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Schwindel - mal wieder,

Ahimexe72 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

hat jemand schon mal was von Craniosacrale Therapie in bezug auf Schwindel gehört?

Aimee

Antworten
ENsthkerx67


Ja hier...

Habe ich schon gemacht. Beim Heilpraktiker.

Beim Versuch, den Schwindel wieder loszuwerden, landet man eben auch dort. Es war eine Empfehlung und das Gespräch fand ich in der Tat sehr aufschlussreich. Ich fand es erstaunlich, was der mir alles über mich erzählt hat. Hatte schon was hellseherisches ;-)

Dann habe ich mich auch der craniosacralen Therapie hingegeben. Es hat mir gut getan. Aber nicht mehr und nicht weniger. Es waren glaube ich 7 Sitzungen oder so. Es war sehr angenehm, hat mich total entspannt und war gut fürs Ego, weil ich was für mich getan habe, weg von aller Hektik. Aber am psychisch bedingten Schwindel ändert auch das NICHTS. Und dafür ist es dann ein recht teurer Spaß. Entspannung ist entscheidend in Sachen Schwindelbekämpfung. Geholfen hat am Ende nur der Therapeut und Entspannungsübungen, die man selber machen kann.

Aqimee7x2


Danke....

Vielen Dank für Deine Antwort.

Du hast es tatsächlich geschafft, den Schwindel zu bekämpfen? Durch die Entspannungsübungen? Hat man bei Dir auch nicht feststellen können wodurch der ausgelöst wird? Fragen, Fragen, Fragen…..

LG Aimee

E#sthe3r67


Der Kampf dauert an und vor Rückfällen ist man nie sicher. Aber ich verbringe ca. 95 % meines Lebens inzwischen ohne Schwindel. Und die letzten 5 % sind wohl als mahnendes Denkmal gedacht, wenn ich mal wieder anfange, es zu übertreiben. So richtig frei fühle ich mich dadurch aber leider nicht. Mein großes Ziel.

Aber ja. Man hat bei mir was festgestellt. Die erste "Attacke" hatte eine körperliche Ursache. Die war schnell vorbei, der Schwindel blieb. Alles rein psychisch bedingt. Aber wer hört das schon gerne, dass man da oben nicht richtig tickt. Da unterscheide ich mich von niemand anderem. Vielleicht habe ich mich schneller als manch anderer mit der Diagnose angefreundet und konnte frühzeitig entsprechend handeln.

Yoga mache ich bis heute. Und wenn ich merke, dass es in der Spirale aus Angst, Grübeln, Sorgen machen, Zukunftsangst, das ganze Blabla wieder nach unten geht, aktiviere ich auch meine morgendlichen Atemübungen und auch da Yoga. Der Heilpraktiker war auch einer der wilden Versuche. Mir hat es zwar gut getan, aber nicht wirklich geholfen.

Manchmal fehlt mir meine Therapeutin, die mir zwar viel abverlangt hat, aber mich trotzdem mit einem Glauben an mich selbst und an meine Möglichkeiten versorgt hat. Eine Auffrischung von außen (Lob, Anerkennung, Erfolg) ist leider Mangelware, wie bei vielen Menschen.

A|im5eex72


Na, 95% würden mir wirklich schon reichen. Und Du meinst echt, das das rein psychisch ist? Ist wahrscheinlich wirklich schwer zu akzeptieren.

Darf ich fragen, was das für eine körperliche Attacke war? Wenn Du nicht darauf antworten möchtest, verstehe ich das….

An den Heilpraktiker habe ich auch schon gedacht!

Stimmt, die Auffrischung von aussen ist wirklich mangelware…

Aimee

E5sJther=67


Es passiert ständig und bei jedem Menschen, dass mal ab und zu kleine Adern im Kopf platzen. Ist überhaupt nicht schlimm, merkt man nicht, gehört einfach dazu.

Die verschärfte Variante wäre ein Hirnschlag. Das bekommen die wenigsten Menschen und das ist wirklich äußerst ungesund.

Dann gibts noch das Ding dazwischen. Nennt sich stummer Infarkt. Die Ader, die da platzt ist nicht ganz klein, aber es blutet nicht weiter. Der Defekt behebt sich sozusagen von alleine wieder. Und das hatte ich. Das merkt man aber. Fühlt sich an als würde man im Hirn einen Elektroschock kriegen oder ob einem einer da brutal rein kneift.

Aber auch das kommt häufig durch Stress, Überanstrengung, eben auch psychisch. Hat man aber erst nach ca. 2 Monaten beim CT festgestellt. "Hoppla, da war ja was"

Das ganze war nach ca. 3 bis 5 Sekunden vorbei. Doch das hat gereicht. Aber mir ging es auch psychisch zu der Zeit nicht gut. Und das Kopf Ding hat mir den Rest gegeben. Kam einfach alles zusammen.

