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Migräne mit Aura, wer kennt sich damit aus?

t!he-cxaver


Hallo Simca,

schön, dass Dein NMR unauffällig war - hab ich Dir aber auch schon vorher gesagt ;-) : Es gibt nun mal keinen Zusammenhang zwischen Migräne und Hirntumoren. Na was solls, überflüsige UNtersuchungen sind bei Migräne ohnehin eher die Regel als die Ausnahme...

Allerdings scheinst Du schon an einen ziemlich geschäftstüchtigen Neurologen geraten zu sein: Sehe ich das richtig, dass er ein *EKG* gemacht hat? Das ist bei Migräne ungefähr so sinnvoll wie ne Darmspiegelung bei Herzinfarkt. ;-)

Nun aber zu den Fragen, die Dich momentan interessieren:

Schlaganfallrisiko: Ja, das ist tatsächlich erhöht

Aber:

Die absolute Risikoerhöhung ist sehr gering. Die "Verdopplung" gilt nämlich nur für junge Frauen (ich glaube, bis 45 Jahre, so genau hab ich die Grenze jetzt nicht im Kopf), also für ein ALter, in dem Schlaganfälle ohnehin äußerst selten sind. UNd das doppelte von "fast 0" ist dann halt "ein winziges bisschen mehr als fast 0". Im höheren Alter (also dann, wenn sschlaganfall-mäßig erst interssant wird) lässt sich diese Risikoerhöhung schon nicht mehr nachweisen, so gering ist sie.

Natürlich ist es trotzdem eine gute Idee, eventuelle weitere Risikofaktoren auszuschalten: Falls Du rauchst, wäre das ein zusätzlicher Grund zum Aufhören.

Was kannst Du tun, wenn Du einen Anfall hast?

Gegen die Aura wirst Du nicht viel tun können, wenn sie mal da ist (außer Dir klarzumachen, dass sie zwar lästig, aber harmlos ist). So ziemlich alle Migränemittel wirken so langsam, dass die Aura eh vorbei ist, bis das Medikament seine Wirkung entfaltet. Ausnahme wären Triptane als Nasenspray oder Spritze - die sollte man aber in der AUra nicht einnehmen, weil sie zu einer Verengung der Blutgefäße führen (und die hast Du in der Aura eh schon).

Aber Du kannst, sobald Du die Aura bemerkst, 1000mg ASS oder 1000mg Paracetamol zusammen mit einem Übelkeitsmittel (MCP) einnehmen, dann hast Du gute Chancen, das Dir die Kopfschmerzphase weitgehend erspart bleibt.

Wichtiger ist also in Deinem Fall, dafür zu sorgen, dass Du möglichst selten Anfälle bekommst. Der erste Schritt dazu ist das Führen eines Tagebuchs, damit Du mögliche Anfallsauslöser erkennst. Häufig sind z.B. Regelblutung, unregelmäßiger Tagesrhythmus, Stress, Stressentlastung, manchmal bestimmte Nahrungsmittel (Rotwein, Käse, Schokolade, Knoblauch...).

Wenn die Anfälle weiterhin so häufig sind, kann man ein vorbeugendes Medikament einstzen, z.B. einen Betablocker. Aber führ erst mal 1-2 Momate Tagebuch, vielleicht findest Du ja auch schon selber was heraus.

Gute Besserung

s$imcxa


Hey!

EKG bekam ich beim hausarzt gemacht, weil er gucken wollte, ob das alles ok ist. Also seit letzten mittwoch hatte ich nichts mehr, mal gespannt, wie es ist, wenn ich wieder arbeite. Vorallem dieses grelle licht im büro macht zur schaffen. Bin die ganze zeit am überlegen, was ich dagegen tun kann. denn vorallem, wenn es hell ist, seh ich seit dem vorletzten anfall einen schwarzen punkt auf dem linken auge. Aber wiegesagt, ich sehe gut und das augen-EEG war auch ok. Könnte es sein, dass von dieser aura etwas hängen geblieben ist? ???

Vielen dank für deine infos.

Liebe grüsse

s*ixmca


Ach ja

und betablocker kann ich bei meinem niederen blutdruck leider nicht nehmen. Wenn es nur was gegen diese verdammte aura gäbe.... :°(

tuhreU-cPavexr


Keine Panik...

erstens kann man Betablocker durchaus auch bei niedrigerem Blutdruck versuchen (ein zu starke Senkung ist bei Betablockern nicht sooo häufig), außerdem gibt es auch noch eine Menge anderer Medikamente. Und sicherlich findest Du auch beim Tagebuchführen einiges raus, woran Du ansetzen kannst....

Kopf hoch

sHimcxa


Danke

für deine tipps! ;-)

tzhe ratbbit ~is$ dexad


Aura etc.

Hallo,

ich habe schon seit sehr vielen Jahren exakt die Symptomatik wie anytime (siehe 3.2.), also vor allem erst Gesichtsfeldausfälle, kurz danach Aura beginnend an den Rändern dieser leeren Flecken, dann relativ kurz Kopfschmerz. Die optischen Symptome sind in beiden Augen (was ich immer sofort als erstes checke).

Ich will hier nur einbringen, dass ich gelernt habe: Diese Symptome müssen nicht unbedingt auf eine Migräne hinweisen (sondern passen wohl auch zu Spannungskopfschmerz). Das ist ggfs. differentialdiagnostisch und für die medikamentöse Vorgehensweise wichtig.

Euch allen gute Besserung und möglichst wenig Anfälle, egal welcher Ursache!!

t2he-cxaver


@rabbit

Einen Spannungskopfschmerz mit Aura gibt es eigentlich nicht. Was es gibt, sind Mischbilder zwischen Migräne und Spannungskopfschmerz, die können durchaus auch mal mit Aura eingehen - aber der Spannungskopfschmerz selbst ist ja auch von der Entstehung her eine deutlich andere Sache, da gibt es keine Minderdurchblutung der Hirnrinde und demnach auch keine Aura.

Man könnte allerdings auch vermuten, das Du evtl. teilweise Migräneauren ohne Kopfschmerz hast (gibt es) und das dann halt schon öfters anschliessend Spannungskopfschmerz hattest (entweder zufällig oder aufgrund des durch die Aura verursachten Stress oder wie auch immer).

Dass die AUra sich im Gesichtsfeld *beider* Augen zeigt, ist übrigens völlig normal und typisch - das Geschehen spielt sich ja in der Hirnrinde ab, und da haben die Sehbahnen schon gekreuzt - d.h. auf jeder Hirnseite werden Signale aus *beiden* Augen verarbeitet.

Grüße

t"he rab/bitx is" deaxd


@ caver:

Danke für deinen Beitrag.

Ich war immer der Meinung, ich sei Migräniker. Und fühlte mich mit dieser Einschätzung zwar natürlich nicht gut, aber "aufgehoben" (weil informiert); mit den nicht extrem häufigen Anfällen konnte ich umgehen. (Und wenn man mit Migräne dergestalt seinen Frieden macht, werden die Anfälle sogar seltener und weniger stark; war oder ist jedenfalls mein Eindruck.)

Vor einigen Jahren wurden aber meine Kopfarterien (oder jedenfalls -gefäße) -- entschuldige die ggfs. zu laienhafte Formulierung -- bei einem entsprechenden Facharzt untersucht, und der sagte dann nach eingehender Durchsicht: "Sie sind kein Migräniker; das würde man sonst an den Gefäßen sehen." Unsinn?

Die Geschichte mit den Effekten auf beiden Augen ist für mich, andersherum, Kriterium, ob ich nun einen "Migräne-"Anfall bekomme oder nicht. Denn vor der Aura kommen ja, wie gesagt, leere Flecken, und noch vorher überhaupt "komische, kleine Ungereimtheiten" im Sehen (kann ich schlecht beschreiben). Dann checke ich kurz, ob das auf beiden Augen vorkommt oder nicht. Und je nachdem weiß ich dann, was kommt (kommen kann).

tUhe-mc=avxer


Was war das denn für ein "entsprechender Facharzt"? Ich nehme an, es war eine Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Arterien? Sowas wird normalerweise von Neurologen gemacht, aber ein Neurologe würde solchen Unsinn wahrscheinlich nicht erzählen. Migräne macht keine sichtbaren Gefäßveränderungen - jedenfalls nicht im Intervall zwischen den Anfällen!

Die Diagnose der Migräne erfolgt schlicht und einfach über die Beschwerdeschilderung des Patienten, die dann nach den Kriterien der IHS (international headache society) ausgewertet wird. Die Deutsche Version findest Du hier:

[[http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/01.00.00_migraine.html]]

Wenn diese Kriterien erfüllt sind und eine klinisch-neurologische UNtersuchung (das sind die Spielchen mit Reflexhammer, Pupillenleuchgte u.s.w.) nicht auffälliges ergibt, handelt es sich um eine Migräne - irgendwelche weitergehenden Untersuchungen sind normalerweise nicht nötig. Und Deine Aura ist sowieso schon ein mehr als deutlicher Hinweis, worum es sich handelt (übrigens: Die von Dir beschriebenen "leeren Flecken" im Gesichtsfeld heißen "Skotome" und zählen in diesem Fall auch schon zur Migräneaura, ist sogar sehr typisch).

Völlig recht hast Du natürlich damit, dass der verlauf der Migräne ganz wesentlich davon abhängt, wie man damit umgeht - da hast Du schon mal eines der wichtigsten therapeutischen Prinzipien entdeckt :)^

Grüße

kvleHine HHexe


MCP?

Hier war von MCP als Uebelkeitsmittel die rede. Was ist denn MCP? Ist das verschreibungspflichtig? Ich hatte vorgestern mal wieder einen Migraeneanfall mit extremer Uebelkeit und als Emetophobiker ist das nochmal unangenehmer. Da haette ich schon gern ein Mittel, das gegen die uebelkeit wirkt. mit dem rest habe ich mich ueber die Jahre irgendwie arrangiert.

l,et-th8e-sun9-shi1ne


Migräne mit Aura - was kann ich tun ??? ??? ?!!!!!!!!!!!!!

Hallo zusammen!

Ich bin kurz vor der Verzweiflung!

Seit genau drei Tagen bekomme ich jeden morgen Migräne. Das schlimme daran sind nicht die Kopfschmerzen sondern die Begleiterscheinung - das flimmern in den augen. Ca. eine Stunde sehe ich nur ein Flimmern und so komische zacken. Danach ist für mich alles viel zu hell und ich muss die Sonnenbrille aufsetzen.

Bei mir wurde noch keine konkrete Diagnose erstellt - aber ich nehme stark an, dass dies Migräne mit Aura ist?

Kann mir irgendjemand sagen, was ich gegen diese Aura machen kann?

Zudem habe ich noch eine eingeschränkte Nierenfunktion - Ibuprofen ist für mich tabu...

Bei mir fing alles mit einer starken Grippe vor 2 Wochen an - war das bei noch jemandem so?

Kann mir irgendjemand Infos und Tips geben? Wäre echt dankbar...

Danke mal....

Zfinaj x5


@ let-the-sun-shine

ja, deiner Schilderung nach handelt es sich um eine Aura-Migräne. Gegen die Aura an sich kann man leider wenig tun (mir ist jedenfalls nichts bekannt), weil sie meistens dann bereits wieder verschwunden ist, bevor das Medikament wirken kann.

Ob der Beginn der Migräne was mit der starken Grippe zu tun hat - keine Ahnung. Bei mir trat die Migräne-Aura (vor über 20 Jahren) zum ersten Mal auf, nachdem ich lange auf einen stark flimmernden Monitor geschaut hatte.

Warst du schon beim Arzt?

*:)

bHb4xeal


hey...

Ich hatte jetzt gestern zum 2. mal eine Migräne mit Aura.

Ichbin grade mal 16...

Den 1. Anfall hatte ich auch Verbunden mit einer Nebenhöhlenentzündung und Antibiotikum.

Den 2. gestern, nach zu langem am Pc sitzen...

Es war schrecklich. Die Kopfschmerzen haben die ganze nacht angehalten und auch jetzt fühle ich mich schlapp.

Die übelkeit ist in der ncht plötzlich verschwunden.

Meine mutter hat mich schließlich zum Augenarzt geschleppt.

Diese meinte, dass es wohl eine Migräne mit Aura wäre, hat mir abe rzusätzlich eine Brille verschrieben, da auch meine schlechten Augen, soetwas auslösen könnten.sagte sie.

Ich habe die Migräne wohl von meinem Vater geerbt..leider...

Ich soll meinen Hausarzt auch noch aufsuchen..

Is das zwingend nötig jetzt? Oder kann ich erstmal abwarten wie es mit der Brille weitergeht?...

Liebe Grüße

ZXinxa 5


hallo *:)

ich hab meine Migräne-Aura sporadisch nun schon seit über 20 Jahren ... :-/

Aber heute ist etwas völlig komisch: bekam vor ca. 3 Stunden einen der üblichen Sehstörungs- und Flimmeranfälle. Normalerweise ist der Spuk nach einer halben Stunde fort. Aber heute kann ich auch jetzt immer noch nicht richtig sehen zeitweise, merke es am ehesten am Bildschirm. Es ist die ganze Zeit so, als ob das ganze wieder losgehen wollte, aber nicht richtig losgeht :-/

Kennt das jemand und was bedeutet das jetzt?

Zina

pPuirz{zeMlx77


Migräne mit Aura...

Hallo Ihr Lieben, ich war bis vorgestern mal wieder im Krankenhaus, weil ich immer eine Migräne mit einer solchen Aura bekomme, dass das Ganze einem epileptischen Anfall bzw. Schlaganfall ähnelt... Halbseitige Lähmungserscheinungen, Taubheit in der kompletten rechten Körperhälfte... Super starke Kopfschmerzen... Sprchstörungen... Die Ärzte sagten, dass sie gegen die Aura nichts wirklich machen können, es sei eine psychische Belastungssituation... Dann frage ich mich allen Ernstes, ob ich im Alter von 5 Jahren (als ich das das erste mal bekam), auch schon unter enormen Stresseinfluss stand ??? Ich bekam jedenfalls nur Paracethamol, ASS100 zur Blutverdünnung.

Außerdem sagten die Ärzte, dass eine Migräne nicht länger als einen Tag anhalten würde... Was soll ich davon halten ??? Kann mir jemand etwas dazu sagen ???

Viele liebe Grüße

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