» »

Citalopram gegen Dauerschwindel

Gyordix79


Hallo Schweden,

mir geht es seit der Einnahme von Citalopram schon besser aber der ein leichter Schwindel ist immer noch da. Ich habe zum Glück dieses Schwanken nicht mehr aber wie gesagt es ist noch so ein komischer Schwindel da...aber damit kann ich zumindest zur FH und arbeiten gehen. Ich hoffe, dass der Schwindel nach und nach besser wird. lg Gordi

D3ysfu<nktioxn


Hallo, ich habe etwas sehr Wichtiges mitzuteilen.

Ich litt auch unter Dauerschwindel und Benommenheit. Es wurde keine Ursache gefunden. Ich habe daraufhin den Ärzten vertraut als dann ein psychosomatischer Schwindel diagnostiziert wurde, obwohl eine psychische Ursache bei mir keinen Sinn ergab. Aber ich dachte, die Ärzte würden sich auskennen und vertraute denen. Das wurde mir aber zum Verhängnis.

Die Geschichte fängt damit an, dass ich Venlafaxin, ein SSNRI, für 5 Tage eingenommen hatte.

Durch das Venlafaxin bekam ich eine Reihe an unangenehmen Symptomen wie genitale Taubheit und Verkrampfungen beim Bauch. Nach dem Absetzen des Venlafaxins bekam ich den schlimmsten Panikanfall meines Lebens, das ist Fakt. 1 Monat nach dem Absetzen tauchten die Venlafaxin-induzierten Verkrampfungen noch während des Fußballspielens auf. Der Schlaf war nach dem Absetzen auch eine Zeit lang schlechter, aber ich dachte, dass das Venlafaxin mich nur aus dem Rhythmus geholt hätte.

Mehrere Monate später hatte ich mal einen(!) einzigen Tag, an dem es mir echt nicht gut ging. Ich nahm eine einzige Tablette Johanniskraut ein. Johanniskraut ist vom Wirkmechanismus mit Venlafaxin verwandt, es wirkt wiederaufnahmehemmend bezüglich Serotonin und Noradrenalin. Nach der Einnahme bekam ich Schwindel, Benommenheit und Konzentrationsstörungen. Bereits am nächsten Tag hatte ich die Ursache meiner depressiven Verstimmung vergessen und ging davon aus, dass der Schwindel bald weggeht. Er ging aber nicht weg, egal in welcher psychischen Verfassung ich war, ich hatte Null Einfluss darauf. Nur beim Hinlegen wurde es anfangs etwas angenehmer.

Ich konnte nicht mehr vor dem Computer sitzen, es wurde sonst total unangenehm. Stattdessen konnte ich nur noch das Smartphone benutzen, das kleinere Display war viel angenehmer. Wenn ich Fernsehen geschaut hab und die Kameraperspektive sich bewegt hat, hat es sich für mich so angefühlt, als ob ich mich wie die Kamera bewege.

Ich war plötzlich auch viel empfindlicher, bei Kleinigkeiten hat es irgendwie geblitzt im Gehirn. Spazierengehen verschlechterte den Schwindel öfters und Jonglieren war extrem unangenehm.

Mir fiel auf, dass es manchmal viel schlimmer wurde, wenn ich gegen meinen Hals gedrückt hab. Aber ich ließ alles untersuchen, ich ging zu jedem Arzt und ging auch zur Physiotherapie und ging auch Joggen, aber das brachte alles nichts.

Weil mir dann von vielen Seiten vermittelt wurde, dass das dann psychosomatisch ist, glaubte ich dem. Ich wollte alles tun, um den Schwindel, die Benommenheit und die Konzentrationsprobleme wegzubekommen.

Ich ging deshalb in eine psychosomatische Tagesklinik. Ich hab mich da von Anfang an falsch verstanden gefühlt, weil es mir seelisch schlecht ging wegen dem Schwindel und nicht umgekehrt. Ich versuchte ja den Schwindel und die Benommenheit, etc zu ignorieren, aber das half nichts, ich hatte wie gesagt keinen Einfluss darauf.

Da ich durch die Gehirnwäsche der Ärzte schon mittlerweile selbst glaubte, dass es psychosomatisch wäre, nahm ich wieder Johanniskraut ( Jarsin, Laif ).

Ich bekam Hitzewallungen, aber mir war nicht klar, dass es vom Johanniskraut kommt. In der Tagesklinik wurde dann auch gesagt, dass das psychosomatisch ist. Ich nahm das Johanniskraut weiter und so bekam ich auch weiterhin Hitzewallungen. Nach paar Wochen setzte ich dann das Johanniskraut ab. Tage später bekam ich Absetzerscheinungen: Verkrampfungen (teils ähnlich wie Restless Legs Syndrom), Bauchverkrampfungen genau wie bei Venlafaxin, Brechreiz, Wortfindungsstörungen/schlechtes Kurzzeitgedächtnis, Geruch in der Nase wie nach einem Infekt. Es kamen Notärzte zu mir nach Hause. Die Problematik wurde mal wieder auf die Psychosomatik geschoben. Die Absetzsymptome gingen denke ich nach paar Tagen alle weg. Auch die Hitzewallungen waren dann weg. Seltsamerweise besserte sich meine Benommenheit mit den Absetzsymptomen, der Typ meines Schwindels veränderte sich dagegen komischerweise und es fühlte sich nun so an, als ob der Boden gefedert wäre.

Eine Woche später wurde mir in der Tagesklinik ein SSRI (fast das Gleiche wie ein SSNRI) gegeben. Nämlich Escitalopram. Ich bekam Atemprobleme und genitale Taubheit wie bei Venlafaxin und mein Herz schlug viel ruhiger. Die Ärzte schoben die Atemprobleme auf die Psyche, weil sie meinten, dass Escitalopram keine Atemprobleme verursachen kann. Ich setzte es nach 2 Tagen ab. Mehrere Tage nach dem Absetzen merkte ich wieder so Verkrampfungen wie nach dem Absetzen von Johanniskraut. Meine Benommenheit wurde ebenso besser wie beim Absetzen von Johanniskraut. Dadurch dass sich meine Benommenheit besserte, bekam ich richtig gute Laune, denn meine Konzentrationsfähigkeit und der Schwindel wurden ebenfalls nach dem Absetzen der 2 Tage Escitalopram besser. In der Tagesklinik sprachen mich die Ärzte und die Therapeuten an, dass es mir ja viel besser geht und sie wüssten nicht was ich mache, aber dass es anscheinend Erfolg hat. Jedoch fiel mir auf, dass die genitale Taubheit und auch der ruhige Herzschlag sich nicht ganz normalisiert hatten. Aber man sagte mir, dass die Medikamente keinen Schaden machen könnten.

Angetrieben von der guten Laune und mit Vertrauen in die Ärzte nahm ich dann nochmal Escitalopram ein, diesmal für 4 Tage. Ich bekam wieder Atemprobleme und stärkere genitale Taubheit und mein Herz schlug noch ruhiger. Am 4. Tag wurden meine Gefühle blockiert, was ich noch nie im Leben hatte. Ich setze es daraufhin ab, aber paar Tage nach dem Absetzen wurde die genitale Taubheit extrem und ich wurde auch fast impotent und konnte nicht mehr zum Orgasmus kommen, ich bekam dann auch noch Schüttelfrost und weitere Symptome. Kurioserweise besserte sich die Benommenheit zeitgleich extrem(!), besonders nach einem Orgasmus und auch der Schwindel besserte sich etwas. Aber viele grausame Symptome, die durch das Escitalopram verursacht worden sind, blieben. Die schlimmsten Symptom sind wahrscheinlich die Blockierung von Gefühlen und die Asexualität.

Das, was das Escitalopram bei mir erzeugt hat, nennt sich PSSD (Post-SSRI Sexual Dysfunction). Viele Tausend sind auf der Welt betroffen. Von PSSD haben die meisten Ärzte jedoch nichts gehört. Es wird dann wieder auf die Psyche geschoben. PSSD wird mehrfach in der Literatur und in Studien beschrieben und kann nach nur wenigen Tagen der Einnahme auftreten, oft verschlechtert sich die Problematik mit dem Absetzen. Aber viele Ärzte (nicht alle) bleiben stur und behaupten, dass SSRI keine Schäden machen können und bringen keinen Ehrgeiz mit, sich über die Thematik zu informieren. Das hat mir die Augen geöffnet, dass Ärzte quasi immer etwas als psychosomatisch diagnostizieren, sobald sie keine Ahnung mehr haben, was die Ursache ist und dass sie anscheinend denken, dass alles was sie gelernt haben, per Gesetz richtig sein muss. Sie werden sich nicht überzeugen lassen, egal wie eindeutig die Lage ist.

Ich weiß mittlerweile durch das Lesen von Hunderten Erfahrungsberichten, die teils genau meine Erfahrungen wiedergeben, dass alle Vorurteile gegenüber SSRIs stimmen, bezüglich meines Falles sind die bekannten Vorurteile sogar harmlos. Nicht nur SSRI werden übrigens total verharmlost, ich weiß mittlerweile auch, dass Finasterid genau die gleiche Problematik erzeugen kann (www.pfsfoundation.org), auch das Post-Finasterid Syndrom wird wie PSSD von vielen nicht Ernst genommen.

Ich denke, dass bei mir alles damit anfing, dass Venlafaxin bestimmte Schaltkreise im Gehirn verändert hat und mich somit extrem empfindlich auf serotonerge Wirkstoffe gemacht macht. Die 1 Tablette Johanniskraut war dann der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Venlafaxin, Johanniskraut und Escitalopram sind alle wiederaufnahmehemmend bezüglich Serotonin.

Ich möchte nur Menschen davor warnen, sich die Psychosomatik von Ärzten einreden zu lassen und dass Symptome auf Grund von veränderter Gehirnchemie durch Antidepressiva auch noch viele Monate nach dem Absetzen erst auftreten können!

Mein Leben wurde dadurch zerstört, dabei bin ich noch sehr jung. Ich möchte nicht wissen, wie viele Leben schon dadurch zerstört worden sind.

Es ist fahrlässig, einfach irgendwas zu behaupten ohne Indizien zu haben. Ich hab erst später kapiert, dass sich ganz viele Mechanismen im Körper überhaupt nicht untersuchen lassen. MRTs können das Gehirn nicht auf molekularer Ebene erfassen. Wenn jedoch etwas auf molekularer Ebene nicht stimmt, z.B. bei den Rezeptoren im Gehirn, dann kann das extrem schlimme Symptome verursachen, wie auch Schwindel, dennoch wird man bei medizinischen Untersuchungen dann nichts finden.

D!ysifunkHtixon


Die 3 Punkte von mario_x, die auf der ersten Threadseite erwähnt worden sind und an denen man erkennen soll, ob man eine psychosomatische Krankheit hat, sind übrigens Unsinn.

Wenn etwas im Gehirn auf molekularer Ebene nicht mehr richtig funktioniert, z.B. bedingt durch Einnahme von Psychopharmaka in der Vergangenheit, dann treffen trotzdem in vielen Fällen alle 3 Punkte zu.

MhaleeIna2w010


@ Dysfunktion

hm... als ich Deinen Text gelesen habe... habe ich mich gefragt... warum experimentiert der denn so rum ohne wirklich etwas durchzuziehen?

Ich habe auch Erfahrungen mit Venlafaxin... was mir die ersten Tage ziemliche Nebenwirkungen gemacht hat... und mir auch Angst gemacht hat... aber nach 10 Tagen war ich ein neuer Mensch! Die Schmerzen (wegen der ich das Venlafaxin niedrig dosiert eingenommen hatte...) waren einfach so wie weggeblasen und ich habe mich auch seelisch einfach gut gelaunt und frisch gefühlt...

Zur Zeit nehme ich Escitalopram wegen Schwindel und dadurch bedingten Ängsten... ich nehme es schon seit März und am Anfang hatte ich auch diese Betäubungsgefühle und war wie ferngesteuert... das ist nunmal so wenn man ein AD nimmt. Es hat immer - oder meistens - Nebenwirkungen! Soll doch auch so sein. Denn es greift in den Stoffwechsel des Gehirns ein und das kann meistens nicht unbemerkt bleiben! Das ist ja auch Sinn der Sache, dass es den Stoffwechsel im Gehirn anregt und filtert! Genau deswegen nimmt das ja ein!