Und ja die Psyche kann ALLES mit einem anstellen. Zwei Wochen später landete ich in der Notaufnahme mit Verdacht auf Schlaganfall. Aber ich war kerngesund.

Ein Heilpraktiker will wohl überlegt sein. Bei psychisch bedingtem Schwindel hilft er leider überhaupt nicht. Und hör Dich am besten mal um. Es gibt leider auch viele Scharlatane, die einem nur das Geld aus der Tasche ziehen. Oft ist eben der Gang zum Therapeuten besser.

M9ar|oni


Hallo Esther,

den stummen Infarkt konnte man 2 Monate später im CT (mit Kontrastmittel ?) erkennen? Wie hat er sich dort gezeigt?

Hat sich dein Dauerschwindel sofort nach dem stummen Infarkt eingestellt oder war nach dem kurzen Schwindelanfall erstmal keine Symptome da?

Ist der stumme Infarkt aus heiterem Himmel gekommen oder hast du dich körperlich sehr belastet?

mfg Gerrit ;-)

Ewst9her6>7


Hi Maroni,

bist nicht Du derjenige mit der Angst vor einem Tumor? Oder dichte ich Dir da jetzt was an...

Ja, man konnte das nach 2 Monaten und beim Wiederholungs-CT (zum Ausschluss von MS) erkennen. Sogar ich habe es gesehen, als mich der Radiologe darauf hinwies. Ja es war ein CT mit Kontrastmittel. Und wie das aussah? Als wäre an der Stelle was ausgelaufen, aber ganz klein. Wie ein zerknuddelter Papoerfetzen.

Während dem Infarkt wurde mir schwarz vor Augen. Ich habe es gerade noch geschafft mich auf den Boden sinken zu lassen, ich war völlig orientierungslos und für ein paar Sekunden 2 oder 3, einfach nicht von dieser Welt (kanns nicht anders beschreiben).

An diesem Tag ging es mir seeeehr gut. Und das meine ich ernst. Allgemein war es eine eher miese Zeit mit vielen Problemen und vielen Grübeleien. Doch der Tag war super. Ich war den ganzen Tag draussen und es war sehr heiss. Dann musste ich ca. 15 Minuten in einem sehr stark klimatisierten Raum warten. Mein letzter Gedanken war noch "ihhh, bläst das da kalt raus, holt man sich ja gleich den Schnupfen". Und da hat's im Kopf geknallt.

Hinterher fühlte ich mich ein wenig schlapp und dachte, ich hätte an dem warmen Tag vielleicht zu wenig getrunken, die positive Aufregung, keine Ahnung. Hinterher habe ich mir einen Liter Apfelschorle reingezogen. Ich war müde aber ok.

Der Schwindel kam schleichen etwa 10 Tage später. In einem Lokal. Kam und ging wieder, ein paar Tage später auf einem Geburtstag.

Genau 2 Wochen nach dem Knall im Kopf bekam ich meine erste Panikattacke in einem Museum. Von dort liess ich mich in die Notaufnahme fahren und wurde auf Schlaganfall untersucht. War nichts. Der Schwindel blieb danach 3 Monate ohne einen Minute aufzuhören...

Aber jede Geschichte ist anders. Das war eben meine. Ich habe vor allem möglichen Angst, allerdings nicht vor Krankheiten und ich habe ein gewisse Vertrauen zu Ärzten. Und wenn nicht oder mir der Typ blöd kommt, wechsle ich den Arzt. Das kam mir zugute. Und wenn der Neuro sagt, da ist kein Tumor, dann glaub ich dem das einfach und verschwende keinen weiteren Gedanken mehr daran.

Jeder psychogene Schwindler hat seinen eigenen Weg in den Schwindel hinein gefunden und genauso muss sich jeder seinen eigenen Weg wieder raus suchen. Ich weiß sicher, dass ich so einen SChwindel-Scheiß noch nicht mal meinem ärgsten Feind wünsche. Aber was soll's, andere Leute haben andere Sachen wie Magengeschwüre oder Migräne... Körper und Seele gehören eben zusammen. Und um beides muss man sich kümmern.

Mbaro nxi


Hallo,

danke für deine Antwort, Esther.

bist nicht Du derjenige mit der Angst vor einem Tumor? Oder dichte ich Dir da jetzt was an...

Ne, da hast du recht.

Immer noch leide ich unter Schwindel, Kopfdruck, täglichen Kopfschmerzen usw.. Diese Woche meinte der Neurologe, dass ich eine Angststörung hätte. Er hat ja nur ein CT machen lassen. Als ich ihn fragte, ob er denn keine Angst hätte, etwas übersehen zu haben, meinte er, dass er dies nicht hätte und sich absolut sicher sei.

Tja, wie kann er sowas sagen?? Wenn man ein MRT machen würde, dann kommt da vielleicht ja was schlimmes raus. Wie kann der Neurologe sich so sicher sein, "nur" mit CCT?

Seit 4 Monaten gab es keinen schönen Tag mehr in meinem Leben. Ich schlage morgens die Augen auf und denke den ganzen Tag an nichts anderes, als an den Schwindel.

Mir piepen die Ohren usw. Ich will nicht mehr.

mfg Gerrit ;-)

E+sthe^rx67


Hi Maroni,

als ich in meiner ersten Therapiestunden war, bekam ich als erstes zu hören: "Sie machen den Schwindel und nur Sie können ihn auch wieder weg machen. Ich als Therapeut kann ihnen nur helfen, die richtige Richtung einzuschlagen. Gehen müssen sie den Weg schon selbst." Rumms - das hatte gesessen.

Natürlich wünscht sich jeder von uns, dass einer kommt und ihm entweder die Wunderpille in den Mund schiebt oder einen Zauberspruch spricht und der Schwindelfluch ist vergessen oder man wacht morgens auf und alles ist wieder gut. Das einfach einer kommt und einen bei der Hand nimmt und aus dem Irrgarten herausführt.

Aber ganz ehrlich - da kommt keiner. Aber die richtige Richtung hast auch Du schon im Visier. Du weißt, dass Du eine übertriebene Angst vor einem Tumor, vor einer Krankheit, vor der Unfähigkeit des Arztes usw hast. Du vertraust Deinem Körper nicht mehr und horchst von morgens bis abends in die Dich hinein. Dass Dir das auf Dauer nicht gut tut und nicht "richtig" ist, merkst Du ja selber. Sonst würdest Du nicht hier reinschreiben und versuchen, von der Erfahrung anderer zu profitieren. Und auch hier wirst Du nicht die Bestätigung hören, dass Du tatsächlich einen Tumor hast, um Dich dann anschließend endlich befriedigt zurückzulehnen und zu sagen "wusst ich's doch". Dein Feind hat auch jetzt schon einen Namen. Der Name ist nicht "Tumor", der Feind heißt "Angst". Und auch gegen den gibt es Waffen. Halt nicht das Skalpell.

Jetzt gilt es eben den nächsten Schritt zu tun. Und das ist eben wohl oder übel der Gang zum Therapeuten. Es hindert Dich ja keiner daran, auch in Zukunft zum Arzt zu gehen und Dich regelmäßig untersuchen zu lassen.

Hier im Internet wirst Du keine Antwort auf Deine Fragen finden. Warum Du Dich so fühlst, wann fing das an, wovor hast Du Angst... Und das findet man eben alleine schwer bis gar nicht raus.

Und Garantien gibt es im Leben keine. Wer weiß, vielleicht beginnt genau jetzt in diesem Moment ein Tumor irgendwo in meinem Körper zu wachsen, oder vielleicht sterbe ich an Krebs oder vielleicht werde ich heute Abend vom Bus überfahren, wenn ich mit meiner Freundin ins Kino gehe. Es weiß keiner. Aber das ist eben die Kunst. Das Leben genau in diesem Moment so zu nehmen wie es kommt. Und sich nicht von einer diffusen Angst beherrschen zu lassen. Man hat halt nur das eine Leben und damit muss man klar kommen.

Und wenn Du die momentane Tour nicht mehr willst - ist doch super. Dann entscheide Dich dagegen. Frag den Neurologen oder Deinen Hausarzt, ob er Dir einen Therapeuten empfehlen kann. Lass Dich über die mögliche Einnahme von Medikamenten beraten. Den Gang sind viele Menschen schon gegangen und es haben noch viele vor sich, die der Schwindel vielleicht morgen oder nächste Woche überrollt. Und glaub mir, so schwer ist das nicht. Einfach einen Fuss vor der anderen setzen.

Akime8e72


Wow Esther, Deine Worte hier haben mich echt berührt. Ich habe mich total angesprochen gefühlt. Ich habe schon lange den "verdacht", das es psychisch ist und nicht körperlich. Eigentlich sollte ich glücklich sein, das der Arzt mir immer wieder sagt, das ich körperlich gesund bin. Und es stimmt, das ich jedes kleine Anzeichen in meinem Körper wahrnehme und dann nachdenke, was ist das schon wieder. Vielleicht ist es wirklich das, was mich verrückt macht.

Ich will das auch nicht mehr. so kann man doch nicht leben, das macht keinen Spaß. Ich denke auch immer nur "daran", das ist doch mist….

@Maroni… wir schaffen das!!!!!!

Aimee

Awimee[72


:°( Ich denke auch, so lange ich diesen mist nicht hinter mir bringe, werde ich niemals schwanger...

Aimee

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