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Medikamente bei Sozialphobie

M*Poli(kons hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin 25 Jahre alt und habe seit 5 Jahren eine Sozialphobie. In den letzten 2 Monaten wurde es extremer! Wenn ich auf der Arbeit bin und mit anderen Menschen rede, telefoniere oder im Mittelpunkt stehe, fange ich an zu zittern (aber extrem am Kopf und Hände), schwitze wie ein Wilder und werde rot. Ich gehe auch öfters am Wochenende raus mit den Kumpels, aber momentan geht es mir so schlecht, dass ich am besten zu Hause sitzen möchte bis es mir besser geht. Ich zittere sogar zu Hause, nicht so extrem wie unter Leuten, aber schon etwas.

Mein Neurologe hat mir eine Therapie angeboten, die ich aber erst im Oktober anfangen kann, weil diese überfüllt ist oder so. Medikamente wollte er mir nicht verschreiben.

Jetzt meine Frage: gibt es ein Medikament für solch eine Sozialphobie und wenn ja, welche? Kann sowas auch ein Hausarzt verschreiben? Ich meine für die Zeit bis ich die Therapie anfange!

Ich danke schon mal für die Antworten!

LG Mark

Antworten
GZras-|Halxm


Natürlich gibt es Medikamente.

Ich finde es allerdings nicht so gut, dass der Neurologe, bei dem du Therapie machen willst, dagegen ist, und du dann hinter seinem Rücken einfach zu einem anderen Arzt gehst. :-

An Medikamenten gibts z.B. Buspiron.

M8Poli]konxs


@Gras-Halm

Der Neurologe macht nicht die Therapie, sondern ein Psychologe. Dieser kann aber mit der Therapie erst im Oktober beginnen, weil die Plätze bei ihm alle belegt sind. So lange muss ich warten.

Ich war ja noch bei keinem anderen Arzt. Was soll ich denn aber sonst machen, wenn er mir nicht verschreiben möchte? Mir gehts total schlecht.

LG

Gyrams-Halxm


ok... :- kann ich nachvollziehen.

wäre gut zu wissen, ob du "nur" die soziale Phobie hast oder begleitend auch noch Depressionen?

Das was ich dir genannt habe - Buspiron - hat nämlich keine antidepressiven Eigenschaften. Solltest du nebenher Depressionen haben, wäre es wohl sinnvoller, ein Antidepressivum zu nehmen, das nebenher angstlösend wirkt.

MyPo{lixkons


@Gras-Halm

Depressionen eher keine, aber Angst in solche Situationen gehen zu müssen, die ich oben beschrieben habe. Auch schon vor der Arbeit bin ich total ängstlich.. hab sozusagen "Bauchschmerzen" auf die Arbeit gehen zu müssen und auch sonstige Situationen wie Einkaufen, mit Bekannten treffen, usw.

Die Sozialphobie wird auch mit komischen Symptomen begleitet: hab öfters Kopfdruck, Schwindel und Kribbeln in Armen und Beinen. Schlage mich schon seit einigen Wochen damit herum, egal ob auf Arbeit oder privat.

Macht Buspiron abhängig? Was schlägst du für ein Antidepressivum vor? Ich weiss, du bist kein Arzt, aber möchte es meinem Hausarzt vorschlagen, ob er mir sowas nicht verschreiben könnte. Möchte da nicht so dumm und ahnungslos sitzen, wenn ich ihn frage.

LG Mark

Garas-aHalxm


nee, Buspiron macht nicht abhängig.

Antidepressiva...gute Frage. Ich persönlich habe ganz gute Erfahrungen mit Insidon gemacht - es wirkt weniger antidepressiv, dafür stärker auf die Angst. Zudem kann man es problemlos wieder absetzen.

Poop6annxa


versteh dich

hallo, kenne dein Problem, sowohl das mit der Sozialphobie als auch das Wartenauf einen Therapieplatz. Ich nehme seit 1 1/2 Jahren Cipralex. Ich finde es sehr gut. Bin gerade wieder dabei, es abzusetzen, weil ich versuchen will, ob es mitlerweile auch ohne geht. Aber in den letzten 1 1/2 Jahren ging es mir echt richtig gut, wie noch nie, keine Angst mehr undviel ausgeglichener. Und auch fast keine Nebenwirkungen. Bin auch nicht zur Therapie gegangen,w eil ich es unsinnig fand, dann nach fast einem Jahr damit anzufangen (so lange hätte ich warten müssen). Ich würde auf jeden Fall nochmal zu nem anderen Arzt gehen, denn du brauchst die Hilfe ja sofort.

viel Glück,

H.

sYilVaeTins


Hat Dein Neurologe denn einen plausieblen Grund genannt, der gegen ein Medikament spricht? (Evtl. andere noch vorhandene/bestehende Krankheiten?)

Solltest Du doch ein Medikament benötigen, wäre es wichtig, schnellstens damit anzufangen. Je länger man durch die Ängste gehen muss ohne Hilfe, je schlechter sind sie später zu behandeln. Oder liegt bei Dir ein Grund vor (schon andere Medikamente, die Du regelmäßig nehmen musst, nimmst).

Ansonsten: spricht etwas gegen eine zweite Meinung? Das Einholen einer 2. Meinung steht einem doch zu.

Eins ist ganz wichtig: nimm nichts auf eigene Faust ohne die Verordnung und Überwachung durch einen Arzt. Das ist nicht ungefährlich. Alles Gute und schnelle Hilfe wünscht Sila

l G

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