» »

Schneidendes Zischen im Kopf + Kopfdruck links - was ist das

b=enom^me`ner clhrxis hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe vor über 2 Monaten über Nacht eine Bewusstseinstrübung mit "Badkappe"-Gefühl auf dem Hinterkopf bekommen. Nach circa 2-3 Wochen kam ein extrem leiser Tinnitus links dazu, war aber zu schwach als dass ich den ernst nahm. Meine Vermutungen waren: Ohren oder HWS als Ursache. HNO-Arzt stellte nix fest. Orthopäde muss noch geklärt werden.

Die Bewusstseinstrübung verschwand aber zum Glück von allein - nach über 6 Wochen! Doch der sogenannte Tinnitus wurde stärker. Genau genommen ist es kein Tinnitus. Es ist nicht nur ein Geräusch, sondern ein Zischen. Dieses Zischen "schneidet" regelrecht von links nach rechts durch meinen Kopf hindurch. Ich fühle dieses "Schneiden" auch. Es tut nicht richtig weh, aber es ist sehr unangenehm und fühlt sich so an, als wäre die linke Kopfhälfte leicht betäubt.

Je stärker das Zischen wird, desto mehr eine Art Druck auf der linken Kopfhälfte, begleitet von leichter Benommenheit (wie verschlafen). Der Druck fühlt sich im Ansatz an wie Kopfschmerz.

Je leiser das Zischen, desto weniger die anderen Symptome. Manchmal ist das Zischen fast weg - und da fühle ich mich dann auch fast gesund. Aber ich kann nicht reproduzieren, wodurch es schwächer oder stärker wird. Manchmal sitze ich da und das Zischen ist extrem. Dann stehe ich auf, laufe im Haus herum und es kann sein, dass das Zischen augenblicklich wieder schwächer wird.

Was ist da los? Hat jemand eine Idee?

Antworten
i]chweXrdewiSedergesxund


Es war ein INFEKT mit anschließendem TUBENKATARRH

Hallo Leute,

hier bin ich wieder. Nach einem geschlagenen halben Jahr hier nun das Ergebnis meiner Ärzte-Tournee. Die ganze Geschichte war schlichtweg ein Infekt. Was für ein Infekt, das ist im Nachhinein unklar. Aber es war wohl so, dass dadurch das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen war, so dass ich eine Bewusstseintrübung erlebte. Ich bin natürlich froh, dass das ohne Folgen blieb. Später griff der Infekt dann offensichtlich auch auf die Ohren, bis hin zum Hals, über.

Dadurch bekam ich offensichtlich Nervenwurzelentzündungen im Hals, was wiederum das Knacken und Knirschen der HWS erklärt, bzw. ein Gefühl von Instabilität hervorrief. Am Ende blieb "nur" noch ein Infekt der Ohren übrig. Das habe ich noch nicht ganz los, ist aber in Behandlung. Und zwar habe ich einen Tubenkatarrh, der anscheinend ein wenig hartnäckig ist. Deshalb hatte ich beispielsweise die Ohrdruckprobleme. Kurioserweise ging das Ganze aber ohne Erkältungszeichen oder nennenswerte Schmerzen einher. Es ist bei Tubenkatarrh oft/meistens so, dass man keine Schmerzen hat. Und es muss auch nicht unbedingt mit einer Erkältung oder Schnupfen auftreten. Tubenkatarrh an sich heißt nur, dass eben die Tube verschlossen ist, wodurch Probleme mit der Ohrbelüftung entstehen und auch Tinnitus mit auftreten kann. Bei mir sind die Atemwege frei; aber trotzdem hat sich Schleim angesetzt, wo ich ihn gar nicht wahrnehme - nämlich am Tubeneingang selbst. Das konnte letztlich nur der HNO feststellen. Hauptgrund meines Leidens waren aber weniger die Ohrdruckprobleme (die merkte ich nur anfangs so stark), als vielmehr der Tinnitus und im weiteren Verlauf regelrechte "Krämpfe" im Innern des Ohres (so fühlte es sich jedenfalls an; in Wahrheit ging da die Tube total zu und der dadurch verursachte Unterdruck zog Schmerzen nach sich).

Übrigens ist dies der DRITTE (!) HNO-Arzt, zu dem ich wegen dieser Probleme kam. Ob dieser gründlicher als die anderen diagnostiziert hat, kann ich nicht sagen (ich denke aber schon). Ich kann mir auch vorstellen, dass eine Diagnose ebenso davon abhängt, in welchem Tageszustand die Krankheit ist - so dass die üblichen Messmethoden unter Umständen keine Auffälligkeiten erkennen lassen. Was aber alle drei Ärzte gemessen hatten, das war die Beeinträchtigung des Hörvermögens - was die ersten beiden Ärzte aber einfach auf den Tinnitus zurückführten (das ist natürlich Quark, weil der Tinnitus ja keine Krankheit, sondern ein Symptom ist). Na ja, jedenfalls wurde die Ursache endlich gefunden. Und das ist die beste Nachricht, die ich in diesem Jahr erhalten habe!

Ich bin so froh, dass ich nicht locker gelassen habe. Und ich bin auch froh, dass ich einen Hausarzt habe, der seine Patienten ernst nimmt und nicht gleich in die Hypochonder- oder Psycho-Ecke stellt. In meinem Bekanntenkreis wurde mir ja schon nahegelegt, es sei psychisch... - totaler Bullshit natürlich. Man weiß doch, ob man psychisch Stress hat oder nicht. Und der war nie vorhanden. Also konnte es nur eine rein körperliche Störung sein. Das zeigt mal wieder, wie wichtig es ist, nicht aufzugeben. Denn vor meinem jetzigen Hausarzt hatte ich einen, der mir genau das mit der Psyche aufschwatzen wollte. Den hab ich natürlich sofort ausgewechselt. Und mein jetziger Hausarzt ging dann Schritt für Schritt systematisch vor (HNO, Neurologe, Orthopäde, etc., nochmal HNO). Es hat zwar gedauert, aber es wurde aufgeklärt. Und dabei war es mein Hausarzt, der mir nochmals eine Überweisung zum HNO-Arzt gab. Er hätte ja auch sagen können, dass das schon mal abeklärt wurde und deshalb dort nicht die Ursache liegt. Aber er war so schlau, um zu wissen, dass bei der Diagnose auch was übersehen werden kann. Er gab mir denn den Tipp für einen sehr guten HNO-Arzt. Und er tippte sogar auf die Diagnose, die später der HNO herausfand.

Also Leute - wenn ihr unerklärliche Ohrprobleme habt, so kann das auch ein Tubenkatarrh sein. Tubenkatarrh kann ausgelöst werden durch Infekte wie Schnupfen, Erkältung, Grippe, Tauchen, sowie Flüge bzw. große Höhen- oder Druckunterschiede. Im übrigen können auch Fehlstellungen der Halswirbelsäule, die aufgrund einer vertebragenen, basilären Ischämie zur Durchblutungsminderung der Innenohrregion führen, zu allerlei Beschwerden der Ohren führen.

Sobald der Tubenkatarrh beseitigt ist, sollte der Tinnius auch wieder verschwinden. Um das zu gewährleisten, sollte das natürlich gut und rasch behandelt werden, damit sich der Tinnitus nicht verselbständigt und womöglich dauerhaft bleibt. Außerdem sollte man so gründlich behandeln, dass der Tubenkatarrh vollständig ausheilt und nicht chronisch wird.

Ja, und dann nochmal zu der Bewusstseintrübung, die ich hatte: Unerklärliche Bewusstseinstrübung kann auch auf einem Infekt beruhen, der zu einer Hirnhautreizung oder ähnlichem führt. Daher bei solchen Sachen immer ausführlich abklären. Am besten zu einem Spezialisten (Infektologe, Internist, Rheumatologe) gehen und genauestens auf Infekte untersuchen lassen. Das kann erfolgen über Blutentnahme, Abstriche (z.B. vom Ohrinnern), Liquorpunktuation (Hirnwasserentnahme - nur in Ausnahmefällen, da auch mit Risiko verbunden), etc.

So, euch allen da draußen, die ihr noch am Suchen seid, wünsche ich ganz viel Glück und natürlich, dass ihr alle bald wieder gesund werdet. Und den Gesunden sage ich: Bewahrt den Schatz, den die Natur euch gegeben hat - die Gesundheit. Sie ist das größte Gut des Menschen. Vernachlässigt dieses Gut nicht. Hegt und pflegt euren Körper und Geist; esst gute Nahrung, trinkt viel Wasser, arbeitet nicht zuviel, raucht nicht, sauft nicht, nehmt keine Drogen, bewegt euch viel, und umgebt euch mit lieben Menschen und Natur.

Liebe Grüße und schnellstmögliche Genesung für alle Leidenden da draußen!

Der (ehemals benommene) Chris

ihchwe2rdewizedergEesuxnd


HWS / Kopfgelenk Funktionsstörung / Kopfgelenkstörung

Kommando zurück! Der Tubenkatarrh ist ein Verschluss der Tuben - mehr nicht. Und diese gehen immer wieder mal zu. Aber nicht wegen einer Entzündung! Ich hielt Katarrh für eine Entzündung. In Wahrheit sind meine Ohrprobleme aber HWS-bedingt. Alles kommt von der Halswirbelsäule. Und ich habe ja auch Probleme mit der HWS.

War deswegen vor ein paar Tagen, auf einen Tipp hin, bei einer Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation. Sie untersuchte meine HWS und meinte, zwei Halswirbel seien gegeneinander verdreht. Mit einer äußerst sanften (kein Knick-Knack) Methode der Chirotherapie manipulierte sie dann meine HWS. Abschließend gab sie mir noch eine Spritze in die linke Halsseite - wohl um die Muskeln dort etwas zu betäuben/beruhigen (merkte ich dann auch).

Am nächsten Tag war mein Hals wie ausgewechselt und der Tinnitus - zum ersten Mal seit ich ihn hatte - zu 80% des Tages weg. Leider hielt das nicht lange. Am nächsten Tag war der Tinnitus wieder da und drei Tage später kamen auch die üblen HWS-Beschwerden zurück. Mal schauen, was man tun kann, damit das in Position bleibt und nicht in die alte Fehlstellung zurückgeht.

Ich werde berichten.

Chris

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH