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Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Pram/ Schwangerschaft

kHlehtyterpflaxnze hat die Diskussion gestartet


Hallo,

seit einiger Zeit (ca. 1 1/2 Jahre) nehme ich den Serotonin-Wiederaufnahmehemmer PRAM. 20mg immer morgens.

Nachdem ich jahrelang immer wieder unter depressiven Verstimmungen gelitten hatte und die nach und nach immer schlimmer wurden, war dieses Medikament (nach vielen anderen Versuchen) die Lösung. Es ging mir wieder gut. Oder eigentlich gings mir endlich mal gut!

Ich hab das Medikament zwar in Verdacht, daß es doch dick macht (obwohl das im Beipacktext bestritten wird), aber ich bin wirklich glücklich darüber, das ich etwas gefunden habe, das mir hilft.

Da ich in nächster Zeit aber versuchen möchte, schwanger zu werden, hab ich natürlich nachgelesen - und rausgefunden, daß dieses Medikament auf keinen Fall während der Schwangerschaft genommen werden darf, bzw. schwere Mißbildungen beim Kind verursachen kann.

Was soll ich jetzt tun? Hat jemand von Euch damit schon Erfahrung gemacht? Gibt es Alternativen, die man während der Schwangerschaft nehmen kann? Muß ich die Tabletten gleich absetzen, sobald ich versuche schwanger zu werden, oder reicht es, sie abzusetzen, sobald ich sicher weiß, daß ich schwanger bin.

Habe eine Überweisung zum Neurologen bekommen, um alles das abzuklären, aber vielleicht kann mir ja jemand schon vorher ein paar Tips geben.

Und: Sind Leute aus Wien in diesem Forum? Habt Ihr eine Empfehlung für einen guten Neurologen? Ich möchte mir nur ungern einfach jemanden aus dem Telefonbuch suchen.

Danke und liebe Grüße

kletterpflanze

Antworten
s>mi(lla


Hallo Kletterpflanze,

ich kenne das Problem mit Antidepressiva und Schwangerschaft aus eigener Erfahrung, ich nahm auch eine ganze Zeit einen SSRi, hatte aber auch den Wunsch nach einem 2.Kind. Nach diversen Erkundungen bei Ärzten und Pharmazeuten, habe ich mich entschlossen, das Medikament auf alle Fälle abzusetzen bevor ich Schwanger werde, mir war das Risiko einfach zu groß.

Ich kann dir nur aus meiner Erfahrung als Laie berichten und mein 2.Sohn wird nächste Woche auch schon 10 Jahre alt, es könnte sich also einiges geändert haben in der Zwischenzeit. Vielleicht gibt es mittlerweile Medikamente, die nicht so schädlich sind während der Schwangerschaft, ich stehe allerdings jedem Medikament in der Schwangerschaft mit einem gewissen Mißtrauen gegenüber muss ich ehrlich zugeben.

Ich hoffe, du findest für dich eine Lösung mit der du gut zurecht kommst.

Liebe Grüße :-)

k[letuterpcflanze


ja, aber...

Danke Smilla für Deine Antwort. Ich hab eh schon vor 5 Tagen die Tabletten abgesetzt. Bis heute nachmittag gings mir blendend. Und dann - von einer Minute auf die andere - war plötzlich alles anders. Ich fühlte mich wirklich elend, ängstlich und traurig. Eben so, wie früher....

Das macht mir Angst, denn das heißt, wenn ich die Tabletten absetze, dann wird es mir wieder schlecht gehen. Ich will aber nicht die ganze Schwangerschaft in depressiver Stimmung verbringen....

Wie ist es Dir gegangen, nachdem Du das Medikament abgesetzt hattest? Und hast Du es nachher wieder genommen?

lg

kletterpflanze

GcrasR-Hxalm


was es theoretisch noch gibt wäre Johanniskraut. Allerdings ist da die Packungsbeilage sehr schwammig:

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien zeigten keine direkte oder indirekte Toxizität mit Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung und Entwicklung des Föten. Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Bei der Anwendung während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Also auch kein klares "das kann man problemlos nehmen". :-|

sorry, kann dir auch nicht weiterhelfen. Denn sonst fällt mir nichts ein, was man gegen Depressionen noch nehmen könnte.

Vielleicht 5-HTP, aber das ist wohl auch noch sehr wenig erforscht und k.A., wie sich das auf die Schwangerschaft auswirkt...

hoffe, dein Arzt kann dir weiterhelfen! Verstehe deine Bedenken!

G.raCs-QHxalm


ach so, noch was.

Es ist übrigens recht häufig, dass man nach dem Absetzen von ADs erstmal depressiv wird. Das heisst NICHT, dass du es jetzt wieder dauernd wirst!

Das kann kurz so bleiben und sich dann wieder geben!

Also, Kopf nicht hängen lassen! :°_

spmillxa


@Kletterpflanze,

ja, das ging mir leider ähnlich, mir ging es auch nach dem Absetzen des AD´s ziemlich schlecht, obwohl ich nur eine geringe Dosis nahm und diese dann auch noch über Wochen "ausgeschlichen" habe. Das ist wichtig bei AD´s, dass du sie ganz langsam und nach Rücksprache mit dem Arzt absetzt. Ich muss aber sagen, dass es mir in der Schwangerschaft überwiegend sehr gut ging, was die Ängste und Depressionen betraf...vielleicht haben die Hormone da ein bißchen mitgeholfen. Auch meine Migräne, unter der ich sehr stark und häufig leide, hat sich ab dem 4.Monat verbessert, nein, sie war sogar komplett weg....leider nur bis mein Sohn auf der Welt war, da kam sie sofort wieder. Nochmal zu den Antidepressiva, es ist ein leidiges Thema, ich musste ein paar Monate nach der Geburt meines Sohens auch wieder eines nehmen und wann immer ich versuchte es abzusetzen, war es mit großen Problemen verbunden. Bei mir treten diese Probeleme manchmal auch erst nach 2-3 Monaten auf...vielleicht dauert es ja auch so lange, bis der Körper die AD´s komplett ausgeschieden hat und dann merkt er erst, dass ihm etwas fehlt...aber dass ist nur eine, vermutlich ziemlich laienhafte, Vermutung von mir.

Ich würde dir gerne weiterhelfen, weil ich weiß in was für einem Dilemma man steckt wenn es um Medikamente und Schwangerschaft geht. Vielleicht macht es dir ein bißchen Mut wenn ich dir sage, das ich von einigen anderen Frauen, die auch Ängste und/oder Depressionen hatten, weiß, dass es ihnen in der Schwangerschaft, wie auch mir, deutlich besser ging.

Zu Beginn der Schwangerschaft treten gelegentliche Gefühlsschwankungen aber bei den meisten Frauen mal auf und sollte es dir dann, wenn du denn ein Kind erwartest, auch so gehen, mache dir nicht gleich Gedanken und denke, oh, nun sind sie wieder da, die Depressionen. Ich tat das nämlich und zum Glück völlig zu Unrecht.

Ich wünsche dir Kraft, Mut und Menschen, die dir vielleicht noch mehr zu diesem Thema sagen können.

Liebe Grüße

n7isimaKus_x04


Mensch.. bin ich froh,das ich die Seite gefunden hab.

Leide seit 1 1/2 Jahren unter Panickattacken und Depressionen.

Nun bin ich auch noch schwanger geworden.. hab mir immer ein Baby gewünscht, nur der Zeitpunkt hat mir eigentlich nicht gepasst, aber ne Abtreibung kam bei mir nicht in Frage.

Ich glaub,damit wär ich nicht klar gekommen.

Anfang der Schwangerschaft war ich noch voller Hoffnung und total Motiviert.. mittlerweile bin ich in der 29. Woche und mir gehts zurzeit gar nicht mehr gut.

Habe ständig das Gefühl verrückt zu werden, hab ehrlich gesagt auch keine lust den Haushalt zu machen.. |-o

Mein Freund,der zurzeit viel arbeitet hat dafür keinerlei Verständnis und es kommt fast täglich zum Streit, aber meistens wegen meinen Launen.

Hab schon sämtliche Wege ausprobiert,damit er sich mal damit auseinandersetzt.

Würde mir wünschen, das er Verständnis dafür hat und nicht jedes mal auf alles einen Streit anfängt.. denn im Streit gehts mir denn ganz schlecht..

Das versteht er auch nicht.. Ich kanns ja verstehen.. er hats auch nicht leicht mit mir, aber er sollte sich mal über meine Probleme informieren,oder verstehe ich da was falsch?

Meine Panickattacken sind mittlerweile so schlimm, das ich nicht mehr in der Lage bin Bus zu fahren.. Es sollte am liebsten alles in meiner Nähe sein.. Nicht weiter als 100 Meter..

Muss immer das Gefühl haben,ich kann jederzeit nach hause..

Da fühl ich mich am sichersten,obwohl die Panik auch da auftritt ohne Grund verteht sich.

Ich probier schon seit 2 Wochen einen Termin bei einem Arzt (Neurologen) zu bekommen, aber die haben alle keine zeit mehr bis Juli.. Ende Juli kann ich aber schon mit der Geburt rechnen, vor der ich noch mehr Panik bekomme,wenn ich dran denke..

Ich müsste denn ins Krankenhaus,was ein bisschen weiter ist und denn kann ich nicht gleich nach Hause. Und denn sind da so viele Menschen...

Schade ist auch,das ich mich nicht fallen lassen kann, in den Armen meines Freundes,weil er das ja nicht versteht. Familie hab ich auch nicht,die mir da zur Seite steht..

Ich komm mir zurzeit echt hilflos vor.. nicht mal meine Hebamme geht darauf ein...

Was soll ich tun?

Es hat hat mir schon viel geholfen, das auf zu schreiben und bin froh,das ich nicht die einzigste bin..

Liebe Grüße Denise

S(kihaxserl


Hallo,

ich habe das selbe Problem. Ich nehme seit knapp 3 Jahren ein SSRI, wegen Depressionen. Nachdem es mir schon über 6 Monaten ziemlich sehr gut ging habe ich es abgesetzt. Vorher hatten wir es so nach und nach langsam ausgeschlichen und ich nahm nur noch 20mg täglich.

Nach dem Absetzen hatte ich erst eine totale innere Unruhe waren wohl Absetzerscheinungen doch dann ging es mir 2 Monate völlig gut. Ich dachte echt ich sei gesund doch auf einmals packte mich die Depression wieder. Ich war am Ende und nun muß ich wieder AD nehmen und zwar erstmal 50mg. Ich bin echt verzweifelt, da ich eigentlich auch schwanger werden wollte aber natürlich Medikamentenfrei.

Wem gehts auch so?

a6bcd0e2


Hallo Skihaserl

mir geht es ähnlich. Ich nehme seit 8 Jahren! Citalopram - anfänglich 40mg dann über Jahre 20mg und in den letzten Monaten waren die Panikstörungen, wegen denen ich die Medikamente nehmen muss, wieder da. Daraufhin wurde die Dosis wieder auf 40mg gesetzt. Jetzt seit einer Woche. Leider ist es immer noch nicht wie früher.

So viel zu mir - ich habe mit meinem Frauenarzt über Schwangerschaft und Citalopram gesprochen, da wir uns Kinder wünschen - ich aber skeptisch bin wegen der Medikamente. Seit kurzem gibt es Studien, die gerade Citalopram und Schwangerschaft getestet haben. Es wurden keine erhöhten Probleme bei Kindern und Müttern festgestellt. Mein Frauenarzt sieht eine Schwangerschaft unter Citalopram als gut machbar an. Man sollte sich nur regelmässig durchchecken lassen und seine Stimmungsschwankungen im Auge behalten, da die Schwangerschaft ja doch auch die Hormone und Stimmungen ganz schön durcheinander bringen kann.

Ich habe mich nach diesen Aussagen noch nicht entschieden ob mich das total beruhigt. Erst mal muss ich generell wieder ins Gleichgewicht kommen. Aber sprich mal mit einem oder mehreren Ärzten darüber, die Zugriff auf neue Studien etc. haben. Beim Googlen oder auf Wikipedia findet man so was nicht zuverlässig. Da sollte man mit einem Fachmann sprechen.

Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen.

Alles Gute für Dich. *:)

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