» »

Benommenheit, Schwindel, nasse Hände -> Cfs?

lBemxgo hat die Diskussion gestartet


Hi zusammen,

ich hätte mal ne Frage an euch:

Bin m, 29 Jahre alt.

seit einem Jahr leide ich nun an Schwindel, schwummriges Gefühl, starkem Benommenheitsgefühl, depressiv, Angst umzukippen, Ohrendruck/Geräusche, Attaken mit schwitzigen/schweissigen Händen. Das schlimmste ist das Benommeheitsgefühl - man ist morgens 1-2 Stunden nachdem aufstehen schon wieder müde und bekommt schwitzige Hände vor lauter Panik es könnte was passieren und möchte am liebsten heim in sein Bett. Man macht sich ab dem Zeitpunkt die ganz Zeit gedanken was man haben könnte.

Begonnen hat alles letzen November nach zwei Monaten stressigem Job und stressigem Privatleben (viel arbeit/Beziehungsstress/nur 3 Stunden schlaf pro nacht usw).

Anfangs waren die Sympthome sehr heftig und haben sich lebensbedrohlich angefühlt: Hochschrecken beim Einschlafen weil man dachte man hätte vergessen zu atmen und nach Luft schnappte, Schweissausbrüche, Benommeheitsgefühl, taubheitsgefühl in einem Arm, taube Gesichtshälfte, Herzrasen, Derealisiation, Depersonalisation, manchmal fühlte es sich so an als ob die Hand/Arm nicht zu einem gehören würde.

Das ganze ging 5/6 Monate in denen ich mehr krankgeschrieben war als dass ich arbeiten gegangen bin.

Mit den Wochen/Monaten die so vergangen sind, haben sich die Sympthome ein bisschen gebessert so dass 7 Stunden arbeiten am Tag einigermassen gehen. Bekomme zwar täglich immer noch die Benommenheitsattake, die dann den ganzen tag bis zum einschlafen geht - aber es ist auszuhalten. Auf Dauer ist es aber nichts - ich denke meine Firma macht das ganze nicht mehr allzulange mit.

Ich war in der Zeit

15mal beim Hausarzt (5x grosses Blutbild, 5x EKG usw.)

2x HNO

3x Neurologe -> EEG + Ultraschall Halsschlagader (nehme seit 4 Monaten 200mg Sulpirid am Tag)

1x Kardiologe (Ultraschall Halsschlagader und Herz)

1x Orthopäden

Diagnose aller Ärzte war anfangs ein bisschen wirr, keiner hatte einen Plan, irgendwann kamen sie dann mit CFS und psychosomatisch ausgelöste Sympthome.

Ich habe zwar kein Kopfweh aber irgendwie habe ich manchmal den Gedanken es könnte ja auch ein Hirntumor oder so sein.

Auf meine Frage ob denn nicht mal ein MRT (Kernspinn) sinnvoll wäre kam bisher nur: in Ihrem Alter ist das unwahrscheinlich und das EEG war ganz normal und wenn sie einen hätten wären sie nach dem einen Jahr jetzt eh schon tod oder die sympthome wären deutlich schlimmer geworden.

Was meint Ihr soll ich es auf sich beruhen lassen und einfach warten was passiert oder nochmal mit Nachdruck der Sache nachgehen. So richtig lebensfreude kommt bei dem Zustand derzeit irgendwie auf.

liebe grüsse

lemgo

Antworten
cAocofloScomi<xer


hi lemgo

ich hab Dir ne PN geschickt. Schau mal in die Mailbox.

vg

c,ocoloscomixxer


hi lemgo

wie ist Dein Blutdruck in so einer Situation? Bei mir schießt der immer hoch.

gruß

L4upzo0x49


Hallo Lemgo,

Deine Ärzte haben "allerhöchstwahrscheinlich" recht, das klingt schon sehr nach psychosomatischen Symptomen und die bisherigen Untersuchungen bestätigen das.

Andererseits, wenn Du akute Angst vor einem Hirntumor hast, wirst Du das ohne CT/MRT (du hast bereits im Juni 06 davon gesprochen) scheinbar nicht "aus dem Kopf" bekommen.

Die Frage ist halt, ob - und wie lange - Dich eine befundloses MRT tatsächlich beruhigen wird.

Wenn die Symptome einen psychischen Hintergrund haben, wird Diagnostik alleine Dir auf Dauer nicht helfen können.

Viele Grüsse

Lupo

N3iOchtAufogeben


Re: Benommenheit, Schwindel, nasse Hände

Hallo,

was ist denn rausgekommen ???

lsemfgo


Hallo zusammen,

dann möchte ich zu Abwechslung auch mal was positives vermelden.

Ne Zeitlang bin ich noch von Arzt zu Arzt gerannt. Die Gründe und Ursachen für die ganzen Sympthome kann oder will mir keiner so richtig sagen. Der Neurologe & Psychotheraupeut tippt auf was ähnliches wie Burnout. Der Grund dafür sollte sein:

- ende einer 5 jährigen Beziehung

- reinstürzen in die arbeit mit überarbeiten und zu wenig schlaf unter der Woche

- am Wochenende zu wenig Schlaf und zuviel stress aufgrund dessen das ich viel mit dem weiblichen geschlecht auf Partys bzw. unterwegs war. :=o

Generel meint aber der Artzt gibt es keine Ursache in der Vergangenheit was darauf schliessen könnte dass ich irgendwas nicht verarbeitet hätte. Ich wäre angeblich auch aufgrund meinem Ego kein Typ für Depressionen. Naja wenn er meint!? ich finde schon ich verdränge negative Ereignisse viel zu schnell und mache zu schnell wieder "business as usual".

Nun zum Verlauf:

Ich bin damals irgendwann auf cymbalta 30mg (morgens) und morgens und mittags jeweils 1 Tablette opipramol umgestiegen.

Die Opipramol habe ich 3 Monate lang genommen. Ich muss sagen die haben es echt rausgerissen. Ich hatte nach 3-4 Wochen null Sympthome mehr was Angst und Panikattaken angeht. Das ganze Herzrassen und schweissausbrüche usw. war alles weg. Nur was extrem unschön war, dass ich jeden zweiten Tag durchfall hatte. Mein Arzt meinte ich dürfte sie aber selbst absetzten so wie ich will. Also habe ich nach 3 Monaten aufgehört damit. Und bis heute habe ich null Attaken mehr festellen können. Wobei so ganz kleine Aktionen gibt es noch die der Körper versucht. So hin und wieder ein bissl atemnot oder herzklopfen - das ignoriere ich aber einfach.

Achja, da fällt mir ein: wegen dem Durchfall war ich noch beim Arzt für innere Medizin. Der hat dann beim Ultraschall eine Leberverdichtung entdeckt. Er hat dann Blut untersuchen lassen und hat einen ANA Titter von 1:640 festgestellt was normalerweise auf eine Autoimunhepathisis hindeutetet. Also hat er das Blut in das Speziallabor in Tübingen geschickt. Die haben dann nach zwei Wochen einen extrem dicken Bericht zurückgeschickt. Ergebnis keine Autoimunhepathisis. So einen Titer kann es wohl auch bei gesunden Menschen hin und wieder geben.

Das Letzte Blutergebnis war vo 4 Wochen. Dort war der Leberwert bei 89 (normalwert sollte unter 50 sein).

Ich tippe darauf dass der erhöhte Leberwert von den Cymbalta kommt die ich immer noch nehme.

Nochmal zum Zustand:

Ich bin tagsüber immer wieder sehr müde. Denke aber es kommt ebenfalls von den Cymbalta.

Depressionen oder so habe ich schon zwei Wochen nach Einnahme der ersten Cymbalta nicht mehr. Also seit ca. 6 Monaten nicht mehr.

Dass ich vor zwei Wochen mit dem Auto nach Südfrankreich ans Meer in den Urlaub gefahren bin zeigt dass alles wieder Richtung normal geht und ich meinen Körper wieder deutlich mehr belasten kann. Ich bin die Hinfahrt über Nacht gefahren und bin am Stück 800 Kilometer in 7 Stunden gefahren mit nur einer Pause. Der Rückweg war ebenfalls über nacht und auch mit nur einer Pause innerhalb 7 Stunden.

Ansonsten bin ich derzeit das ganze Wochenende von morgens bis abens unterwegs. Ich kann wieder ohne Probleme den ganzen Tag auf meinem Boot aufm Wasser verbringen.

Fazit:

Es war für mich wichtig dass ich mich selbst mit dem Thema beschäftige und viel recherchiert habe, denn die Ärtze sind machmal ein bissl hilflos bei den Sympthomen. Vieles findet im Ausschlussverfahren statt. Am schluss nachdem alles gecheckt worden ist, muss man sich damit abfinden dass es psychosomatisch ist.

Ich kann aber jedem nur empfehlen sich gegenüber den Ärzten durchzusetzen und die notwendigen Untersuchen zu fordern. Ich habe innerhalb des einen Jahres meiner Krankenkasse bestimmt viel Geld gekostet ABER: es hätte ja auch was organisches sein können dass mir solche Sympthome verursacht hat.

Man kann über Psychopharmaka schimpfen soviel man will, aber wenn man weiss welche man braucht, dann kann man sich innerhalb adäquater Zeit wieder aus dem Dilema rausmanövrieren. Ich freue mich nun auf in 4 Monaten wo ich die Cymbalta auch noch absetzten kann. Hoffe dass dann die Müdigkeit tagsüber wieder besser wird.

Alles im allem würde ich sagen ist die Lebensqualität wieder zu 95% hergestellt. Ich hoffe das bleibt nun auch so ;-)

f`lie]derx24


Re: Benommenheit, Schwindel, nasse Hände

Alles kann ein psychischen Hintergrund haben, aber es gibt noch andere Möglichkeiten. Also bei mir wurde nach 7 Jahren endlich etwas festgestellt und das ist Borreliose. Das Schlimme ist, das die Symptomatik schon lang auf Borreliose hindeutet. Vor einem Jahr hatte ich einen Test gemacht und der war negativ. Nach langen Suchen habe ich dann ein Labor gefunden, das sich auf Borreliose spezialisiert hat. Aber die Ärzte von mir sind da nicht von selber auf Borrelisoe gekommen, sondern ich habe Sie darauf aufmerksam machen müssen. Wenn ich nicht selber die Ursache gesucht hätte, würde ich noch heute nicht wissen, was ich habe.

Viele Grüße und gute Besserung

flieder24

JXod/iZe


bei borreliose

würden die symptome aber sicherlich nicht mit der einnahme eines AD verschwinden, oder? ;-)

Übrigens habe ich vor 10 Jahren mal ein AD verschrieben bekommen und eine halbe Tablette davon genommen! Da ging es mir genauso wie du, lemgo, es oben beschrieben hast!!! hinzu kamen noch halluzinationen, die sich dadurch äußerten, dass es im halbdunkel aussah, als würde flüssiges silber die wände runterlaufen...das war sooooooo fies, ich hatte panik ohne ende und habe mir da geschworen, dass ich KEIN AD nehmen möchte!!! habe es damals mit sport, positivem denken und johanniskraut (wirkt genauso wie ein AD nur ohne nebenwirkungen!!!) in den griff bekommen! das kann ich nur jedem empfehlen, es erstmal so zu versuchen!!!!!!!

LG

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH