwindel bei körperlicher Anstrengung, die sich aber rasch wieder legten. Von da an war es mir immer öfter schwindelig. Hinzu kam leider auch zusätzlich noch die sommerliche Hitze. Eines Tages beim Spazierengehen bin ich schließlich umgekippt. Der Schwindel war so stark, dass ich nicht mehr laufen konnte (bin aber nicht ohnmächtig geworden). Wenigstens war ich aber nicht alleine, so dass mich jemand beruhigen konnte. Obwohl wir glücklicherweise nicht weit weg von zu Hause waren, hat es eine Ewigkeit gedauert, bis wir dann endlich daheim waren. Ich hab es jeweils nur ein paar Meter vorwärts geschafft, bis ich mich wieder hinlegen musste (was nicht heißt, dass es im Liegen besser war). Zu Hause angekommen, konnte ich dann irgendwann einschlafen. Abends, nach dem Aufwachen, ging es mir wieder besser. Möglicherweise war der Schwindel von diesem Zeitpunkt an noch stärker an Angstgefühle gekoppelt, zumal ich auch nicht mehr die Gewißheit habe, nicht umkippen zu können, wenn ich Angst bekomme. Diese sich gegenseitig verstärkende Spirale von Schwindel und Angst kennen wohl viele von euch. Ich bin dann ab und zu mal mit starkem Drehschwindel umgekippt, auch zu Hause, verbunden mit starker Angst. Ich glaube, dass neben der Hitze in dieser Zeit auch der Bewegungsmangel den Schwindel verstärkt hat. Schon bei geringer Anstrengung war ich dann völlig aus der Puste. Richtig umgekippt bin ich seitdem eigentlich nicht mehr, dafür habe ich diesen Schwankschwindel jetzt ständig am Hals, morgens meist stärker als abends. Während der Einnahmepause der Pille bzw. schon ein Weilchen davor verschlechtert es sich sehr, zudem bin ich sehr wetterfühlig geworden. Jede "Kleinigkeit" (z.B. zu viel / zu wenig Schlaf) beeinflusst mein Befinden dann ziemlich. Nach Auto-/ Bahnfahrten schwankt es noch lange Zeit danach viel stärker. Auch auf visuelle Reize (z.B. "schwindelerregende" Szenen im Kino/Fernsehen) reagiere ich manchmal sehr stark. Seitdem es aber nicht mehr ganz so heiß ist und ich es mit mehr körperlicher Bewegung/Anstrengung versuche, habe ich auch immer mal wieder bessere Tage. Trotzdem traue ich mich nicht mehr allein nach draußen bzw. weiter weg von zu Hause, und selbst das nicht ohne Handy in der Hand. Anfangs hatte ich auch Angst, alleine zu Hause zu bleiben, was sich aber inzwischen gelegt hat. Wenn es mit dem Schwindel besser ist, traue ich mir aber auch mehr zu...

Inzwischen kann ich von mir allerdings auch nicht mehr behaupten, dass die Rechnung mehr Angst = mehr Schwindel und mehr Schwindel = mehr Angst so einfach aufgehen würde. An einigen Tagen ist es, z.B. beim Spazierengehen, mit dem Schwindel besser, obwohl ich mich innerlich angespannt fühle bzw. (eher unspezifische) Angstgefühle empfinde. Genauso kann es umgekehrt sein.

Wie bei sicherlich vielen von euch hat bei mir wohl auch meine bisherige Lebensweise (Streß, Schafmangel über einen längeren Zeitraum) dazu beigetragen. Ich dachte nur leider immer, ich stecke das weg, zumal ein gewisses Ausmaß an Streß sich auch garnicht vermeiden lässt und sicherlich auch nicht 'per se' krank macht. Ich denke, bei mir hat sicherlich Schlafmangel und die Tatsache, dass ich überhaupt keinen Sport getrieben habe (keine Zeit oder was Besseres zu tun), dazu beigetragen, dass ich auch mit dem 'normalen' Streß nicht mehr umgehen konnte; d.h. ich hatte irgendwann, noch bevor ich irgendwelche Angstgefühle bekam, den Eindruck, dass ich mich garnicht mehr entspannen konnte.

So nahm das Ganze seinen Lauf. Wer weiß, vielleicht hätte ich zu einem früheren Zeitpunkt noch einfacher 'gegensteuern' können.

Vielleicht findet sich ja der eine oder andere in meiner Geschichte wieder...?

Nachdem auch ich nun schon bei einigen Ärzten war, bisher ohne Befund, erklärte mir meine Neurologin, dass (wohl durch Angst (mit-)verursacht) das Gehirn 'fehlkonditioniert' (Überreaktion) ist.

Auch ich habe im Internet nun schon so einiges zu dem Thema gelesen. Wie genau dieser Dauerschwindel entsteht bzw. was bei der Verarbeitung der Gleichgewichtsinformationen im Gehirn schief läuft (bzw. Fehlsteuerungen des vegetativen Nervensystems auslöst) und welche Rolle Angst/Stress bei dieser Art der Wahrnehmungsstörung genau spielen, würde mich schon interessieren (wenn doch alles so genau erforscht wäre...).

Mich würde auch interessieren, was bei euch den Schwindel/ die Angst bessert. Ich nehme nun z.B. schon seit einiger Zeit Johanniskraut-Dragees (allerdings in niedriger Dosierung) und ein homöopathisches Mittelchen zur Stärkung des vegetativen Nervensystems (dysto-loges N) und ab und zu vor dem Schlafengehen ein wenig Baldrian-Tinktur.

Hat vielleicht auch schon jemand von euch Erfahrung mit Selbsthilfe-Gruppen oder Verhaltenstherapien und kennt für die Region Stuttgart ein paar gute Adressen?

Bin gespannt auf eure Reaktionen...

Gruß *:)

Rzeinpr'e:cxht85


Hallo black pearl

ich kann Dir absolut nachfühlen was du täglich durchleidest!

Bei mir fing das auch an einem heißen Sommertag an, aber auch gleich mit einer heftigen Panikattacke das mich so verunsichert hatte das ich mich immer mehr zurück zog und schließlich gar nicht mehr das Haus verlassen konnte. Immer wieder starker Schwindel und Panik.

Natürlich wurde ich auch mehrmals untersucht mit dem Ergebnis: Organisch Kerngesund!

6Monate im ZI in Mannheim brachten keine Besserung der Beschwerden, nur die Erkenntnis das ich eine Angststörung habe hatte ich verstanden.

3 Jahre nach Ausbruch der Erkrankung bin ich durch Zufall bei einer sehr guten Verhaltenstherapeutin in Mannheim gelandet.

Für mich damals so wie bei dir jetzt ist es so. Das ist der normale Kreislauf der Angst. Dazu kommt die Angst vor der Angst, sowie die Erwartungsangst.

Bei mir liegt eine schwere Agoraphobie vor mit Panikstörung.

Die Therapeutin hat mir den richtigen Weg gezeigt und mein Selbstvertrauen kam mit jedem auch so kleinem Erfolg wieder zurück.

Auch bei dir liegt eine klare Angststörung vor, welche das genau ist kann ich leider aus deinem Bericht noch nicht erkennen. Agoraphobie liegt allerdings sehr nahe bei dir!

Wichtig wäre einen guten Verhaltenstherapeuten aufzusuchen und eine ausgeprägte Therapie machen.

Es stimmt was du sagst: Hitze, Kälte, starker Wind beeinträchtigt mit größerer Symptomatik den Angstschwindel!

Dennoch ist das Wichtigste die BEWEGUNG in Form von Fahrad fahren, schwimmen oder einfach nur strammes spazieren gehen.

Zu beginn kommt es meist erst zur Verstärkung der Symptome die aber schnell nachlassen und sogar dann zur Entspannung übergehen.

Dazu gehört (sehr Wichtig) die richtige Atmung. Immer schön den Mund zu lassen und auschließlich durch die Nase atmen. Besonders das Ausatmen durch die Nase so ausgeprägt wie möglich machen. Das wirkt wahre Wunder, weil Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht kommen.

Natürlich habe ich auch gelegentlich noch schlechte Tage, doch die machen mir keine Angst mehr, sondern ich akzeptiere das und bleibe dabei positiv und realistisch zu Denken.

Auch führe ich mit großen Erfolg seit mehreren Jahren eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Ängsten aller Art!

Hoffe ich konnte dir ein bischen weiterhelfen!

G6orBdi7x9


Hallo zusammen,ich leide auch seit einem Jahr am phobischen schwankschwindel und ich habe mal gute mal schlechtere Tage aber es engt mich auch ein, da es manchmal so unangenehm ist,dass ich nicht zur Uni kann. Ich habe überlegt citalopram zu nehmen. Hat jemand Erfahrung damit und eine Besserung empfunden? Danke für eure beiträge. Lg gordi

m5art;inrx3


Hallo,

ich leide (wie jetzt nach 10 Jahren rauskam) unter einer Vestibulären Migräne. Diese kann mit und ohne Kopfschmerzen auftreten. Mit dem Medikament Flunarizin habe ich zumindest für ein Jahr Ruhe gehabt und die Anfälle sind nicht mehr so heftig wie vorher. Nun nehme ich zusätzlich noch Valprorinsäure und hoffe dass das noch mehr bringt. Da es im Internet nicht viel über die Vestibuläre Migräne zu finden gibt, habe ich ein Schwindelforum erstellt, wo man sich detailliert austauschen kann: schwindelforum.com

Freue mich über Euren Besuch!

Viele Grüße

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH