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Hirnblutung/ geplatztes Aneurysma am Gehirn

R:emu-lxa


Hallo olle tante! *:)

bei familiärer Neigung 20 – 30 %.

Das ist interessant. Weisst du zufällig wie weit da der Begriff Familie genommen wird? Betrifft das nur engere Verwandte (Eltern, Geschwister) oder auch Onkel, Cousins etc? Mein Onkel hatte eines, ist seitdem gelähmt halbseitig. Sonst hatte niemand in der Familie eins.

Und noch eine Frage: wenn man dann ein MRT macht und ein "schlafendes" Aneurysma findet, was wird dann gemacht? Kann da überhaupt was gemacht werden um das platzen zu verhindern?

mgarhiposua


Und noch eine Frage: wenn man dann ein MRT macht und ein "schlafendes" Aneurysma findet, was wird dann gemacht? Kann da überhaupt was gemacht werden um das platzen zu verhindern?

Die frage geht zwar nicht an mich, aber ich beantworte sie gerne, denn es gibt eine sehr erfolgreiche Methode, ein Aneurysma von der Blutzirkulation abzuschneiden: nämlich das minimalinvasive Coiling, das nicht bei allen, aber bei den meisten Aneurysmen angewendet werden kann.

Dabei wird durch die Leiste wird ein nur wenige mm starker Mikrokatheter durch die Leiste über Bauch- und Brustschlagader bis in das Gehirn eingeführt. Durch den Katheter werden weiche Titan- oder Platinspiralen (Coils) in das Hirn-Aneurysma geschoben. Die haarfeinen Spiralen rollen sich in der Aussackung auf, bis sie diese vollständig ausfüllen. Nach ein bis zwei Tagen kann man die Klinik verlassen.

Hier ist ein gutes [[http://www.youtube.com/watch?v=-dYC1gyqomM Video]] dazu.

Beispiele wie Gabi Köster oder Monika Lierhaus zeigen, dass auch eine Hirnblutung keine "unlösbare" Geschichte ist.

Gabi Köster ist sicher kein tröstendes Beispiel: sie wurde seit Jahren nicht mehr gesehen.

Hoi$natxa


jetzt macht mir hier mal keine angst, meine mama hatte eine aneurysmen blutung mit 49 und sitzt seit dem mit kompletter linksseitiger lähmung im rollstuhl.

Muss man da berechtigete Sorgen haben, dass einem das auch passiert?

o5lle tnantxe


@ Hinata

An deiner Stelle würde ich mal CT machen lassen, auch wenn nicht sein MUSS, s.o.

Es heißt eben auch, dass sie bei familiärer Disposition etwas häufiger platzen; allerdings auch da längst nicht alle. Wenn es klein ist, beobachtet man es meist erst, ob es größer wird oder schon nach sehr dünner Gefäßwand aussieht.

Und wenn, gibt es zwei Behandlungsmöglichkeiten, beide nicht ohne Risiko (s. Lierhaus)

Coiling, wie mariposa schrieb. Risiko von Komplikationen beim Eingriff 1 - 2 % (sofern die Zahlen, die ich kenne, noch stimmen), bei ca. 30 % muss nochmal nachbehandelt werden, fand ich aber harmlos. Heute kann man fast alle coilen, notfalls mit Stent.

Clipping, also offene Op, Risiko ca. 3 - 5 %. Wird oft als "sicherer" verkauft, weil selten Zweiteingriff nötig, ich glaube nicht daran. Wird vielleicht auch öfter empfohlen, weil es viel mehr Neurochirurgen als Neuroradiologen (die coilen) gibt.

Wenn es platzt, ist das Risiko erheblich höher. 2008 hörte ich diese Zahlen:

1/3 stirbt vor der Ankunft im Krankenhaus,

1/3 später, meist in den ersten Wochen,

1/3 überlebt, davon

1/3 schwer behindert (Pflegefall)

1/3 mit leichteren Behinderungen, kommt also weitgehend alleine zurecht,

1/3 unauffällig. Allerdings haben die nach meinen Erfahrungen in Forum und Selbsthilfegruppe meist auch erhebliche Probleme.

Heute liest man eher von 50 % Überrlebenden.

Von Gaby Köster las ich nur dieses Jahr mal in der Zeitung, dass sie im Rollstuhl bei einem Auftritt ihres Cousins gewesen sei.

HOiVn~axta


ich wurde nur stutzig, dass mir nie jemand gesagt hatte, auch von den ärzten nicht dass es familiär bedingt sein kann.

meine mutter und meine oma haben auch beide krampfadern, die sich auch bei mir melden (bin erst 21!) – durch schmerzen und schwellungen im bein etc.

habe erst durch eigene recherche erfahren dass es auch 'vererbbar' sein kann.

hm das gibt einem zu denken....

wenn ich das nächste mal meine hausärztin belästigt, kann ich sie ja mal darauf ansprechen.

CT ist ja nicht ohne...

m_ariupoxsa


habe erst durch eigene recherche erfahren dass es auch 'vererbbar' sein kann.

Das ist aber sehr sehr selten.

CT ist ja nicht ohne...

Und vor allem sehr teuer – und in diesem Fall sind es sicher unnötige Kosten.

t_atxua


Vielleicht ist [[http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/schlaganfall/article/527118/rauchen-hirn-aneurysma-familie-erhoehen-schlaganfallrisiko.html diese Studie]] interessant für dich?

LG, Tatua

RKe~mu-lxa


CT ist ja nicht ohne...

MRT geht doch auch, oder?

Ich hab immernoch keine Info dazu gefunden wer als Familie gilt, also ob auch Onkel und Tanten die einen Schlaganfall hatten auf ein erhöhtes Risiko bei mir hinweisen, oder nur direkte Verwandte wie Eltern und Geschwister?

oPlle9 taNntxe


Man sagt, direkte Verwandte.

MRT mit Kontrastmittel ist sehr gut, allerdings teurer als CT, verordnen sie daher nicht so gern.

Besondere Risiken für Aneurysmen außer familiärer Häufung sind mir nicht bekannt.

Hinata, wie alt bist du?

Zu "direkte Verwandte": Mein Patenonkel, Bruder meiner Mutter, starb in den 80ern mit Mitte 50, es hieß immer an "Schlaganfall". Erst als ich selbst betroffen war, fragte ich näher nach. Denn ich erinnerte mich, dass damals die Familie gefragt wurde, ob man einen Versuch (mit schlechten Chancen) machen solle, ihn zu operieren - und einen Schlaganfall operiert man ja nicht. Daraufhin hieß es dann "war eine Hirnblutung". Als er starb, hieß es auch, schon seine Großmutter habe sich mit ca. 50 plötzlich wegen Kopfschmerzen hingelegt und sei gestorben. Ein paar Jahre vor mir war meine Schwester (46) betroffen, ich wurde leider nicht aufmerksam auf das Risiko. Bei uns stimmt es also, dass es in Familien häufig in einer Altersspanne von ca. 10 Jahren passiert, ich kenne aber auch andere.

Übrigens gibt es ein privates Hirnaneurysmaforum, nur für Betroffene und deren Angehörige (ggf. PN).

@ tatua

Mit der Studie kann ich nicht viel anfangen. Es geht da um Schlaganfallrisiko, also eigentlich nur Arterienverschluss, meist durch Ablagerungen in den Arterien (meine Gefäße sind frei, hab trotzdem ne Lähmung). Gemeint ist vermutlich Hirninfarkt, also Absterben von Teile des Gehirns, wie es nach einer Blutung schon fast normal ist. Ein intaktes Aneurysma, sofern es nicht sehr groß ist und irgendwo draufdrückt, verursache keine Schäden. Halbrichtiges liest man leider viel.

Übrigens gibt es sehr unterschiedliche Zahlen zur Häufigkeit, meine hatte ich aus Vorträgen beim Hirnaneurysmaverein.

[[http://www.hirn-aneurysma.de/index.php?cont=tab2]]

Hhin)ata


hab ich das richtig verstanden, dass ich das dann selbst bezahlen müsste, wenn ich ein ct oder mrt machen wollte?

zudem das für mich im mom eh außer frage steht (ich will glaube ich gar nicht wirklich wisen ob ich das auch habe..)

zur zeit bin ich 21.

meine sorge ist einfach, da 'bindegewebsschwächen' ja in der familie liegen (siehe oben, oma und mutter haben krampfadern, mutter geplatztes aneurysma) und auch mein vater schon 2 Schlaganfälle hatte.

Dazu muss ich aber auch sagen, dass bei meinem Vater nie ein vershclossenes Gefäß in der bildgebendes DIagnostik gefunden wurde. Die Gefäße waren verengt, ja, aber man hat kein gerinnsel oder einen Verschluss entdeckt. (auch seltsam).

Zudem habe ich die Hoffnung,d ass selbst wenn ich etwas haben sollte, zusammen mit der Veranlagung, dass ich nicht den gleichen Lebensstil habe wie meine Eltern.

Beide haben geraucht seit sie 14 / 15 Jahre alt waren, mein vater war früher stark übergewichtig (seit ca 10 Jahren wieder normalgewichtig, d.h. zum zeitpunkt seiner schlaganfälle war das ÜG weg), und hatte ein Alkoholproblem.

Ich dagegen bin noch jung (21), rauche nicht, trinke seltenst, ernähre mich halbwegs gesund und mein gewicht ist im besten Rahmen (54 kg bei 166).

ozllre ;taxnte


Ne, du musst nur einen Arzt finden, der die Überweisung schreibt, am ehesten einen Neurologen - irgend einer macht es immer.

Aber ich denke, du kannst dir damit noch ziemlich Zeit lassen. Nütze eben die Gelegenheit, falls du mal häufiger Kopfschmerzen oder Sehstörungen haben solltest, das Thema beim Hausarzt und am besten Neuro anzusprechen.

Bei deinem Vater kann die Erkrankung andere Ursachen haben: Hirnblutung durch poröse Gefäße gibt es auch, wäre aber eine andere Baustelle. Aneurysmen haben mit Lebensstil nichts zu tun. Onkel und Schwester hatten übrigens niemals geraucht. Allen gemeinsam war höchstens viel Stress (Arbeit), aber ob das etwas ausmachte? Höchstens als letzter Auslöser, denke ich. Jedenfalls auch kein Bluthochdruck.

Mit schlechten Venenklappen (Krampfadern) hängt es auch nicht zusammen.

H6inxata


bei meinen papa gab es ja keine blutung (nur bei meiner mutter ^^), er hatte die typischen schlaganfaö symptome und spätfolgen – sehstörungen, hemiparese rechts, gangunsicherheiten etc. aber es wurde nun mal kein gerinnsel, keine blutung und kein verstopftes gefäß gefunden.

bin einfach verunsichert. ich habe nur ab un zu kopfweh, was aber andere ursachen hat (zu wenig getrunken, zu wenig schlaf, verspannt)

mal abwarten, tief durchatmen. ich bin ein gänseblümchen.

tOatxua


Mit der Studie kann ich nicht viel anfangen. Es geht da um Schlaganfallrisiko

@ olle Tante und Hinata

den link hatte ich eigentlich eher für Hinata gepostet. weil in ihm das Risiko für Angehörige eines Aneurysmapatienten thematisiert wird. Und es geht schon um Aneurismen – nicht um typische Schlaganfälle.

Leider drücken die sich sehr schwammig aus – der dort angesprochene "Schlaganfall" ist nichts anderes als ein geplatztes Aneurysma %-| Das ist technisch gesehen auch ein (sog.) blutiger Schlaganfall durch Subarachnoidalblutung – allerdings trägt die dort verwendete Begrifflichkeit nicht zur Verbesserung der Verständlichkeit dar :-p

S^onneSnhlicht7x7


hallo remu-la

Du fragst nach meiner Mutter wie es ihr geht ?

Ja nun sind mittlerweile 3 ganze Wochen vergangen seid dem sie hier in Deutschland liegt ,insgesamt sind es fast 8 Wochen wo sie nicht mehr ansprechbar ist.

Der Shant kann immernoch nicht gelegt werden da sie immernoch viele Bakterien hat ,die wird sie aber auch behalten da sie multiresistent sind und es nichts gegensie gibt. dadurch würde es schnell zu Infektionen kommen .

Nun findet jeden Tag eine Liquorpunktion statt um den Hirndruck zu senken. Eine richtige Quälerei wie ich finde aber es muß wohl so sein .Vor 2 Tagen wurde ein MRT gemacht weil sich der Zustand verschlechtert hatte .Sie konnten eine Flüssigkeitsansammlung im Gehirn sehen ,deshalb muß am Mo. eine erneute OP statt finden ,sie müssen schauen was das ist .Alles sehr traurig .Die Wunden sind gerade so gut verheilt und nun müssen sie wieder ran .Die Arme ,was soll sie noch alles durchmachen.Ich hoffe nur das sie das alles nicht bewußt mibekommt .

LG an alle

o2lle tqante


Die Arme!

Falls es dich tröstet: Man selbst bekommt das nur ziemlich vage mit, bis auf die Kopfschmerzen, selbst wenn man wach ist.

Und schade, denn mit Shunt bessert sich oft alles ziemlich schnell. Aber besser die Punktionen als gar nichts tun.

Ich hoffe, dass sich ihr Zustand bald bessert!

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