Mein Wort an Dich: hättest Du durchgehalten anstatt es immer nach ein paar Tagen wieder abzusetzen... hättest Du die Besserung bestimmt auch spüren können... Du hast zwei super AD's bekommen und beide vor lauter Nebenwirkungen und der Angst davor einfach wieder selbst abgesetzt. Schon alleine das selbständige Absetzen nach ein paar Tagen ist eine total falsche Vorgehensweise... da wird erst mal oben was angeregt um im nächsten Moment wieder wird ein abrupter Stopp reingehauen... das bringt alles durcheinander...

Und das was Du beschreibst mit dem Johanniskraut... man darf es zusammen mit dem SSRI nicht einnehmen! Das kann zu dem Serotoninschock führen... das verträgt sich einfach nicht. Aber so wie ich das gelesen habe war der Abstand der Einnahmen zwischen dem Venla und dem Johanniskraut weit auseinander (und du hast ja das Venla auch nur so kurz genommen! ) - da dürfte so eine Wechselwirkung gar nicht erst entstanden sein. Soviel ich weiss muss man auch ins Krankenhaus wenn so ein Schock entsteht...

Ich denke, Du kannst Dich mit einem AD einfach nicht anfreunden und hast Angst davor, das hindert Dich daran es "sinnvoll" einzunehmen und durchzuziehen. Das ist aber nicht der Weg!

Und klar wird heutzutage vieles auf die Psyche geschoben... aber es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob und inwieweit er gewisse Schritte einzugehen bereit ist um es selbst auszutesten wie es sich mit einem AD anfühlt und ob es hilft/helfen könnte... vor allem wenn man Monate und Jahre damit verbringt nach körperlichen Ursachen zu suchen - erfolglos!

Das was Du hier erzählst ist, dass Du ein halber Invalide bist nach 5 Tagen Venla und 4 Tagen Escitalopram... das finde ich lächerlich...

und vor allem bringt es hier Leute durcheinander, die anfangs mit Nebenwirkungen zu kämpfen haben - die lesen Deinen Text und bekommen dieselbe Angst wie Du sie hattest - schmeissen alles wieder hin... und kommen in den selben Teufelskreis wie Du ... das ist alles keine Lösung...

Es gilt Hop oder Top... Entweder - Oder ... und nicht sich selbst aufgeben und anderen (Ärzten) dann die Vorwürfe machen...

Du gibst selbst an noch sehr jung zu sein... sammle lieber erst ein bisschen Erfahrung und Mut für Dich selber, bevor Du anderen Tipps gibst - die noch ziemlich "grün" aussehen! ;-)

Nichts für ungut... sieh meine Kritik als nett gemeint! :)*

Dmysfunkktimon


Dein Kommentar ist eine Frechheit! Ich habe überhaupt keine psychischen Probleme und die Geschichte ist schon länger her!

Die paar Tage Escitalopram haben mein Leben zerstört, der Schaden wurde auch schon von Professoren und Ärzten bei mir diagnostiziert. Du machst den riesen Fehler, dass du von dich auf andere schließt! Niemand weiß wie SSRIs wirken und die Folgen sind deshalb nicht voraussehbar.

PSSD haben Tausende Menschen auf der Welt. Und eine Vielzahl hat es wie ich nach nur wenigen Tagen der Einnahme bekommen.

Es ist damit unverantwortlich Patienten vor der Einnahme nicht über diesen möglichen Schaden aufzuklären.

M1aleezna32010


schade dass Du meinen Kommentar als Frechheit siehst... das wollte ich nicht.

Fakt ist: du hast das Medikament verschrieben bekommen, weil Du Beschwerden hattest und die Ärzte wollten Dir helfen - mehr nicht. Jedes Medikament hat Nebenwirkungen - bleibende sowie vorübergehende...

Man muss selbst abwägen, ob man trotz der Nebenwirkungen ein Medikament einnimmt oder nicht...

das ist und bleibt ein eigenes Risiko! Die Nebenwirkungen inkl. der Sexualstörung sind in der Packungsbeilage beschrieben...

Es kann sogar bei Aspirin ein anaphylaktischer Schock auftreten! Das ist lebensgefährlich und trotzdem ist es in der Apotheke frei verkäuflich... das ist nur ein Beispiel...

Ich will sagen, dass sich jeder selbst genau informieren kann. Klar verharmlosen Ärzte viele Nebenwirkungen. Ich bin auch sehr empfänglich für Nebenwirkungen... aber ich entscheide eben immer noch selbst ob und was ich nehme und ob ich eben ein solches Risiko eingehen will...

Du machst den Ärzten Vorwürfe, aber sie können nicht auf jede Nebenwirkung eingehen und vor allem nicht auf solche die eher selten sind... jeder Patient sollte sorgfältig die Packungsbeilage lesen und dann abwägen was er tut und evtl. mit dem Arzt Rücksprache halten wegen der Bedenken...

Du bist anscheinend noch sehr jung und hast den Ärzten vertraut... das kann ich dir aber als Tipp mitgeben: Ärzte sind auch nur Menschen... und man sollte grundsätzlich niemandem blind vertrauen! Bei Bedenken sollte immer noch jeder für sich selbst ein Medikament ablehnen oder eben nicht!

Das was Du hier tust ist, dass Du grundsätzlich davon abrätst, weil Du eine schlechte Erfahrung gemacht hast. Vielleicht hättest Du einen eigenen Faden aufmachen können in dem Du Dich mit Gleichgesinnten austauschen kannst und auch über Dein Problem reden kannst. Es ist bestimmt nicht einfach damit zu leben... aber hier einen Faden zu benutzen um andere zu verunsichern ist halt einfach nicht so ein cooler Weg... sorry...

Mach doch einen eigenen Faden auf! Vielleicht findest Du ja Leute denen auch so erging - mit denen Du Dich austauschen kannst! Das hilft bestimmt! Und vielleicht erhälst Du auch Tipps und Möglichkeiten für eine Besserung! :)*

ich wünsche es dir jedenfalls :)* *:)

mkuhFkuh2k


@ Dysfunktion

Sehr interessant. Ich erkenne einige Parallelen zu meinem Leidensweg. Gott sei Dank sind bei mir aber nicht so heftige Nebenwirkungen aufgetreten (nur ein sehr starkes Gefühl wie unter Drogen zu stehen). Geholfen hat es gegen Schwindel und Benommenheit gar nicht. Bei mir kommt beides auch von den seitlichen Halsmuskeln, Auslöser ist ganz offenbar zu viel Luft im Darmbereich, wodurch ich Atemprobleme bekomme und dann die Muskeln (Atemhilfsmuskeln) verspanne.

Da ich erst relativ spät bei meiner Odyssee bei einem Psychiater gelandet bin, hatte ich mein Vertrauen in die Ärzteschaft bereits verloren und habe somit getrost ignoriert, als er mir per Ausschlussdiagnose präsentiert hat, dass man Schwindel psychisch sei und ich doch eine stationäre Therapie machen soll. Ja, es gibt (mittlerweile) eine psychische Komponente, aber sie ist vermutlich nicht die Ursache.

Was mich interessieren würde: Hast du dein Problem in den Griff bekommen?

O^zzyK 6^8


Hy,ich habe auch seit 2jahren dauerschwindel ,nehme auch CP 10 mg ist bisschen besser geworden seitdem ich auf 15 mg gesteigert habe .Jetzt meine Anfrage , wenn ich auf 20 mg steigere wird es besser mit dem Schwindel ? Habe es auch teilweise im Liegen oder sitzen ! Hat jemand auch die Erfahrung gemacht durch höher Dosierung zum Erfolg zu kommen ?Denn es nervt heftig !!!

Lkupo7x49


10 mg ist ja eine recht geringe Dosis und in der Regel werden 20 mg verordnet.

Also wenn es Dir mit 15 mg schon besser geht, könnte 20 mg die längerfristige Dosis sein.

Bitte aber Dosis-Veränderungen von ADs immer mit dem Arzt absprechen !

OSzz?y x68


Danke Lupo für die Antwort, bin ab heute auf 20 mg , Schwindel ist weniger aber bin bisschen benommen,denke das sich das einpendeln wird .Wie ist eure Erfahrung , wie lange der Körper die Nebenwirkungen wie Benommenheit , Schwindel usw braucht zum verarbeiten , danke für die Antworten, lg

L>upxo749


Das ist wirklich individuell ganz verschieden und es ist halt auch nicht leicht zu unterscheiden, da sich Ursprungs-Symptome und Nebenwirkungen ähneln.

Bei mir hat es immer einige Wochen gedauert und ich hatte am Anfang das Gefühl, dass sich alle Symptome verstärkt haben. Wenn man weiß, dass es vom Medikament kommt, entsteht zumindest nicht noch zusätzliche Panik.

Denke auch, dass sich das spät. im Laufe einiger Wochen einpendelt.

O`zzIy 6x8


Habe noch einmal eine Frage habe jetzt auf 20 mg gesteigert , nehme die Dosis jetzt seit 5 Tagen.Problem ist ,habe im liegen und im Sitzen Gleichgewichtsstörungen ,sind das die Nebenwirkungen ?geht das wieder weg ?vielen Dank für eure Antworten

LBu-po`74x9


Problem ist ,habe im liegen und im Sitzen Gleichgewichtsstörungen ,sind das die Nebenwirkungen ?

Nein, denn die hattest Du ja vorher schon.

Wie schon gesagt können sich die vorhandenen Symptome allerdings bei Erhöhung der Dosis zunächst verstärken - also Geduld.

dYaxsMmepJo1


Hey,

habe mir über mehrere Tage die ganzen Beiträge durchgelesen.

Nun zu mir:

22 Jahre, männlich,

habe seit Mai 2015 folgendes Problem..

Es fing damit an das meine Freundin schwanger wurde (natürlich gewollt beiderseits), wir uns eine eigene Wohnung gesucht haben und erfolgreich alles schön eingerichtet haben. Plötzlich hatte ich das Gefühl, ich würde sterben einmal nach einem Fußball spiel sonntags. Ich war im Krankenhaus, mein Puls war wegen Angst (!!) bei 209/120(!!!). Dann ein paar Tage später ist das selbe Szenario wieder abgegangen aber ohne wirklich Fußball zu spielen. Nun hörte ich auf mit Fußball, ging nicht mehr arbeiten, habe nur noch zuhause rumgelegen. Ich fühlte mich nirgendwo mehr wohl sei es zuhause oder bei meinen Eltern weil ich immer im Kopf habe muss ich sterben was mach ich falsch usw... Daraufhin zum Arzt Blut abgenommen usw, natürlich Blutwerte alles soweit in Ordnung. Ich esse auch keinerlei Obst und Gemüse, da ich es als Kind immer abgestoßen habe, hatte gedacht da liegt ein Zusammenhang aber falsch gedacht.. Daraufhin zur Neurologin gewechselt die sofort gesagt Psyche Blabla nehmen Sie Citalopram... Das war die reinste Hölle ... Ich hab fast 2 Wochen fast kein Auge mehr zugedrückt.. Und dann fing es an mit dem Schwindel der konstant 24 Stunden da war mal schlimmer mal weniger schlimm dachte es lag an den Tabletten... Also diese wieder abgesetzt und immer noch Schwindel ... bis heute und es hört nicht auf ... In der Zeit habe ich ohne jegliche Tablette weitergelebt und durchgehalten, aber jetzt scheine ich an dem Punkt zu sein wo ich sagen muss, dass ich an diese Dinger nicht dran vorbei komme. Meine Tochter ist mittlerweile 6 Monate alt und ich will für Sie da sein. Ich hoffe ich kann sobald ich Montag wieder Citalopram habe, später dann gutes berichten wenn es bei anderen auch wirkt, dann muss ich halt da durch.

Trotzdem wünsche ich euch allen alles alles liebe das ihr es packt und ich irgendwann auch :) :)^

O8zzy n68


Hey dasmepo1 , das wird auch so nicht weggehen,was ganz wichtig ist , du musst durchhalten!!!!! Citalopram wird dir die Panikattacken nehmen , hat aber ätzende Nebenwirkungen,die aber vorbeigehen.Bei mir hat es bei der erstdosierung ,6 Wochen gedauert , bis es besser wurde . Du musst gleich mit 20 mg anfangen alles was darunter liegt bringt nichts ,ich habe es eine ganze Zeit versucht mit 10 mg. Du wirst zwischendurch die Phase haben dass du es nicht mehr aushältst aber da musst du durch jeder Mensch ist auch anders der eine hat mehr der andere weniger Nebenwirkungen .Der Schwindel wird besser und die Ängste verschwinden.viel Glück und halte durch

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH